1. Urkundenfonds
Gliederung (Tektonik)
Identifikation (Gliederung)
Titel
Titel
1. Urkundenfonds
Laufzeit
Laufzeit
Städtische Urkunden mit Privilegien und Verträgen der Stadt, 12.-19. Jh.;
Kirchliche Urkunden der Klöster, Pfarrkirchen und geistlichen Institute, 12.-18. Jh.
Kirchliche Urkunden der Klöster, Pfarrkirchen und geistlichen Institute, 12.-18. Jh.
Kontext
Geschichte des Bestandsbildners
Geschichte des Bestandsbildners
Organe der bürgerlichen Selbstverwaltung hat es in Bremen schon im 12. Jahrhundert gegeben; der Rat wird urkundlich erstmals 1225 erwähnt. Er musste für die unversehrte Erhaltung der Urkunden sorgen, in denen die Rechte der Stadt festgehalten waren, und produzierte - wenn auch in nur sehr bescheidenem Umfange - schon im 13. Jahrhundert Schriftgut für interne Verwaltungszwecke und Briefe. Die selten gebrauchten Urkunden fanden Unterkunft im Sockelgeschoss des Nordturms der Kirche Unser Lieben Frauen, der sog. "Tresekammer'', wo sie bis zur Ablieferung an das Staatsarchiv im Jahr 1909 verblieben. Der Urkunden bestand wurde und wird bis heute durch Erwerb von Originalurkunden vermehrt, außerdem sind in der Vergangenheit mitunter einzelne Stücke, die in der Verwahrung anderer Archive lagen, reproduziert worden - auch diese Reproduktionen sind im vorliegenden Verzeichnis berücksichtigt.
Bestandsgeschichte
Bestandsgeschichte
Von den rund 8000 im Jahre 1939 im Staatsarchiv Bremen verwahrten Urkunden galten nach der kriegsbedingten Auslagerung rund 3500 als verschollen, darunter fast alle Privilegien der Kaiser und Könige und fast sämtliche Staatsverträge und Urkunden aus den Jahren 1813 bis 1935. Weitere ungefähr 1500 Bremer Urkunden lagerten bis 1987 im Zentralen Staatsarchiv der DDR in Potsdam. In Bremen waren nur rund 3000 Urkunden vorhanden. 1987 kehrten die Bestände aus Potsdam und 1990 auch der größte Teil der bis dahin als verschollen bezeichneten Bestände aus Moskau nach Bremen zurück. Es fehlen jedoch noch über 500 Urkunden und Staatsverträge aus der Zeit von 1186 (das sog. Barbarossa-Diplom) bis 1937, in einigen Fällen konnten Fotografien der verschollenen oder verlagerten Stücke eingearbeitet werden.
Literatur
Literatur
Bremisches Urkundenbuch, Bd. 1-7 (bis 1447), 1873-1993; Regesten der Erzbischöfe von Bremen, Bd. 1-2, Lieferung 2 (bis 1344), 1937-1971.
Röpcke, Andreas, Bremisches Urkundenbuch, in: Bremisches Jahrbuch, 59 (1981), S. 203-207.
Röpcke, Andreas, Bremisches Urkundenbuch, in: Bremisches Jahrbuch, 59 (1981), S. 203-207.
Benutzung
Benutzung
Der Urkundenbestand wird durch verschiedene überlieferte Findmittel erschlossen. Die darin vorhandenen Informationen sollen möglichst umfassend nutzbar gemacht werden, auch wenn die Prüfung der Bestände noch nicht abgeschlossen ist. Deshalb ist zu beachten, dass keineswegs alle aufgeführten Stücke tatsächlich im Staatsarchiv Bremen vorhanden sind. Hinweise, dass Urkunden vorhanden oder nicht vorhanden sind, dass lediglich die Texte in Kopiaren überliefert wurden oder dass es sich um Reproduktionen handelt, sind soweit möglich angegeben. Für jeden Bestand ist außerdem die Anzahl der vorhandenen Urkunden angegeben.