UniA GÖ Sek.

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Description

Identification (short)

Title 

Sekretariat

Life span 

1729-1937

Fonds data

Short description 

Sachakten der akademischen Selbstverwaltung; bis 1917 des Prorektors, danach des Rektors.

History of creator 

"Rector Magnificientissimus" der Georgia Augusta war von ihrer Gründung bis 1917 der Landesherr, d. h. bis 1866 der Kurfürst bzw. König von Hannover und seitdem der König von Preußen. Die Aufgaben des Rektorats versah der Prorektor, der turnusgemäß aus den Professoren der Fakultäten bestimmt wurde. Die Amtszeit wurde 1842 von einem halben auf ein volles Jahr heraufgesetzt. Mit dem In-Kraft-Treten des Göttinger Universitätsstatuts von 1916 erhielt der Prorektor auch den Titel eines Rektors.

Der Rektor repräsentierte die Universität, hatte den Vorsitz im Senat und im Universitätsgericht inne und führte ihre Verwaltungsgeschäfte, soweit diese nicht im Bereich der vom Kurator besorgten Staatsaufsicht lagen. Als Mitarbeiter standen ihm der Syndicus (oder Universitätsrat) und der Sekretär zur Verfügung, als Vollzugsorgan die Pedelle.

Custodial history 

Die Statuten von 1736 richteten das Amt des Sekretärs (oder Aktuars) als eines Gehilfen des Prorektors ein und übertrugen ihm die Protokollierung aller Gremiensitzungen, die Sammlung der königlichen Reskripte sowie die Führung übersichtlicher Akten. In den ersten Jahrzehnten scheint eine geordnete Aktenordnung jedoch gefehlt zu haben. Erst ab 1772 wurde die Akten des Prorektors durch den Aktuar geordnet und durch ein alphabetisches Register erschlossen. Die Akten des Universitätsgerichts wurden in eine gesonderte Registratur ausgegliedert (heute: Bestand Universitätsgericht)

Die Akten des Sekretariats wurden 1882 unvollständig und 1900 grundlegend neu organisiert. Die Akten aus der Zeit vor 1900 wurden 1925 an das Universitätsarchiv abgegeben und dort nach dem Schema von 1900 neu geordnet. Aus der Rubrik "Ecclesiastica" wurden die Akten der Universitätskirchendeputation und der Professoren-Witwen- und -Waisen-Kasse zu eigenen Beständen formiert (heutige Bestände UKD und PWWK). Später folgten Akten aus den Jahren 1900 bis 1933.

Die nach 1933 vom Rektorat anhand eines modernen Aktenplans geführten Akten bilden den Bestand Rektorat.

Literature 

Boockmann, Hartmut (1994): Die Verfassung der Georg-August-Universität von den Anfängen bis 1968. In: Hans-Günther Schlotter (Hg.): Die Geschichte der Verfassung und der Fachbereiche der Georg-August-Universität zu Göttingen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht (Göttinger Universitätsschriften, A, 16), S. 11–24.
Gundelach, Ernst (1955): Die Verfassung der Göttinger Universität. Göttingen: Schwartz (Göttinger Rechtswissenschaftliche Studien, 16).

Finding aids 

Arcinsys

See

Corresponding archival items 

Rektorat, Universitätsgericht, Universitätskirchendeputation, Professoren-Witwen- und -Waisenkasse

Further information (fonds)

Size in m 

46