LkAH D 15 X

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Description

Identification (short)

Title 

Lutherisches Kirchenamt Hannover

Life span 

1864-2004

Fonds data

Contents 

Nach einer komplizierten, von den Einigungsbestrebungen des 19. Jahrhunderts bis zum "Lutherrat" zurückreichenden Vorgeschichte wurde 1948 die VELKD gegründet – auf der ersten Generalsynode am 8. Juli 1948 in Eisenach verabschiedeten die Landeskirchen Bayern, Braunschweig, Hamburg, Hannover, Mecklenburg, Sachsen, Schaumburg-Lippe, Schleswig-Holstein und Thüringen die Verfassung der VELKD, die sich als "Zusammenschluss von evangelisch-lutherischen Kirchen (Gliedkirchen), die sich in ihrer Verkündigung und Sakramentsverwaltung wie auch in ihrer Ordnung, Leitung und Verwaltung sowie im gesamten Handeln der Kirche an das Bekenntnis gebunden wissen“ sowie als Kirche mit voller Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft verstand. 1949 kam Lübeck und 1967 Eutin hinzu, die beide seit 1977 gemeinsam mit Hamburg und Schleswig-Holstein als Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche der VELKD angehören.
Die Geschäfte der VELKD führte das Lutherische Kirchenamt Hannover, das sich 2007 im Rahmen einer Strukturreform in "Amt der VELKD" umbenannte und in die Räumlichkeiten der EKD in Hannover umzog. Daneben unterhielt die VELKD eine Verwaltungsstelle in Westberlin (das als Berliner Stelle bezeichnete Lutherische Kirchenamt Berlin-West [vgl. Bestand D 15 XI]), während die Geschäftsführung für die drei östlichen Gliedkirchen dem eigens dafür eingerichteten Kirchenamt in Ostberlin oblag (vgl. Bestand D 15 XII).
Nachdem 1968 die neue Verfassung der DDR eine weitere kirchliche Zusammenarbeit über die innerdeutsche Grenze hinweg ausschloss, wurde zum 1. Dezember 1968 von den Gliedkirchen in Mecklenburg, Sachsen und Thüringen die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche in der DDR (VELK DDR) ins Leben gerufen und schließlich 1969 der Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR (BEK) gegründet. Nach dem Fall der Mauer beendete der BEK zum 30. Juni 1991 seine Tätigkeit, die drei östlichen Gliedkirchen traten 1991 (Sachsen und Thüringen) bzw. 1992 (Mecklenburg) wieder der VELKD bei. Heute gehören der VELKD die acht Landeskirchen Bayern, Braunschweig, Hannover, Mecklenburg, Nordelbien, Sachsen, Schaumburg-Lippe und Thüringen an; sie zählt damit insgesamt circa 11 Millionen Gemeindeglieder. Leitende Organe und Gremien der VELKD sind die Generalsynode, die Bischofskonferenz und der Leitende Bischof sowie die Kirchenleitung.
Die VELKD vereinbarte mit der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers durch einen Vertrag, ihre nicht mehr benötigten Unterlagen an das Landeskirchliche Archiv Hannover als Deposita abzugeben.
Der nicht gegleidertge bzw. teilweise noch unverzeichnete Bestand D 15 X enthält die Aktenabgaben des Amtes der VELKD bzw. des früheren Lutherischen Kirchenamts Hannover.

Ergänzende Bestände:
Alle Bestände des Depositums D 15 (D 15 I bis D 15 XIV)

Literature 

Thomas Martin Schneider: Gegen den Zeitgeist. Der Weg zur VELKD als lutherischer Bekenntniskirche (= Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte. Reihe B: Darstellungen, Band 49). Göttingen 2008.

Information / Notes

Additional information 

teilweise verzeichnet