NLA OL Best. 31

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Kabinettsregistratur Oldenburg

Laufzeit 

1774-1868

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Die Einrichtung des Kabinetts als Zentralbehörde wurde 1774 für das Herzogtum Oldenburg eingeführt. Es bestand bis zur Schaffung des Staatsministeriums 1868.

Bestandsgeschichte 

Best. 31 Kabinettsregistratur Oldenburg

Zeit: (1638) 1773-1897 (1934)
Umfang: 260,5 lfd. m; 16348 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestände: Best. 31, Best. 33-1, 33-2 und 33-4, Best. 34

Nachdem die alte Grafschaft Oldenburg-Delmenhorst 1774 zum Herzogtum Holstein-Oldenburg erhoben und dem Fürstbischof Friedrich August von Lübeck aus der jüngeren Linie des Hauses Holstein-Gottorf übertragen war, blieb die Residenz zunächst in Eutin. Sein Nachfolger, der für seinen kranken Vetter Peter Friedrich Wilhelm regierende Administrator Herzog Peter Friedrich Ludwig, machte Oldenburg zum Mittelpunkt. Er erhielt 1803 das Bistum Lübeck infolge des Reichsdeputationshauptschlusses als weltliches Fürstentum und dazu vom säkularisierten Bistum Münster die Ämter Vechta und Cloppenburg (vgl. Best. 110 und Best. 111) sowie vom Kurfürstentum Hannover das Amt Wildeshausen (vgl. Best. 105 und 106). Am 22. Januar 1811 wurde das Herzogtum dem Kaiserreich Frankreich einverleibt (vgl. Best. 82 ff.), obwohl der Herzog am 14. Oktober 1808 dem Rheinbund beigetreten war. Die oldenburgische Verwaltung trat mit Wirkung vom 1. Oktober 1814 wieder in Kraft, zugleich wurde eine tiefgreifende Verwaltungsreform durchgeführt (vgl. Best. 70). Durch Artikel 34 des Wiener Kongresses vom 9. Juni 1815 wurde Oldenburg zum Großherzogtum erhoben. Den Titel Großherzog nahm aber erst Herzog Paul Friedrich August bei seiner Thronbesteigung am 21. Mai 1829 an. Die in russischem Auftrage verwaltete Herrschaft Jever (vgl. Best. 90) wurde 1818 von Zar Alexander an Oldenburg abgetreten. Die Streitigkeiten mit Hannover wegen des gemeinsamen Besitzes eines Teiles des Amtes Vechta und einiger Absplisse wurden 1817 beigelegt. Im Jahre 1826 trat der Graf von Galen die Herrlichkeit Dinklage (vgl. Best. 114) an Oldenburg ab, und 1854 erwarb es von dem Grafen Bentinck die

Herrschaft Varel-Kniphausen. Dem standen Gebietsabtretungen an Preußen 1854 und 1864 (Jadegebiet) gegenüber.

Für das Herzogtum Oldenburg waren folgende Schränke, die die Akten chronologisch und dann sachlich ordneten, maßgeblich:
Schrank 2 (1774-1788) Schrank 12 (1821-1830)
Schrank 4 (1789-1800) Schrank 13 (1830-1858)
Schrank 6 (1801-1811) Schrank 15 (1859-1868)
Schrank 9 (1813-1820) Anhang
Unter den Amtsbüchern sind auch die Berichte der Bundestagsgesandten und Reskripte der Regierung.

Inhalt:
Amtsbücher 1774-1869 (186); Reichssachen/Deutscher Bund 1774-1869 (168); Großherzogliches Haus 1815-1868 (205); Auswärtige Angelegenheiten (u.a. Konsulate, Gesandtschaften) 1810-1879 (756); Behörden (Organisation und Personal) 1774-1880 (2319): u.a. Regierung 1789-1880 (837), Provisorische Regierung (1813/14) 1813-1817 (27), Generaldirektion des Armenwesens/Generalarmeninspektion 1801-1859 (347), Staatsministerium 1809-1869 (333), Haus-und Centralarchiv 1836-1869 (29), Landesbibliothek 1834-1869 (28); Katasterverwaltung 1830-1869 (36); Baukommission für die Stadt Oldenburg 1841-1857 (17); zentrale Kassen 1830-1869 (57); Landstände/Landtag 1848-1858 (38); Kommunalbehörden 1819-1869 (157); Hoheitssachen (u.a. Orden/Ehrenzeichen) 1814-1891 (372); Gnadensachen der Regierung 1774-1869 (308); Kirchensachen 1774-1889 (1434), u.a. evangelisch-lutherische und katholische Kirchensachen (u.a. Kommission zur Wahrnehmung der römisch-katholischen geistlichen Angelegenheiten), lutherische und katholische Schulsachen; Lehnsachen 1774-1857 (110); Militärsachen 1774-1868 (226); Einquartierungssachen 1814-1857 (11); Finanzsachen 1773-1870 (763); Stempelpapiersachen 1775-1892 (330); Witwen-, Waisen- und Leibrentenkassen 1802-1848 (139); Kassen- und Rechnungswesen 1851-1877 (38); Münzsachen 1829-1869 (34); Zollsachen (1638) 1774-1897 (816); Postsachen (auch Telegrafensachen)

1774-1869 (238); allgemeine Kammersachen 1774-1869 (395); einzelne Kammersachen 1774-1864 (429); Gnadensachen der Kammer 1774-1868 (855); Bausachen (Hochbau) 1774-1870 (397); Pachtsachen 1774-1876 (1147); Jagd- und Forstsachen 1774-1876 (1147); Ausweisungssachen 1774-1858 (304); Abzugssachen 1774-1796 (152); Ökonomische Sachen (Landwirtschaft, An- und Verkauf, Landesvermessung, Maßnahmen) 1744-1868 (172); Deich-, Siel- und Schlengensachen 1774-1858 (328); Handels- und Gewerbeangelegenheiten (auch Schifffahrt) 1774-1869 (698); Schifffahrt 1850-1878 (221); Eisenbahnen 1857-1871 (71); Wege- und Wasserbau 2829-2873 (369).

Literatur:
Christian Ludwig Runde, Oldenburgische Chronik, Oldenburg 1862; Georg Sello, Die territoriale Entwicklung des Herzogtums Oldenburg, Göttingen 1917; Albecht Eckhardt/Heinrich Schmidt (Hg.), Geschichte des Landes Oldenburg, 4. Aufl. Oldenburg 1993, S. 333-548.

Verwandte Bestände:
Best. 20 (Grafschaft Oldenburg); Best. 22 (Regierungskanzlei Oldenburg); Best. 35 (Staatsverträge und Landesgesetze); Best. 39 (Oldenburgischer Landtag); Best. 70 (Regierung Oldenburg); Best. 73 (Konsistorium Oldenburg); Best. 130 - Best. 137 (Oldenburgische

Ministerien).

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Herzogtum Oldenburg

Zeit von 

1814

Zeit bis 

1853

Objekt_ID 

1

Ebenen_ID 

2810

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Herzogtum Oldenburg

Zeit von 

1853

Zeit bis 

1864

Objekt_ID 

1

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2910

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Herzogtum/Landesteil Oldenburg Teil Wangerooge

Zeit von 

1864

Zeit bis 

1937

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3

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210

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Herzogtum/Landesteil Oldenburg

Zeit von 

1864

Zeit bis 

1937

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Bezeichnung 

Herzogtum Oldenburg Teil Wangerooge

Zeit von 

1853

Zeit bis 

1864

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Bezeichnung 

Herzogtum Oldenburg Teil Wangerooge

Zeit von 

1814

Zeit bis 

1853

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