NLA HA Dep. 30

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Freiherren von Hodenberg: Urkunden und Akten

Laufzeit 

(1258) 1421-1919

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Urkunden und Akten der Familie von Hodenberg, v.a. zu verschiedenen Lehen und den drei Rittergütern in Hudemühlen sowie dem Gut in Grethem.

Geschichte des Bestandsbildners 

Die (Frei-)Herren von Hodenberg gehören zu den wenigen Familien des hannoverschen Uradels, deren edelfreie Herkunft eindeutig belegt ist. Im Spätmittelalter sind sie jedoch im Landadel aufgegangen und - vielleicht deshalb - nicht ausgestorben. Als Stammvater ist ein Hermannus Hodo nobilis 1149 urkundlich nachweisbar. Er errichtete eine Wasserburg an der Weser, unweit des Stifts Bücken. Vor den Grafen von Hoya musste sich das Geschlecht auf die östliche Weserseite zurückziehen und baute zu Hudemühlen - seit 1936 Hodenhagen (heute Krs. Soltau-Fallingbostel) - eine neue Burg. Der Familienbesitz, der im 13. Jahrhundert um Bücken konzentriert war und im Übrigen von Goslar bis vor die Tore Bremens reichte, verlagerte sich danach in das Fürstentum Lüneburg zwischen Rethem (Aller) und Schwarmstedt. Im 18./19. Jahhrundert besaßen die von Hodenberg neben breitem Streubesitz die drei Rittergüter in Hudemühlen und jeweils ein Gut in Grethem, Eickeloh und Wiedenhausen im Fürstentum Lüneburg sowie die Güter Hetthorn und Stemmermühlen im ehemaligen Erzstift Bremen. Dem Niedergang des Geschlechts im 14. Jahrhundert und dem Verlust der Edelfreiheit folgte erneuter Aufstieg. Im 16. Jahrhundert hat zumindest die II. Linie (Güter Hudemühlen I und II) den Anschluss an den Fürstenstaat gefunden und stellte hohe Beamte. Im 19. Jahrhundert ragten aus der I. Linie (Hudemühlen III und Grethem) der Landschaftsdirektor Wilhelm von Hodenberg als leidenschaftlicher Landeshistoriker sowie sein Sohn Bodo als hannoverscher Kultusminister und welfischer Politiker hervor. 1859 wurde der hannoversche Freiherrenstand der Familie (wieder) anerkannt.

Stand: Oktober 2010

Bestandsgeschichte 

Angesichts des intensiven historischen Engagements Wilhelm von Hodenbergs überrascht es nicht, dass die Familie bereits im 19. Jahrhundert ein eigenes Hausarchiv in Hudemühlen besaß und 1858 ein anspruchsvolles Urkundenbuch veröffentlichte. Um 1900 allerdings war das Interesse an der Familiengeschichte jedoch offensichtlich zurückgegangen. Denn im selben Jahr 1905, in dem er seine "Stammtafeln der Freiherren von Hodenberg" veröffentlichte, regte der Archivar des Hodenberger Familienverbandes, Major Wilhelm Freiherr von Hodenberg, die Deponierung des Hudemühlener Archivs im damaligen Staatsarchiv Hannover an. Die vom Staatsarchiv als archivwürdig ausgewählten Urkunden, Handschriften und Akten sollten wie üblich verzeichnet werden. Der Depositalvertrag datiert vom 26. Oktober 1905, das zugehörige Findbuch hat Jean Lulvès im Dezember 1907 fertiggestellt. Als Nachträge sind 125, teilweise später zurückgenommene Exemplare Stammtafeln, die im Mai 1911 nachgeliefert wurden, sowie einige im November 1928 abgegebene Faszikel Familienpapiere erwähnenswert.

Das Depositum überstand den Zweiten Weltkrieg ohne größere Schäden, doch sind die Findmittel 1943 verbrannt. Eine Neuverzeichnung erwies sich jedoch als überflüssig, weil Heinz-Henning von Reden auf Wathlingen dem Staatsarchiv 1976 zwei Ausfertigungen des Findbuchs von Lulvès übergab. Bei der Überprüfung zeigte sich, dass sämtliche Urkunden noch vorhanden waren. Um die gleiche Zeit vermittelte Herr von Reden die Abgabe von etwa 10 Fach Akten, die zum einen Briefe und persönliche Papiere aus dem Nachlass des Ministers Bodo von Hodenberg, zum anderen Akten aus den Registraturen der Güter Hudemühlen III und Grethem enthielten. Sie waren durch dessen Frau, die eine geborene von Hodenberg und Enkeltochter des Ministers war, an Gebhard von Lenthe gelangt. Diese Stücke wurden ebenfalls in den

Bestand eingeordnet. Da sich das bis dahin gebrauchte, nach dem Krieg ins Staatsarchiv gelangte Aktenfindbuch zunehmend als ungenügend erwies, wurde der Bestand 1979 neu verzeichnet.

Stand: Oktober 2010

Literatur 

Dieter Brosius, Bodo von Hodenberg. Ein hannoverscher Konservativer nach 1866, in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 38 (1966), S. 159-184.

Ders., Art. Bodo von Hodenberg, in: NDB 9 (1972), S. 298-299.

Hodenberger Urkundenbuch, bearb. v. Wilhelm von Hodenberg, 2 Bände, Hannover 1858.

Wilhelm von Hodenberg, Stammtafeln der Freiherren von Hodenberg, Hannover 1905.

Findmittel 

EDV-Findbuch 2012

Siehe

Korrespondierende Archivalien 

Der wissenschaftliche Nachlass Wilhelm von Hodenbergs wurde von der Ritterschaft des ehemaligen Fürstentums Lüneburg aufgekauft und ist heute in deren Depositum, Teilbestand Dep. 37 S, zu finden.

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M. 

33,0 lfm

Bearbeiter 

Dr. Claudia Kauertz (2010)

Benutzung 

Der Bestand ist im Rahmen der archivgesetzlichen Bestimmungen frei zugänglich.

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Grethem [Wohnplatz]

Zeit von 

1

Zeit bis 

1

Objekt_ID 

8895

Ebenen_ID 

1

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Eickeloh [Wohnplatz]

Zeit von 

1

Zeit bis 

1

Objekt_ID 

8842

Ebenen_ID 

1

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Wiedenhausen [Wohnplatz]

Zeit von 

1

Zeit bis 

1

Objekt_ID 

8909

Ebenen_ID 

1

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Hudemühlen [Wohnplatz]

Zeit von 

1

Zeit bis 

1

Objekt_ID 

8906

Ebenen_ID 

1

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Stemmermühlen [Wohnplatz]

Zeit von 

1

Zeit bis 

1

Objekt_ID 

6238

Ebenen_ID 

1

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Hodenhagen [Wohnplatz]

Zeit von 

1

Zeit bis 

1

Objekt_ID 

8905

Ebenen_ID 

1