NLA OL Best. 134

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Oldenburgisches Ministerium der Kirchen und Schulen

Laufzeit 

1804-1972

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Per Gesetz von 1868 wurden in Oldenburg die Ministerialverfassung eingeführt. Im Zuge dieser Reform wurde das oldenburgische Ministerium für Kirchen und Schulen geschaffen, das bis 1946 bestand.

Bestandsgeschichte 

Best. 134 Oldenburgisches Ministerium der Kirchen und Schulen
Zeit: 1804-1972
Umfang: 136,2 lfd. m; 3287 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet

Das Ministerium der Kirchen und Schulen übernahm die Aufsicht und Verwaltung der Kirchensachen, die der Oberkirchenrat als Selbstverwaltungsorgan der Evangelischlutherischen Landeskirche nicht ausübte. Hinzu kamen die Aufsichts- und Verwaltungsfunktionen bezüglich der katholischen Kirche, die nach der Aufhebung der Kommission zur Wahrnehmung der römisch-katholischen geistlichen Angelegenheiten im Jahre 1857 auf die Regierung übergegangen waren.
Kirchenbehörde der Katholiken im Herzogtum blieb das Offizialat in Vechta. Grundlegend für das Verhältnis des Staates zu den Kirchen war zunächst das revidierte Staatsgrundgesetz von 1852, das den staatlichen Einfluss zugunsten der Kirchen zurückschraubte. Die 1849 kurzfristig in Frage gestellte Kirchenhoheit des Landesherrn blieb aber bis 1918 bestehen, auch auf Kirchspielsebene wurde erst 1921 eine vollständige Trennung der Kirchengemeinde von der politischen Gemeinde durchgeführt. In Schulsachen beaufsichtigte das Ministerium die Arbeit der 1855 eingerichteten Oberschulkollegien beider Konfessionen. 1932 fielen diese mittleren Schulbehörden auf Anordnung der nationalsozialistischen Regierung weg, die Aufgabe wurde nur für kurze Zeit durch zwei Kollegialabteilungen erledigt, dann aber von konfessionell gebundenen Fachreferenten. Das konfessionelle Schulwesen blieb trotz der zunehmend kirchenfeindlichen Politik der Nationalsozialisten im Grundsatz erhalten. Gemäß Artikel 5 des Organisationsgesetzes von 1868 waren diesem Departement folgende Zuständigkeiten zugewiesen:
- Ausübung der Rechte und Pflichten des Staats hinsichtlich der Kirchen und Religionsgenossenschaften, allgemein in allen religiösen Beziehungen, - das gesamte Unterrichts- und

Erziehungswesen, mit Ausschluss der für gewerbliche Ausbildung bestehenden Einrichtungen (Gewerbeschulen, Ackerbauschulen, Navigationsschule, Hebammeninstitut) sowie die Angelegenheiten der öffentlichen Bibliothek. Nach dem Vereinfachungsgesetz vom 27. April 1933 gehörten zum Geschäftsbereich des Ministeriums der Kirchen und Schulen:
- die Beziehungen des Staates zu den Religionsgesellschaften,
- das Unterrichtswesen mit Ausnahme der Landwirtsschaftschulen, der
Seefahrtsschule und der Berufsschulen (diese Ausnahmen wurden 1938
aufgehoben).

Inhalt:
Evangelisch-lutherisches Kirchenwesen: Allgemeine Kirchensachen 1818-1859 (50); Landesteil Oldenburg 1848-1951 (101); Landesteil Lübeck 1856-1957 (38); Landesteil Birkenfeld 1831-1936 (45); Römisch-katholisches Kirchenwesen 1847-1958 (125); Jüdisches Kirchen- und Schulwesen 1830-1940 (60); Baptisten, Methodisten und andere Religionsgemeinschaften 1856-1903 (5); Allgemeine Schulsachen (u.a. Schulgesetze, Schuletats, Lehrmittel und Unterricht, Schulbau, Statistik, Prüfungswesen, Visitationen) 1853-1961 (423); Höhere Schulen (vor allem einzelnen Schule nach Ortsalphabet) 1842-1970 (492); Volks- und Mittelschulen (u.a. Statistik, einzelne Schulen nach Ortsalphabet) (390); Sonderschulen 1855-1958 (25); Berufsbildende Schulen und Hochschulen 1858-1972 (240); Angelegenheiten der Lehrer und Lehrerinnen (u.a. Aus- und Fortbildung, Dienstführung, Besoldung, einzelne Lehrergruppe nach Schulform) 1804-1968 (536); Sonstige Kultusverwaltung (vor allem Archiv, Bibliothek, Naturschutz, Theater/Orchester, Wissenschaft, Kunst, Volksbildung, Hochschulförderung, Jugendpflege, körperliche Erziehung) 1836-1972 (294); Personalakten 1831-1968 (463).

Literatur:
Walther Schücking, Das Staatsrecht des Großherzogtums Oldenburg, Tübingen 1911, S. 110 ff.; Kurt Hartong, Beiträge zur Geschichte des Oldenburgischen Staatsrechts, Oldenburg

1958, S. 103 ff.

Verwandte Bestände: Best. 31 (Kabinettsregistratur Oldenburg); Best. 73 (Konsistorium Oldenburg); Best. 160-1 (Evangelisches Oberschulkollegium Oldenburg); Best. 160-2 (Katholisches Oberschulkollegium Vechta); Best. 161 (Schulkommission Jever); Best. 164 (Schulfonds und Schulkassen); Best. 165 (Oldenburgische Lehrerseminare); Best. 166 (Schularchive); Rep 400 (Verwaltungsbezirk Oldenburg); Rep 721 (Mariengymnasium Jever); Rep 722 (Clemens-August-Gymnasium Cloppenburg); Rep 723 (Gymnasium Antonianum Vechta); Dep 60 (Evangelischlutherische Landeskirche Oldenburg); Dep 61 (Evangelische Pfarrämter); Erw 201 (Schulgeschichtliche

Sammlung).

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Landesteil/ Verwaltungsbezirk Oldenburg

Zeit von 

1937

Zeit bis 

1974

Objekt_ID 

217280

Ebenen_ID 

10

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Landesteil/Verwaltungsbezirk Oldenburg Teil Wangerooge

Zeit von 

1937

Zeit bis 

1972

Objekt_ID 

5022022

Ebenen_ID 

10

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Herzogtum/Landesteil Oldenburg

Zeit von 

1864

Zeit bis 

1937

Objekt_ID 

1

Ebenen_ID 

210

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Herzogtum/Landesteil Oldenburg Teil Wangerooge

Zeit von 

1864

Zeit bis 

1937

Objekt_ID 

3

Ebenen_ID 

210