NLA HA Hann. 200

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Oberpostdirektion

Laufzeit 

1805-1957

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners 

Vorbemerkung: Zur Geschichte des Generalpostdirektoriums Hannover als Vorgängerbehörde der Oberpostdirektion Hannover siehe das Vorwort zum Bestand Hann. 199.

Durch allerhöchsten Erlass vom 19. Dezember 1866 wurde das bisherige hannoversche Generalpostdirektorium in Hannover zum 1. Januar 1867 in eine Oberpostdirektion umgewandelt und dem preußischen Minister für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten unterstellt (vgl. Gesetz-Sammlung, I. Abt., S. 411). In Preußen bildeten seit 1850 Oberpostdirektionen das Mittelglied zwischen der obersten Postbehörde und den Postanstalten.

Infolge der Gründung des Norddeutschen Bundes wurde auch das Postwesen der angeschlossenen Länder ab 1. Januar 1868 zum Norddeutschen Postbezirk zusammengeschlossen (Norddeutschen Bundespost). Ab dem 15. Oktober 1867 stand die Oberpostdirektion unter dem Präsidenten des preußischen Staatsministeriums, der die Postverwaltung im Zusammenhang mit der vom 1. Januar 1868 ab dem Kanzler des Norddeutschen Bundes zustehenden Verwaltung des Bundes-Post- und Telegraphenwesens zu leiten hatte (vgl. Allerhöchster Erlass vom 28. September 1867, Gesetzsammlung für die königlich preußischen Staaten, S. 1780; Amtsblatt für Hannover, S. 1362). Nach Gründung des deutschen Kaiserreiches wurde 1871 die Deutsche Reichspost gegründet (Leiter: Generalpostmeister Heinrich von Stephan), die Oberpostdirektion Hannover wurde damit Reichsbehörde.

Im gleichen Jahr hatte das Generalpostamt veranlasst, dass von dem verwaltungsmäßig zu großen Oberpostdirektionsbezirk Hannover Teile der Landdrosteien Hannover und Hildesheim abgezweigt und dem Oberpostdirektionsbezirk Braunschweig zugewiesen wurden (Erlass vom 14. März 1871). Demgegenüber wurde 1873 der braunschweigische Amtsbezirk Thedinghausen dem Oberpostdirektionsbezirk Hannover zugeteilt. Außerdem kamen zu Hannover die Exklaven Bodenburg und Oelsburg sowie fünf Orte aus dem Kreis Holzminden (Brunkensen, Coppengram, Grünenplan, Hohenbüchen, Lütgenholzen). Der Ort Grasleben im Kreis Helmstedt wurde an die Oberpostdirektion Magdeburg abgegeben. Dem Zuständigkeitsbereich Hannovers wurden noch weitere Gebiete entzogen, die den Oberpostdirektionen Oldenburg (1869 die Gebiete Aurich und Osnabrück), Bremen und Hamburg (1873 die Postämter Lüneburg, Harburg, Stade u.a.) zugelegt wurden (vgl. Drangmeister S. 52).

Im Jahre 1866 gab es im Bereich der hannoverschen Postverwaltung 26 Postämter und ein Eisenbahn-Postamt in Hannover; es wurden insgesamt 1941 Personen beschäftigt. Die kleineren Postanstalten teilten sich 1866 auf in Postspeditionen mit und ohne Relais, Briefsammlungen, Postablagen, ein Nebenpostbüro in der Calenberger Neustadt Hannover, zwei Relais an Orten ohne Poststation, drei von fremden Postverwaltungen mitverwaltete Postspeditionen (Bremerhaven, Vegesack und Ritzebüttel) sowie eine Fahrpostspedition in den Niederlanden.

Zu den Aufgaben der Oberpostdirektion gehörte im Einzelnen die Überwachung des Dienstbetriebes, Erledigung von Publikumsbeschwerden, zweckmäßige Verwendung der Arbeitskräfte, Wahrung der Postgerechtsame in Post- und Port-Übertretungssachen, Revision der Postkassen, Bearbeitung von Ersatzfällen, Verkehr mit den Eisenbahndirektionen, Beschaffung von Postwagen, Einrichtung und Änderung von Postkursen etc.

Aus organisatorischen, finanziellen und wirtschaftlichen Gründen erfolgte am 1. Januar 1876 die Vereinigung des Post- und Telegrafenwesens im Deutschen Reich. In Hannover bedeutete dies die Auflösung der Telegraphendirektion Hannover und ihre Verschmelzung mit der Oberpostdirektion (vgl. 50 Jahre Fernsprechamt Hannover, o.S.). 1940 wurde der aus dem Fernsprechamt Hannover heraus gelöste "Maschinentechnische Dienst" mit zahlreichen Sonderdiensten (Maschinenanlagen, Elektrowerkstatt) der OPD direkt unterstellt.

Stand: März 2004

Zur weiteren Geschichte der Oberpostdirektion nach 1945 siehe das Vorwort zum Bestand Nds. 1570.

Bestandsgeschichte 

Von der Oberpostdirektion weitergeführte Akten wurden statt zu Bestand Hann. 199 zu diesem Bestand gelegt. Es handelt sich nur um wenige Stücke. Es sind auch drei Aktenbände der Oberpostdirektion Münster vorhanden, die das Postamt Pyrmont 1927-1947 betreffen.

Stand: März 2004

Das maschinenschriftliche Findbuch (Nr. 1-545) ist im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA ergänzt worden.

Stand: September 2006

Enthält 

u.a. Allgemeine Verwaltung; v.a. Personalia; auch Telegrafenwesen, Gebühren, Portofreiheit, Vertrieb von Briefmarken; Postscheckdienst und Postbank; Bahnpost und Eisenbahn

Siehe

Korrespondierende Archivalien 

Hann. 199 (Generalpostdirektorium/Oberpostdirektion Hannover, vor 1867)
Nds. 1570 (Oberpostdirektion Hannover, nach 1945)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M. 

15,4

Bearbeiter 

Dr. Sven Mahmens (2004)

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

teilweise verzeichnet

Abgeschlossen: Nein