NLA HA Nds. 660 Busschewald

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Staatliches Forstamt Busschewald

Laufzeit

1828-1981

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners

Vorbemerkung: Zur allgemeinen Geschichte der Forstämter und zur Forstverwaltung in Niedersachsen nach 1945 siehe das Vorwort zum Tektonikpunkt "Forstämter im ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg".

1. Geschichte der Oberförsterei/ des Forstamtes Scharnebeck/Busschewald vor 1945

Nach Einführung der preußischen Verwaltungsorganisation im Jahre 1867 und Zugrundelegung eines mit Kabinettsordre vom 31. Oktober 1868 genehmigten Normalplans traten an die Stelle der bisherigen Forstinspektionen die aus den Forstrevieren gebildeten Oberförstereien (vgl. Hann. 122a Nr. 1559). Die Forstreviere Scharnebeck, Bennerstedt, Barendorf und Bilmerstrauch der Forstinspektion Medingen wurden auf diese Weise zur Oberförsterei Scharnebeck ausgebaut (vgl. Staatshandbuch für die Provinz Hannover, Jahrgänge 1867, 1870, 1874, 1880), die zunächst auch aus genau diesen vier Schutzbezirken bestand. Später wurden die Bezirke auf drei reduziert (Bilmerstrauch, Scharnebeck und Bennerstedt; vgl. Handbuch für die Provinz Hannover, Jahrgang 1885/85).

1934 wurden die Oberförstereien in Forstämter umbenannt (vgl. Ministerialbl. d. Preuß. Landwirtschaftsministeriums u. d. Landesforstverw.1934, Nr. 35 S. 617 ff.); somit wurde aus der Oberförsterei das Forstamt Scharnebeck. Dieses bestand im Jahr 1937 aus den Revierförstereien Bilmerstrauch, Scharnebeck, Bennerstedt, Habichtshorst und Stelle, d.h. die aufgehobene Oberförsterei Winsen an der Luhe (vormals Oberförsterei Habichtshorst) wurde in das Forstamt Scharnebeck eingegliedert (vgl. Deutsches Forsthandbuch 1937 S. 158). Im Jahr 1938 wurde das Forstamt Scharnebeck umbenannt in Forstamt Busschewald; die Umbenennung erfolgte anlässlich des 75. Geburtstages von Generalforstmeister a.D. Freiherr von dem Bussche.

2. Geschichte des Forstamtes Busschewald nach 1945

Der Sitz des Forstamtes befand sich auch nach 1945 in Lüneburg (vgl. Nds. 660 Busschewald Acc. 59/91 Nr. 532). Es betreute die Revierförstereien Barendorf, Bilmerstrauch, Radbruch, Scharnebeck und Winsen/Luhe. Zum 1. Oktober 1980 wurden das Staatliche Forstamt Garlstorf sowie das Klosterforstamt Lüneburg aufgehoben und mit dem Forstamt Busschewald vereinigt (Nds. MBl. Nr. 56/1980 S. 1363), so dass die Revierförsterei Einemhof hinzukam.

Durch die Forstreformen 1997 und 2005 wurde das Forstamt Busschewald zunächst mit dem Forstamt Rosengarten vereinigt, welches dann schließlich im heutigen Forstamt Sellhorn aufging (Nds. MBl. Nr. 27/1997 S. 1026-1027; Nds. GVBl. Nr. 42/2004 S. 616 ff.; Nds. MBl. Nr. 26/2005 S. 563-564).

Stand: Dezember 2015

Bestandsgeschichte

Der Bestand vereinigt ausnahmsweise die Akten der Oberförsterei/des Forstamtes Scharnebeck bzw. Busschewald bis 1945 sowie die Akten ab 1946, die normalerweise auf zwei Bestände: Hann. 182 und Nds. 660 aufgeteilt werden. Aus lagerungstechnischen Gründen wurden die 1991 ins Hauptstaatsarchiv Hannover gelangten und nur unter einer Akzession als Nds.-Bestand vereinnahmten Unterlagen im Nachhinein nicht mehr getrennt, sondern sämtlich an dieser Stelle verzeichnet.

Der Bestand umfasst aus diesem Grund eine ganze Reihe von Provenienzen: neben den Unterlagen der Oberförsterei bzw. des Forstamtes Scharnebeck sind Akten aus der ehemaligen Oberförsterei Habichtshorst bzw. Winsen an der Luhe sowie einige wenige Akten der Forstinspektion bzw. des Amtes Winsen an der Luhe vorhanden. Für die Zeit nach 1945 sind die Unterlagen der 1980 aufgehobenen Forstämter Garlstorf und Klosterforstamt Lüneburg in den Bestand eingegangen.

Nach der Verwaltungs- und Gebietsreform der Jahre 1977/1978 sind die Archivsprengel der Staatsarchive im Niedersächsischen Landesarchiv neu aufgeteilt worden, so dass das Hauptstaatsarchiv Hannover ab 1978 seine Zuständigkeit für die Forstämter Busschewald, Garlstorf und das Klosterforstamt Lüneburg verliert. Die Akten dieser Forstämter mit einer Laufzeit ab dem Stichjahr 1978 sowie alle Unterlagen des heutigen Forstamtes Sellhorn werden somit im NLA - Staatsarchiv Stade archiviert, wo allerdings für dieses Forstamt bisher noch kein Bestand anlegt wurde.

Stand: Oktober 2010

Enthält

Bausachen, Personalakten, Haushalts- und Kassensachen, Kauf, Verkauf und Tausch von Grundstücken, Grenzangelegenheiten, Verteilung von Zapfen und Samen, Kalkung und Düngung, Pflanzenbeschaffung, Hauungspläne, Schädlingsbekämpfung, Naturschutz, Waldbrandbekämpfung, Jagdangelegenheiten

Literatur

Walter Kremser: Niedersächsische Forstgeschichte - eine integrierte Kulturgeschichte des nordwestdeutschen Forstwesens (Rotenburger Schriften Sonderband 32), Rotenburg (Wümme) 1990.

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M.

8,3

Bearbeiter

Christiane Drewes (2010)

Dr. Christian Helbich (2015)

Benutzung

Das Archivgut kann im Niedersächsischen Landes Hannover unter Berücksichtigung der Einhaltung von Schutz- und Sperrfristen nach §5 NArchG eingesehen werden.