NLA OL Rep 750

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg

Laufzeit

1887-1994

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde im Oldenburger Schloss mit den dem Land Oldenburg verbleibenden Kunstwerken aus der großherzoglichen Sammlung und den Beständen des Kunstgewerbemuseums als Grundstock das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte eingerichtet.
Aktenabgaben sind mit Ausnahme einer volkskundlichen Landesaufnahme und Akten des Museumsdirektors als Denkmalspfleger noch nicht erfolgt. Vorläufig werden die Altakten noch für eine umfassende Neuinventarisierung genutzt; Anfragen sind an das Landesmuseum zu richten.

Bestandsgeschichte

Rep 750 Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg

Zeit: 1483-2011
Umfang: ca. 30 lfd. m; 1638 Verzeichnungseinheiten (Stand November 2017)
Erschließung: Archivdatenbank - Bestand befindet sich im Aufbau
Signaturen mit dem Anfang: LMO befinden sich noch im Museum, sind aber entweder dort oder bei längerer und aufwändiger Einsicht im Landesarchiv nach vorheriger Vereinbarung benutzbar.

Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg wurde 1919 durch einen Landtagsbeschluss als regionales Mehrspartenmuseum gegründet. Erster Direktor war Walter Müller-Wulckow. Müller-Wulckow vereinte im durch die Abdankung und den Wegzug des Großherzogs frei gewordenen Schloss die Sammlungen des 1914 abgerissenen, aber nicht neu erbauten Kunstgewerbemuseums und die großherzogliche Gemäldegalerie. Er entwickelte dabei eine neue Museumskonzeption, durch die ein kunst- und kulturgeschichtliches Museum mit einem Schlossmuseum zusammengeführt wurden. 1923 wurde das Museum eröffnet.

Ursprung der Gemäldesammlung war der Aufkauf der Gemäldesammlung des Malers Johann Heinrich Wilhelm Tischbein im Jahre 1804, den Herzog Peter Friedrich Ludwig als Hofmaler engagiert hatte. 1843 wurde in der Residenzstadt ein Kunstverein gegründet, durch den ebenfalls eine Sammlung entstand. Als Ausstellungsraum wurde 1865-1867 das Augusteum errichtet, Oldenburg erhielt damit ein erstes Kunstmuseum. Zum Grundstock des Landesmuseums gehört weiterhin die großherzogliche Altertümersammlung, die ihren Ursprung in der Sammeltätigkeit des Generals Wardenburg hatte. Sie war auch Grundlage des 1897 gegründeten Museums für Naturkunde und Vorgeschichte (siehe Rep 751). Der kunstgeschichtliche Teil der Sammlung, vor allem eine Sammlung mittelalterlicher Kunst und bäuerlichen Kulturguts, die 1888 gegründete Vorbildersammlung für Handwerk und Gewerbe (seit 1891 Kunstgewerbemuseum, seit 1914

Landesgewerbemuseum) sowie die 1908 gegründete Staatliche Galerie waren damit Grundstock des 1921 im Schloss eingerichteten Museums. Seither sammelt, bewahrt, erschließt und vermittelt es das kulturelle Erbe des 1946 im Bundesland Niedersachsen aufgegangenen Landes Oldenburg. Das Landesmuseum besteht aus drei Häusern: dem Schloss, dem Augusteum und dem Prinzenpalais. Zusammen mit dem Landesmuseum Natur und Mensch ist das Museum inzwischen zu einem Landesbetrieb zusammengeschlossen. Dem Museum zugeordnet wurde zudem die Verwaltung des Oldenburger Schlossparks (siehe Rep 761).

Da das Museum auch zahlreiche archivreife Unterlagen für die tägliche Arbeit benötigt, befinden sich diese noch in der Registratur des Museums. Die vorhandene, für eine Benutzung ausreichende Bezeichnung der Akten wurde mittlerweile in die Datenbank des Landesarchivs überführt. In der Vergangenheit dem Landesmuseum geschenkte oder von diesem anderweitig erworbene Archivalien aus dritter Hand wurden mittlerweile teilweise dem Landesarchiv übergeben. Sie sind entweder im vorliegenden Findbuch verzeichnet oder wegen des inhaltlichen Zusammenhangs einem anderen Bestand hinzugefügt worden (z.B. Erw 30, hier z.B. Akz. 2013/005, Akz. 2013/013).

Inhalt:
Zum größten Teil im Museum: Korrespondenz 1917-1961 (62); Zeitungsarchiv 1892-2011 (64); Wechselausstellungen; 1902-2010 (125); Studio für zeitgenössische Kunst 1953-2003 (253); Sammlung, Leihverkehr, Ankauf 1904-2004 (145); Nachlass Apke Genzel 1905-1979 (12); Haushalt 1914-1960 (79); Personal 1914-1984 (32); Verfügungen 1917-1950 (23); Kunstgewerbeverein 1851-1957 (76); Museumsgebäude 1919-1978 (45); Generalakten 1902-2011 (278); Funktion des Museumsdirektors als Denkmalpfleger für bewegliche Denkmäler im Land Oldenburg 1924-1994 (182);
Im Landesarchiv: Volkskundliche Aufnahme der Gemeinde Moorriem 1910-1963 (10); Funktion des Museumsdirektors

als Denkmalpfleger für bewegliche Denkmäler in Oldenburg 1949-1994 (99); Kunstgewerbeverein 1887-1908 (22); Archivaliensammlung 1483-1890 (37); Fotosammlung Regionale Architektur (u.a. Rauchheldsche Fotosammlung) 1895-1950 (194).

Literatur

Literatur:
Herbert Wolfgang Keiser, Gemäldegalerie Oldenburg, 2. Verbesserte Auflage München 1967; Peter Reindl, Das Landesmuseum Oldenburg im Schloß der Oldenburger Grafen und Herzöge, Hannover [1987]; Rainer Stamm (Hg.), Der zweite Aufbruch in die Moderne. Esxpressionismus - Bauhaus - Neue Sachlichkeit. Walter Müller-Wulckow und das Landesmuseum Oldenburg 1921-1937, Bielefeld 2011; Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte (Hg.), Augusteum - Galerie Alte Meister, 2., überarbeitete Auflage Oldenburg 2012.

Verwandte Bestände:
Best. 134 (Oldenburgisches Ministerium der Kirchen und Schulen); Best. 136 (Oldenburgisches Innenministerium); Rep 400 (Verwaltungsbezirk Oldenburg); Rep 410 (Bezirksregierung Weser-Ems); Rep 751 (Landesmuseum Natur und Mensch); Rep 761 (Schlossgartenverwaltung Oldenburg); Dep 113 (Oldenburgische Landschaft).

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung

Oldenburg (Oldenburg), Stadt [Wohnplatz]

Zeit von

1

Zeit bis

1

Objekt_ID

10452

Ebenen_ID

1