Verzeichnis Korrespondenzpartner

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StAB, 7.20, Verzeichnis Korrespondenzpartner

Verzeichnung


Identifikation


Titel Titel
Kommentiertes Verzeichnis der wichtigsten Korrespondenzpartner
Bem.: Aufgeführt sind alle Personen, deren Korrespondenz bzw. nachgelassenes Schriftgut zu eigenen Einheiten formiert wurde, in alphabetischer Reihenfolge. Angegeben ist der vollständige Name, wobei ggf. der Rufname kursiv erscheint, die Lebensdaten, soweit ermittelt, und die wichtigsten biographischen Daten. Es folgen die Signaturen der Einheiten, in denen das Schriftgut liegt.
Laufzeit Laufzeit
2004
Enthält Enthält
Abegg, Johann Friedrich
(1761 Mai 22, Bockenau bei Kreuznach - 1840 Aug. 8, Bremen)
Kaufmann, Tobacksfabrikant und Senator in Bremen.
Sohn eines Pastors aus dürftigen Verhältnissen; wächst bei einem Vormund in Bremen auf; Ausbildung zum Handelsgehilfen; 1795 Okt. 26 Erwerb des Bremer Bürgerrechts; 1795 Tobacksfabrikant und Kaufmann mit allen Sorten Blättertabak; heiratet 1796 Mai 27 Catharina Henriette geb. Sengstack (1770-1852), mit ihr vier Kinder; 1805 Okt. 6 Eltermann und Präses der Bremer Handelskammer; 1811 Gründung der Firma J.F. Abegg &Co. im Bürgerconvent; 1818 Nov. 4 Senator in Bremen; 1823 Erlöschen der Firma.
554 (S. 29), 150 (S. 172), 345 (S. 201)

von Abel, Christoph Konrad
Ministerresident der Hansestädte in Paris.
Zunächst Landschaftssekretär; Hof- und Legationsrat; 1803-1810 Dez. und 1814-1823 Sept. 9 Ministerresident der Hansestädte in Paris; 1805-1810 auch Resident der Hansestädte in Italien mit Sitz in Paris.
769 (S. 81)

Abendroth, Amandus Augustus
(1767 Okt. 16, Hamburg - 1842 Dez. 17, Hamburg)
Dr. jur.; Ratsherr und Bürgermeister in Hamburg und Amtmann zu Ritzebüttel. Sohn von Abraham August Abendroth (1727-1786) und Johanna Maria Groot (1735-1767);1787 Ostern Studium der Rechte in Erlangen; 1790 März 30 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; danach Advokat in Hamburg; 1791 beteiligt an der Verwaltung der Allgemeinen Armenanstalt; 1792 Reise nach Venedig als Begleiter seines Freundes Johann Heinrich Bartels; nach seiner Rückkehr Mitarbeiter an der Hamburger Armenanstalt; heiratet Geovanna Johanna Magdalena von Reck (1773-1854); 1800 Sept. 5 Ratsherrin Hamburg; seit 1806 Nov. 19 mit Besetzung der Stadt durch die Franzosen erster Prätor, 1809 Amtmann zu Ritzebüttel; 1810 Dez. Maire von Hamburg; 1813 Mai 25 offizielle Anerkennung seitens des Hamburger Rats für seine Verdienste um Stadt undBevölkerung in der Franzosenzeit; 1814 Frühjahr - 1821 Amtmann zu Ritzebüttel; 1821 Polizeiherr in der Hamburger Polizeibehörde; 1831 Juni 29 Bürgermeister in Hamburg; 1842 Okt. Feier der goldenen Hochzeit.
636 (S. 73)

Achelis, Henrich Nikolaus
(1764 Nov. 2, Bremen - 1831 Dez. 28, Bremen)
Pastor in Bremen.
Sohn des Lohgerbers Thomas Achelis (1731-1817) und der Maria Elisabeth Meyer (1740-1826); 1782 Jan. 17 Studium am Bremer Gymnasium Illustre; 1785 Okt. 6 Studium der Theologie in Göttingen; 1787 bis 1790 Sept. 23 Hauslehrer bei der Familie Römer in Zürich; Hauslehrer beim jungen Grafen zur Lippe in Detmold; 1795-1801 reformierter Pastor in Göttingen; heiratet 1798 Apr. 29 in erster Ehe Margaretha Tibeta Christina Wichelhausen (1769-1808); 1801 März 13 reformierter Pastor in Arsten bei Bremen; heiratet 1809 Sept. 10 in zweiter Ehe Anna Maria Behrens; 1829 März 18 Amtsniederlegung.
248 (S. 51), 67 (S. 133)

Adami, Johann Helfrich
(1792 Apr. 14, Quakenbrück - 1864 Apr. 4, Bremen)
Kaufmann und Weinküper, Senator in Bremen.
Vater, Großvater und Urgroßvater waren Ärzte und Apotheker in Quakenbrück; 1803 Umzug nach Bremen zu seinem Onkel; 1810-1811 Apothekerlehre; dann Lehre zum Weinküper; 1818 Jan. 1 Kaufmann; 1819 Erwerb des Bremer Bürgerrechts; heiratet Johanne Pauline Albers (1804-1868), Tochter des Bremer Kaufmanns Johann Christoph Albers; 1840 Aug. 12 Senator in Bremen; 1853 Jan. 26 Rücktritt vom Senatsamt aus Gesundheitsgründen.
1177 (S. 29), 1180 (S. 31)

Albers, Anton
(1765 Juli 11, Bremen - 1844 Dez. 6, Lausanne)
Weinhändler in Bremen und Landschaftsmaler. Sohn des Bremer Großkaufmanns für Bordeauxwein und Eltermanns Johann Christoph Albers (1741-1801) und dessen Ehefrau Catharina geb. Retberg; Kaufmann für Weine; heiratet 1791 Nov. 7 Johanne Sophie Thorbecke (1771-1857); 1794 Besitzer eines ansehnlichen Naturalienkabinetts; Reisen nach Paris, in die Niederlande, nach England, Spanien und Italien; gibt 1816 seinen Beruf auf, um sich in Lausanne der Landschaftsmalerei zu widmen.
812 (S. 99)

Albers, Georg Wilhelm
(1800 Mai 27, Bremen - 1876 Mai 24, Bremen)
Dr. jur.; Advokat, Syndicus der Elterleute und Senator in Bremen und Bundestagsgesandter.
Sohn des Bremer Arztes und Amtsphysikus Johann Abraham Albers (1772-1821) und der Marie Wilhelmine Retberg (1781-1858); Studium der Rechte in Göttingen und Berlin; Promotion zum Dr. jur.; 1824 Staatsexamen vor dem Oberappellationsgericht in Lübeck; 1824 Advokat in Bremen; heiratet 1829 Juli 4 in Bremen Therese Henriette Offensandt (1809-1840), mit ihr vier Kinder; 1844 zweiter Syndicus der Elterleute in Bremen; 1847 Febr. 2 Senator in Bremen; 1857 als Nachfolger von Johann Smidt Gesandter am Bundestag bis 1863; 1869 Okt. 1 Rücktritt vom Senatsamt aus Altersgründen.
1121 (S. 29), 1153 (S. 159)

Albers, Johann Abraham
(1772 März 20, Bremen - 1821 März 24)
Dr. med.; Arzt und Stadtphysikus in Bremen.
Sohn des Bremer Eltermanns Johann Christoph Albers (1741-1801) und dessen Ehefrau Catharina geb. Retberg; von seinem Vater für den kaufmännischen Beruf bestimmt; Besuch des Bremer Lyceums; 1790 Studium am Collegium Carolinum in Braunschweig; 1792 Studium der Schulwissenschaften, später auch der Arzneikunst in Jena; 1793 Apr. 27 Studium der Medizin in Göttingen; 1795 Promotion zum Dr. med. an der Universität Göttingen; 1796 Aug. 11 Reise nach England und Holland; 1798 praktischer Arzt in Bremen; heiratet 1799 Febr. 20 seine Cousine Marie Wilhelmine Retberg (1781-1858), mit ihr acht Kinder; 1807 Stadtphysikus in Bremen.
252 (S. 51)

von Amsberg, August Philipp Christian Theodor
(1788 Juli 17, Kavelsdorf in Mecklenburg - 1871 Juli 9, Bad Harzburg)
Bau- und Finanzdirektor, Generaldirektor des Eisenbahn- und Postwesens im Herzogtum Braunschweig.
Sohn des Pastors August Theophil Amsberg; 1801 zum Gymnasialabschluss nach Braunschweig; 1812 Sekretär bei der Steuerdirektion des Okerdepartements; 1816 Eintritt in den braunschweigischen Staatsdienst; Geheimer Legationsrat; heiratet 1820 Juni 8 Marie geb. Mahner, mit ihr sieben Kinder; führt bis 1832 als Bevollmächtigter Braunschweigs die Zollverhandlungen mit Hannover, Kurhessen, Lippe und Oldenburg; in seinem Amt als Bau- und Finanzdirektor zugleich Leiter der 1836 errichteten Eisenbahnkommission; 1862 Generaldirektor des braunschweigischen Eisenbahn- und Postwesens.
712 (S. 122)

Amsinck, Wilhelm
(1752 Jan. 5, Hamburg - 1831 Juni 21, Hamburg)
Lic. jur.; Richter, Ratsherr und Bürgermeister in Hamburg.
Sohn des Kaufmanns Paul Amsinck und der Anna Maria geb. Lutterloh; Besuch des Hamburger Johanneums und Gymnasiums; 1771 Ostern Studium der Rechte in Leipzig; 1772 Studium der Rechte in Göttingen; 1774 Mai 24 Promotion zum Lizentiat der Rechte an der Universität Göttingen; Reise mit dem Bruder u.a. nach Wetzlar, Wien, Cassel, Frankfurt bis Pressburg, Prag, Dresden und Berlin; 1774 Rückkehr nach Hamburg; 1775 Richter beim hamburgischen Niedergericht; heiratet 1785 Elisabeth Schuback (gest. 1794), mit ihr zwei Söhne und vier Töchter; 1786 Jan. 18 Ratsherr in Hamburg; als solcher verwaltet er 1791-1793 die zweite und erste Prätur; zahlreiche auswärtige Vertretungen Hamburgs, so 1796 auf dem Hildesheimer Kreistag, 1797 auf dem Rastatter Kongress; 1800-1801 Landherr zu Bill- und Ochsenwärder und 1801 ältester Zehntenherr; 1802 Okt. 23 Bürgermeister in Hamburg; Amtsniederlegung während der Franzosenzeit.
637 (S. 73)

Andreae, Johannes (Jean)
(1780-1850)
Großkaufmann in Frankfurt am Main.
Heiratet Caroline Maximiliane geb. von Willemer (1792-1871).
472 (S. 69), 648 (S. 83)

Arens, Thomas Heinrich
(1817-1850)
Dr. phil.; Gelehrter und Redakteur der Bremer Weser-Zeitung.
Spätestens 1840 Studium der Philosophie und der Philologie in Bonn und Berlin; Promotion zum Dr. phil. an der Universität Berlin; Hofmeister in Berlin; Hauslehrer beim hanseatischen Ministerrresidenten Carl Godeffroy in Berlin; 1843 leitender Redakteur der 1844 neu gegründeten Weser-Zeitung.
1127 (S. 51)

von Aretin, Johann Adam
(1769 Aug. 24, Ingolstadt - 1822 Aug. 16, Schloss Haidenburg)
Freiherr; Staatsrat im Königreich Bayern und Bundestagsgesandter. Studium der Rechte in Ingolstadt; 1793 Rat bei der oberen Landesregierung in München; heiratet in erster Ehe 1793 Josepha von Hertling (1774-1810); 1798 Vizekanzler bei der oberen Landesregierung in München; 1802 Generalkommissar für das mit der Säkularisation an Bayern gefallene Fürstbistum Freising; 1808 Mitglied der Gesetzgebungskommission in München; während der Befreiungskriege diplomatische Missionen; heiratet in zweiter Ehe Maria Anna Freiin von Stromer (1792-1849), mit ihr elf Kinder; 1817 nach dem Sturz von Montgelas bayerischer Bundestagsgesandter; Gesandter auf den Wiener Ministerialkonferenzen; erster Vizepräsident der "Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde".
734 (S. 85)

Arndt, Ernst Moritz
(1769 Dez. 26, Rügen - 1860 Jan. 29, Bonn)
Professor der Philosophie und Geschichte in Greifswald und Bonn, Schriftsteller, Mitglied der Nationalversammlung.
1789-1794 Studium der Theologie, Geschichte, Erd- und Völkerkunde, der Sprachen und Naturwissenschaften in Greifswald und Jena; Hauslehrer bei Ludwig Gotthold Kosegarten; 1798-1799 Bildungsreise nach Österreich, Ungarn, Italien und Frankreich; 1800 Privatdozent für Geschichte und Philosophie in Greifswald; 1805 außerordentlicher Professor in Greifswald; 1803 und 1806-1809 in Schweden; 1809-1811 Aufenthalt in Greifswald; 1812-1816 Privatsekretär des Freiherrn vom Stein in Bonn; 1818 Berufung zum ordentlichen Professor in Bonn, aber 1820 Amtssuspendierung und erst nach 1840 Wiedereinsetzung; 1848 Abgeordneter für Solingen in der Nationalversammlung.
1296 (S. 99), 147 (S. 177)

von Arnswaldt, Carl Friedrich Alexander
(1768 Sept. 11, Celle - 1845 Apr. 27)
Freiherr; Staats- und Kabinettsminister im Königreich Hannover und Kurator der Universität Göttingen.
Sohn des Freiherrn Christian Ludwig August von Arnswaldt (1733-1815); 1785-1788 Studium der Rechte in Göttingen; 1788 Kanzlei-Auditor in Hannover; 1791 Hof- und Kanzleirat in Hannover; 1792 Kammerrat und 1803 Geheimer Kammerrat in Hannover; nach der Wiederherstellung der hannöverschen Regierung 1814 Jan. 18 Assistent seines Vaters, des Consistorial-Präsidenten an der Universität Göttingen; nach dessen Tod Minister und zweiter Kurator in Göttingen; 1815 auswärtiges Mitglied der Societät der Wissenschaften in Göttingen; 1828 als Minister in den Ruhestand; 1838 als Kurator in den Ruhestand.
735 (S. 112)

Bagelmann, Elisabeth (genannt Elise) geb. Holler
(1777 Juni 24 - 1835), Ehefrau von Johann Bagelmann (1767-1841) und Cousine von Johann Smidt. - Älteste Tochter von Johann Holler (1745-1796) und Almata Weitsel (1754-1797); heiratet 1800 Johann Bagelmann (1767-1841).
329 (S. 201)

Bagelmann, Johann
(1767, Bremen - 1841 Mai 8, Bremen)
Kaufmann und Destillateur in Bremen.
Heiratet 1800 Elisabeth (Elise) Holler (1777-1835); 1814-1815 Reise durch Deutschland. 220/5 (S. 4), 440 (S. 63), 1009 (S. 152), 1207 (S. 157), 111 (S. 172), 206 (S. 197)

Banks, Edward
(1795 Febr. 28, Hamburg - 1851 Dez. 17, Schweiz)
Dr. jur.; Syndicus in Hamburg und Bundestagsgesandter.
1813 Juli Studium an der Universität Kiel, sogleich Teilnahme als Freiwilliger am Befreiungskrieg; 1816 Frühjahr Studium der Rechte in Göttingen, Berlin und Jena; 1819 Sept. 16 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Jena; 1819 Advokat in Hamburg; 1821 Amtsund Gerichtsaktuar in Ritzebüttel; 1826 Mai 1 Senatssekretär in Hamburg; 1837 Febr. 17 Syndicus in Hamburg; heiratet Cäcilie Beata Bartels (1799-1851), mit ihr drei Kinder; 1842-1847 zuständig für den Wiederaufbau Hamburgs nach dem großen Stadtbrand; 1847 Leiter der auswärtigen Angelegenheiten Hamburgs; 1847-1851 Bundestagsgesandter der Freien Stadt Hamburg nach dem Tod des Hamburger Syndicus Karl Sieveking; 1848 Apr. außerordentlicher Gesandter des Bundestags in London; 1848 Okt. außerordentlicher Gesandter der provisorischen Zentralgewalt in Kopenhagen; 1848 Dez. - 1849 Juli hamburgischer Bevollmächtigter bei der provisorischen Zentralgewalt in Frankfurt am Main und im Verwaltungsrat der Union in Berlin; 1850 Mai-Dez. hamburgischer Bevollmächtigter beim provisorischen Fürstenkollegium in Berlin; 1850 Dez. - 1851 Mai hamburgischer Bevollmächtigter bei der Dresdner Konferenz; 1851 Mai-Sept. Bundestagsgesandter der Stadt Hamburg.
220/4 (S. 4), 1065 (S. 6), 1055 (S. 10), 524/2 (S. 59), 528/3 (S. 72), 634 ff. (S. 85), 1041 (S. 183)

Barkhausen, Albrecht Friedrich
(1768 Jan. 21, Bassum - 1846 Okt. 21, Bremen)
Händler in Seide, Tuch und Hüten und Eltermann in Bremen.
Heiratet 1796 Mai 29 die Kaufmannstochter Louise Helene Henriette Lambertz (1778-1858), mit ihr sechs Kinder; 1820 - ca. 1845 Mitglied der Regierungskommission zur Ausarbeitung einer neuen Verfassung; Mitglied der Bürgerschaft in Bremen; 1821 Aug. 14 Eltermann in Bremen.
550 (S. 63)

Bärnhoff, Anton Heinrich
(1773, Riga - 1803)
Studienfreund von Johann Smidt in Jena.
1793 Apr. 6 Studium an der Universität Jena; Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; 1796 Anfang Hauslehrer des Grafen von Pahlen in Petersburg.
201/1 (S. 18), 162 (S. 21), 165 (S. 22), 175 (S. 24), 188 (S. 27), 193 (S. 27), 92 (S. 178)

Bartels, Johann Heinrich
(1761 Mai 20, Hamburg - 1850 Febr. 1, Hamburg). - Dr. jur.; Advokat, Ratsherr und Bürgermeister in Hamburg. - Sohn des Hamburger Zuckerbäckers und Oberalten Claes Bartels (gest. 1806); Besuch des Gymnasiums bis 1780; für den geistigen Stand bestimmt, daher Unterricht bei Pastor Alers in Rellingen; 1784 Okt. 1 Aufnahme unter die Kandidaten des Hamburger Ministeriums; 1784-1786 Hofmeister, als solcher 1785-1786 Reise nach Italien; privat fortgesetzt bis 1787; Studium der Rechte in Göttingen; 1790 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; heiratet 1792 Sept. 16 Maria Elisabeth von Reck in Venedig; 1792 Advokat in Hamburg; 1797 Reise nach Warschau; 1798 Nov. 23 Ratsherr in Hamburg; 1811-1814 kaiserlich-französischer Kammerpräsident; nach der Franzosenzeit Übernahme der polizeilichen Aufgaben; 1820 März 25 Bürgermeister in Hamburg; 1821-1844 Präsident des Obergerichts in Hamburg; 1848 Feier des 50jährigen Amtsjubiläums.
530/2 (S. 33), 566 (S. 35), 595/6 (S. 38), 595/3 (S. 38), 595/2 (S. 38), 523/2 (S. 41), 528/3 (S. 72), 647 (S. 74), 624/2 (S. 87), 1016 (S. 182), 1015 (S. 182), 1014 (S. 182)

von Baudissin, Ida geb. Kohl
(1814 Juli 25, Bremen - 1888 Dez. 25, Freiburg i.Br.)
Schriftstellerin.
Schwester des Reiseschriftstellers und Stadtbibliothekars Georg Kohl; heiratet 1846 Hermann Graf von Baudissin.
1191 (S. 53)

von Beaulieu-Marconnay, Wilhelm Ernst
(1786 Mai 19, Celle - 1859 Juni 30, Oldenburg)
Freiherr; Staatsminister im Großherzogtum Oldenburg.
Besuch des Salzmannschen Erziehungsinstituts Schnepfenthal; Studium
Förster (1816-1908).
1301 (S. 86), 1304 f. (S. 116)

Begemann, Johann Friedrich
(geb. 1782 Juni 17)
Bremer Legationskanzlist am Bundestag in Frankfurt am Main.
1069 (S. 6), 1055 (S. 10), 1054 (S. 10), 1090 (S. 86)

Behrens, Jacob
(1791 Febr. 9, Lübeck - 1852 Apr. 19, Lübeck)
Direktor eines Handlungshauses, Ältermann und Senator in Lübeck. Sohn des Lübecker Kaufmanns Jacob Behrens; 1833 Febr. 20 Senator in Lübeck; vor allem tätig in der Reorganisation des Zollwesens, im Forst- und Postwesen; 1851 Amtsaustritt.
1237 (S. 78), 1303 (S. 86)

Bekenn, Friedrich (genannt Fritz) Albert
(geb. 1794)
Kaufmann für englische Stahl- und Manufakturwaren in Bremen und London.
Sohn von Georg Ludwig Bekenn (1756-1834) und Margarethe Rump; 1818 März Reise nach England; Anstellung in einem Kontor in London; 1818 Aug./Sept. dort schwer erkrankt; 1819 Mai Rückkehr aus London nach Bremen über Hamburg; 1825 Konkurs; heiratet 1834 Mary Ann Underhill, mit ihr 1835-1840 fünf Kinder; 1841 Besitzer eines Comptoirs in Hamburg.
792 (S. 19), 231 (S. 63), 464 (S. 207)

Bekenn, Georg Ludwig
(1756 Juli 19, Bremen - 1834 Apr. 16, Bremen)
Pastor an St. Remberti in Bremen.
Sohn des Chirurgen Garbert Bekenn (1727-1792) und der Luise Treviranus (1722-1787). Besuch des Paedagogiums in Bremen; 1773 Jan. 14 Studium am Bremer Gymnasium Illustre; 1776 Apr. 22 Studium der Theologie in Göttingen; 1779 Hilfsprediger zu Varel in Ostfriesland; 1780 Jan. 30 Ordination zum Pastor; danach Pastor in Varel bis 1799; heiratet 1791 in erster Ehe Margarethe Rump (1770-1806), mit ihr vier Kinder; 1799-1805 Pastor zu Borgfeld; 1805 Aug. 20 - 1834 Pastor an der Rembertikirche in Bremen; heiratet 1808 Sept. in zweiter Ehe Metta Gertrud Rohde (1780-1867), mit ihr drei Kinder; 1816 Ruf als Professor der Theologie an die Universität Breslau (ausgeschlagen). Schwager von Johann Smidt.
220/3 (S. 4), 418 (S. 20), 446 (S. 26), 523/5 (S. 41), 240 (S. 51), 233 (S. 51), 124 (S. 152), 471 (S. 194), 325 (S. 199)

Bekenn, Metta Gertrud geb. Rohde
(1780-1867)
Ehefrau von Ludwig Georg Bekenn (1756-1834).
Tochter von Johann Conrad Rohde (1745-1804) und Metta Gertrud Bredou (1744-1786); Schwägerin von Johann Smidt; 1805 Mai - 1806 Aug. 1 Reise nach Dresden mit Gesche Catharina Castendyk geb. Smidt (1775-1827) und deren Kindern; heiratet 1808 Sept. den Bremer Pastor Ludwig Georg Bekenn (1756-1834) in dessen zweiter Ehe.
221/1 (S. 1), 225/1 (S. 17), 233 (S. 51), 471 (S. 194), 311 (S. 199)

Beneke, Ferdinand (Christoph)
(1774 Aug. 1, Bremen - 1848 März 1, Hamburg)
Dr. jur.; Oberaltensekretär in Hamburg.
Sohn des aus Hannover stammenden Bremer Kaufmanns Johann Christoph Beneke (1741-1803) und der Justine Dorothea Elisabeth geb. Frederking (1749-1817); Besuch des lutherischen Gymnasiums in Bremen; seit 1790 in Minden; 1791-1793 Studium der Rechte in Halle; 1793 Juni 22 Studium der Rechte an der Universität Göttingen; 1793-1795 Referendar am Amtsgericht in Minden (Austritt wegen Ablehnung der preußischen Politik); 1795 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; 1796 Febr. Advokat in Hamburg und 1797 Erwerb des Bürgerrechts; 1800-1804 Richter im Nieder- und Amtsgericht; seit 1800 aktiv in der Bürgerschaft; heiratet 1806 Juni 18 Maria Magdalena Karoline von Axen (1788-1865), die Tochter des späteren hamburgischen Oberalten Otto von Axen, mit ihr drei Söhne und drei Töchter; 1811-1813 keine Ämter; 1813 März einer der Führer zur Bürgerbewaffnung Hamburgs; 1813-1814 Protokollist des Hanseatischen Direktoriums; Major und Ordonnanzoffizier im Hauptquartier des Benningsenschen Corps zwecks Befreiung des belagerten Hamburg; 1816 Febr. 15 - 1848 Sekretär des Oberalten-Kollegiums der Bürgerschaft in Hamburg.
611/1 (S. 5), 595/3 (S. 38), 574 (S. 47)

Beneke, Otto Adalbert
(1812 Okt. 5, Hamburg - 1891 Febr. 9, Hamburg)
Dr. jur.; Archivar und Senatssekretär in Hamburg.
Sohn des Oberaltensekretärs Ferdinand Beneke (1774-1848) und der Magdalena Karoline von Axen (1788-1865); Studium der Rechte; danach 1840 Mitarbeiter am Hamburger Staatsarchiv unter Johann Martin Lappenberg; heiratet Maria Beata (Marietta) Banks (1823-1913), die Tochter des Hamburger Syndicus Edward Banks; 1863 Archivar und Senatssekretär in Hamburg.
650 (S. 74)

Benzenberg, Johann Friedrich
(1777 Mai 5, Schöller bei Elberfeld - 1846 Juni 8, Bilk bei Düsseldorf)
Dr. rer. nat.; Professor der Physik und Astronomie in Düsseldorf und politischer Publizist. Studium der Theologie in Marburg; anschließend Studium der Physik und Mathematik in Göttingen; 1800 Promotion zum Dr. rer. nat.; 1800- 1803 Lehrtätigkeit am Institut der Karoline Rudolphi; Durchführung physikalischer Versuche; 1805 Ernennung zum Professor der Physik und Astronomie am Lyceum zu Düsseldorf durch den Kurfürsten von Baiern; heiratet 1807 Charlotte Platzhoff (1789-1809); Übertragung der Leitung der Landesvermessung; 1810 aus politischen Ursachen in die Schweiz als Privatmann; 1817- 1818 Herausgabe des "Politischen Beobachters" in Hamburg; Tätigkeit als politischer Schriftsteller in Preußen; 1844 Gründung einer Sternwarte in Bilk bei Düsseldorf.
1449 (S. 99)

Bercht, Gottlob Friedrich August
(1790 Juli 30, Niederwarbig/Treuenbrietzen - 1861 Mai 29, Darmstadt)
Dr. phil.; Publizist und Lehrer, Redakteur der Bremer Zeitung
Studium und Promotion in Leipzig; Erzieher in Berlin; Mitarbeiter des "Rheinischen Merkur"; 1816 Juni - 1819 Redakteur der Bremer Zeitung und als solcher 1817 Ernennung zum Professor in Bremen; 1817 Schenkung des Bremer Bürgerrechts; wohnt 1818-1819 im Haus von Johann Carl Friedrich Gildemeister; 1819 Entlassung; 1819 Okt. Berufung zum Lehrer am Gymnasium in Kreuznach, die zurückgezogen wird; 1823-1843 Privatlehrer; 1830-1835 Herausgabe des "Archivs für Geschichte und Literatur" gemeinsam mit Friedrich Christoph Schlosser in Frankfurt am Main; 1844-1848 Herausgeber und Redakteur des von der preußischen Regierung subventionierten "Rheinischen Beobachters" in Köln.
567/2 (S. 32), 441/1 (S. 35), 523/3 (S. 42), 819 (S. 51)

Berck, Hermann
(1740 Juli 3, Bremen - 1816 Apr. 8)
Manufakturwaren-Großhändler und Senator in Bremen.
Sohn des 1717 nach Bremen zugewanderten Kolonialwarenhändlers Gerhard Berck; 1768 Übernahme der Leitung der väterlichen Firma; 1782 Dez. 23 Senator in Bremen.
560 (S. 29)

Berck, Theodor
(1784 Sept. 14, Bremen - 1850 Febr. 17)
Dr. jur.; Advokat, Staatsanwalt und Senator in Bremen.
Sohn des Bremer Senators Hermann Berck (1740-1816); Privatunterricht; 1799 Frühjahr
Besuch der Domschule; 1803 Studium am Bremer Gymnasium Illustre; 1805 Studium der Rechte in Göttingen; 1806 Ostern Studium der Rechte in Heidelberg; 1806 Herbst Rückkehr nach Göttingen, hier auch Studium der mittelalterlichen Geschichte; 1807 Reise durch Sachsen; 1808 März 5 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen, anschließend Bildungsreise durch Belgien und Frankreich; seit 1809 Frühjahr in Göttingen für praktische juristische Studien; 1809 Herbst Advokat und Notar in Bremen; Teilnahme am Bürgerkonvent; 1818 Jan. Staatsanwalt; 1821 Apr. 28 Senator in Bremen; 1849 Mitglied des neugeschaffenen Richterkollegiums und dessen Vizepräsident.
563 (S. 29), 562 (S. 31), 1207 (S. 157)

von Berg, Carl Heinrich Ernst
(1810 Mai 6, Hannover - 1894 Juni 19, Oldenburg)
Freiherr; Innen- und Staatsminister im Großherzogtum Oldenburg. Sohn von Günther Heinrich von Berg (1765-1843) und der Sophie Caroline Amalie geb. Stromeyer (1777-1868); 1828-1832 Studium der Rechte in Göttingen und Heidelberg; danach Eingangsprüfung für den oldenburgischen Staatsdienst; Auditor bei den Ämtern Rodenkirchen und Zwischenahn; 1833 Eintritt in den oldenburgischen Staatsdienst; 1836 zweites Staatsexamen; 1838 Regierungssekretär in Oldenburg; heiratet 1840 Mai 6 Adelheid Jacobea geb. von der Hellen (1818-1883); mit ihr drei Söhne und drei Töchter; 1842 Amtmann des Amtes Minsen; 1846 Regierungsassessor in der Oldenburger Zentralbehörde; 1849 Ministerialrat und Mitglied des oldenburgischen Staatsministeriums; 1851 Innenminister; seit 1872 Staatsminister; 1874-1876 vorsitzender Staatsminister.
1302 (S. 86), 1327 f. (S. 116)

von Berg, Günther Heinrich
(1765 Nov. 27, Schwaigern bei Heilbronn - 1843 Sept. 9, Oldenburg)
Freiherr; Dr. jur.; Hof- und Kanzleirat im Königreich Hannover, Regierungspräsident im Herzogtum Schaumburg-Lippe, Staats- und Kabinettsminister sowie Oberappellationsgerichtspräsident im Großherzogtum Oldenburg.
1783-1786 Studium der Rechtswissenschaften in Tübingen; 1786-1787 Praktikant am Reichskammergericht in Wetzlar; 1787 Mai - 1792 Privatsekretär beim regierenden Grafen Leopold Johann Nepomuk von Neipperg; 1793-1794 Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen; 1794 außerordentlicher Professor für Staatsrecht an der Universität Göttingen; nachträglicher Erwerb des Doktortitels; heiratet 1795 Aug. 23 Sophie Caroline Amalie geb. Stromeyer (1777-1868), die Tochter des Göttinger Professors und Leibmedikus Johann Friedrich Stromeyer; mit ihr fünf Söhne und fünf Töchter; 1800 Eintritt in den hannoverschen Staatsdienst; 1800-1810 wirklicher Hof- und Kanzleirat in Hannover; seit 1804 auch juristischer Berater in Schaumburg-Lippe; 1810-1815 Regierungspräsident in Schaumburg-Lippe; seit 1814 Aug. Gesandter der Fürstentümer Schaumburg-Lippe und Waldeck beim Wiener Kongress; 1815 Okt. 14 Übertritt in holstein-oldenburgische Dienste als Präsident des Oberappellationsgerichts, wird indes von den Amtspflichten dispensiert und zum Bundestagsgesandten des Großherzogtum Oldenburg ernannt; 1819-1820 oldenburgischer Vertreter bei den Wiener Ministerialkonferenzen; 1821 Aug. - 1829 Präsident beim Oberappellationsgericht in Oldenburg; gleichzeitig 1821 Juli 23 zweites Mitglied des neugebildeten Staats- und Kabinettsministeriums; 1834 Vertreter Oldenburgs bei den Wiener Ministerialkonferenzen; 1842 Juli 1 Erstes Mitglied des Ministeriums und Staats- und Kabinettsminister in Oldenburg.
1057 (S. 11), 605/6 (S. 12), 595/7 (S. 38), 528/4 (S. 71), 697 ff. (S. 86), 793 (S. 86)

(von) Berger, Anna geb. von Holk
Ehefrau von Johann Erich (von) Berger.
368 (S. 201)

(von) Berger, Johann Erich
(1772 Sept. 1, Faaborg auf der dänischen Insel Fünen - 1833 Febr. 22, Kiel)
Studienfreund von Johann Smidt in Jena, Professor für Philosophie und Astronomie in Kiel.
1788 Studium der Rechte in Kopenhagen; 1792 juristisches Examen an der Universität Kopenhagen; 1791 Reise nach Hamburg; 1791 Okt. 10 Studium in Göttingen; 1793 Apr. 15 Studium der Kameralwissenschaften in Kiel; 1793 Nov. 11 Studium der Philosophie in Jena; Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; 1794 Sept. Studium in Kiel; 1795 Juni erneut im Bund der freien Männer in Jena; 1799 Verlobung mit Comtesse Anna von Holk aus Bordesholm (Holstein); Leben als "philosophierender Bauer" auf dem Gut Seekamp bei Kiel; heiratet 1801 Frühjahr Anna von Holk; 1814 Professor für Philosophie und Astronomie an der Universität Kiel.
163 (S. 21), 67 (S. 133), 92 (S. 178), 148 (S. 184)

Berly, Carl Peter Gottlob Traugott
(1781 Nov. 9, Frankfurt am Main - 1847 Mai 9, Frankfurt am Main)
Finanzrat im Herzogtum Sachsen-Coburg, Privatlehrer und Redakteur.
Sohn des Uhrmachers Anton Berly und dessen Schwester Johanna Elisabeth Berly; früh verwaist; wegen des notwendigen Gelderwerbs kein Schulabschluss; 1804 Eintritt in coburgische Dienste als Vorsteher des Bankinstituts; 1805 wirklicher Finanzrat im Herzogtum Sachsen-Coburg; heiratet 1807 Margarethe Juliane Katharina Pilgram (1786- 1872); mit dem Tod des Herzogs Franz im Jahre 1806 dienstliche Schwierigkeiten; 1811 Rückkehr nach Frankfurt am Main und Privatlehrer; 1821-1829 Redakteur der "Zeitung der freien Stadt Frankfurt"; 1827-1828 auch Redakteur von dessen Beiblatt "Iris"; 1829 Übernahme der Leitung der "Oberpostamtszeitung" des Fürsten Thurn und Taxis; in späteren Jahren vor allem Kompilation und Kommentierung von Nachrichten aus englischen und französischen Zeitungen.
1152 (S. 69), 528/6 (S. 72)

von Beroldingen, Joseph Ignaz
(1780 Nov. 27, Ellwangen - 1868 Jan. 24, Stuttgart)
Graf; Gesandter und Außenminister im Königreich Württemberg.
Kurzes Studium der Rechte, danach Eintritt in den österreichischen Militärdienst; 1803 Eintritt in den württembergischen Militärdienst; Adjutant des Prinzen Paul; 1806 Adjutant des Königs Friedrich I. von Württemberg; Generalmajor und Kommandeur der württembergischen Truppenteile unter Napoleon; württembergischer Militärbevollmächtigter im Hauptquartier der Alliierten; 1814-1816 württembergischer Gesandter in London; 1816-1824 württembergischer Gesandter am russischen Hof; 1823 nach Entlassung von Wangenheim und Wintzingerode Berufung zum Außenminister im Königreich Württemberg; heiratet 1823 Caroline Gräfin von Larisch-Moenich; 1848 Rückzug ins Privatleben.
524/3 (S. 59), 687 (S. 122), 603 (S. 213)

von Berstett, Wilhelm Ludwig Leopold Reinhard
(1769 Juli 6, Berstett bei Straßburg - 1837 Febr. 16, Karlsruhe)
Freiherr; Gesandter und Minister der auswärtigen Angelegenheiten im Großherzogtum Baden und Bundestagsgesandter.
Studium in Straßburg (nur kurz); 1792-1804 Kriegsdienst im österreichischen Heer; heiratet 1799 in erster Ehe Anna Freiin Smidtgräbner von Lustenegg (1780-1805), von der er sich 1803 scheiden lässt; 1809 Kammerherr der Großherzogin Stephanie von Baden; heiratet in zweiter Ehe 1810 Augusta (1788-1861), die Tochter des Johann Gottfried Graf von Luxemburg; 1814-1815 Begleitung des Großherzogs Karl von Baden zum Wiener Kongress als Beobachter; 1816 badischer Gesandter auf der Bundesversammlung in Frankfurt am Main; 1817 Juli 15 Minister der auswärtigen Angelegenheiten im Großherzogtum Baden; 1818 Gesandter auf dem Aachener Kongress; 1819 Gesandter auf dem Karlsbader Kongress; 1820 Gesandter auf den Wiener Ministerialkonferenzen; 1820 Präsident des auswärtigen Ministeriums; 1831 Entlassung aus badischem Staatsdienst.
736 (S. 86)

Besser, Carl Heinrich Wilhelm
(1808 Dez. 1, Hamburg - 1848 Juli 8, Berlin)
Buchhändler und Verleger in Berlin.
Sohn des Hamburger Buchhändlers Johann Heinrich Besser (1775-1826); Erwerb des Eichler'schen Antiquariats in Berlin; Zuwendung zum Sortimentsgeschäft; Gründung der Besser'schen Buchhandlung; diese wird zum Sammelplatz der Berliner Gelehrtenwelt; 1847 Übergang des Geschäfts durch Kauf an Wilhelm Hertz.
1051 (S. 9), 1389 (S. 118), 346 (S. 201)

von Beulwitz, Friedrich Wilhelm Ludwig
(1755-1829)
Geheimer Rat und Kanzler am fürstlichen Hof von Schwarzburg-Rudolstadt.
Heiratet 1780 Karoline von Lengefeld (1763-1847), die spätere Schwägerin Friedrich von Schillers; 1790 Trennung im gegenseitigen Einverständnis.
737 (S. 123)

Beurmann, Ludwig Georg Eduard
(1804 Apr. 14, Bremen - 1883 Apr. 4, Berlin)
Dr. jur., Journalist und Schriftsteller.
Um 1823 Studium der Rechte, Promotion zum Dr. jur.; 1826 Staatsprüfung vor dem Oberappellationsgericht in Lübeck; danach ein Jahr Advokat in Bremen; seit 1832 in Frankfurt; 1836 "Skizzen aus den Hansestädten"; Mitherausgeber der regierungsfreundlichen Frankfurter Oberpostamtszeitung und 1849-1860 Redakteur des Frankfurter Journals; danach in Berlin; Mitglied des "Jungen Deutschland".
1131 (S. 99)

von Beust, Carl Leopold
(1780-1849)
Graf und Herr; Wirklicher Geheimer Rat im Großherzogtum Sachsen-Weimar und Bundestagsgesandter der sächsischen Herzoghäuser.
Sohn des kurmainzischen und kurbayerischen Wirklichen Geheimen Rats und kurbayerischen Ministers Carl Leopold von Beust (1740-1827).
672 (S. 86)

von Blittersdorff, Friedrich Landolin Carl
(1792 Febr. 10, Mahlberg - 1861, Apr. 16, Frankfurt am Main)
Freiherr; Staatsminister für Auswärtiges im Großherzogtum Baden und Bundestagsgesandter. 1809-1812 Studium der Rechte in Heidelberg und Freiburg; 1821-1835 Bundestagsgesandter; heiratet 1824 Maximiliane Brentano di Tremezzo (1802-1861); 1835-1843 Minister für auswärtige Angelegenheiten; 1843-1848 erneut Bundestagsgesandter.
611/1 (S. 5), 668 (S. 87)

Bluhme, Friedrich
(1797 Juni 29, Hamburg - 1874 Nov. 5, Bonn)
Dr. jur.; Dr. theol. h.c., Professor der Rechte in Halle, Göttingen und Bonn, Oberappellationsgerichtsrat in Lübeck.
Sohn von Georg Friedrich Bluhme und Anna Dorothea geb. Krohn; 1809 Besuch des Johanneums in Hamburg; 1816 Besuch des Akademischen Gymnasiums; zu gleicher Zeit Custos auf der hamburgischen Stadtbibliothek; 1817 Studium der Rechte in Göttingen; 1818 Studium der Rechte in Berlin und 1819 Herbst in Jena; 1820 Jan. 3 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Jena; Fortsetzung der Studien bis 1820 Herbst und Habilitation; 1820 Okt. 27 Erwerb des Hamburger Bürgerrechts; 1820 Nov. 4 Zulassung zum Advokaten; 1821 März 20 - 1823 Sept. 22 Reise nach Italien im Auftrag der Preußischen Akademie der Wissenschaften; 1823 Mai 19 außerordentlicher Professor der Rechte in Halle; 1825 Juni 8 ordentlicher Professor der Rechte in Halle; heiratet 1825 Juli 21 Louise Charlotte Marianne Reil aus Halle; 1831 Professor in Göttingen; 1833-1843 Oberappellationsrat in Lübeck von seiten Hamburgs; 1843 Professor der Rechte an der Universität Bonn; 1868 Dr. theol. h.c. von der Universität Bonn.
1240 (S. 99)

Boehlendorff, Casimir Ulrich
(1775, Mitau/Livland - 1825)
Studienfreund von Johann Smidt in Jena und Schriftsteller.
1793 Nov. 24 Studium an der Academia Petrina in Mitau; 1794 Okt. 10 Studium der Rechte in Jena; 1795 Aug. 13 Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; verlässt 1797 Jena; 1800 Nov. Einführung in die Literarische Gesellschaft in Bremen; 1800 Nov. Einführung in die Literarische Gesellschaft in Oldenburg; 1801-1803 Aufenthalt in Berlin, Greifswald und Kiel; 1803 Übersiedelung nach Riga und Annahme einer Hauslehrerstelle.
164 (S. 21), 163 (S. 21), 1505 (S. 23), 183 (S. 26), 198 (S. 27), 507 (S. 65), 501 (S. 65), 104 (S. 144), 103 (S. 145), 347 (S. 201)

von Boettger, Rudolph Christian
(1806 Apr. 28, Aschersleben - 1881 Apr. 29, Frankfurt am Main)
Dr. rer. nat.; Professor für Physik und Chemie in Frankfurt am Main und Publizist.
Schüler der Franckeschen Stiftungen in Halle; 1824 Studium der Theologie in Halle; kurzzeitig Hauslehrer; 1831 Studium der Naturwissenschaften, besonders der Chemie, in Jena; 1837 Promotion zum Dr. rer. nat. an der Universität Halle; 1835 Lehrer der Physik und Chemie bei dem "Physikalischen Verein zu Frankfurt am Main", hier eine Tätigkeit über 46 Jahre; heiratet 1841 in Aschersleben Sophie Christiane Harpke, die Tochter eines Brauherrn und Schwarz- und Schönfärbers, mit ihr acht Kinder; 1842 Apr. 12 Verleihung des Professorentitels durch die Stadt Frankfurt am Main; 1846 Ehrenbürger der Stadt Frankfurt am Main; Gründer und langjähriger Redakteur des "Polytechnischen Notizblattes".
1271 (S. 99)

Bohle, Georg Ludwig
Kanzlist am Oberappellationsgericht der Freien Städte in Lübeck.
1820 Privatsekretär von Johann Smidt am Bundestag; 1821 Jan. 12 - 1862 Kanzlist am Oberappellationsgericht der Freien Städte in Lübeck.
556 (S. 31), 441/2 (S. 36), 571 (S. 45), 267 (S. 81)

Boismann, Johann Hinrich
(1766 Aug. 4, Bremen - 1793 Juli 16, Schwalbach)
Jugend- und Studienfreund von Johann Smidt.
Sohn des Johannes Boismann (vermutlich Kaufmann) und der Anna Metta Tiling; 1783 Jan. 16 Studium am Bremer Gymnasium Illustre; Studium anfangs der Philosophie und Theologie, dann der Medizin in Jena; Verlobung mit Henriette Catharina (Jettchen) de Hase; Erkrankung in Jena und Tod auf der Heimreise nach Bremen.
469 (S. 16), 225/1 (S. 17), 201/1 (S. 18), 254 ff. (S. 21), 455 (S. 21), 454 (S. 21), 256 (S. 21), 449 (S. 22), 140 (S. 25), 259 (S. 25), 249 (S. 26), 224 (S. 30), 565 (S. 34), 419 (S. 56), 257 (S. 100), 160 (S. 103), 156 (S. 108), 67 (S. 133), 204 (S. 197), 1 (S. 222)

Bokelmann, Georg Vilhelm
(1799-1847)
Generalkonsul und Ministerresident des Königreichs Dänemark in Hamburg.
1814 Febr. 1 - 1836 März 15 dänischer diplomatischer Agent in Bremen; 1814 Juli 25 - 1836 Apr. 16 dänischer Generalkonsul und diplomatischer Agent in Hamburg; 1814 Juni 24 - 1836 März 15 dänischer Generalkonsul und diplomatischer Agent in Lübeck mit Sitz in Hamburg; 1828 Nov. 1 dänischer Ministerresident in den Hansestädten.
1249 (S. 81)

Bolte, Hermann Heinrich
(1783 Apr. 5 - 1850)
Getreidehändler, Kaufmann und Eltermann in Bremen.
1824 Sept. 28 Eltermann in Bremen; Direktor der Union von 1801.
524/1 (S. 58), 524/3 (S. 59), 551 (S. 63)

du Bos du Thil, Carl Wilhelm Heinrich
(1777 Apr. 22, Braunfels - 1859 Mai 17, Darmstadt)
Freiherr; Staatsminister im Großherzogtum Hessen-Darmstadt.
Studium der Rechte in Tübingen und Göttingen; Praktikant am Reichskammergericht in Wetzlar; 1799 solms-braunfelsischer Assessor; 1801 Regierungsrat in Braunfels; 1802 Übertritt in den Dienst des Landgrafen von Hessen-Darmstadt; 1803 hessen-darmstädtischer Regierungsrat; heiratet 1804 in erster Ehe Wilhelmine von Günderrode (1784-1819); 1805 Abordnung in die Provinzialverwaltung; 1807 freiwilliger Rücktritt aus dem Dienst wegen neuer Regierung und Reisen; 1810 Eintritt in den Hofdienst als Oberschenk, 1811- 1820 Hofmarschall und Wirklicher Geheimer Rat; 1820 Gesandter bei den Wiener Ministerialkonferenzen; 1820 Staatsminister im Großherzogtum Hessen-Darmstadt; 1821- 1848 Minister der auswärtigen Angelegenheiten und 1821-1829 der Finanzen; heiratet 1822 in zweiter Ehe Ulrike von Ketelhodt gesch. von Fabrice (1784-1838); 1829-1848 Wechsel von der Finanzverwaltung zum Innen- und Justizministerium; 1829 dirigierender Staatsminister.
605/1 (S. 12), 808 (S. 123), 749 (S. 124)

von Both, Hartwig Julius Ludwig
(1789 Mai 18, Gut Kalkhorst/Mecklenburg - 1857 Dez. 5, Dresden)
Kammerherr, Geheimer Staatsrat im Großherzogtum Oldenburg und Bundestagsgesandter.
1810 Mai Studium der Jurisprudenz in Göttingen; nach Abschluss des Studiums Eintritt in den oldenburgischen Staatsdienst; 1814 Nov. Auditor bei der Justizkanzlei und beim Konsistorium; 1817 Kanzleiassessor; 1818 Kammerherr in Oldenburg; nach der Abberufung Günther Heinrich von Bergs vom Bundestag 1821 Juni dessen Nachfolger; als solcher wird er zum Kanzleirat, dann zum Staatsrat ernannt; heiratet 1822 Marianne Christine Caroline von Harnier (1804-1864), die Tochter des ehemaligen hessischen Bundestagsgesandten Heinrich Wilhelm Karl von Harnier (1767-1823); 1848 Apr. 3 Gesuch auf Erlassung vom Bundestag.
1268 (S. 87)

von Bothmer, Karl Friedrich Ernst August
(1796 - 1861 Dez. 21)
Dr. jur.; Direktor der Justizkanzlei und des Obergerichts in Celle, Kultusminister im
Königreich Hannover und Bundestagsgesandter.
Studium der Rechte in Heidelberg und Göttingen; Eintritt in den hannoverschen Staatsdienst;
Rat an der Justizkanzlei in Celle; 1841 erster Rat im neu errichteten Kriminalsenat
des Oberappellationsgerichts zu Celle; später Direktor der Justizkanzlei und des Obergerichts
in Celle; Mitglieder der Ersten Kammer; im Ministerium Schele-Windthorst
Bundestagsgesandter des Königreichs Hannover; 1853 Rückkehr in das Richteramt; 1855
Juli Kultusminister im Königreich Hannover;
1338 (S. 87)

Böving, Franz Johann
(1773 Mai 26 - 1849 Febr. 10)
Kaufmann in Färbe-, Gewürz- und Materialwaren in Bremen.
Sohn des Bremer Kaufmanns und Eltermanns Johann Wilhelm Böving (1728-1812) und der Susanna Kohl (1742-1817); vorbereitender Leseunterricht in einer Bremer Winkelschule; 1780-1785 Besuch des Bremer Pädagogeums; 1785 Schulabgang und Hausunterricht in den sog. Realien; seit 1786 Begleitung des Vaters auf Messen und Geschäfts reisen; Associe bei Böving & Co., Färbe-, Gewürz- und Materialwaren en gros, dann Teilhaber; heiratet in erster Ehe Catharina Antoine Meinertzhagen (1776-1808); heiratet in zweiter Ehe Gesche Duntze (1783-1860).
242 (S. 63)

Braun, August Theodor
Dr. jur.; Regierungsrat und Kabinettsminister im Königreich Hannover.
1053 (S. 9), 1319 f. (S. 112)

Bredenkamp, Johann Wilhelm
(1798 Juli 28, Bremen - 1859 Juli 27, Interlaken in der Schweiz)
Dr. jur.; Advokat und Senator in Bremen.
Sohn des nach Bremen eingewanderten Leinenhändlers und späteren Eltermanns Conrad Justus Bredenkamp (1747-1824); Studium der Rechte; Promotion zum Dr. jur.; 1823 Prüfung vor dem Oberappellationsgericht in Lübeck; Advokat; 1845 Sept. 23 Senator in
Bremen.
1068 (S. 7), 1185 (S. 30)

Brehmer, Heinrich
(1800 Juni 22, Lübeck - 1872 Sept. 18)
Dr. jur.; Advokat, Senator und Bürgermeister in Lübeck.
Sohn des Lübecker Arztes Nikolaus Heinrich Brehmer (1765-1822); Studium der Rechte und Promotion zum Dr. jur.; 1823 Advokat; heiratet Wilhelmine geb. Behn, mit ihr eine Tochter und sieben Söhne, darunter den späteren Bürgermeister Wilhelm (1828-1905); 1836 Febr. 22 Senator in Lübeck; Lübecker Bevollmächtigter bei der Dresdner Konferenz; 1861-1862 und 1865-1866 Bürgermeister in Lübeck; 1870 Jan. 5 auf eigenen Wunsch Versetzung in den Ruhestand.
1226 ff. (S. 78), 1147 (S. 85)

von Bremer, Friedrich Franz Dieterich
(1759 Aug. 10, Hannover - 1836 März 7, Hannover)
Graf; Staats- und Kabinettsminister für das Auswärtige im Königreich Hannover.
Sohn des Geheimen Rats in Hannover, Benedix Bremer, und der Caroline Augustine geb. von Haus; 1777 Studium der Rechte in Göttingen; 1780 Aug. 8 Anstellung bei der kurfürstlichen Justizkanzlei in Hannover; 1788 Assessor am Reichskammergericht in Wetzlar; heiratet 1790 Mai 2 Louise Eleonore geb. von Zwierlein (1775 - nach 1836), die Tochter des Rechtsgelehrten und Geheimen Rats in Wetzlar, Christian Jacob von Zwierlein; 1796 Antritt der Stelle als Hofrichter in Hannover; 1805 Staats- und Kabinettsminister; nach der Franzosenzeit Minister der auswärtigen Angelegenheiten und der Finanzen, zeitweilig auch der Militärangelegenheiten; 1830 in den Grafenstand erhoben; 1832 Entlassungsgesuch.
595/5 (S. 38)

Breuls, Hermann
(1777 Sept. 6, Bremen - 1858 Nov. 5, Bremen)
Dr. jur.; Notar und Sekretär der Regierungskanzlei in Bremen.
Sohn des Bremer Bürgermeisters Jacob Breuls (1749-1803) und der Mette Catharine geb. Dwerhagen; Studium der Rechte in Göttingen; 1800 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; 1802 Febr. 26 Notar und Sekretär der Regierungskanzlei in Bremen; heiratet Clara Eugenie geb. Platzmann (1786-1857).
262 (S. 67)

von Breuning, Christoph
(1773 Mai 13 - 1841)
Studienfreund von Johann Smidt in Jena, Professor der Rechte in Koblenz und Geheimer Revisionsrat in Berlin.
Sohn des Hofrats Emanuel Joseph von Breuning und der Helene Kerich; 1782 Besuch des Gymnasiums in Bonn; 1787 Studium der Philosophie, Theologie und Jurisprudenz in Bonn; 1793 Nov. 11 Studium der Rechte in Jena; Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; 1795 Apr. 30 Studium der Rechte in Göttingen; 1795 Herbst Studium der Rechte in Wien; 1796 Ostern Studium der Rechte in Bonn; nach der Besetzung Bonns durch die Franzosen Munizipalrat und Notar in Bonn; 1806 Herbst Professor an der Rechtshochschule in Koblenz; 1815 Mitglied des Revisionshofes in Köln; 1832 Geheimer Revisionsrat in Berlin; 1838 Ruhestand.
162 (S. 21), 165 (S. 22), 273 (S. 53), 68 (S. 133)

Buchholz, Carl August
(1785 Okt. 3 - 1843)
Dr. jur.; Advokat und Syndicus in Lübeck, Vertreter der jüdischen Gemeinden der Hansestädte auf dem Wiener Kongress.
Studium der Rechte; Advokat in Lübeck; 1814 Nov. 27 Vertreter der jüdischen Gemeinden der Hansestädte auf dem Wiener Kongress; 1815 Vertreter der jüdischen Gemeinde Hamburgs am Bundestag; 1834 Juni 18 Syndicus in Lübeck.
1239 (S. 78), 1226 (S. 78)

von Bülow, Heinrich
(1791 Sept. 4, Schwerin - 1846 Febr. 6, Berlin)
Außenminister im Königreich Preußen und Bundestagsgesandter.
Studium der Rechts- und Staatswissenschaft in Jena, Heidelberg und Genf; 1815 wird er Wilhelm von Humboldt zur Vorbereitung des Zweiten Pariser Friedens zugeteilt, daher im Hauptquartier der Alliierten in Paris; folgt Humboldt als Berater zum Bundestag; seit 1817 mit ihm in London; amtiert auf dem Aachener Kongress als Humboldts Geschäftsführer; 1820 Vortragender Rat im Außenministerium; heiratet 1821 Gabriele von Humboldt (1802-1887), die Tochter Wilhelm von Humboldts, mit ihr sieben Kinder; 1827 Gesandter in London; 1841 Ernennung zum Bundestagsgesandten; 1842 Apr. 2 Außenminister; 1845 Apr. 29 Rücktritt.
1245 (S. 82), 1403 (S. 87)

Büsing, Hermann
(1760 Sept. 28, Bremen - 1849 Febr. 19, Bremen)
Dr. jur.; Professor der Rechte am Gymnasium Illustre und Senator in Bremen.
Sohn des Professors für griechische und orientalische Sprachen am Bremer Gymnasium Illustre, Johann Christoph Büsing; Studium der Rechte; 1785 Jan. 3 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; 1786 Nov. 24 Professor der Rechte am Bremer Gymnasium Illustre; 1787 Nov. 29 Senator in Bremen; 1811-1813 Tribunalrichter; danach wieder Senator.
249 (S. 26), 555 (S. 30), 523/4 (S. 42), 1030 (S. 157), 413 (S. 161)


Caesar, Gerhard
(1792 Sept. 29, Bremen - 1874 Nov. 14, Bremen)
Dr. jur.; Advokat, Archivar, Senator und Richter in Bremen.
Sohn des Bremer Weinhändlers und Senators Siegmund Tobias Caesar und der Johanna von dem Busch (1769-1853); Studium am Bremer Gymnasium Illustre; Studium der Rechte in Göttingen; 1816 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; 1816 Sachführer in bremischen Gerichten; Gelehrtenreise durch Italien und Frankreich; 1818 Advokat in Bremen; heiratet bald nach 1819 Frühjahr Catharina (Trinchen) Engel Retberg (1794 Okt. 29 - 1873), mit ihr sechs Kinder; 1825 Nov. 30 Senatsarchivar in Bremen; 1832 Dez. 8 Senator in Bremen; tritt 1849 in das neugeschaffene Richter-Collegium über; 1850 Präsident des Richterkollegiums.
558 (S. 30), 791 (S. 110)
Caesar, Siegmund Tobias
(1763 Aug. 28, Bremen - 1838 März 10, Bremen)
Weinhändler und Senator in Bremen.
Sohn des nach Bremen zugewanderten Weinhändlers Clemens Albert Caesar aus Neuwied am Rhein; heiratet die Bürgermeistertochter Johanna von dem Busch (1769-1853); 1794 Jan. 22 Senator in Bremen; 1811-1813 Munizipialrat; 1831 Apr. 25 ehrenvolle Entlassung aus dem Senatsamt.
559 (S. 30), 595/5 (S. 38)

Callisen, Christian Friedrich
(1777-1861)
Studienfreund von Johann Smidt in Jena und Generalsuperindentent im Herzogtum Schleswig.
1798 Mai 14 Studium der Theologie in Jena; 1798 Juli 4 Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; 1799 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Jena; 1799 Sept. 29 theologisches Examen; dreijährige Privatdozentur in der philosophischen Fakultät der Universität Kiel; 1804-1834 Propst der Propstei Hütten mit Sitz in Schleswig; 1835-1848 Generalsuperintendent des Herzogtums Schleswig.
166 (S. 22)

von Canitz, Karl Wilhelm Ernst
(1787 Nov. 17, Kassel - 1850 Apr. 25, Frankfurt an der Oder)
Freiherr; General, Gesandter und Außenminister im Königreich Preußen.
1802-1806 Studium der Rechte und der Staatswissenschaft in Marburg und Göttingen; 1806 Eintritt in die preußische Armee; Generalstabsoffizier Yorcks; heiratet 1809 in Großburg (Schlesien) Auguste von Schmerling (1822-1904); 1822-1829 Adjutant und enger Vertrauter des Kronprinzen Wilhelm; 1829/1830 Sonderbeauftragter bei der preußischen Gesandtschaft in Konstantinopel; 1832-1837 preußischer Gesandter in Kassel; 1837-1841 preußischer Gesandter in Hannover; 1841-1845 preußischer Gesandter in Wien; 1845-1848 preußischer Außenminister; 1848 März 18 Rücktritt; 1849 Mitglied der Zweiten Kammer im Königreich Preußen; 1849 Mai-Juni als Sonderbeauftragter des Königs in Wien; 1849 Juni-Sept. Vorsitzender des Verwaltungsrats der Union, danach endgültiger Rücktritt.
1436 (S. 118)

von Carlowitz auf Oberschöna, Hans Georg
(1772 Dez. 11, Großhartmannsdorf bei Freiberg/Sachsen - 1840 März 18, Dresden)
Wirklicher Geheimer Rat und Innenminister im Königreich Sachsen und Bundestagsgesandter. Studium der Rechte und der schönen Literatur in Leipzig; 1794 Assessor beim Oberhofgericht in Leipzig; heiratet 1801 Jeanette von Schönberg auf Pfaffroda (1780-1826); 1805 Geheimer Finanzrat im Finanzkollegium in Dresden; 1817/1818 Teilnehmer des Dresdner Landtags; 1821-1827 Bundestagsgesandter des Königreichs Sachsen; 1827 Rückkehr nach Dresden; 1828 Beteiligung an der Gründung des "Mitteldeutschen Handelsvereins"; 1828 Ehrenbürger der Stadt Frankfurt am Main; 1831 Minister ohne Portefeuille; 1834 Innenminister im Königreich Sachsen.
528/1 (S. 71), 694 (S. 87)

Castendyk, Bruno Gerhard Wilhelm
(1797 Aug. 24 - 1852)
Dr. med.; Arzt in Bremen und Neffe von Johann Smidt.
Sohn von Gerhard Castendyk (1769-1801) und Gesche Catharina geb. Smidt (1775-1827); 1818-1820 Studium der Medizin in Heidelberg, Tübingen, Stuttgart, Heidelberg und Halle; 1820 Anfang medizinisches Examen an der Universität Jena und Promotion zum Dr. med.; danach Arzt in Bremen; heiratet 1827 Margarethe (Meta) von Post (1808-1845).
230 (S. 52), 228 (S. 52), 207 (S. 196), 326 (S. 199), 483 (S. 208)

Castendyk, Gerhard
(1769 Sept. 23 - 1801 Nov. 23)
Dr. jur.; Advokat und Senator in Bremen, Schwager von Johann Smidt.
1787 Juli 19 Studium am Bremer Gymnasium Illustre; 1789 Apr. 21 Studium der Rechte in Göttingen; 1792 Aug. 30 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; heiratet 1793 Nov. 7 Gesche Catharina Smidt (1775-1827); 1798 Apr. 12 Ratsherr der Stadt Bremen.
469 (S. 16), 470 (S. 16), 225/1 (S. 17), 201/1 (S. 18), 454 (S. 21), 224 (S. 30), 565 (S. 34), 250 (S. 54), 453 (S. 221)

Castendyk, Gesche Catharina (genannt Trinchen) geb. Smidt
(1775 Mai 22, Bremen - 1827 Nov. 10, Bremen)
Ehefrau von Gerhard Castendyk (1769-1801) und Schwester von Johann Smidt.
Tochter des Pastors an St. Stephani, Johann Smidt (1712-1796), und der Johanne Holler (1741-1813); heiratet 1793 Nov. 7 Gerhard Castendyk (1769-1801); 1794 Nov. 10 Geburt der Tochter Catharina Mathilde; 1795 Geburt des Sohnes Johann; 1797 Geburt des Sohnes Wilhelm; 1801 Geburt des Sohnes Hermann; 1801 Tod des Ehemannes; 1805 Mai - 1806 Aug. 1 Reise nach Dresden mit ihren Kindern und Metta Gertrud Rohde; 1814 Sept. Kauf und Bau eines Hauses an der Domsheide 3; lebt 1827 zusammen mit den Söhnen Wilhelm und Hermann in der Osterthorstr. 17; 1827 vierteljähriges Krankenlager mit Todesfolge.
221/1 (S. 1), 222 (S. 15), 470 (S. 16), 469 (S. 16), 225/1 f. (S. 17), 201/1 ff. (S. 18), 454 (S. 21), 224 (S. 30), 565 (S. 34), 428 (S. 44), 228 (S. 52), 229 (S. 61), 2 (S. 138), 124 (S. 152), 1522 (S. 171), 878 (S. 173), 468 (S. 192), 208 (S. 196), Kap.3.d. (S. 196), 609 (S. 208)

Castendyk, Johann Heinrich
(1795 Dez. 29, Bremen - 1833 Dez. 31, Baden-Baden)
Dr. jur.; Amtmann in Bremerhaven und Neffe von Johann Smidt.
Sohn von Gerhard Castendyk (1769-1801) und Gesche Catharina geb. Smidt (1775-1827); 1816 Mai 4 Studium der Rechte in Göttingen; 1818 Apr. 23 Studium der Rechte in Heidelberg; 1818 Sept. Studium der Rechte in Tübingen; 1821 Apr.-Mai Promotion zum Dr. jur. an der Universität Tübingen; 1821 Sept. 8 Staatsprüfung am Oberappellationsgericht in Lübeck; 1827 Mai 18 Wahl zum (ersten) Amtmann in Bremerhaven; 1832 Apr. 18 Gesuch um Entlassung aus dem Amt; bleibt unverheiratet.
220/3 (S. 4), 611/1 (S. 5), 225/2 (S. 17), 201/2 (S. 19), 230 f. (S. 52), 323 (S. 199), 463 (S. 207), 1551 (S. 224)

de Chapeaurouge, Johann (Jean) Dauphin
(1770-1827)
Kaufmann in Hamburg.
Aufenthalt beim Hauptquartier der Alliierten.
638 (S. 74)

de Chaufepié, Johann Heinrich
(1773 Nov. 3, Hamburg - 1855)
Dr. med.; Arzt und Examinator beim Gesundheitsrat in Hamburg.
Sohn des Hamburger Arztes Pierre Samuel de Chaufepié (1730-1784) und der Johanna Amalia Sophia Henriette Haupt; Studium der Medizin und Chirurgie; 1794 Promotion zum Dr. med. an der Universität Halle; Niederlassung als praktischer Arzt in Hamburg; Mitglied mehrerer medizinischer Kommissionen und Gesellschaften im In- und Ausland; 1818 Mitglied der medizinischen Examinationskommission in Hamburg.
167 (S. 74)

Chytraeus, Matthäus
(1579 Apr. 8, Rostock - 1640 Febr. 26)
Lic. jur.; Ratsherr in Bremen und Vorfahr mütterlicherseits von Johann Smidt.
Sohn des Nathanael Chytraeus; Studium der Rechte; Licentiat jur. utr.; heiratet 1811 Heila Wachmann, die Witwe von Diedrich Düsing; mit ihr die Tochter Gertrud Chytraeus, die Großmutter von Heinrich Edzard (1661-1729); 1613 Juni 7 Ratsherr der Stadt Bremen.
822 (S. 188)

Classen, Johannes
(1805 Nov. 21, Hamburg - 1891 Aug. 31, Hamburg). - Dr. phil.; Altphilologe in Kiel und Berlin, Direktor des Gymnasiums in Frankfurt/Main und des Johanneums in Hamburg. Sohn des Hamburger Kaffeemaklers Georg Friedrich Classen und der Maria geb. Wetegrove; Besuch des Hamburger Johanneums und des akademischen Gymnasiums; 1825 Studium in Leipzig; 1826 Herbst Studium in Bonn; 1828 Promotion zum Dr. der Philosophie an der Universität Bonn; 1829 Privatdozent in Bonn; 1831 Privatdozent in Kiel; heiratet Karoline Wattenberg aus Hamburg; 1832 Ostern Oberlehrer und Alumneninspektor am Joachimsthaler Gymnasium in Berlin; 1833 Professor am Katharineum in Lübeck; 1853 Direktor des Gymnasiums in Frankfurt am Main; 1864 Direktor des Johanneums in Hamburg; bedeutender Thukydides-Forscher; 1874 Ruhestand.
1452 (S. 99)

Coch, Hermann Ludwig
([ca. 1774], Lehe bei Bremen - 1794 Sept. 25, Bremen)
Schul- und Studienfreund von Johann Smidt.
Sohn des Leher Advokaten Johann Coch (geb. 1732), Besuch des Bremer Paedagogium; 1790 Juli 15 Studium der Theologie am Bremer Gymnasium Illustre; 1792 Apr. Studium der Theologie in Jena; 1794 Juni 1 Abreise aus Jena zwecks Kuraufenthalt in Driburg; 1794 Sept. 21 abends Ankunft in Bremen.
225/1 (S. 17), 201/1 (S. 18), 255 ff. (S. 22), 565 (S. 34), 227 (S. 61), 160 (S. 103), 67 (S. 133), 12 (S. 177), 44 ff. (S. 221), 453 (S. 221)

Coester, Karl Ludwig Emil
(1787 Apr. 29, Frankfurt am Main - 1853 Apr. 13, Berlin)
Handelsmann, Senator und Bürgermeister in Frankfurt am Main.
Bis 1837 Mitinhaber der Firma Lindheimer & Co. Spezereiwaren, Landesprodukte, Kommission und Spedition; 1828 beteiligt am Abschluss des Mitteldeutschen Handelsvereins in Kassel; 1832-1837 Mitglied der Handelskammer, 1837 Senator in Frankfurt am Main; Vertreter der Stadt bei den Generalkonferenzen des Zollvereins in Berlin; 1849 Jüngerer Bürgermeister, 1851 Schöffe.
1067 (S. 7), 617 (S. 69)

Colquhoun, Patrick
(1745-1820)
Dr. jur.; Stahlhofmeister und Generalkonsul der Hansestädte in London.
1766 Kaufmann in Glasgow, später Präsident der Handelskammer und Publizist; 1815-1820 für Bremen, 1814-1820 für Hamburg und Lübeck Generalkonsul in London.
1343 (S. 81)

(von) Conta, Karl Friedrich Anton
(1778 Dez. 13, Erfurt - 1850 Dez. 27)
Legationsrat und Präsident bei der Landesdirektion im Großherzogtum Sachsen-Weimar.
Studium der Rechte in Erfurt und Jena; 1805 Hofkommissionssekretär in Erfurt; 1807 Jan.- März Legationssekretär des Regierungsrats von Müller auf dessen Mission nach Warschau; danach Gesandter in Wien; 1807 Sept. - 1808 Legationssekretär des Regierungsrats von Müller auf dessen Mission nach Paris; 1815 Geheimer Referendar mit dem Titel des Legationsrats; 1818 Geheimer Legationsrat; nach 1818 Gesandter des Großherzogtums Sachsen-Weimar bei den Zollverhandlungen mit Preußen; im Kultusdepartement zuständig u.a. für die Verwaltung der Universität Jena; 1825 (Wieder-)Verleihung des Familienadelstitels; 1831 Vizepräsident bei der Landesdirektion; 1845 Präsident bei der Landesdirektion; 1849 Sept. Direktor im Departement des Innern.
695 (S. 123)

Coth, Johann Christoph
(1760 Apr. 10 - 1821 Juli 23)
Kaufmann und Senator in Lübeck.
Sohn des Windauer Kaufmanns und Gerichtsvogts Berend Hinrich Coth und der Maria Elisabeth Seel; Ältester der Bergenfahrer in Lübeck; 1802 Okt. 13 Senator in Lübeck; heiratet in erster Ehe Johanna Catharina Krück; heiratet in zweiter Ehe die Tochter von Gabriel Christian Lembcke, Bürgermeister zu Lübeck (diese stirbt 1812 März); 1811 Mit glied des Munizipalrats in Lübeck; 1812 Präsident der Handelskammer in Lübeck; 1813 Senator in Lübeck.
625 (S. 78)

(von) Cotta (von Cottendorf), Johann Friedrich
(1764 Apr. 27, Stuttgart - 1832 Dez. 29, Stuttgart)
Verleger und Buchhändler in Tübingen und Stuttgart.
1782 Apr. 9 Studium der Rechte (auch der Mathematik) in Tübingen; Hofgerichtsadvokat in Tübingen; 1787 Dez. 1 Kauf der Verlagsbuchhandlung seines Großvaters in Tübingen; 1788 Ostern Reise zur Buchhändlermesse in Leizpig; 1799 Gesandter der württembergischen Stände in Paris wegen Unterhandlungen zur Erleichterung der Kontribution; 1802 Reise nach Paris für den Fürsten von Hohenzollern-Hechingen; 1814 mit Bertuch aus Weimar als Vertreter der deutschen Buchhändler auf dem Wiener Kongress; 1815 Abgeordneter des Oberamtsbezirks Böblingen; 1816 am Bundestag wegen Gewährung der Pressefreiheit und der Abschaffung des Nachdrucks; 1817 Verleihung des Titels Geheimer Hofrat durch Preußen; 1817 Nov. 20 Verleihung des Prädikats von Cottendorf durch Württemberg; 1819 Virilstimme für den Grafen von Bissingen-Nippenburg bei der konstituierenden Versammlung für die neue Verfassung Württembergs; 1820 ritterschaftlicher Abgeordneter des Schwarzwaldkreises auf den württembergischen Landtagen; 1821-1830 Mitglied des ständischen Ausschusses; 1822 Sept. 4 Verleihung der erblichen Freiherrnwürde durch König Max Joseph von Bayern; 1826-1830 Vizepräsident der Zweiten Kammer des Landtages; 1829 Jan. Unterhändler für Württemberg und Bayern wegen der Handels- und Zollpolitik; 1811 Umsiedlung des Verlags nach Stuttgart.
1312 (S. 99)

Cotta, Johann Georg
(1796 Juli 19, Tübingen - 1863 Febr. 1, Stuttgart)
Verleger und Buchhändler in Tübingen und Stuttgart.
Sohn des Buchhändlers und Verlegers Johann Friedrich von Cotta (1764-1832); 1815 Mai 17 Studium der Rechte in Heidelberg; 1815 Aug. 24 Studium der Mathematik in Göttingen; Studium in Tübingen; 1817/18 Reise nach Rom; 1819 Legationssekretär der württembergischen Bundestagsgesandtschaft unter Freiherr Karl August von Wangenheim; 1819 Ende Legationssekretär unter August Heinrich von Trott zu Solz bei den Wiener Konferenzen anlässlich des Abfassens der Wiener Schlussakte; 1821 Ausscheiden aus dem diplomatischen Dienst als Legationsrat; Einstieg in den väterlichen Verlag; 1833- 1849 Mitglied der Zweiten Kammer des württembergischen Landtages; Verleihung des Titels Kammerherr durch den König von Bayern.
1397 (S. 100)

Cramer, Johann Jakob
(1771, Zürich - 1855)
Studienfreund von Johann Smidt in Jena und Archidiakon am Großmünster in Zürich.
Studium an der Universität Kopenhagen; 1794 Mai 9 Studium der Theologie in Jena; 1794 Nov. 12 Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; 1797 Herbst - 1798 Frühjahr Studium der Naturwissenschaft und der Medizin in Jena; Professor der Philosophie am Collegium Carolinum in Zürich; 1801 auch Leutpriester in Zürich; 1818 Archidiakon am Großmünster in Zürich.
157 (S. 22), 1428 (S. 100)

Crome, August Friedrich Wilhelm
(1753 Aug. 6, Sengwarden/bei Oldenburg - 1833 Juni 11, Frankfurt am Main)
Lehrer am Philantropinum in Dessau, Professor der Statistik und Kameralistik in Gießen.
1772 Studium der Theologie in Halle; 1774 Erzieher im Haus des Generals von Holtzendorf in Berlin; theologisches Examen in Berlin; bis 1778 Erzieher bei Karl Alexander von Bismarck auf Schönhausen; 1778-1783 Lehrer für Geographie und Geschichte am Basedowschen Philantropinum in Dessau; 1783-1786 Instruktor des Erbprinzen von Dessau; ordentlicher Professor der Statistik und Kameralistik an der Universität Gießen; 1831 Amtsniederlegung.
1162 (S. 100), 1533 (S. 183), 758 (S. 184)

Curdts, Doris geb. Feldhusen
Freundin von Johanne Wilhelmine Smidt geb. Rohde.
370 (S. 201)

Curtius, Carl Georg
(1771 März 7, Lübeck - 1857 Okt. 4, Lübeck)
Dr. jur.; Syndicus in Lübeck und Bundestagsgesandter.
Sohn des Arztes Carl Werner Curtius (1736-1795), der sich 1764 in Lübeck niederlässt; 1790 Ostern Studium der Rechte in Jena, hört auch philosophische Vorlesungen bei Karl Reinhold; 1794 Promotion an der Universität Jena; 1794 Rückkehr nach Lübeck und Niederlassung als Advokat; 1798 Aktuar des Niedergerichts in Lübeck; 1800-1801 Beiträger im Hanseatischen Magazin; 1801 Mai 23 zweiter Syndicus in Lübeck; 1802 Ernennung zum ersten Syndicus des Rats in Lübeck; heiratet 1803 Apr. 14 in Lübeck Dorothea Catharina geb. Plessing (1783-1851); 1806 Sept. 5 - Okt. 15 Vertreter Lübecks bei der Hanseatischen Konferenz in Lübeck; 1811 Juli Mitglied des französischen Obergerichts in Hamburg; 1813 März erster Syndicus in Lübeck; 1822, 1828, 1832, 1836, 1840 und 1844 Gesandter der Freien Stadt Lübeck am Bundestag.
1051 (S. 9), 1057 (S. 11), 605/2 (S. 12), 595/6 (S. 38), 595/2 (S. 38), 526/1 (S. 39), 528/3 (S. 72), 432 (S. 79), 456 (S. 80), 1149 (S. 85), 624/2 ff. (S. 87), 738 (S. 157)

Curtius, Dorothea (genannt Dora) Catharina geb. Plessing
(1783 Apr. 22, Lübeck - 1851 Jan. 26, Lübeck), Ehefrau von Carl Georg Curtius (1771-1857)
Tochter des Lübecker Kaufmanns und Bürgermeisters Johann Philipp Plessing (1741-1810) und der Margareta Elisabeth geb. Küsel; heiratet 1803 Apr. 14 in Lübeck Carl Georg Curtius, mit ihm vier Söhne.
371 (S. 201)

Curtius, Theodor
(1811 März 6, Lübeck - 1889 Okt. 25, Lübeck )
Dr. jur.; Prokurator am Oberappellationsgericht, Senator und Bürgermeister in Lübeck.
Sohn von Carl Georg Curtius (1771-1857) und Dorothea geb. Plessing (1783-1851); Besuch des Lübecker Katharineums; 1829 Herbst Studium der Rechte in Göttingen; 1832 Frühjahr Studium der Rechte in Heidelberg; 1833 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Heidelberg; danach ein weiteres Studienjahr in Göttingen; 1834 Staatsexamen vor dem Oberappellationsgericht und Niederlassung als Advokat in Lübeck; 1838-1846 Prokurator am Oberappellationsgericht; heiratet 1838 Juni 22 in Lübeck Sophie Charlotte Petit (1812- 1841); heiratet 1843 Mai 30 in Lübeck in zweiter Ehe Dina Cäcilie von Schlözer (1820- 1904), mit ihr 2 Töchter und 4 Söhne; 1846 Febr. 23 Senator in Lübeck; 1847-1848 Mai Bundestagsgesandter; 1869-1870, 1873-1874 und 1877-1878 vorsitzender Bürgermeister in Lübeck; 1885 Ruhestand.
1055 (S. 10), 605/4 (S. 12), 1229 f. (S. 79), 432 (S. 79), 1223 (S. 88), 1224 (S. 89)


Dammert, Johann Ludwig
(1788, Hameln - 1855, Hamburg)
Dr. jur., Ratsherr und Bürgermeister in Hamburg.
1817 Sept. 5 Ratsherr in Hamburg; 1843 Nov. 27 - 1855 Jan. 25 Bürgermeister in Hamburg; verheiratet mit Cornelia Wilhelmine Amsinck (1800-1861), der Tochter von Paul Amsinck.
632 (S. 74)

Danz, Johann Ernst Friedrich
(1759 Jan. 17, Gedern in Hessen-Darmstadt - 1838 Jan. 2, Frankfurt am Main)
Dr. jur.; Syndicus in Frankfurt am Main und Bundestagsgesandter.
Sohn des stolbergischen Regierungsdirektors in Geldern, Friedrich Georg Danz (1713- 1782); Studium der Rechte; 1785-1792 fürstlich-wiedischer Regierungsrat zu Neuwied; 1793 Kanzleirat in Frankfurt am Main und im gleichen Jahr Syndicus in Frankfurt am Main; bis 1806 bei den Kriegsdeputationen tätig; 1806-1813 Rat am Oberappellationsgericht; seit 1814 Schöffe; 1814-1815 Vertreter Frankfurts am Main auf dem Wiener Kongress; 1816 parallel als Appellationsgerichtsrat, als Syndicus und Schöffe tätig, außerdem 1816-1833 Bundestagsgesandter der Stadt Frankfurt am Main; 1834 Gerichtsschultheiß in Frankfurt am Main; 1837 Sommer Resignation.
528/4 (S. 71), 624/1 (S. 88), 614 (S. 89)

Delius, Everhard
(1777 März 10, Versmond - 1866 Dez. 24, Bremen)
Überseekaufmann und Eltermann in Bremen.
Sohn des aus dem westfälischen Dissen stammenden Pastors Friedrich Adolf Delius (1743-1816); wandert 1795 nach Bremen ein; Mitarbeiter in der von seinem Onkel Arnold Delius und seinem Bruder Christian Friedrich Delius gegründeten amerikanischen Handlung; 1800 Teilhaber des Bruders in Nachfolge ihres Onkels Arnold Delius; heiratet in erster Ehe seine Cousine Caroline Henriette Delius (1779-1810), mit ihr den Sohn Eduard Delius (1803-1891); heiratet in zweiter Ehe Magdalena Gloystein (1793-1833); 1816 Sept. 23 Eltermann in Bremen.
241 (S. 63), 1003 (S. 155)

Delius, Nikolaus
(1813 Sept. 19, Bremen - 1888 Nov. 18, Bonn)
Dr. phil. et habil., Redakteur der Bremer Zeitung und Professor der Anglistik in Bonn.
Sohn des Everhard Delius (1777-1866); Studium der Sprachwissenschaften in Bonn und Berlin; 1838 Promotion in Bonn; habilitiert sich 1841 in Berlin über Sanskrit; 1844-1845 Redakteur der Bremer Weser-Zeitung; 1846 Privatdozent in Bonn; Veröffentlichung einer Shakespeare-Ausgabe; 1855 außerordentlicher, 1866 ordentlicher Professor der Anglistik Bonn; bleibt unverheiratet.
1206 (S. 100)

Deneken, Anton Erich
(geb. 1772 Mai 22)
Jugendfreund von Johann Smidt und Bierbrauer in Bremen.
Sohn des Eberhard Deneken (1732-1785), des Bauherrn an St. Stephani, und der Metta Falck (geb. 1746), Bruder des Eberhard Deneken (geb. 1784); 1796 Sept. Erwerb des Bremer Bürgerrechts.
251 (S. 23), 67 (S. 133)

Deneken, Arnold Gerhard
(1759 Mai 17, Bremen - 1836 Dez. 27, Bremen)
Dr. jur.; Advokat und Senator in Bremen.
1776 Jan. 18 Studium der Rechte am Bremer Gymnasium Illustre; 1778 Apr. 30 Studium der Rechte in Göttingen; 1781 Michaelis Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; halbjähriger Aufenthalt in Wetzlar; Reise durch Süddeutschland und die Schweiz; 1782 Herbst Advokat in Bremen; 1785 März 30 Senator in Bremen; heiratet 1785 die Bürgermeisterstochter Adelheid Margarethe von dem Busch; Gründungsmitglied der Literarischen Gesellschaft in Bremen; 1811-1813 Tribunalrichter, danach wieder Senator.
1054 (S. 10), 605/5 (S. 12), 561 (S. 30), 528/3 (S. 72), 156 (S. 108), 1153 (S. 159), 96/1 (S. 178), 96/4 (S. 179), 86/3 (S. 181)

Dieterici, Karl Friedrich Wilhelm
(1790 Aug. 23, Berlin - 1859 Juli 29, Berlin)
Geheimer Oberregierungsrat, Professor der Staatswissenschaften in Berlin und Leiter des statistischen Bureaus im Königreich Preußen.
Sohn des Berliner Buchdruckers und Verlegers Wilhelm Dieterici (1758-1837) und der Eva Sophia geb. Haacke verw. Liebenow (1766-1828); Studium der Staatswissenschaft in Königsberg und Berlin; Teilnahme an den Freiheitskriegen als Ingenieur-Geograph; 1816 Eintritt in den Potsdamer Staatsdienst; heiratet 1819 Wilhelmine von Wedell (1796-1873), mit ihr vier Söhne und vier Töchter; 1820 Hilfsarbeiter im preußischen Kultusministerium; seit 1831 Geheimer Oberregierungsrat; 1834 Professor für Staatswissenschaften in Berlin und 1844 Direktor des statistischen Büros; 1847 Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften; 1848 Mitglied der Ersten Preußischen Kammer.
1348 (S. 118)

(von) Dohm, Christian Conrad Wilhelm
(1751 Dez. 11, Lemgo - 1820 Mai 29)
Minister des Auswärtigen, Gesandter und Gelehrter im Königreich Preußen.
Studium der Theologie in Leipzig; Pagenhofmeister am Hof des Prinzen Ferdinand in Berlin; 1774 Studium an der Universität Göttingen; 1776-1779 Professor am Collegium Carolinum in Kassel; 1779 Geheimer Archivar in Berlin; seit 1779/1783 im Ministerium des Auswärtigen in Berlin; heiratet 1780 Anna Henr. Elis. Helwing (1762-nach 1808); 1786 Erhebung in den Adelsstand; Vertretung Preußens als bevollmächtigter Minister am kurkölnischen Hof in Köln und als Gesandter beim niederrheinisch-westfälischen Kreis in Köln und Aachen; Kommissar des Reichskammergerichts in Wetzlar; 1796 preußischer Gesandter auf dem Hildesheimer Kongress; 1798-1799 preußischer Gesandter auf dem Rastatter Kongress; 1797 Ehrenbürger der Stadt Bremen; während der Franzosenherrschaft Leiter der Verwaltung in der Provinz Erfurt-Eichsfeld; Berufung nach Paris durch König Jerôme von Westfalen; danach im Ministerium des Auswärtigen in Kassel; bis 1820 Gesandtschaft in Dresden; 1820 preußischer Kammerpräsident in Heiligenstadt; Lebensabend auf seinem Gut Pustleben bei Nordhausen.
741 (S. 119)

Donandt, Ferdinand
(1803 Juni 3, Bremen - 1872 März 1, Bremen)
Dr. jur.; Rechtsanwalt, Richter und Senator in Bremen.
Studium der Rechte; Promotion zum Dr. jur.; 1825 Staatsprüfung vor dem Oberappellationsgericht in Lübeck; danach Rechtsanwalt; 1833-1839 Redakteur der Bremer Zeitung; 1848 Apr. 19 - 1851 Sept. 13 Vizepräsident der Bürgerschaft; 1849 Mai 5 Richter in Bremen; seit 1852 Mai 14 Präsident der Bürgerschaft; 1852 Mai 26 Senator in Bremen; heiratet Anna Marie Friederike Gildemeister, eine Enkelin des Senators Johann Gildemeister (1753-1837).
548 (S. 30)

Doormann, Hermann
(1752 Aug. 26, Hamburg - 1820 März 4)
Dr. jur.; Advokat und Syndicus in Hamburg.
Sohn des Bürgermeisters Frans Doormann und der Anna Elisabeth geb. Steetz; Besuch des Hamburger Johanneums; 1773 Besuch des Hamburger Gymnasiums; Studium der Rechte; 1776 Aug. 28 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; Advokat in Hamburg; heiratet 1781 März 7 Johanna Maria Bolten, die Tochter des Physikus Joachim Friedrich Bolten, mit ihr einen Sohn (stirbt mit 9 Jahren) und zwei Töchter; 1791 Apr. 12 Syndicus in Hamburg; 1806 Sept. 5 - Okt. 15 Vertreter Hamburgs auf der Hanseatischen Konferenz in Lübeck.
640 (S. 74)

Dräseke, Johann Heinrich Bernhard
(1774 Jan. 18, Braunschweig - 1849 Dez. 8, Potsdam)
Dr. theol.; Pastor an St. Ansgari in Bremen und Superintendent in Magdeburg.
Sohn von Johann Villmar Dräseke (1742-1810) und Johanna Catharina Kuhlmann; 17jährig Studium der Theologie an der Universität Helmstedt; 1795 Aug. 16 Ordination in Ratzeburg; 1795 Aug. 23 - 1804 Hauptpastor in Mölln; heiratet 1795 Sept. 24 Caroline Rautenberg (geb. 1778), mit ihr zwei Söhne und sechs Töchter; 1804 Pfarrer in Ratzeburg; 1814 Okt. 13 - 1832 Pastor an St. Ansgari in Bremen; 1817 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Jena; 1829 Kirchenrat im Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha; 1832 Verleihung des Ehrenbürgerrechts der Stadt Bremen; 1832 Ostern - 1843 Generalsuperintendent in Magdeburg mit dem Titel eines evangelischen Bischofs; 1843 März 31 Entlassung nach Rücktrittsgesuch; Altersruhe in Potsdam.
554 (S. 29), 523/3 (S. 42), 589 (S. 49), 298 (S. 52), 644 (S. 91), 1460 (S. 131)

Dresler, Johann Karl Jakob
(1780, Herborn - 1809)
Studienfreund von Johann Smidt in Jena und Kanzleisekretär.

Droege, John Albert
(1805-1854)
Überseehändler und britischer Konsul in Bremen, Mitglied der Nationalversammlung
Sohn des Bremer Kaufmanns Johann Albert Droege; kaufmannische Ausbildung in Bremen; 1820 Gründung eines Überseehandelsgeschäfts in Mexikon; 1835 Überseehändler in Bremen; 1848 Mai 18 - 1849 Apr. 4 Mitglied der Nationalversammlung für den Wahlkreis Bremervörde; 1849 Teilnahme an den Gothaer Versammlungen; 1851 britischer Konsul in Bremen.
1235 (S. 80)

Droste, Franz Friedrich
(1753 Juni 5 - 1817 Jan. 20, Bremen)
Dr. jur.; Obergerichtsprokurator und Senator in Bremen.
Studium der Rechte; Promotion zum Dr. jur.; 1776 Obergerichtsprokurator; 1796 Sept. 29 Senator in Bremen; heiratet die Kaufmannstochter Maria Menken (1762-1839).
344 (S. 30)

Droste, Franz Friedrich
(1784 Sept. 3, Bremen - 1849 Sept. 21, Bremen)
Dr. jur.; Advokat und Senator in Bremen.
Sohn des Senators Franz Friedrich Droste (1753-1817) und der Maria Menken (1762-1839); Studium der Rechte in Göttingen und Heidelberg; danach Advokat in Bremen; 1811-1813 Geschäftsführer des öffentlichen Schulzen, 1814 März 26 Diplom eines Dr. jur. durch die Universität Göttingen, 1815 Auditeur beim Bremer Militär; 1817 Jan. 29 Senator in Bremen; heiratet die Kaufmannstochter Anna Eleonora Miesegaes.
344 (S. 30), 562 f. (S. 31), 595/9 (S. 39), 523/4 (S. 42), 524/2 (S. 59), 1369 (S. 121)

Duckwitz, Arnold
(1802 Jan. 27, Bremen - 1881 März 19, Bremen)
Dr. jur. h.c.; Überseehändler mit Häuten, Eltermann und Senator in Bremen.
Sohn des Kaufmanns und Lederfabrikanten Arnold Duckwitz (1746-1807) und der Gesine Bagelmann (1760-1839); Lehrlingszeit in Bremen; danach seit 1823 Übernahme kaufmännischer Stellungen in England und Antwerpen; 1826 Rückkehr nach Bremen; 1828 Gründung eines eigenen Geschäfts in Bremen, Handel mit amerikanischen Häuten; heiratet 1831 die Kaufmannstochter Maria Borchers (1810-1877), mit ihr fünf Söhne und sieben Töchter; 1839 Präsident der Bürgerschaft; 1840 Nov. 2 Eltermann in Bremen; 1841 Febr. 16 Senator in Bremen; 1848 Mitglied des Fünfziger-Ausschusses des Vorparlaments, danach Sachverständiger beim volkswirtschaftlichen Ausschuss der Nationalversammlung in Frankfurt am Main; 1848 Aug. 19 Ausscheiden aus dem Senatsamt wegen seiner Ernennung zum Reichsminister des Handels bei der provisorischen Zentralregierung in Frankfurt am Main; 1848 Okt. Übertragung des Marinedepartements; Rückkehr nach Bremen; 1849 Okt. 1 Wiederwahl zum Senator; 1857 Mai 13 - 1863 Bürgermeister in Bremen; 1863 Teilnahme am Frankfurter Fürstentag als Präsident des Senats; 1866-1869 Bürgermeister in Bremen; 1875 Apr. 19 Ausscheiden aus dem Senatorenamt aus Altersgründen.
1068 (S. 7), 1052 (S. 9), 1053 (S. 9), 1051 (S. 9), 1056 (S. 10), 1057 (S. 11), 1106 ff. (S. 31), 1041 (S. 183), 1022 (S. 183), 1603 (S. 212)

von Dungern, Emil August Victor
(1802 Okt. 29, Weilburg - 1862 Aug. 3, Frankfurt am Main)
Freiherr; Staatsminister im Herzogtum Nassau und Bundestagsgesandter.
Studium der Rechte in Heidelberg und Göttingen; 1824 Eintritt in den nassauischen Staatsdienst in Wiesbaden; heiratet 1829 in erster Ehe Charlotte Freiin Marschall- Bieberstein (1810-1832); 1832 Ministerialrat; 1833 Kammerherr; heiratet 1834 in zweiter Ehe deren Schwester Dorette von Marschall-Bieberstein (1808-1888); 1840 Ministerialkanzleidirektor; 1842 Geheimer Rat; 1843-1848 dirigierender Staatsminister in Nassau; 1848-1851 wohnhaft im Weilburger Elternhaus; 1850-1851 nassauischer Bevollmächtigter bei der Dresdner Konferenz; dann Bundestagsgesandter für Nassau und Braunschweig.
139 (S. 66), 1286 f. (S. 90)

Duntze, Michael
(1779 Febr. 28 - 1845 Sept. 14)
Dr. jur.; Gerichtsaktuar, Senator und Bürgermeister in Bremen.
Sohn des Bremer Kaufmanns Johann Duntze; Studium der Rechte in Marburg, Jena und Göttingen; 1806 Okt. 2 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; kurze Berufspraxis als Gerichtsaktuar; 1807 Juni 20 Senator in Bremen; 1813 Präfektur-Rat im Departement der Wesermündungen; danach wieder Senator; 1824 Juli 15 Bürgermeister in Bremen.
556 f. (S. 31), 441/2 (S. 36), 571 (S. 45), 1508 (S. 211)

von Dusch, Alexander Anton
(1789 Jan. 27, Neustadt an der Weinstraße - 1876 Okt. 27, Heidelberg)
Staatsminister im Großherzogtum Baden und Bundestagsgesandter.
1794 in Mannheim; 1807-1810 Studium der Rechte in Heidelberg; 1810-1813 Rechtspraktikant in Mannheim; Kreisassessor in Villingen; 1815 Berufung zum Finanzminmister in Karlsruhe; heiratet 1817 Maria Anna von Weiler (1787-1858); 1819 Legationsrat im Departement für auswärtige Angelegenheiten; 1824 als Geheimer Legationsrat Mitglied des Oberzensurkollegiums; 1826 Vertreter Badens als Geschäftsträger bei der Schweizer Eidgenossenschaft; seit 1828 badischer Ministerresident in der Schweiz; 1835 zusätzlich Ministerresident Badens in München; 1838 Bundestagsgesandter Badens in Frankfurt am Main; 1843 Nov. - 1849 März Leitung des Ministeriums des Großherzoglichen Hauses Baden und der auswärtigen Angelegenheiten; 1851/1852 Abgeordneter für Heidelberg in der Zweiten Kammer der badischen Landstände.
1609 (S. 6), 676 (S. 90)

Ebeling, Christoph Daniel
(1741 Nov. 20, Garmissen bei Hildesheim - 1817 Juni 30, Hamburg)
Professor für Geschichte und griechische Sprache sowie Stadtbibliothekar in Hamburg.
1763-1767 Studium der Theologie und der Sprachen, der Geographie und Geschichte in Göttingen; 1767-1769 Hofmeister in Leipzig; 1769 Spezialaufseher und seit 1771 Vorsteher an der Handlungsakademie in Hamburg; 1784 Professor der Geschichte und der griechischen Sprache am Hamburger Akademischen Gymnasium; 1799 zugleich Bibliothekar der Stadtbibliothek, deren Leitung er bis zu seinem Tode inne hat; bleibt ledig.
807 (S. 75)

Edzard, Heinrich
(1661 Okt. 23, Bremen - 1729 Apr. 13, Aurich )
Dr. jur.; Hofgerichtsassessor in Aurich und Vorfahr von Johann Smidt.
Sohn des Ratsherrn Jacob Edzard (1626-1682) und seiner Ehefrau Kunigunde geb. Meier (1639-1685); 1686 Juni 8 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Basel, 1702 Assessor des höchsten Landgerichts zu Aurich; heiratet in erster Ehe Anna Abraham; heiratet 1711 Okt. 6 Catharina Klugkist verw. (Heinrich) Meier (1680-1725), mit ihr die Tochter Gesche Catharina Holler geb. Edzard (1716-1771), die Großmutter mütterlicherseits von Johann Smidt.
826 ff. (S. 188), 830 (S. 189), 823 (S. 190)

von Eelking, Max
(1782 Juni 4, Bremen - 1857 Aug. 19, Bremen)
Freiherr; Dr. jur.; Oberst der Bürgerwehr in Bremen.
Sohn des Bremer Syndicus Johann von Eelking (1748-1806) und der Almata geb.
Dwerhagen (1748-1829); 1816 Major in Bremen, in dieser Stellung Generaladjutant und seit 1831 Kommandeur der Bürgerwehr; heiratet 1816 Jan. 14 Susanne Margarethe Miesegaes (1783-1861); 1850 Ruhestand.
605/2 (S. 12), 369 (S. 52), 465 (S. 207)

von Eelking, Meta
(1777 Juni 5, Bremen - 1840 Febr. 18)
Stifts- und Hofdame.
Tochter des Bremer Syndicus Johann von Eelking (1748-1806) und dessen Frau Almata geb. Dwerhagen (1748-1829), 1798 Erziehung im Hamburger Institut der Karoline von Rudolphi; danach Erzieherin einer Prinzessin von Sonderburg und Hofdame bei der Herzogin von Augustenburg; geht mit dieser nach Arnstadt in Thüringen; bleibt unverheiratet.
373 (S. 201)

Ehmck, Dietrich Rudolf
(1836 Jan. 13 - 1908 März 17)
Dr. phil.; Senatssekretär und Senator in Bremen.
1855-1858 Studium der Geschichte in Jena und Berlin; 1863 Senatssekretär; 1875 Senator; 1907 Nov. 5 Entlassung aus dem Senatorenamt wegen schwerer Erkrankung.
1216 (S. 67), 1046 (S. 158)

Eichhorn, Johann Albrecht Friedrich
(1779 März 2, Wertheim/Main - 1856, Jan. 16, Berlin)
Dr. jur. h.c. et. Dr. theol.; Außenminister und Kultusminister im Königreich Preußen.
1796-1799 Studium der Rechte in Göttingen; danach Hofmeister der Familie Auer bei Kleve; 1800 Auskulator bei der preußischen Regierung in Kleve; 1810 Kammergerichtsrat und 1811 zugleich Syndicus der neugegründeten Universität in Berlin; heiratet 1811 Amalie Sack (1783-1862), mit ihr zwei Söhne und drei Töchter; 1811-1813 Generalprokurator in Hamburg; 1813-1815 Mitarbeiter im Zentralverwaltungsrat der verbündeten Mächte; 1815 Mitwirkung in der Verwaltung der besetzten französischen Provinzen; 1816 Geheimer Legationsrat im Außenministerium des Königreichs Preußen; seit 1817 auch Mitglied des neu errichteten Staatsrates; 1831-1840 Direktor der zweiten Abteilung des auswärtigen Ministeriums im Königreich Preußen; 1837 Ernennung zum Dr. jur. h.c. durch die Universität Göttingen; 1840 Okt. 8 Kultusminister im Königreich Preußen; 1849 März Rücktritt; 1855 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Göttingen.
725 f. (S. 119)

Eichmann, Cornelie geb. Wedeke
(1795 Febr. 4, Königsberg/Preußen - 1849 Sept. 17, Bad Bertrich)
Ehefrau von Franz August Eichmann (1793-1879).
Tochter des Königsberger Theologieprofessors und Oberhofpastors Johann Christian Wedeke; heiratet 1823 Nov. 28 Franz August Eichmann (1793-1879), mit ihm zwei Söhne.
1416 (S. 119), 309 (S. 201)

Eichmann, Franz August
(1793 März 29, Berlin - 1879 Aug. 14, Berlin)
Dr. jur. h.c.; Finanzminister und Präsident der Oberrheinprovinz im Königreich Preußen.
Sohn des Kriegs- und Domänenrats Franz Friedrich Eichmann (1756-1824) und der Lucie Justine Friederike geb. Bamberger; Besuch des Joachimthalschen Gymnasiums in Berlin; 1810-1813 Studium der Rechte in Göttingen und Heidelberg; 1813-1815 Teilnahme an den Befreiungskriegen; 1815 Auskulator beim Stadtgericht in Berlin; 1817 Referendar beim Kammergericht; 1819 Assessor in Stettin; 1822 Oberlandesgerichtsrat in Marienwerder; heiratet 1823 Nov. 28 Cornelia Wedeke (1795-1849); 1824 Kammergerichtsrat und bald darauf Vortragender Rat im Finanzministerium; 1835 Justitiarius und Vortragender Rat im preußischen Finanzministerium; 1836 Geheimer Ober-Finanzrat im Königreich Preußen; 1840 Direktor der Zweiten Wirtschaftspolitischen Abteilung im Ministerium des Auswärtigen und Wirklicher Geheimer Legationsrat; 1842 Mitglied der Gesetzgebungs- Revisionskommission; 1845 preußischer Oberpräsident der Rheinprovinz; 1848 Sept. 21 - Nov. 1 Minister des Innern im Königreich Preußen; danach erneut Oberpräsident; 1850- 1868 Oberpräsident der Provinz Preußen; heiratet in zweiter Ehe Katharina Freiin von Schrötter (1818-1868); 1853 Wirklicher Geheimer Rat; 1858 Ernennung zum Dr. jur. h.c.; 1859 Dienstausschied.
605/6 (S. 12), 605/4 (S. 12), 1416 f. (S. 119), 309 (S. 201)

Eigenbrodt, Reinhard
(1799-1866)
Geheimer Staatsrat und Innenminister im Großherzogtum Hessen-Darmstadt. Bevollmächtigter bei der Provisorischen Zentralgewalt; heiratet Alexandrine von Stockhausen.
1299 (S. 123)

Eilers, Gerd
(1788 Jan. 30, Grabstede/Oldenburg - 1863 Mai 4, Saarbrücken)
Lehrer in Bremen, Schul- und Regierungsrat in Koblenz sowie Geheimer Rat im Kultusministerium des Königreichs Preußen.
Studium der Theologie; Hofmeister; seit 1810 in Heidelberg und Göttingen; 1817 März 26 Ernennung zum Lehrer an der Hauptschule in Bremen; Erzieher des Hermann Theodor Castendyk in Bremen; 1819 Febr. Ende Ruf als Lehrer und Gymnasialdirektor nach Kreuznach; heiratet 1819 Juli 29 in Frankfurt am Main; 1833 Schul- und Regierungsrat in Koblenz; 1841 Geheimrat im preußischen Kultusministerium; 1848 Entlassung; Gründung eines Erziehungsinstituts in Freiimfelde bei Halle; 1857 Aufgabe des Instituts.
225/2 (S. 17), 441/2 (S. 36), 1385 f. (S. 100), 466 (S. 207)

von Eisendecher, Wilhelm
(1803 Mai 24, Hannover - 1880 März 3, Wiesbaden)
Dr. jur.; Staatsrat im Großherzogtum Oldenburg und Bundestagsgesandter, auch der Häuser Schwarzenburg und Anhalt.
1822-1825 Studium der Rechte in Göttingen; 1825-1826 Studium der Rechte in Heidelberg; 1828 Promotion in Heidelberg; Rückkehr nach Göttingen; Vorleser des alten Herzogs Peter Friedrich Ludwig von Oldenburg und bald Vertrauensmann des Erbgroßherzogs Paul Friedrich August; 1830 Kabinetts- und Privatsekretär; 1833 zweites juristisches Examen; 1836 Ernennung zum Hofrat; 1846 Geheimer Referendar; heiratet die Bremer Senatorentochter Caroline Dorothea Elisabeth Hartlaub (1820-1875); 1849 Dez. 11 Staatsrat mit Übernahme des Departements des Großherzoglichen Hauses und des Auswärtigen; 1850-1851 Bevollmächtigter des Großherzogtums Oldenburg bei der Dresdner Konferenz; 1851 neben dem Ministeramt auch Bundestagsgesandter des Großherzogtums Oldenburg; bald auch Gesandter der Häuser Schwarzenburg und Anhalt bis 1866 zur Auflösung des Bundestages.
1054 (S. 10), 1056 (S. 10), 1308 (S. 90), 904 (S. 186)

Eisenträger, Franz Christian
(1768 Jan. 11, Bremen - 1796 Apr. 26)
Pastor der reformierten Gemeinden in Frankfurt am Main und Worms.
Sohn des Kaufmanns Reinhard Eisenträger; 1785 Juli 21 Studium der Theologie am Bremer Gymnasium Illustre; 1790 Apr. 19 Studium der Theologie in Duisburg; 1793 Pastor in Frankfurt am Main; 1793 Dez. Ende reformierter Pastor in Worms.
257 (S. 100)

Elder, Peter Ludwig
(1798 Nov. 27 - 1881)
Dr. jur.; Syndicus in Lübeck.
1844 Jan. 31 Syndicus in Lübeck.
605/4 (S. 12), 432 (S. 79), 1231 (S. 79), 1229 (S. 79), 1223 (S. 88)

von Eyben, Friedrich
(1770 Apr. 24 - 1825 Nov. 6)
Graf; Geheimer Rat im Königreich Dänemark und Bundestagsgesandter wegen des Herzogtums Holstein-Lauenburg.
Sohn des holsteinischen Kanzlers und dänischen Gesandten in Hamburg, Adolph Gottlieb von Eyben (1741-1811), und der Henriette Tugendreich geb. von Rachel (1747-1778); 1793 Kandidat der Jurisprudenz; heiratet 1803 Dorothea Caroline Elisabeth von Veltheim (1776-1811 Mai 8), mit ihr den Sohn Friedrich Adolph Gottlieb (1805-1889) und die Tochter Adelheid Henriette Louise Caroline (1808-1882); seit 1815 Gesandter am Bundestag; 1817 Okt. 17 dänischer "lensgreve".
742 (S. 9)


von Falcke, Georg Friedrich
(1783 Aug. 7, Hannover - 1850 Sept. 20, Hannover); Freiherr; Dr. jur. h.c.; Geheimer
Kabinettsrat im Außenministerium des Königreichs Hannover.
Sohn des Geheimen Konsistorialrats und Bürgermeisters der Altstadt Hannover, Ernst Friedrich Hector von Falcke; bis 1804 Studium der Rechte in Göttingen; danach Auditor bei der Justizkanzlei in Hannover; 1811 Substitut des Procureur general am Appellationshof in Hamburg; 1813 Rückkehr in den hannoverschen Justizdienst; 1814 Hof- und Kanzleirat; 1820-1828 Mitglied der "Zentraluntersuchungskommission" des Deutschen Bundes; 1821 auch Oberappellationsrat in Celle; 1825 Kanzleidirektor in Stade; 1828 Geheimer Kabinettsrat und Vortragender Rat im auswärtigen Ministerium im Königreich Hannover; 1832 Mai Erhebung in den Adelsstand; 1837 Ernennung zum Dr. jur. h.c. durch die Universität Göttingen; 1844 Leitung des Kabinetts und des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten.
1116 (S. 60), 657 f. (S. 112), 1315 (S. 115)

Fallenstein, Georg Adrian Ehrenhold Friedrich
(1790 Sept. 2, Kleve - 1853 Dez. 31, Heidelberg)
Dr. jur.; Regierungsrat in Koblenz und Geheimer Finanzminister im Königreich Preußen, politischer Schriftsteller.
Heiratet 1810 in erster Ehe Elisabeth Benecke (1792-1831), mit ihr sechs Kinder; 1813 Leutnant im Freikorps Lützow; 1816 Regierungssekretär in Düsseldorf; 1832 Regierungsrat in Koblenz; heiratet 1835 in zweiter Ehe Carolina Louisa Emilia Souchay (1805-1881); 1842 Geheimer Finanzrat im Finanzministerium in Berlin; 1845 Pension auf eigenen Wunsch; Mitarbeit an dem von Georg Hassel hrsg. Genealogisch-historisch-statistischen Almanach auf das Jahr 1846 in Weimar; danach in Heidelberg.
750 (S. 119)

von Feuerbach, Paul Johann Anselm
(1775 Nov. 17 - 1849 Sept. 3, Frankfurt am Main)
Ritter; Dr. phil. et Dr. jur.; Professor der Rechte in Kiel und Präsident des Appellationsgerichts in Ansbach.
Studium der Philosophie in Jena; 1795 Promotion zum Dr. phil.; 1796 Studium der Jurisprudenz; 1799 Promotion zum Dr. jur.; 1799 Lehrtätigkeit in Jena im Fach Jurisprudenz; heiratet Wilhelmine Tröster; 1801 Professor für Strafrecht in Kiel; 1804 Professor der Rechte an der Universität Landshut; 1805 Mitglied des Justizministeriums in München; 1808 Mitglied des Geheimen Rats in Bamberg; 1814 Richter am Appellationsgericht in Bamberg; 1817 erster Präsident des Appellationsgerichts in Ansbach.
744 (S. 101)

(von) Fichte, Immanuel Hartmann
(1796 Juli 18, Jena - 1879 Aug. 8).
Dr. phil.; Professor der Philosophie in Bonn und Tübingen, Patensohn von Johann Smidt.
Sohn von Johann Gottlieb Fichte (1762-1814) und Johanna Maria Fichte geb. Rahn (1755-1819).
170 (S. 101), 1383 (S. 101), 171 (S. 101)

Fichte, Johann Gottlieb
(1762 Mai 19, Rammenau in der Oberlausitz - 1814 Jan. 29, Berlin)
Professor der Philosophie in Jena und Rektor der Universität Berlin.
Sohn eines Leinewebers; Schulbesuch in Meißen, 1774 Okt. - 1780 Schulbesuch in Schulpforta; 1780 Herbst Studium der Theologie an der Universität Jena; 1784-1787 Privatunterricht zwecks Lebensunterhalts in verschiedenen sächsischen Orten; 1788 Mai 18 Angebot einer Hauslehrerstelle in Zürich durch Dichter Weiße; 1788 Sept. 1 - 1793 Hauslehrertätigkeit in unterschiedlichen Orten; heiratet 1793 Okt. 22 die Kaufmannstochter Johanna Maria Rahn; 1793 Ende - 1799 Professor der Philosophie an die Universität Jena; 1796 Juli 18 Geburt des Sohnes Immanuel Hermann, dessen Taufpate Johann Smidt wird; Herausgabe des Philosophischen Journals zusammen mit Niethammer; 1799 Privatvorlesungen in Berlin; 1805 Professor der Philosophie an der preußischen Universität Erlangen; 1806-1807 Professor für Philosophie an der preußischen Universität Königsberg; 1807-1808 Vorlesungen an der Universität Berlin; 1809 Dekan der philosophischen Fakultät der Universität Berlin; 1810 erster gewählter Rektor der Universität Berlin; 1812 Febr. Entlassung aus dem Rektorenamt auf eigenes Gesuch.
225/1 (S. 17), 201/1 (S. 18), 174 (S. 23), 253 (S. 25), 140 (S. 25), 193 (S. 27), 190 (S. 27), 523/5
(S. 41), 227 (S. 61), 170 (S. 101), 171 (S. 101), 114 (S. 134), 62 (S. 142)

Fichte, Johanna Maria geb. Rahn
(1755-1819)
Ehefrau von Johann Gottlieb Fichte (1762-1814).
171 (S. 101), 170 (S. 101)

Fischer, Johann Rudolph
(1772, Langenthal/Schweiz - 1800)
Studienfreund von Johann Smidt in Jena.
1795 Okt. 7 Studium der Theologie und Philosophie in Jena; Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; Pfarrvikar zu Thalheim bei Schinznach in der Schweiz; Kanzleisekretär des Kultusministers der Helvetik in Stapfer; 1799 Sept. in Höchstädt bei Bern.
172 (S. 23)

Focke, Christian
(1774 Aug. 17 - 1852 Mai 18, Bremen)
Dr. jur.; Rechtsanwalt, Notar und Postdirektor in Bremen.
Studium der Rechte in Göttingen; 1797 Okt. 14 Promotion zum Dr. jur.; Reise durch Italien; 1801 Mai 20 Rechtsanwalt und Notar in Bremen; 1802 beteiligt an der Umstellung der Bremer Wallanlagen in eine Parkanlage; heiratet 1804 Juni 27 Henriette Marie Dorothea (Doris) Olbers (1786-1818), mit ihr sechs Kinder; 1806 Bremer Gesandter in London; 1818 Bremer Gesandter in Paris; 1823 Reisen nach Dänemark und Schweden; 1824 Jan. 1 - 1837 Juli Königlich Preußischer Postdirektor, Austritt auf eigenes Gesuch; 1834 Reise nach Magdeburg; 1842 Schlaganfall, es bleibt eine Sprachlähmung zurück.
436 (S. 52)

Focke, Gustav Woldemar
(1810 Jan. 24, Bremen - 1877 Juni 1, Bremen)
Dr. med.; Arzt und Geburtshelfer in Bremen.
Sohn von Christian Focke (1774-1852) und Henriette Marie Dorothea geb. Olbers (1786- 1818); 1830 Studium der Medizin in Heidelberg; 1833 Aug. 24 Promotion zum Dr. med. mit Auszeichnung; 1834 Fortsetzung seiner ärztlichen Ausbildung in Halle, Wien und Berlin; 1836 Anfang Niederlassung als Arzt in Bremen; Fortsetzung seiner mikroskopischen Studien; 1839 Nov. 21 Heirat mit der Eltermannstochter Catharine Henriette Gloystein (1820-1900); Gründung einer naturwissenschaftlichen Lesegesellschaft in Bremen; 1844 Sept. 18-26 Geschäftsführer der Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte in Bremen neben Johann Smidt; 1847 Herausgabe der "Physiologischen Stu dien"; 1863 Mitglied des Bremer Gesundheitsrates; 1864 Mitglied und 1869 Vorsitzender im Bremer Naturwissenschaftlichen Verein.
1130 (S. 53)

Focke, Maria Dorothea (genannt Doris) geb. Albers
(1778 Okt. 13, Bremen - 1831 Sept. 9, Horn bei Bremen)
Ehefrau von Hermann Focke (1766-1824).
Heiratet Hermann Focke (1766-1824), mit ihm die vier Kinder Marie Sophie Elisabeth (1799-1874), Marie Katharine (1800-1867), Heinrich (1801-1859) und Dorothee Josephine (1803-1840); Schwägerin von Henriette Marie Dorothea (Doris) Focke geb. Olbers; Bekannte von Johanne Wilhelmine Smidt geb. Rohde.
365 (S. 202)

Focke, Wilhelm
(1805 Juni 6, Bremen - 1865 Jan. 17, Bremen)
Dr. jur.; Advokat, Redakteur der Bremer Zeitung und Richter in Bremen.
Sohn von Christian Focke (1774-1852) und Henriette Marie Dorothea geb. Olbers (1786- 1818); Besuch des Bremer Gymnasiums; 1824 Okt. Studium der Theologie in Göttingen; Wechsel zum Studium der Rechte während des ersten Semesters, zunächst in Göttingen, dann für zwei Semester in Heidelberg; 1828 Febr. 16 Promotion zum Dr. jur.; Abschlussexamen vor dem Lübecker Oberappellationsgericht, danach Advokat in Bremen; 1830 Studienreise nach Frankreich und England; 1830-1831 Beteiligung an der Arbeit des Bremer Verfassungsentwurfs; heiratet 1832 die Senatorentochter Johanna Pauline Pavenstedt (1809-1889), mit ihr neun Kinder u.a. den Wilhelm Olbers Focke (1834-1922) und Johann Focke (1848-1922); 1833 Redakteur der Bremer Zeitung gemeinsam mit Ferdinand Donandt (1803-1873); 1845 Reise nach England; 1847 Syndicus der Elterleute; 1848-1849 beteiligt am Bremer Verfassungsentwurf; 1849 Richter in Bremen; 1849-1860 Mitglied der Bremer Bürgerschaft; 1854 Reise in die Schweiz; 1854-1863 Vizepräsident des Richterkollegs.
1134 (S. 52)

Francke, August Wilhelm
(1785 März 14, Sarow/Genthin - 1851 Mai 23, Magdeburg)
Oberbürgermeister in Magdeburg.
1390 (S. 123)

von Fritsch, Carl Friedrich Christian Wilhelm
(1804-1892)
Freiherr; Wirklicher Geheimer Rat im Großherzogtum Sachsen-Weimar und Bundestagsgesandter der thüringischen Städte.
Sohn des Weimarer Staatsmanns Carl Wilhelm von Fritsch; 1840-1864 Bundestagsgesandter der thüringischen Städte; 1850-1851 Bevollmächtigter von Sachsen-Weimar bei der Dresdner Konferenz.
675 (S. 126)

Fritze, Carl Wilhelm August
(1781 Aug. 9, Braunschweig - 1850 Juni 26)
Kaufmann im Wechsel- und Commissionsgeschäft, Eltermann und Senator in Bremen.
Heiratet 1813 Juni 12 die Senatorentochter Anne Cunigunde Vollmers; 1821 Aug. 14 Eltermann in Bremen; 1830 Apr. 3 Senator in Bremen.
201/2 (S. 19), 557 (S. 32), 595/9 (S. 39), 593/5 (S. 58), 524/1 (S. 58), 524/2 (S. 59), 524/4 (S. 59), 524/3 (S. 59), 1187 (S. 60), 528/6 (S. 72), 1303 (S. 86), 1009 (S. 152)

Frommann, Johann Friedrich
(1797-1886)
Buchhändler in Jena.
1405 (S. 101)

von Fürstenwärther, Moritz
Legationssekretär des Königreichs Bayern in München und am Bundestag.
745 (S. 90)

Gabain, Jean Louis Isaac
(1751 Mai 2, Celle - 1834 Juli 27, Bremen)
Händler mit Spezereien und Farben, Eltermann in Bremen.
1784 Erwerb des Bremer Bürgerrechts; heiratet 1787 Jan. 7 Margaretha Focke (1759-1827), mit ihr zehn Kinder; Handel mit Spezereien und Farben; 1798 Sept. 16 Eltermann in Bremen; 1811 Mitglied der Finanzkommission des Munizipalrats in Bremen; 1813 Berufung in die provisorische Kommission für die Regierungs- und Finanzangelegenheiten.
552 (S. 64)

von Gagern, Franziska Caroline Josefa (genannt Charlotte) geb. Freiin von Gaugreben
(1776-1851)
Freifrau, Ehefrau von Hans Christoph Ernst von Gagern (1766-1852).
Hoffräulein der Zweibrückener Herzogin Maria Amalie; heiratet 1793 Hans Christoph Ernst von Gagern, mit ihm zehn Kinder.
1409 (S. 124), 349 (S. 202)

von Gagern, Hans Christoph Ernst
(1766 Jan. 25, Kleinniedersheim bei Worms - 1852 Okt. 22, Hornau bei Höchst)
Freiherr; Minister im Fürstentum Nassau, Bundestagsgesandter der Niederlande und Abgeordneter des Landtags von Hessen-Darmstadt.
Sohn des Oberhofmeisters Carl Christoph Gottlieb von Gagern (1743-1825) und der Susanne Esther Freiin von La Roche-Starkenfels (1742-1783); Privatunterricht; 1778-1779 Besuch des Gymnasiums in Zweibrücken; danach Besuch der Schulanstalt von Gottlieb Konrad Pfeffel in Kolmar; 1781 Studium der Rechte in Leipzig; 1784-1785 Studium der Rechte in Göttingen; 1785 juristisches Examen in Göttingen; 1785-1787 Assessor bei der obersten Justizstelle im Fürstentum Pfalz-Zweibrücken; Regierungsrat und bald leitender Minister im Fürstentum Nassau-Weilburg; heiratet 1793 Franziska Karoline Josefa geb. von Gaugreben (1776-1851); 1801 Gesandter des Herzogtums Nassau in Paris; 1811 Austritt aus nassauischem Staatsdienst; Unterstützung der antinapoleonischen Bewegung, u.a. des von Erzherzog Johann in Tirol geplanten Aufstandes; Mitglied des Verwaltungsrats der Alliierten sowohl von Hessen als auch von den Niederlanden; 1814 leitender Verwalter der vier oranischen Fürstentümer in Dillenburg und deren Vertreter beim Pariser Frieden; 1816-1818 Apr. Gesandter des niederländischen Königs und Großherzogs von Luxemburg am Bundestag; 1820-1852 Privatier auf Gut Hornau im Taunus; 1820-1821 und 1823-1824 Abgeordneter der zweiten Kammer im Landtag von Hessen- Darmstadt; 1829 Mitglied der Ersten Kammer von Hessen-Darmstadt auf Lebenszeit.
441/1 (S. 35), 755 ff. (S. 91), 1533 (S. 183)

von Gagern, Maximilian (genannt Max) Joseph Ludwig
(1810 März 25, Weilburg/Lahn - 1889 Okt. 17, Wien)
Freiherr; Dr. phil.; Minister für auswärtige Angelegenheiten und Gesandter im Herzogtum Nassau, Mitglied der Nationalversammlung, Hof- und Ministerialrat für auswärtige Angelegenheiten in Wien.
Studium in Heidelberg, Utrecht und Göttingen; Aufnahme in den niederländischen Dienst; 1829-1833 Gesandter der Niederlande, u.a. in Paris; heiratet 1833 in erster Ehe Franzina geb. Lambert (1815-1849 März 13), mit ihr keine Kinder; 1837 in absentia Dr. phil. an der Universität Halle; 1837 Privatdozent für Geschichte in Bonn; Mitarbeit an der Augsburger Allgemeinen Zeitung; 1843-1854 Übertritt in nassauische Dienste; Minister für auswärtige Angelegenheiten in Wiesbaden; 1844-1847 Gesandter am niederländischen und belgischen Hof; 1848-1849 Mitglied des Vorparlaments und der Nationalversammlung; 1850 Mitglied des Erfurter Parlaments; heiratet 1853 in zweiter Ehe die Bremer Senatorentochter Dorothea Biedenweg (1824-1890), mit ihr zehn Kinder; 1854 Austritt aus dem nassauischen Dienst und 1855 Pension; 1855-1874 Hof- und Ministerialrat für auswärtige Angelegenheiten in Wien; 1874 Ruhestand; 1881 Mitglied des österreichischen Herrenhauses.
1409 (S. 124)

von Gagern, Moritz
(1808 Aug. 28, Weilburg - 1877 Nov. 2, Schloss Pfauenhaus bei Den Haag)
Freiherr; Geheimer Rat, Amtmann und Direktor der Rechnungskammer im Herzogtum Nassau.
Sohn von Hans Christoph von Gagern (1766-1852) und der Charlotte geb. von Gaugreben (1776-1851); Studium der Rechte in Heidelberg, Utrecht und Göttingen; seit 1829 im nassauischen Staatsdienst, seit 1839 als Regierungsrat, dann als Kammerherr und als Referent für protestantische Kirchenangelegenheiten; heiratet 1838 Auguste Freiin von Wintzingerode (1812-1843), mit ihr keine Kinder; 1844 nassauischer Kommissar bei der Rheinschifffahrtskommission; 1851 Kreisamtmann in Rüdesheim und ab 1855 in St. Goarshausen; ab 1860 Direktor der Rechnungskammer in Wiesbaden; 1866-1867 Geheimer Rat und Amtmann in Diez, dann in Neuwied; Kämmerer und vertrauter Berater des Hauses Wied.
754 (S. 123)

von Gagern, Wilhelm Heinrich August
(1799 Aug. 20, Bayreuth - 1880 Mai 22, Darmstadt)
Freiherr; Minister und Präsident des Gesamtministeriums im Großherzogtum Hessen-Darmstadt; Präsident der Nationalversammlung.
Sohn von Hans Christoph von Gagern (1766-1852) und der Charlotte geb. von Gaugreben (1776-1851); 1812 Kadett in München; Teilnahme an den Befreiungskriegen; Studienaufenthalte in Göttingen, Heidelberg, Jena und Genf; 1820 juristische Prüfungen in Gießen und Darmstadt; Eintritt in die hessische Verwaltung; heiratet 1828 in erster Ehe Luise Freiin von Pretlack (1805-1831), mit ihr keine Kinder; 1832 Mitglied der Zweiten Kammer des Landtags von Hessen-Darmstadt; Berichterstatter des Finanzausschusses; 1833 Austritt aus dem Staatdienst; 1836 Pächter in Monsheim; heiratet 1839 in zweiter Ehe Barbara Tillmann (1818-1889), mit ihr zwei Kinder; 1847 erneut Mitglied der Zweiten Kammer des Landtags von Hessen-Darmstadt; 1848 Leiter des Staatsministeriums; 1848 Präsident der Frankfurter Nationalversammlung; 1863 diplomatische Vertretung des Großherzogtums Hessen in Wien; bald darauf erneut Mitglied der Zweiten Kammer des Darmstädter Landtags.
1408 (S. 123)

von Gall, Ferdinand Wilhelm Adam
(1809 Okt. 13, Battenberg/Hessen - 1872 Nov. 30, Stuttgart)
Freiherr; Dr. jur.; Hofintendant und Direktor des Hoftheaters in Stuttgart.
Studium der Rechte in Gießen und Heidelberg; 1830 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Gießen; Assessor am Amtsgericht in Gießen; 1835 Junker in Oldenburg; heiratet 1835 Jan. 13 seine Cousine Leonore von Gall (1806-1878); 1842 Intendant am oldenburgischen Hoftheater; 1846-1869 Direktor des Hoftheaters in Stuttgart.
1307 (S. 117)

Geffcken, Friedrich Heinrich
(1830 Dez. 9, Hamburg - 1896 Apr. 30, München)
Dr. jur.; hansestädtischer Ministerresident in London, Syndicus in Hamburg und Professor der Staatswissenschaft in Straßburg.
Studium der Rechte in Bonn, Göttingen und Berlin; 1854 Legationssekretär in Paris; 1856 Hamburger Geschäftsträger in Berlin; 1859 hanseatischer Ministerresident in Berlin; 1866 hanseatischer Ministerresident in London; 1869 Syndicus in Hamburg; 1872 Professor der Staatswissenschaft und des öffentlichen Rechts in Straßburg; 1882 Abschied aus Gesundheitsgründen; Übersiedlung nach München.
1219 f. (S. 81)

Geffcken, Heinrich
(1792 Okt. 24, Hamburg - 1861 Dez. 3, Hamburg)
Kaufmann und Ratsherr in Hamburg.
Sohn des Hamburger Kaufmanns Hinrich Geffcken (1748-1806); Besuch der Gelehrtenschule des Johanneums; Lehre im Handelsgeschäft des verstorbenen Vaters; Teilnahme an den Befreiungskriegen; 1816 Teilhaber der väterlichen Firma Liepmann & Geffcken; 1844 Präses der Commerzdeputation; 1845 Senator in Hamburg; Vertreter Hamburg auf mehreren auswärtigen Missionen; 1850-1851 Vertreter Hamburgs auf der Dresdner Konferenz.
1173 f. (S. 75)

Geffcken, Johannes
(1803 Febr. 20 - 1864 Okt. 2)
Dr. phil.; Lehrer und Diakon an St. Michaelis in Hamburg.
Sohn des Hamburger Kaufmanns Hinrich Geffcken (1748-1806) und der Susanna geb. Hoppe (1768-1829); 1809 Besuch einer Privatschule; 1816 Besuch des Hamburger Johanneums; 1822 Ostern Besuch des Hamburger Gymnasiums; 1822 Sept. Studium der Theologie in Göttingen; 1824 Studium in Halle und 1825 Ostern erneut in Göttingen; Promotion zum Dr. phil. an der Universität Göttingen; 1826 März Rückkehr nach Hamburg; 1826 Juli 13 Kandidat des Hamburger Ministeriums; Unterricht in verschiedenen Schulen; 1829 Nov. 29 Diakon an der St. Michaeliskirche in Hamburg; 1832-1842 Mitarbeiter am neuen hamburgischen Gesangbuch; heiratet 1832 Juni 5 Maria Pauline Ulrica Danckert, mit ihr acht Kinder.
1155 (S. 75)

Geibel, Johannes
(1776 Apr. 1, Hanau - 1853 Juli 25, Lübeck)
Dr. theol.; Pastor der reformierten Gemeinde in Lübeck.
Besuch des Gymnasiums in Hanau; Studium der Theologie in Marburg; Hauslehrer in Kopenhagen; 1797 Vikar, dann Pastor an der reformierten Gemeinde in Lübeck; Anhänger der reformierten "Erweckungsbewegung"; 1806 Okt. 9 Pastor an St. Stephani in Bremen (ausgeschlagen); 1806 Okt. 24 Wiederwahl zum Pastor in Lübeck; heiratet Elisabeth Louise Ganslandt (1778-1841); 1817 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Berlin; 1847 Amtsniederlegung; Aufenthalt bei seinem Sohn in Detmold; 1853 Rückkehr nach Lübeck.
225/1 (S. 17), 809 (S. 79)

Gervinus, Georg Gottfried
(1805 Mai 20, Darmstadt - 1871 März 18, Heidelberg)
Dr. habil.; Professor der Geschichte in Göttingen und Heidelberg.
1819 Lehre zum Buchhändler in Bonn; 1820 als Kaufmann in Darmstadt; 1823 Selbststudium zum Abitur; 1825 Studium der Philologie und Geschichte in Gießen und Heidelberg; 1827-1830 Lehrer an einer Privatschule in Frankfurt am Main; 1830 Aug. 14 Habilitation in Heidelberg; 1832-1833 Studienreise nach Italien; 1835 Apr. 18 außerordentlicher Professor in Heidelberg; 1835 Dez. 29 Entlassung aus dem badischen Staatsdienst; 1836 Professor in Göttingen; heiratet 1836 Sept. Victoria Schelver (1817-1893), mit ihr keine Kinder; 1837 Dez. 14 Entlassung als einer der "Göttinger Sieben" und Verweisung aus Hannover; 1838 Aufenthalt in Italien; 1839-1844 Privatgelehrter in Heidelberg; 1844 Juni 8 Honorarprofessor in Heidelberg; 1845 Ruf nach Jena abgelehnt; 1846 auf der Germanistenversammlung in Frankfurt am Main; 1847 Juli 1 - 1848 Juli 31 außerdem Redakteur der "Deutschen Zeitung"; 1847-1848 zudem Vertrauensmann der Hansestädte im Siebzehnerausschuss des Bundestages und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung; 1848-1849, 1866-1867 Aufenthalt in Italien; 1850-1871 Privatgelehrter in Heidelberg; 1853 Juli 7 Entziehung der venia legendi an der Universität Heidelberg; 1866- 1867 Aufenthalt in Italien.
1438 (S. 101)

Gevekoht, Carl Theodor
(1798 Mai 15, Bremen - 1850 Aug. 21, Bremen)
Kaufmann in Bremen und Tabakhändler in Übersee.
Sohn des Bremer Kaufmanns und späteren Korn- und Warenmaklers Zacharias Gevekoht (1768-1839) und der Kaufmannstochter Rebecca Plump (1772-1809); kaufmännische Lehre und längerer Aufenthalt in den USA zur Verbesserung der Kenntnisse im Tabakhandel; 1828 Gründung der Überseehandelsfirma Gloystein & Gevekoht in Bremen; heiratet in Baltimore die Kaufmannstochter Catharina Cecelie Marshal (1810-1839), die Ehe bleibt kinderlos; Mitgründer einer bremischen Gesellschaft, die 1845 Frühjahr den ersten regelmäßigen Dampferverkehr zwischen der Unterweser und England aufnimmt; 1845- 1847 Bremer Sondergesandter in Washington und New York; 1847 Mitwirkung bei der Einrichtung der Postdampferverbindung mit den USA; 1848 Abgeordneter Bremens in der Nationalversammlung und Präsident des dortigen Marineausschusses; 1849 Juni 24 Niederlegung seines Mandats; 1849 Dez. 13 Mitglied der Handelskammer in Bremen; Mitglied der Bremer Bürgerschaft.
1055 (S. 10), 1107 (S. 31), 1141 (S. 64)

Gildemeister, Johann Carl Friedrich (genannt Fritz)
(1779 Dez. 13, Duisburg - 1849 Sept. 24, Bremen)
Dr. jur.; Notar und Senator in Bremen.
Sohn des Professors der Rechte, Johann Friedrich Gildemeister, und der Caroline Amalie geb. von Kotzebue (1759-1844); 1798 Studium an der Universität Jena; 1803 Promotion zum Dr. jur.; Niederlassung als Advokat in Bremen; 1813 Dez. - 1814 März Sekretär von Johann Smidt im Hauptquartier der Alliierten; 1815 Generalauditeur der hanseatischen Truppen; 1815-1816 Redaktion der Bremer Zeitung; heiratet 1816 Juni in erster Ehe Marie Christine Adelheid Stolz (1791-1817); 1816 Aug. 27 Senator in Bremen; heiratet 1819 Okt. 31 in zweiter Ehe Verena Tibeta (Betty) Stolz (1795-1841), die jüngere Schwester seiner verstorbenen Frau Christine; 1827 Febr. 21 Mission nach Rio de Janeiro zum Abschluss eines Handelsvertrags.
200/2 (S. 3), 567/2 ff. (S. 32), 595/9 (S. 39), 545 (S. 43), 529 (S. 50), 278 (S. 56), 524/1 (S. 58), 528/2 (S. 71), 1009 (S. 152), 1003 (S. 155), 144 (S. 221)

Gildemeister, Otto
(1823 März 13, Bremen - 1902 Aug. 26)
Senatssekretär und Archivar, Senator und Bürgermeister in Bremen.
Sohn von Johann Carl Friedrich Gildemeister (1779-1849) und Verena Tibeta Stolz (1795- 1841); 1842 Ostern Studium der Geschichte, Politik und Volkswirtschaft sowie der Sprachen in Berlin; 1843 Mitglied des literarischen Vereins "Tunnel über der Spree"; 1844 Ostern Studium in Bonn; vor Abschluss der Studien 1845 Apr. 1 - 1852 Redakteur der Weser-Zeitung in Bremen, seit 1850 in leitender Stellung; 1852 Juni 25 Senatssekretär und Archivar in Bremen; 1857 Mai 11 Senator; seit 1869 Vorsitzender der Finanzdeputation; heiratet 1860 Aug. 23 Emma Marie Félicie Meyer (geb. 1838); 1867 Vertreter Bremens beim Bundesrat; 1870 Angehöriger der Behörde für Handel und Schiffahrt; 1871 Okt. 9 Bürgermeister in Bremen; 1890 Febr. 11 Amtsausschied auf eigenen Wunsch.
1183 f. (S. 34), 1104 (S. 39)

Gildemeister, Verena Tibeta (genannt Betty) geb. Stolz
(1795 Juli 10 - 1841 Okt. 25)
Ehefrau von Johann Carl Friedrich Gildemeister (1779-1849)
Tochter des Bremer Pastors Johann Jakob Stolz (1753-1821) und der Verena Güttinger; heiratet Johann Carl Friedrich Gildemeister in dessen zweiter Ehe, mit ihm zehn Kinder.
374 (S. 202)

Gleim, Ilsabetha (genannt Betty)
(1781 Aug. 13, Bremen - 1827 März 27, Bremen)
Lehrerin, Schriftstellerin und Leiterin einer lithographischen Anstalt in Bremen.
Taufe auf den Namen Adelheid; Tochter des Halberstädter Weinhändlers Johann Christian Gottlieb Gleim und der Adelheid Tidemann; 1806 Gründung einer höheren Schule für Mädchen in Bremen, gleichzeitig Übernahme der väterlichen Weinhandlung; 1815 Rücktritt als Leiterin der Schule; Reise durch Holland nach England; 1816 Gründung einer höheren Schule für Mädchen in Elberfeld; Leitung der Schule aufgegeben; 1818 Okt. - 1819 Febr. Unterweisung in Lithographie bei Alois Senefelder in Frankfurt am Main; 1819 Unterweisung in der Zeichenlehrmethode durch Peter Schmid in Frankfurt am Main; 1819 Apr. Konzession des Bremer Senats und fünfjährige Privlegierung für eine lithographische Anstalt; 1819 Mai Eröffnung einer lithographischen Anstalt in Bremen; 1819 Okt. Gründung einer höheren Mädchenschule in Bremen.
221/1 (S. 1), 221/2 (S. 1), 200/1 (S. 2), 200/4 (S. 2), 218 (S. 3), 515 (S. 18), 792 (S. 19), 517 (S. 19), 446 (S. 26), 233 (S. 51), 273 (S. 53), 124 (S. 152)

Gloystein, Nicolaus
(1750 Mai 27, Bremen - 1821 Aug. 20, Bremen)
Kaufmann und Eltermann in Bremen.
1777 Nov. 17 Bürgereid Bremen; gründet 1778 Jan. 1 mit Andreas Gottlieb Kulenkamp eine Handlungsfirma; heiratet 1789 Okt. 25 Dorothea Catharina Elisabeth Caesar (1768-1799), mit ihr sechs Kinder; 1794 Sept. 24 Eltermann in Bremen.
553 (S. 64)

Godeffroy, Carl
(1787 Juni 14, Hamburg - 1848 Aug. 27, Breslau)
Ministerresident der Hansestädte in Petersburg und Berlin.
Sohn des Hamburger Kaufmanns Peter Godeffroy (1749-1822) und dessen Ehefrau Johanna Katharina geb. Thornton (1759-1800); Erziehung im Elternhaus; 1809 Besuch der Universität Edinburg; 1811 Ausbildung in Paris; Ernennung zum Auditor beim Staatsrat; 1814 Rückkehr nach Hamburg; 1822 Ministerresidenten der Freien und Hansestädte am russischen Hof; heiratet 1823 Mai 6 Mariane Jenisch, mit ihr Übersiedlung nach St. Petersburg; 1832 Verzicht auf den Posten und Rückkehr nach Hamburg, wo er sich schriftstellerisch betätigt; 1840 Ministerresident der Hansestädte in Berlin; stärker werdende Gicht hält ihn seit 1847 im Bett.
764 (S. 81), 1147 (S. 85), 1144 (S. 97)

Gondela, Rahel Christine Catharina geb. Oelrichs
(1769 Okt. 31 - 1845 Jan. 14)
Ehefrau von Simon Heinrich Gondela (1765-1832).
Tochter von Gerhard Oelrichs (1727-1789) und dessen zweiter Frau Gesche Margarethe Weitzel (1745-1773); 1816 Übersiedlung nach Heidelberg mit ihrem Mann nach dessen Amtsniederlegung, 1832 Rückkehr nach Bremen.
219/2 (S. 8), 100/1 (S. 146), 100/3 (S. 146), 100/2 (S. 146)

Gondela, Simon Henrich
(1765 Sept. 26, Bremen - 1832 Jan. 30, Heidelberg)
Dr. jur.; Advokat und Senator in Bremen.
Sohn des Stadtphysikus Christian Adam Gondela und der Anna geb. Bagelmann; 1774 Umzug der Familie nach Eutin; 1777 Tod des Vaters und 1780 der Mutter; 1785 Apr. 26 Studium der Rechte in Göttingen; 1788 Mai Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; Reise in die Schweiz; 1789 Advokat in Bremen; heiratet 1790 Juli 29 Rahel Christina Catharina Oelrichs (1769-1845), mit ihr keine Kinder; 1792 Juni 23 Senator in Bremen; 1810-1813 Vizepräsident des Ziviltribunals; 1813 Nov. 14 Präsident der aus acht Mitgliedern des Senats und 26 Mitgliedern der Bürgerschaft gebildeten provisorischen Regierungskommission; 1815 März Vermögensverfall durch gerichtliche Urteile notorisch; 1816 Apr. Verlust des Hauses; 1816 Aug. 14 auf eigenen Antrag Entlassung aus dem Senat; 1816 Okt. Übersiedlung nach Heidelberg.
225/1 (S. 17), 201/1 (S. 18), 450 (S. 22), 251 (S. 23), 567/2 (S. 32), 565 f. (S. 34), 441/1 (S. 35), 523/2 (S. 41), 545 (S. 43), 535 (S. 47), 588 (S. 48), 594 (S. 50), 361 (S. 50), 438 (S. 55), 419 (S. 56), 1350 (S. 131), 68 (S. 133), 114 (S. 134), 117 (S. 135), 106/2 (S. 147), 1519 (S. 154), 96/2 (S. 179), 96/4 (S. 179)

von Görres, Joseph
(1776 Jan. 25, Koblenz - 1848 Jan. 29, München)
Journalist und Redakteur, Professor der Literaturgeschichte in München.
1799-1800 März Vertreter von Koblenz in Paris; danach bis 1806 Lehrer der Physik am Gymnasium in Koblenz; heiratet 1801 Catharina von Lassaulx (1779-1855), mit ihr drei Kinder; Mitarbeiter der "Jenaischen Allgemeinen Literatur-Zeitung"; 1806-1808 außerordentlicher Professor für Philosophie, Ästhetik und Altdeutsche Literatur an der Universität Heidelberg; 1808 Lehrer am Koblenzer Gymnasium; 1814-1816 Gründer und Herausgeber des "Rheinischen Merkurs"; 1821-1827 Mitarbeiter und teilweise Redakteur der theologischen Zeitschrift "Katholik"; 1827-1848 Professor der Allgemeinen und Literaturgeschichte an der Universität München.
165 (S. 22), 778 (S. 101)

von Graffen, Karl
(1793 März 3, Hamburg - 1852 Dez. 18, Hamburg)
Dr. jur.; Hamburger Geschäftsträger und Ministerresident in Wien.
Sohn des Amtsverwalters in Bergedorf Nikolaus von Graffen (1754-1816); Besuch des Johanneums; Eintritt in den Kaufmannsstand; 1813-1814 Leutnant in der englisch-deutschen Legion; Wiedereintritt in das Johanneum; 1818 Ostern Studium der Rechte in Berlin und Göttingen; Promotion zum Dr. jur.; 1822 Juni 17 Advokat in Hamburg; 1824 Hamburger Geschäftsträger in Wien; 1839 Ministerresident von Hamburg in Wien; nicht verheiratet.
532 (S. 81)

Gries, Johann Ludwig
(1770 Jan. 23, Hamburg - 1828 Okt. 29)
Dr. jur.; Advokat in Hamburg.
Sohn des Franz Lorenz Gries und dessen erster Frau Johanna Funck; Privatunterricht in Hamburg; Besuch des Johanneums in Hamburg; 1789 Besuch des Gymnasiums in Hamburg; 1790 Ostern Studium der Rechte in Göttingen; 1792 Sept. 22 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; Advokat in Hamburg; heiratet 1797 Amalie geb. Cordes, mit ihr vier Kinder.
351 (S. 202)

Gries, Johann Michael
(1772 Juni 22, Hamburg - 1827 Apr. 11)
Dr. jur.; Syndicus in Hamburg und Bundestagsgesandter.
Sohn des Hamburger Kaufmanns Franz Lorenz Gries und der Johanna Magdalena Funck: Halbbruder von Johann Ludwig Gries (1770-1828); Privatunterricht und Besuch des Johanneums; 1789 Besuch des Gymnasiums in Hamburg; 1792-1795 Studium der Rechte in Göttingen; 1795 Sept. 19 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; danach Bildungsreise durch Deutschland mit Besichtigung der Reichsgerichte bis 1796; 1797-1799 unbezahlte Ämter am hamburgischen Niedergericht; 1799 Reise nach Paris; 1800 Mai Syndicus in Hamburg; 1810-1813 Maire-Adjoint und Generalsekretär bei der Präfektur in Hamburg; danach Mitglied des Hanseatischen Direktoriums; 1813 März Wiedereinsetzung als Syndicus; 1814 Gesandter Hamburgs auf dem Hauptquartier der Alliierten in Paris; Gesandter der Freien Stadt Hamburg auf dem Wiener Kongress; danach in Paris; 1817 Nov. - 1827 Bundestagsgesandter der Freien Stadt Hamburg.
624/2 (S. 87), 624/1 (S. 88), 644 f. (S. 91), 352 (S. 202)

Grimm, Dorothea geb. Wild
(1795-1867)
Ehefrau von Wilhelm Karl Grimm (1786-1859).
774 (S. 102), 348 (S. 202)

Grimm, Jacob Ludwig Carl
(1785 Jan. 4, Hanau - 1863 Sept. 20, Berlin)
Bibliothekar in Kassel und Göttingen, Professor in Göttingen und Berlin, Mitglied der Nationalversammlung.
1802 Ostern Studium der Rechte in Marburg; 1805 Jan.-Sept. ohne Abschluss des Studiums zu Savigny in Paris; seit 1805 Herbst gemeinsames Leben mit Bruder Wilhelm in Kassel; 1806 Anwärter im Kriegskollegium; 1808 Juli Bibliothekar König Jerômes auf Schloss Wilhelmshöhe; 1809 Febr. Auditor im Staatsrat in Kassel; 1813 Dez. nach der Rückkehr des Kurfürsten Wilhelm I. von Kassel Legationssekretär des hessischen Gesandten im Hauptquartier der Alliierten; 1814 Okt. - 1815 Juni Legationssekretär des hessischen Gesandten auf dem Wiener Kongress; bis 1815 Ende wegen Rückgabe von Handschriften Beauftragter Preußens in Paris; 1816 zweiter Bibliothekar der Kasseler Landesbibliothek; 1830 Professor und Bibliothekar an der Universität Göttingen; 1837 Amtsentlassung als "Göttinger Sieben"; 1837 Dez. Umzug nach Kassel; 1840 Nov. Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin; 1841 Umzug nach Berlin; 1846 auf der Germanistenversammlung in Frankfurt am Main; hält bis zum Sommer 1848 Vorlesungen an der Universität in Berlin; 1848-1849 Mitglied der Nationalversammlung als Abgeordneter von Mülheim/Ruhr.
1608 (S. 6), 775 f. (S. 102), 1603 (S. 212)

Grone, Friedrich Wilhelm
Ratsdiener in Bremen.
766 (S. 67), 497 (S. 67), 761/4 (S. 95), 1442 (S. 96)

Gröning, Albert Georg Benjamin
(1784 Sept. 1, Bremen - 1843 Nov. 20)
Dr. jur.; Notar und Syndicus in Bremen.
Sohn des Bremer Bürgermeisters Georg Gröning (1745-1825) und der Gebecca Köhne (1747-1811); Studium der Rechte in Heidelberg und Göttingen; 1808 Juni 20 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; heiratet 1810 Mai 29 Ilsabetha (Betty) Tidemann (1788-1814), mit ihr drei Kinder; 1811-1813 zunächst Sekretär am Friedensgericht in der Neustadt, dann Präfekturrat im Departement der Wesermündungen; 1815 freiwilliger Jäger bei der preußischen Armee in der Schlacht bei Waterloo; heiratet in zweiter Ehe 1815 Dez. 27 Dorothea Elisabeth Scharf (1797-1874), mit ihr sieben Kinder; 1821 Notar und Sachführer; 1822 Jan. 2 Syndicus in Bremen.
596 (S. 37)

Gröning, Georg
(1745 Aug. 23, Bremen - 1825 Aug. 1, Bremen)
Dr. jur.; Senator und Bürgermeister in Bremen.
Sohn des Bürgermeisters Albert Gröning (1707-1781) und der Senatorentochter Gesche Margarethe Löning (1718-1795); 1762 Apr. 22 Studium am Bremer Gymnasium Illustre; Beginn einer vorzeitig abgebrochenen kaufmännischen Lehre; 1767 Okt. 1 Studium der Rechte in Leipzig; 1769 Apr. 18 Studium der Rechte in Göttingen; 1771 Juli 4 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; heiratet 1772 Juni 16 die Bürgermeistertochter Gebecca Köhne (1747-1812), mit ihr neun Kinder; 1781 Okt. 17 Senator in Bremen; 1795 Verleihung des Reichsadels; 1796 Bremer Gesandter beim Kreistag in Hildesheim; 1797 Nov. - 1798 Apr. Bremer Gesandter auf dem Rastatter Kongress; 1798 Apr. Bremer Gesandter in Paris; danach seit 1798 Aug. - 1799 Apr. wieder in Rastatt; 1801 und 1803 Bremer Gesandter in Paris; 1814 Juni 18 Bürgermeister in Bremen; 1821 Sept. 24 Entlassung aus seinen Amtsgeschäften.
565 (S. 34), 549 (S. 35), 1511 (S. 147)

Gröning, Georg Wilhelm
(1817 Febr. 27 - 1871 März 31)
Dr. jur.; Amtmann in Bremerhaven.
Sohn von Albert Georg Benjamin Gröning (1784-1843) und der Ehefrau Elisabeth Scharf
(1797-1874); Redakteur des "Bremischen Beobachters"; 1850 Okt. 16 Amtmann in Bremerhaven; heiratet 1855 Jan. 18 Luise Marie Motz (1828-1896), mit ihr keine Kinder.
1212 (S. 53), 1187 (S. 60)

Gröning, Heinrich
(1774 Okt. 4, Bremen - 1839 März 29, Bremen)
Dr. jur.; preußischer Regierungsrat, Syndicus und Bürgermeister in Bremen.
Sohn von Georg Gröning (1745-1825) und Gebecca Köhne (1747-1811); Besuch des Bremer Paedagogium; 1791 Okt. 24 Studium der Rechte in Göttingen; 1795 Promotion zum Dr. jur.; 1795 Herbst Eintritt in den preußischen Justizdienst; 1802 Kammergerichtsrat in Berlin; 1805 Konsistorialrat bei dem kurmärkischen Oberkonsistorium in Berlin; 1808 Sept. 14 zweiter Syndicus in Bremen; heiratet 1809 Nov. 26 Henriette Luise Retberg (1789- 1868), mit ihr zehn Kinder; 1809-1811 Paris; 1811 Konsulent der von der französischen Regierung neu gebildeten Handelskammer in Bremen; 1813 Dez. zweiter Syndicus in Bremen; 1817 Dez. 31 erster Syndicus in Bremen; 1821 Sept. 25 Bürgermeister in Bremen.
1057 (S. 11), 260 (S. 25), 566 ff. (S. 35), 549 (S. 35), 595/8 (S. 38), 545 (S. 43), 531 (S. 47), 640 (S. 74), 67 (S. 133), 1525 (S. 156), 1207 (S. 157), 1531 (S. 158), 1508 (S. 211)

Gröning, Johann Abraham Heinrich
(1814 Okt. 28 - 1888 Jan. 19)
Dr. jur.; Syndicus der Handelskammer und Senator in Bremen.
Sohn von Heinrich Gröning (1774-1839) und der Henriette Luise geb. Retberg (1789- 1868); Studium der Rechte; Promotion zum Dr. jur.; Rechtsanwalt in Bremen; heiratet 1842 Mai 10 die Senatorentochter Rebecka Louise Iken (1822-1864), mit ihr zehn Kinder; 1849 Syndicus der Handelskammer in Bremen; 1860 Juni 13 Senator in Bremen; 1868 März 27 Austritt aus dem Senat.
1211 (S. 37)

Großmann, Christian Gottlob Leberecht
(1783 Nov. 9, Preißnitz/Naumburg - 1857 Juni 29, Leipzig)
Pastor, Superintendent und Professor der Theologie in Leipzig.
Studium der Theologie in Jena; 1808 Substitut seines Vaters im Pfarramt in Preißnitz; 1811 Pfarrer in Gröbitz; 1822 Diakon und Professor in Schulpforta; 1823 Generalsuperintendent, Oberhofpastor und Konsistorialrat in Altenburg; 1829 Pastor zu St. Thomä in Leipzig, zugleich Superintendent und ordentlicher Professor der Theologie an der Universität Leipzig; 1832 Gründung des evangelischen Gustav-Adolph-Vereins; 1833 Mitglied der ersten Kammer des sächsischen Landtags.
1453 (S. 102)

von Grote, August Otto Ludewig
(1787 Juli 3, Grabow bei Lüneburg - 1831 Mai 5)
Wirklicher Geheimer Rat, Kriegskanzlei- und Oberzolldirektor im Königreich Hannover.
Studium der Rechte in Göttingen und Heidelberg; 1808 Übernahme des väterlichen Gutes; 1814 Drost beim Gericht in Leinburg; 1816 Mitglied der Landwirtsgesellschaft zu Celle; seit 1817 Mitarbeiter von Rehberg beim Entwurf des neuen Steuersystems; 1820 Obersteuerrat; 1821 Landesökonomiedirektor; 1823 Geheimer Rat sowie Kriegskanzleiund Oberzolldirektor; 1827 Vertrag mit Bremen wegen Bremerhaven; 1828-1831 Bevollmächtigter Hannovers bei den Verhandlungen mit dem Zollverein; Initiator des Norddeutschen Steuervereins.
528/1 (S. 71), 528/4 (S. 71), 747 (S. 112)

von Grote, Carl Georg Christian
(1795 März 28, Herrenhausen bei Hannover - 1868 Febr. 14, Schnega bei Uelzen)
Freiherr; hannoverscher Oberbergrat in Clausthal.
1812 Studium der Rechte in Göttingen; Teilnahme als Freiwilliger an den Befreiungskriegen; 1816 erneut in Göttingen, 1817 Studienabschluss und Kanzleiauditor in der Justizkanzlei Hannover; 1820 Bergdrost bei der Berghauptmannschaft in Clausthal; 1826 Oberbergrat; heiratet 1830 in erster Ehe seine Cousine Bertha von Geyso (1812-1832), heiratet 1834 in zweiter Ehe seine Nichte Ada Palmedo (1812-1888), die Tochter von Adolf Palmedo (1784-1830) und Charlotte Palmedo geb. von Grote; 1834 Mitglied der Regierungskommission zur Prüfung der Eisenbahnfrage; 1851 Dienstabschied.
200/3 (S. 3), 791 (S. 110), 748 (S. 113)
von Gruben, Peter Joseph
(1773-1851)
Freiherr; Dr. jur.; Wirklicher Geheimer Rat und Gesandter im Großherzogtum Hessen und Bundestagsgesandter.
1258 (S. 91)

von Guaita, Georg Johann Friedrich
(1772 Juli 2, Frankfurt am Main - 1851 März 30, Frankfurt am Main)
Dr. jur., Senator und Bürgermeister in Frankfurt am Main.
Sohn des Geheimen Finanzrats Johann Baptist Guaita (1731-1783) und der Maria Elisabeth geb. Belli (1737-1806); heiratet Magdalena Maria Francisca Carolina (gen. Meline) geb. Brentano; 1807 Senator in Frankfurt am Main; 1812 Großherzoglich Frankfurter Präfekturrat; 1817 Schöffe; 1822, 1824, 1826, 1831, 1833, 1837 und 1838 Älterer Bürgermeister in Frankfurt am Main.
528/4 (S. 71)

von Gülich, Gustav
(1791 Juni 1, Osnabrück - 1847 Aug. 4, Levern/Lübekke)
Kaufmann, Landwirt und Nationalökonom.
Sohn eines Kaufmanns und Fabrikbesitzers in Osnabrück; erste Ausbildung in Bremen; zunächst Kaufmann, dann Landwirt; Studium der Kameralistik in Göttingen; Erwerb eines Landguts bei Hildesheim; eingehende staatswirtschaftliche Studien; heiratet 1818 Johanna Henrici, mit ihr fünf Kinder; 1830 Betrieb einer Papierfabrik in Wertheim bei Hameln und eines Kohlebergwerks; Erwerb von Kenntnissen über das intensivere Betreiben der Landwirtschaft.
1391 (S. 124)

Gütschow, Anton Dietrich
(1765 Nov. 14, Lübeck - 1833)
Dr. jur., Syndicus in Lübeck.
Sohn des Lübecker Ratsherrn Karl Abraham Gütschow (1735-1798) und einer Tochter des Ratsherrn Wilcken; 1784 Studium der Rechte in Jena; 1787 Apr. 20 Studium der Rechte in Göttingen; 1788 Apr. 5 Promotion zum Dr. jur.; 1789 Prokurator am Niedergericht in Lübeck; heiratet 1792 Juli 13 eine Geborene Plessing; 1802 März 17 Syndicus in Lübeck; 1811 Febr. Maire adjoint in Lübeck; 1813 März erneut Syndicus.
623 (S. 79), 543 (S. 89), 350 (S. 202)


Hach, Johann Friedrich
(1769 Aug. 12, Lübeck - 1851 März 29, Lübeck)
Dr. jur.; Senator in Lübeck und Bundestagsgesandter, Rat am Oberappellationsgericht der Freien Städte in Lübeck.
Sohn des Lübecker Kaufmanns Johann Jürgen Friedrich Hach aus Lütjenburg (1723-1795) und der Johanna geb. Burghardi (1746-1806); Besuch des Lübecker Katharineums; 1788 Studium der Theologie und später der Rechtswissenschaft in Jena; 1790 Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen; 1791 Rückkehr nach Lübeck; 1792 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Kiel; Advokat; 1794 Prokurator am Niedergericht in Lübeck; heiratet 1797 Sept. 26 in Lübeck Justina Eleonore Rettich (1779-1830); 1805 Senator in Lübeck; 1806 März Übernahme des Direktoriums der städtischen Kurie am Reichstag in Regensburg; 1807 Gesandter in Stralsund; 1810 Mitglied der Finanzkommission in Lübeck; 1811 Munizipalrat und Advokat während der französischen Besatzung; 1813 Juni Gesandter im Hauptquartier der Alliierten; 1814-1815 Gesandter Lübecks auf dem Wiener Kongress; 1815 Gesandter der Freien Stadt Lübeck am Bundestag; 1819-1820 Gesandter der vier Freien Städte bei den Wiener Ministerialkonferenzen; 1820 Aug. 26 Rat am Oberappellationsgericht in Lübeck; 1825-1830 und 1833-1836 Direktor der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit; 1850 Ruhestand.
523/2 (S. 41), 589 (S. 49), 624/2 (S. 87), 543 (S. 89), 622 (S. 92), 1098 (S. 168), 353 (S. 202)

von Haenlein, Johann Christian Ferdinand Ludwig
(gest. nach 1849)
Legationsrat im Königreich Preußen und bevollmächtigter Minister bei den Hansestädten mit Sitz in Hamburg.
1608 (S. 6), 605/6 (S. 12), 528/5 (S. 72), 528/3 (S. 72), 1229 (S. 79), 1244 f. (S. 81), 1149 (S. 85), 630 (S. 96)

von Halem, Gerhard Anton
(1752 März 2, Oldenburg - 1819 Jan. 4, Eutin)
Dr. jur.; Kanzleirat und Direktor der Justizkanzlei im Großherzogtum Oldenburg, Schriftsteller.
Sohn des Oldenburger Syndicus und Justizrat Anton Wilhelm von Halem (1711-1771); 1768 Sept. 29 Studium der Rechte in Frankfurt an der Oder; Praktikum am Reichskammergericht in Wetzlar; 1770 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Kopenhagen; danach Anwalt in Oldenburg; 1773-1775 Mitarbeiter und später Assessor des Oldenburger Landvogts Oeder; Gründung der Literarischen Gesellschaft in Oldenburg; 1780 Kanzleirat in Oldenburg; heiratet 1781 in erster Ehe die Halbschwester seiner Mutter, die schon 1782 Juni stirbt; 1787-1797 Mitherausgabe der "Blätter vermischten Inhalts"; 1790 Sommer Reise durch Deutschland, die Schweiz und nach Frankreich; heiratet 1798 in zweiter Ehe; Mitherausgabe der Zeitschrift "Irene" und "Geschichte und Politik"; 1807- 1811 Direktor der Justizkanzlei und des Konsistoriums im Großherzogtum Oldenburg; 1811 Mitglied der Huldigungsdeputation des Departements der Elbe, Weser und Oberems in Paris; 1813 Arrondissementsnotar in Oldenburg; danach Appellationsgerichtsrat beim kaiserlichen Gerichtshof in Hamburg; Justizrat und erster Rat bei der Regierung des Fürstentums Lübeck in Eutin; heiratet 1816 in dritter Ehe
730 (S. 117), 96/4 (S. 179)

von Halem, Ludwig Wilhelm Christian
(1758 Sept. 3, Oldenburg - 1839 Juni 5, Oldenburg)
Bibliothekar in Oldenburg.
Sohn von Anton Wilhelm von Halem (1711-1771); Besuch des Gymnasiums in Oldenburg; 1776-1779 Studium der Theologie und Philologie in Halle und Göttingen; 1780 Hauslehrer in Den Haag; 1783 Hauslehrer in Estland; 1786 Kabinetts- und Privatsekretär des Herzogs Peter Friedrich Ludwig in Oldenburg; heiratet 1788 Sophie Elisabeth Wilhelmine geb. Römer (gest. 1810), mit ihr acht Kinder; 1792 Leiter der Herzoglichen öffentlichen Bibliiothek in Oldenburg; 1810 Aufgabe des Amtes und Auktionsverwalter in Ovelgönne; 1813-1814 Notar; 1814 erneut Leiter der Herzoglichen öffentlichen Bibliothek in Oldenburg, zugleich Herausgeber mehrerer Zeitungen.
731 (S. 117)

Haltermann, Georg Andreas Siegfried
(1772 Okt. 3, Stade - 1852 Jan. 21, Osterholz)
Regierungsrat des Königreichs Hannover in Stade, Hofrat und Mitglied der Provinzialregierung in Bremen-Verden.
1339 (S. 113), 653 (S. 117)

von Harnier, Caspar Simon Eduard Ludwig
(1800 Jan. 23, Frankfurt am Main - 1868 Apr. 16, Frankfurt am Main)
Dr. jur.; Rechtsanwalt, Senator und Bürgermeister in Frankfurt am Main und Bundestagsgesandter.
Sohn des preußischen Legationsrates und großherzoglich hessischen Geheimen Rats Heinrich Wilhelm Karl von Harnier (1767-1823); Studium der Rechtsgeschichte in Göttingen und Heidelberg; 1820 Promotion zum Dr. jur.; danach Rechtsanwalt in Frankfurt am Main; 1824 Ratsschreiber in Frankfurt am Main; 1831 Senator; 1837, 1839 und 1841 Jüngerer Bürgermeister, 1855, 1857 und 1859 Älterer Bürgermeister in Frankfurt am Main; 1843 Schöffe; 1845 Syndicus in Frankfurt am Main; 1848 Jan. 7 - Mai 17 und 1851-1860 Bundestagsgesandter der Freien Stadt Frankfurt; 1850-1851 Bevollmächtigter Frankfurts bei der Dresdner Konferenz; 1862 Amtsabschied und Erhebung in den österreichischen Adelsstand.
1289 f. (S. 92)

von Harnier, Richard Maria
(1775 - 1856 Juni 15)
Dr. med.; Geheimer Hofrat und Arzt in Kassel, Badearzt in Pyrmont und Bundestagsgesandter des Großherzogtums Hessen-Darmstadt.
543 (S. 89), 760 (S. 92)

Hartenstein, Gustav
(1808 März 18 - 1890 Febr. 2)
Professor der Philosophie in Leipzig.
Herausgeber einer Schriftensammlung von Johann Friedrich Herbart in den Jahren nach 1841.
375 (S. 102)

Hartlaub, Carl Friedrich Ludwig
(1792 Febr. 17, Ellrich - 1874 Mai 22, Bremen)
Kaufmann und Senator in Bremen.
Sohn des aus Schweinfurt nach Bremen eingewanderten Buchhalters Johann Christoph Hartlaub; Teilhaber der Firma Johann Lange Sohn, Witwe & Co; heiratet 1813 Aug. 7 die Bremer Pastorentochter Johanna Elise Busch (1785-1867), mit ihr fünf Kinder; Vizepräsident der Handelskammer in Bremen; 1853 Febr. 12 Senator in Bremen; 1868 Mai 8 Amtsniederlegung wegen schwerer Erkrankung.
502 (S. 37)
Hassenpflug, Hans Daniel Ludwig Friedrich
(1794 Febr. 26, Hanau - 1862 Okt. 10, Marburg)
Justiz- und Innenminister im Kurfürstentum Hessen-Kassel, Obertribunalrat im Königreich Preußen und Präsident des preußischen Oberappellationsgerichts zu Greifswald.
Studium der Rechte in Göttingen; 1816 Eintritt in den kurhessischen Staatsdienst; heiratet 1822 Charlotte Amalie (Lotte) Grimm (1793-1833), die Schwester von Jacob und Wilhelm Grimm; 1832-1837 kurhessischer Justiz- und Innenminister; heiratet in zweiter Ehe 1837 Agnes von Münchhausen (1819-1899); 1838 Leiter der Verwaltung des Fürstentums Hohenzollern-Sigmaringen; 1839 Zivilgouverneur des preußischen Staatsrats; 1841 Berufung in preußische Dienste, zunächst als Obertribunalrat in Berlin; 1846 Präsident des preußischen Oberappelationsgerichts zu Greifswald; 1850 Febr. - 1855 Okt. kurhessischer Justiz- und Innenminister.
724 (S. 124)

Häusser, Ludwig
(1818 Okt. 26, Kleeburg im Elsass - 1867 März 17, Heidelberg)
Dr. phil. et habil.; Professor der Geschichte in Heidelberg, Publizist und Politiker. 1835-1836 Studium der Philologie und der Geschichte in Heidelberg und Jena; 1838 Okt. 15 philologische Staatsprüfung in Heidelberg; 1839 März 20 Promotion zum Dr. phil. in Heidelberg; 1839-1840 Gymnasialprofessor in Wertheim; 1840 März-Juni Studienreise nach Paris; 1840 Aug. 31 Habilitation in Heidelberg; 1840 Privatdozent; 1840-1859 Mitarbeiter bei der Augsburger "Allgemeinen Zeitung"; 1841-1845 außerdem Gymnasialprofessor in Heidelberg; 1845 außerordentlicher Professor für Geschichte in Heidelberg; heiratet 1846 in Heidelberg Eleonore Wilhelmine geb. Rettig (1823-1895), mit ihr vier Kinder; 1848 Mitglied des Frankfurter Vorparlaments; 1848-1850 und 1861-1865 Abgeordneter in der Zweiten Kammer der badischen Ständeversammlung; 1849 Nov. 16 ordentlicher Professor der Geschichte in Heidelberg; Mitarbeiter an zahlreichen Zeitungen, so an der "Deutschen Zeitung", der Frankfurter "Zeit" und der "Süddeutschen Zeitung"; 1850 Abgeordneter des Erfurter Unionsparlaments; 1849 Ruf nach Zürich abgelehnt; 1855 Ruf nach Erlangen abgelehnt; 1860 Ruf nach Jena abgelehnt.
1393 (S. 102)

Heeren, Arnold Hermann Ludwig
(1760 Okt. 25, Arbergen bei Bremen - 1842 März 6, Göttingen)
Dr. phil.; Professor der Philosophie und Geschichte in Göttingen.
Sohn des Bremer Pastors und Lehrers Hinrich Erhard Heeren (1728-1811) und der Margarethe Wolters; Privatunterricht in Bremen; 1776 Anfang Besuch der Bremer Domschule; 1779 Okt. 11 Studium der Theologie an der Universität Göttingen; hier auch Studium der Philologie und Geschichte; 1784 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Göttingen mit dem Recht auf eine Privatdozentur; 1785 Juli - 1787 Reise nach Italien und Frankreich; heiratet 1796 Wilhelmine geb. Heyne (1778-1861), 1787 Juni außerordentlicher Professor der Philosophie an der Universität Göttingen; 1799 Professor der Geschichte an der Universität Göttingen; 1801 Ordinarius an der Universität Göttingen.
786 (S. 103), 148 (S. 184)

Heineken, Christian Abraham
(1752 Dez. 10, Bremen - 1818 Juli 20)
Dr. jur.; Advokat, Senator, Bürgermeister und Stadthistoriker in Bremen.
Sohn des Bremer Professors der Arzneikunde Philipp Isaak Heineken (1724-1790); Studium der Rechte am Bremer Gymnasium Illustre; Studium der Rechte in Göttingen; 1774 Okt. 1 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; heiratet in erster Ehe 1776 Dez. 3 Margarethe geb. Schoene (1756-1787), mit ihr vier Kinder; 1779 Dez. 28 Senator in Bremen; heiratet 1789 Apr. 22 in zweiter Ehe Rebekka Margarethe von Post verw. Nonnen (1752-1830); 1792 Nov. 20 Bürgermeister in Bremen; Verfasser einer Bremer Chronik.
576 (S. 37), 568 (S. 40), 1144 (S. 97)

Heineken, Friedrich (genannt Fritz) Wilhelm
(1787 Okt. 18, Bremen - 1848 März)
Dr. jur.; Advokat, Syndicus und Senator in Bremen.
Sohn des Bürgermeisters Christian Abraham Heineken (1752-1818) und der Margarethe geb. Schoene (1756-1787); 1806 Apr. 1 Studium der Medizin am Bremer Gymnasium Illustre; zweijähriges Studium der Medizin in Göttingen, danach Studium der Rechte in Göttingen, 1809 Studium der Rechte in Heidelberg, 1811 Apr. 1 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Heidelberg, Sachführer am Bremer Gericht, 1816 Apr. Staatsanwalt in Bremen; heiratet 1816 Dez. 10 die Senatorentochter Anna Theodore Oelrichs (1797-1865), mit ihr neun Kinder; 1817 Ende Advokat in Bremen; 1818 Jan. 2 zweiter Syndicus in Bremen; 1822 Febr. 26 Senator in Bremen.
611/2 (S. 6), 605/5 (S. 12), 225/2 (S. 17), 792 (S. 19), 595/1 ff. (S. 37), 535 (S. 47), 574 (S. 47), 593/1 (S. 57), 524/1 (S. 58), 524/4 (S. 59), 528/3 (S. 72), 528/5 (S. 72), 697 (S. 86), 1518 (S. 150), 1501 (S. 156), 738 (S. 157), 1030 (S. 157), 1462 (S. 160), 1533 (S. 183), 304 (S. 202)

Heineken, Heinrich Gerhard
(1801 Jan. 18 - 1874)
Dr. jur.; Senator und Richter in Bremen.
Sohn des Arztes und Professors Johannes Heineken; Studium der Rechte; Promotion zum Dr. jur.; 1823 Prüfung vor dem Oberappellationsgericht in Lübeck; heiratet 1830 Febr. 9 in erster Ehe Maria Poll (1810-1840); 1837 Jan. 7 Senator in Bremen; 1849 Übertritt in das neugeschaffene Richterkollegium; heiratet in zweiter Ehe 1868 Dez. 4 Caroline Anna Catharina Piepenberger (geb. 1844); Präsident des Handelsgerichts in Bremen.
1057 (S. 11), 1104 (S. 39), 568 (S. 40), 1116 (S. 60), 603 (S. 213)

Heineken, Johann
(1698 Sept. 11, Bremen - 1781 Okt. 17, Bremen)
Ratsherr in Bremen.
1751 Jan. 12 Ratsherr in Bremen; heiratet Helene Gertrud Smidt, eine Schwester von Johann Smidt d.Ä., mit ihr u.a. den Sohn Conrad Heineken.
853/1 f. (S. 189), 842 (S. 192)

Heineken, Philipp Isaac
(1777-1808)
Dr. jur.; Archivar in Bremen.
Sohn des Bremer Bürgermeisters Christian Abraham Heineken (1752-1818) und der Margarethe geb. Schoene (1756-1787); Studium der Rechte; Promotion zum Dr. jur.; heiratet 1802 Sept. 30 die Senatorentochter Hermanna (Minna) Hanewinkel (1783-1842); Archivar in Bremen.
328 (S. 202)

Heinemann, Carl
Legationsrat und Generalsekretär im Großherzogtum Hessen.
1821 Juni enger Mitarbeiter des Ministers des Auswärtigen im Großherzogtum Hessen, du Thil.
749 (S. 124)

Heise, Georg Arnold
(1778 Aug. 2, Hamburg - 1851 Febr. 6, Lübeck)
Dr. jur.; Professor der Rechte in Heidelberg und Präsident am Oberappellationsgericht in Lübeck.
1798 Okt. Studium der Rechte in Jena und Göttingen; 1802 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; 1802 März 1 außerordentlicher Beisitzer im Göttinger Spruch kollegium; 1803 Privatdozent in Göttingen mit Vorlesungen über deutsches Privatrecht, Lehnrecht und Reichsprozess; heiratet 1804 Elisabeth Isenbart (1775-1831), mit ihr zwei Töchter; 1804 Ruf nach Jena abgelehnt; 1804 außerordentlicher Professor für Kirchenrecht in Göttingen; 1804 Juni 23 ordentlicher Professor für Kirchenrecht in Heidelberg; 1808 Justizrat; 1808 Ruf nach Landshut abgelehnt; 1814 Apr. 23 ordentlicher Professor für Römisches Recht in Göttingen; 1818 Mai Vortragender Rat im Justizdepartement in Hannover; 1819 Abgeordneter der Universität Göttingen in der Zweiten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Hannover; 1820 Apr. Präsident des Lübecker Oberappelationsgerichts, eingeführt 1820 Nov. 13; Ruhestand 1850.
763 (S. 127)

Herbart, Johann Friedrich
(1776 Mai 4, Oldenburg - 1841 Aug. 14, Göttingen)
Studienfreund von Johann Smidt in Jena, Professor der Philosophie und der Pädagogik in Königsberg und Göttingen.
Sohn von Thomas Gerhard Herbart (1739-1809) und Luzia Margareta geb. Schütte (1755- 1802); Privatunterricht; Besuch einer Privatschule in Oldenburg; 1788 Besuch der lateinischen Schule und später des Gymnasiums in Oldenburg; 1794 Okt. 20 Studium der Philosophie in Jena; 1794 Nov. 26 Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; 1797-1800 Hauslehrer im Haus des Karl Friedrich Steiger in Bern; 1800-1802 Erzieher eines jungen Mannes in Bremen, lebt zum Teil im Haus von Johann Smidt; 1802 Okt. 22 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Göttingen; 1802 Okt. 23 Habilitation an der Universität Göttingen; 1802-1808 Schriften zur Pädagogik und Psychologie in Göttingen; 1806 Angebot einer Professur an der Universität Landshut (ausgeschlagen); 1809 Professor für Philosophie und Pädagogik an der Universität Königsberg und Leiter des neu gegründeten pädagogischen Seminars; heiratet 1811 Jan. Marie Drake; Mitglied der wissenschaftlichen Deputation für das Unterrichtswesen (bis 1819) der Prüfungskommission und des städtischen Schuldepartements (bis 1826); 1833 Okt. Professor an der Universität Göttingen.
174 f. (S. 23), 179 (S. 24), 175 (S. 24), 523/1 (S. 40), 375 (S. 102), 730 (S. 117), 1499 (S. 130), 70 (S. 134), 94 (S. 135)

Herbart, Luzia Margareta geb. Schütte
(1755 Apr. 10, Quakenbrück - 1802 Dez. 4, Paris)
Mutter von Johann Friedrich Herbart (1776-1841).
Heiratet 1775 Mai 26 Thomas Gerhard Herbart; 1801 März Trennung von ihrem Mann; folgt 1802 dem Arzt Harbaur nach Paris.
175 (S. 24), 171 (S. 101)

Herbart, Thomas Gerhard
(1739 Aug. 26, Oldenburg - 1809 Aug. 20)
Justizrat in Oldenburg und Vater von Johann Friedrich Herbart (1776-1841).
1758-1761 Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Helmstedt; 1761 dritter Sekretär bei der Regierung in Oldenburg; 1768 zweiter Sekretär bei der Regierung in Oldenburg; 1768 erster Sekretär bei der Regierung in Oldenburg; 1774 Kanzleirat in Oldenburg; heiratet 1775 Mai 26 Luzia Margareta Schütte; 1781 Justizrat in Oldenburg mit Sitz und Stimme in der Regierungskanzlei und im Konsistorium.
176 (S. 24)

Hermann, Friedrich Wilhelm
(1775 Juni 28, Mittweiden - 1819 Jan. 17, Lübeck)
Dr. phil.; Professor am Gymnasium und Stadtbibliothekar in Lübeck, Schriftsteller.
Sohn eines Torschreibers zu Naumburg in ärmlichen Verhältnissen; Besuch von Winkelschulen; 1793 Febr. 22 Studium der Theologie in Leipzig, auch philologische, historische und geographische Studien; 1799 Febr. 7 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Leipzig; 1799 Konrektor in Lübben; 1806 Juli 6 Professor am Gymnasium in Lübeck und Stadtbibliothekar; später Hofrat und Schriftsteller in Lübeck.
780 (S. 103)

Heyse, Johann Georg
(1778-1833)
Buchdrucker, Buchhändler und Expediteur der Bremer Zeitung in Bremen.
815 (S. 53)

Hilken, Lüder
Ratsdiener in Bremen.
767 f. (S. 67), 319 (S. 202)

Himly, Johann Friedrich Wilhelm
(1769 Sept. 29, Braunschweig - 1831 Okt. 4)
Geheimer Legationsrat und Ministerresident des Königreichs Preußen in Frankfurt am Main.
698 (S. 119)

Hintze, Johann August
Oberamtmann in Ottersberg.
729 (S. 113)

von Hinüber, Heinrich
(gest. 1833 Dez. 2)
Freiherr; Generalleutnant des Königreichs Hannover in Frankfurt am Main.
699 (S. 113)

Hoch, Johann Peter Hieronymus
(1779-1831)
Dr. jur.; Senator und Bürgermeister in Frankfurt am Main.
615 (S. 69)

Hodges, Georg Lloyd
Oberst; Geschäftsträger und Generalkonsul des Königreichs Großbritannien bei den Hansestädten.
1252 (S. 95)

Hoffmann, Ernst Emil
(1785 Jan. 17, Darmstadt - 1847 Mai 22, Darmstadt)
Kaufmann und Landtagsabgeordneter im Großherzogtum Hessen-Darmstadt. Kaufmännische Lehre; 1806 Errichtung eines Spezereigeschäfts in Darmstadt; bald statt dessen Handel en gros mit verschiedenen Waren und Vermögen; 1813 Ausrüstung der ersten sechs freiwilligen Jäger Darmstadts auf eigene Kosten; 1823 Schaffung einer Militärvertretungsgesellschaft; 1826 Wahl zum Landtagsabgeordneten in Hessen-Darmstadt; 1829 Aug. Eintritt in die darmstädtische Ständeversammlung; 1832 Wiederwahl zum Landtagsabgeordneten; 1836 Aufgabe der parlamentarischen Tätigkeit und Betätigung als Gemeinderat; Beförderer des Zollvereins.
1345 (S. 124)

Holler, Hermann
(1781-1835)
Kaufmann in Bremen und Cousin von Johann Smidt.
Sohn des Johann Holler (1745-1796) und der Metta Almata geb. Weitsel (1754-1797); seit 1810 Juni für eines oder mehrere Jahre Aufenthalt in England und Westindien; später in Havanna; bleibt unverheiratet.
410 (S. 64), 67 (S. 133), 824 (S. 190)

Holler, Ilsabeth
(1751 Juli 13 - 1829)
Tante mütterlicherseits von Johann Smidt.
Tochter des Melchior Holler (1708-1761) und der Gesche Catharina geb. Edzard (1716-1771), Schwester der Johanne Smidt geb. Holler; bleibt unverheiratet.
481 (S. 17), Kap.3.c. (S. 196), 330 (S. 200)

Holler, Johann
(1745-1796)
Onkel mütterlicherseits von Johann Smidt.
Bruder der Johanne Smidt geb. Holler (1741-1813); heiratet 1775 Metta Almata Weitsel (1754-1797), mit ihr sieben Kinder.
68 (S. 133), 868 (S. 175), 852 (S. 190), 480 (S. 196)

Holler, Johann Hermann
(1818 Aug. 7 - 1868 Dez. 31)
Kaufmann und Inhaber einer Kaffee- und Tabakfirma.
Sohn von Melchior Holler (1781-1828) und Justine geb. Backhaus (1789-1876); heiratet 1844 Mai 4 Adelheid Adele Wardenburg (1825-1846); 1847 gemeinsam mit Friedrich Wilhelm Grote Gründung der Tabakfirma Holler & Grote; heiratet 1849 in zweiter Ehe Emma Johanne Sophie Hegeler (1828-1912); 1852 Mitglied der Bremer Bürgerschaft.
342 (S. 202), 492 (S. 219)

Holler, Melchior
(1708-1761)
Dr. jur.; Ratsherr in Bremen und Großvater mütterlicherseits von Johann Smidt.
1744 Mai 22 Ratsherr der Stadt Bremen; heiratet 1835 Juni 21 Gesche Catharina Edzard (1716-1771).
418 (S. 20), 67 (S. 133), 831 ff. (S. 189), 208 (S. 196), 873/2 (S. 196)

Hoppenstedt, Georg Ernst Friedrich
(1779 Juli 8, Hannover - 1858 Febr. 16)
Dr. phil. h.c.; Geheimer Kabinettsrat im Königreich Hannover und Leiter der Universität Göttingen.
Bruder des hannoverschen Staatsministers Wilhelm Hoppenstedt; 1801 Auditor in Herzberg; 1803 Geheimer Kanzleiauditor; 1806 Geheimer Kanzleisekretär beim Kabinettsminister; 1817 Regierungsrat in Hannover; 1821-1824 Polizeidirektor und Stadtdirektor der Stadt Hannover; 1824 Geheimer Kabinettsrat und Generalsekretär des Staats- und Kabinettsministeriums in Hannover; Leiter der Universität Göttingen; 1837 Sept. 17 Ehrenbürger der Stadt Hannover und Verleihung des Titels Dr. phil. h.c.
605/4 (S. 12), 605/6 (S. 12), 681 (S. 113)

von Hormayr (zu Hortenburg), Josef
(1781 Jan. 20, Innsbruck - 1848 Nov. 5)
Freiherr; Wirklicher Geheimer Rat des Königreichs Bayern, bayerischer Ministerresident in Hannover und Geschäftsträger bei den Hansestädten.
Studium in Innsbruck; 1799-1800 Dienst in der Tiroler Landwehr; 1802 Hofkonzipist an der Wiener Staatskanzlei; heiratet in erster Ehe 1803 Theresia Anderler von Hohenwald (1782-1831); 1808 Direktor des geheimen Hausarchivs; 1809 Hofrat; 1809 bestimmender Anteil an der Tiroler Erhebung; anschließend Mitanführer des sog. "Alpenbundes"; 1813 Verrat dieser Pläne und Sturz; Rehabilitation nach dem Sieg über Napoleon; 1817 Rückkehr aus dem Exil in Brünn; 1820 offizielle Versetzung in den Ruhestand; 1828 Übersiedlung nach München als Wirklicher Geheimer Rat; 1832 bayerischer Ministerresident in Hannover; 1837 bayerischer Geschäftsträger bei den Hansestädten mit Sitz in Bremen; heiratet in zweiter Ehe 1837 Maria Speck von Sternburg (1813-1881); 1847 Vorstand des Münchner allgemeinen Reichsarchivs.
605/4 (S. 12), 652 ff. (S. 82), 895 (S. 186)

Horn, Anton Ludwig Ernst
(1774 Aug. 24, Braunschweig - 1848 Sept. 27, Berlin)
Dr. med., Professor der Medizin in Wittenberg und Erlangen, Arzt an der Charité und Professor an der Medizinischen Klinik in Berlin.
Besuch des Gymnasiums und des Collegiums Carolinum in Braunschweig; 1794 Studium der Medizin in Göttingen; 1797 Promotion zum Dr. med. an der Universität Göttingen; wissenschaftliche Reise durch Deutschland, Ungarn, Frankreich und die Schweiz; danach Arzt in Braunschweig; Ruf als Professor der Medizin, Universität Kiel (abgelehnt); 1804 Professor der Medizin an der Universität Wittenberg; 1805 Professor der Medizin an der Universität Erlangen; 1806 zweiter Arzt der Charité und Lehrer der Medizinischen Klinik in Berlin; 1818 Entlassung auf eigenes Ersuchen; 1819 ordentlicher Professor der Medizinischen Klinik in Berlin.
161 (S. 103), 67 (S. 133)

Horn, Franz Christoph
(1781 Juli 31, Braunschweig - 1837 Juli 19, Berlin)
Lehrer in Berlin und Bremen.
Besuch des Catharineums und des Collegiums Carolinum in Braunschweig; 1799 Ostern Studium der Rechte in Jena; 1799 Sept. 29 Studium der Geschichte, Philologie und Ästhetik in Leipzig; 1803 Lehrer am Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin; 1804-1805 auch öffentliche Vorlesungen in Berlin; 1805 Juli 26 Lehrer am Lyceum in Bremen; 1809 Mai - 1810 Juli Beurlaubung vom Schulamt in Bremen; 1810 Aufenthalt in Berlin; Nervenleiden; Verzicht auf das Schulamt und Erteilung von Privatunterricht.
523/5 (S. 41), 1384 (S. 53), 171 (S. 101)

Horn, Gottlieb Friedrich Carl
(1772 Okt. 24, Braunschweig - 1844 Juni 11, Bremen)
Dr. jur., Sekretär beim Kriminalgericht in Braunschweig und Senator in Bremen.
1789 Febr. 21 Studium am Collegium Carolinum in Braunschweig; 1792 Mai 1 Studium der Rechte in Helmstedt; 1793 Okt. 29 Studium der Rechte in Jena; 1795 Febr. 5 Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; 1795 Sept. 29 Studium an der neu gegründeten Akademie in Braunschweig; vor 1796 März 18 Advokatenexamen in Braunschweig; danach Advokat in Braunschweig; Sekretär beim Kriminalgericht in Braunschweig; 1796-1797 mit Sondergenehmigung seitens Braunschweig Sekretär des preußischen Direktorialgesandten von Dohm während der Kreistage in Hildesheim; 1797-1799 Sekretär des preußischen Direktorialgesandten von Dohm auf dem Rastatter Kongress; 1798 Apr. auch Gesandter Bremens auf dem Rastatter Kongress; 1801 Entlassung aus braunschweigischen Diensten und Mai 6 Ernennung zum zweiten procurator fisci in Bremen; 1801 Aug. 14 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Helmstedt; 1801 Herbst Spezialgesandter Bremens in Berlin und Regensburg wegen der Aufhebung des Elsflether Zolls und der Erwerbung der hannoverschen Besitzungen in Bremen; 1802 Dez. 11 erster lutherischer Senator in Bremen; heiratet 1805 Juli 2 Sophie Schulz; 1805 Ende - 1806 Apr. 18 Bremer Gesandter in Berlin; 1809 Aug. - 1810 Juni Beurlaubung vom Senatsamt; 1810 Ende - 1811 Anfang mehrfache Missionen nach Hamburg; 1811-1813 Richter am hohen Gerichtshof in Hamburg; 1813 Nov. Mitglied der provisorischen Regierungskommission in Bremen; Wiedereinsetzung als Senator und Mitglied des Kriminalgerichts in Bremen.
605/2 (S. 12), 180 (S. 24), 159 (S. 26), 198 (S. 27), 567/1 (S. 33), 565 (S. 34), 441/1 (S. 35), 566 (S. 35), 441/2 (S. 36), 595/6 (S. 38), 595/3 (S. 38), 526/3 (S. 39), 526/1 (S. 39), 523/1 ff. (S. 40), 574 (S. 47), 529 (S. 50), 594 (S. 50), 239 (S. 65), 501 (S. 65), 642 (S. 96), 375 (S. 102), 161 (S. 103), 741 (S. 119), 1350 (S. 131), 117 (S. 135), 127 (S. 147), 124 (S. 152), 1507 (S. 156), 109 (S. 171), 96/2 (S. 179), 134 (S. 182), 354 (S. 203)

Huber, Victor Aimé
(1800 März 10, Stuttgart - 1869 Juli 19, Wernigerode)
Dr. med.; Lehrer in Bremen, Professor der Geschichte und Literaturgeschichte in Rostock, Marburg und Berlin.
Studium der Medizin in Göttingen und Würzburg; 1820 Promotion zum Dr. med.; 1825 Aufenthalt in Paris und Spanien; anschließend historische und sprachwissenschaftliche Studien in Göttingen; 1828 Herbst Lehrer für Geschichte und neuere Sprachen an der Handelsschule, später am Gymnasium in Bremen; 1832 Professor für Neuere Geschichte und abendländische Sprachen an der Universität Rostock, 1836 in Marburg und 1843 Professor für Literaturgeschichte an der Universität Berlin; 1845-1848 Herausgabe der Zeitschrift "Janus"; später Niederlegung des Lehramtes und sozialpolitische Aktivitäten.
1151 (S. 103)

von Hübner, Joseph Alexander
(1811 Nov. 26, Wien - 1892 Juli 20, Wien)
Graf; Gesandter und Diplomat im Kaiserreich Österreich.
Studien an der Wiener Hochschule; Reise nach Italien; 1833 Anstellung im Wiener Staatsdienst in der Staatskanzlei; 1837 Anstellung bei einer Gesandtschaft des Grafen Apponyi nach Paris als Staatskanzler; 1841 Gesandtschaftssekretär auf einer Mission nach Lissabon; 1844 Vertretung der Stelle eines österreichischen Generalkonsuls in Leipzig; 1848 Entsendung nach Mailand; 1859 Polizeiminister, aber noch im selben Jahr Rücktritt; 1866-1868 Botschafter beim Papst; seit 1879 Mitglied des Herrenhauses; 1888 Erhebung in den Grafenstand.
686 (S. 125)

von der Hude, Hermann
(1811 Mai 8 - 1858 Nov. 12)
Dr. jur.; Advokat und Senator in Lübeck.
1837 Advokat; 1848 März 27 Senator in Lübeck.
432 (S. 79)

Hudtwalcker, Martin Hieronymus
(1787 Sept. 15 - 1865 Aug. 16, Hamburg)
Dr. jur.; Advokat und Ratsherr in Hamburg.
Sohn des Hamburger Kaufmanns Nikolaus Hudtwalcker; Besuch der Schule in Kopenhagen und Gotha; Studium der Rechte; 1809 Apr. 15 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Heidelberg; Advokat in Hamburg; heiratet 1817 Dez. Charlotte Amalie von Mengershausen (1796-1870), mit ihr sieben Kinder; durch die Heirat ein Schwager von Josef Anton von Pilat in Wien; 1820 März 29 Ratsherr in Hamburg.
645 (S. 75)

von Humboldt, Friedrich Wilhelm Christian Karl Ferdinand
(1767 Juni 22, Potsdam - 1835 Apr. 8, Tegel bei Berlin)
Staatsmann und Sprachforscher im Königreich Preußen.
1787 Studium der Rechte in Frankfurt an der Oder und in Göttingen; 1790 Referendar am Kammergericht in Berlin; 1791 Ausscheiden aus dem Staatsdienst mit dem Titel eines Legationsrates; 1801 preußischer Geheimer Legationsrat und Geschäftsträger; 1804 Ministerresident und 1806 bevollmächtigter Minister am päpstlichen Hof in Rom; 1809 Geheimer Staatsrat; 1809-1810 Leiter der Sektion für Kultus und Unterricht im preußischen Innenministerium; 1810-1816 außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister in Wien; 1814-1815 zweiter Bevollmächtigter des Königreichs Preußen auf dem Wiener Kongress; 1816 Bevollmächtigter des Königreichs Preußen bei der Eröffnung des Deutschen Bundestages und Mitglied der Territorialregulierungskommission für die neuen preußischen Gebiete beim Deutschen Bundestag; 1817-1818 preußischer Gesandter in London; 1819 Jan. Minister für ständische und kommunale Angelegenheiten; 1819 Dez. Dienstentlassung.
727 (S. 120)

Hüpeden, Ernst Friedrich Georg
(gest. 1845 Okt. 19, Hannover)
Geheimer Finanzrat und Generalsekretär im Finanzministerium des Königreichs Hannover.
595/7 (S. 38), 528/2 (S. 71), 528/3 (S. 72), 680 (S. 113)

Ichon, Jacques Louis Edouard
(1810 Juni 20, Bourdeux - 1890 Jan. 1, Sanford/Osnabrück)
Kaufmann, Schiffsmakler und Reeder sowie königlich belgischer Konsul in Bremen.
Wandert 1827 von Bourdeaux als Vertreter des väterlichen Geschäfts nach Bremen ein; heiratet 1833 Juli 5 Adelgunde (Adele) Johanna Margaretha Gruner (1812-1873), mit ihr neun Kinder; 1843 Erwerb des Bremer Bürgerrechts; 1843 Gründung der Liniendampfschiffahrt auf der Oberweser gemeinsam mit Arnold Duckwitz und einem Hamelner Advokaten; 1842 Gründung einer Dampfschifffahrt zwischen Bremen und Amsterdam; 1844 Leitung beim Entstehen einer ähnlichen, aber regelmäßige Fahrzeiten einhaltenden Linie auf der Unterweser, die bald an Adolf Lüderitz übergeht; 1845 Gründung einer Aktiengesellschaft für den Bremer Dampfschifffahrtsverkehr mit England, 1849 Liquidation; Übernahme der Vertretung englischer Dampfergesellschaften mit Liniendiensten Bremen-London und Bremen-Hull; 1858-1871 königlich belgischer Konsul in Bremen.
1133 (S. 64)

Ida Caroline Louise Fürstin von Schaumburg-Lippe
(1796 Sept. 26 - 1846 Juli 4, Rudolstadt)
Tochter des Fürsten Georg von Waldeck (1747-1813), seit 1816 Juni 23 verheiratet mit dem regierenden Fürsten Georg von Schaumburg-Lippe (1784-1860).
685 (S. 123), 396 (S. 201)

Iken, August Ferdinand Arnold
(1793 Sept. 25 - 1853 Juli 24). - Dr. jur.; Syndicus und Richter in Bremen.
Sohn des Senators Jacob Ludwig Iken (1758-1811) und der Regine Agnes geb. Runge
(1761-1816); Gehilfssekretär am Untergericht in Bremen; heiratet 1827 Juli 31 die Kaufmannstochter Emma Marie Luise Karsten (1809-1876), mit ihr neun Kinder; 1829 Febr. 18 Syndicus in Bremen; 1849 Eintritt in das neugegründete Richterkollegium nach Auflösung des Syndicats in Bremen.
523/4 (S. 42), 513 (S. 43)

Iken, Conrad
(1769 Mai 12, Neuenkirchen bei Bremen - 1830 Mai 7, Bremen)
Pastor der reformierten Gemeinde in Hamburg und an St. Pauli in Bremen.
Sohn des Bremer Pastors Dethard Iken (1740-1810) und der Adelheid geb. Düsing (1716- 1807); 1786 Apr. 14 Studium der Theologie am Bremer Gymnasium Illustre; 1790 Okt. Studium der Theologie in Jena; 1793 Nov. 20 Studium der Theologie in Duisburg; 1794 Okt. Vikar in Hamburg; 1797-1814 Pastor der reformierten Gemeinde in Hamburg; heiratet 1801 Juni 9 die Bremer Eltermannstochter Catharina Meyerhoff (1778-1830), mit ihr drei Kinder; 1814 Juli 3 - 1830 erster Pastor an St. Pauli in Bremen.
449 (S. 22), 451 (S. 22), 259 (S. 25), 442 (S. 25), 160 (S. 103), 67 (S. 133), 1 (S. 222)

Iken, Johann Georg
(1786 Dez. 12 - 1850 Mai 6)
Dr. jur.; Sekretär am Unter-, Civil- und Landesgericht, Senator und Richter in Bremen.
Sohn von Jacob Ludwig Iken (1758-1811) und Regine Agnese geb. Rungen (1760-1816); Studium der Rechte; Promotion zum Dr. jur.; Sekretär am Bremer Unter-, Civil- und Landesgericht; heiratet 1815 Nov. 6 Clarisse Caroline Friederike Wilmans (1790-1873), mit ihr drei Töchter; 1818 Aug. 5 zweiter Obergerichtssekretär in Bremen; 1824 Juli 17 Senator in Bremen; 1849 Übertritt in das neugeschaffene Richtercollegium.
572 (S. 43), 124 (S. 152)

Iken, Justin Friedrich Wilhelm
(1785 Nov. 17, Bremen - 1866 Mai 12, Bremen)
Kaufmann und Weinhändler, Senator in Bremen.
Teilhaber, später Inhaber der Weinhandelsfirma Buxtorf, Wichelhausen & Co.; heiratet 1812 Dez. 20 die Bremer Pastorentochter Charlotte Rebecka Elise Klugkist (1792-1829), mit ihr drei Kinder; 1830 Eltermann in Bremen; 1831 Apr. 26 Senator in Bremen; heiratet 1832 Aug. 9 in zweiter Ehe Clementine Antoinette Post (1810-1885), mit ihr keine Kinder; 1860 Juni 1 Amtsniederlegung aus Altersgründen.
595/9 (S. 39), 573 (S. 43)

Jahn, Jakob
(1770-1844)
Dr. jur.; Advokat und Landsyndicus der schleswig-holsteinischen Ritterschaft in Kiel.
628 (S. 125), 381 (S. 203)

Jahn, Juliane (genannt Julie) geb. Trendelenburg
(1778-1852)
Ehefrau von Jakob Jahn (1770-1844).
Tochter des Professors der Rechte Adolf Friedrich Trendelenburg und der Juliane Brunsich. Kindheit in Bremen; heiratet Jakob Jahn (1770-1844), Syndicus zu Kiel, mit ihm neun Kinder; Jugendfreundin von Johanne Wilhelmine Smidt geb. Rohde.
1499 (S. 130), 381 (S. 203)

von Jordan, Johann Ludwig
(1773 Sept. 3, Berlin - 1848 Sept. 4, Dresden)
Wirklicher Geheimer Legationsrat im Königreich Preußen und Mitglied der preußischen Gesandtschaft auf dem Wiener Kongress.
Studium der Rechte in Halle; 1799 Geheimer Sekretär esden.
1313 (S. 120)


von Kamptz, Carl Georg Ernst Albert Ludwig
(1808-1870)
Legationsrat und Gesandter des Königreichs Preußen.
Neffe von Karl Christoph Albert Heinrich von Kamptz (1769-1849); preußischer Legationsrat; 1859 preußischer Gesandter in der Schweiz; 1867 preußischer Gesandter in Hamburg und Mecklenburg.
1154 (S. 82)

Kerner, Johann Georg
(1770 Apr. 9, Ludwigsburg - 1812 Apr. 7, Hamburg)
Dr. med.; Arzt und Diplomat. Sohn des Oberamtmanns Christoph Ludwig Kerner und Bruder des Dichters Justinus Kerner (1786-1862); Besuch der Karlsschule in Stuttgart; 1791 Studium der Medizin in Straßburg; 1792 Fußreise nach Paris und Miterleben der Revolution bis 1794; kurzfristig Flucht in die Schweiz, 1795 Anfang Rückkehr nach Paris; 1795-1801 Bekannter und Sekretär des französischen Ministerresidenten bei den Hansestädten, Karl Friedrich Reinhard; Niederlassung in Hamburg; 1802 März- Juli Herausgabe der Zeitschrift "Der Nordstern"; 1802 Aug.-Okt. Aufenthalt in Schweden; danach als praktischer Arzt in Kopenhagen; hier auch Promotion zum Dr. med.; 1803 Arzt in Hamburg; heiratet 1804 Mai 27 Johanna Friederike Duncker; 1807-1810 Agent des Bremer Senats bei den französischen Autoritäten in Hamburg.
523/2 (S. 41), 178 (S. 104)

Kessler, Georg Wilhelm
(1782 März 24, Herpf/Meiningen - 1846 Mai 18, Berlin)
Preußischer Oberfinanzrat in Brandenburg und Regierungspräsident in Arnsberg.
1351 (S. 120)

von Kielmannsegge, August Friedrich Adolph
Graf; Geheimer Legationsrat im Königreich Hannover und bevollmächtigter Minister am Königlichen Hof in London.
1285 (S. 113), 1321 (S. 116)

von Kieser, Dietrich Georg
(1779 Aug. 24, Harburg - 1862 Okt. 11)
Dr. med.; Professor der Medizin und Mitglied des Senats in Jena, Geheimer Hofrat im Königreich Preußen.
Besuch des Gymnasiums in Lüneburg; Studium der Medizin in Würzburg und Göttingen; 1804 Promotion zum Dr. med.; Habilitierung als Arzt in Winsen an der Luhe; 1807 Stadtphysikus und Brunnenarzt in Northeim; 1813 außerordentlicher Professor in Jena; 1814 Wachtmeister und Feldarzt in einem reitenden Freicorps; 1815 Übertritt in preußische Dienste; nach seiner Rückkehr nach Jena Titel des preußischen Hofrates wegen seiner Verdienste als Feldarzt; 1818 Honorarprofessor und Beisitzer der medizinischen Fakultät in Jena; 1824 ordentlicher Professor an der Universität Jena; 1828 preußischer Geheimer Hofrat und Mitglied des Senats in Jena; 1831 Vertreter der Universität beim Landtag und 1848 beim Frankfurter Vorparlament.
1357 (S. 120)

Kindt, Georg Christian
(1793 Aug. 23, Lübeck - 1869 März 1, Bremen)
Apotheker in Bremen.
Sohn des Lübecker Apothekers Gabriel Ludolph Kindt und der Sophia Christina Trendelenburg;
1809 Lehrzeit bei einem als Chemiker geschätzten Apotheker in Hameln; Gehilfe in einer Apotheke in Erlangen; 1815 Teilnahme an der hanseatischen Legion im Feldzug gegen Napoleon; danach Tätigkeit in Lübeck; 1818-1854 Inhaber der ehemals Rhodeschen Sonnenapotheke in der Sögestraße; heiratet 1820 Nov. 19 die Bremer Eltermannstochter Charlotte Amalie von Kapff (1796-1867), mit ihr fünf Kinder.
1209 (S. 53)

Kirchenpauer, Gustav Heinrich
(1808 Febr. 2, Hamburg - 1887 März 4, Hamburg)
Dr. jur.; Ratsherr und Bürgermeister in Hamburg und Bundestagsgesandter, Mitglied der Nationalversammlung.
Sohn des Hamburger Kaufmanns Johann Georg Kirchenpauer; Besuch der Schule in St. Petersburg und des Gymnasiums in Dorpat; Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Dorpat und Heidelberg; 1831 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Heidelberg; 1832 Advokat in Hamburg; 1834-1835 Redakteur der Hamburger "Neuen Zeitung"; 1836-1840 Mitarbeiter bei der Abendzeitung der "Börsenhalle"; 1840 Sekretär und erster Bibliothekar der Kommerzdeputation; seit 1840 mehrere Missionen in Kopenhagen, Hannover, Berlin, Dresden und Frankfurt am Main; 1842-1843 Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft; 1843 Dez. 4 Ratsherr in Hamburg; heiratet 1843 Dez. in Dresden Juliana Dorothea Krause; 1848 Mitglied der Nationalversammlung; 1851 Bundestagsgesandter; 1868-1887 Bürgermeister in Hamburg.
1051 (S. 9), 1100 (S. 31), 1175 ff. (S. 75)

Koch, Johann Ludwig
(1772 Nov. 1, Niederklein bei Kirchhain - 1853 Mai 2, Wiesbaden)
Dr. jur.; Geheimer Regierungsrat im Herzogtum Nassau; Kirchen- und Oberschulrat sowie Leiter der Landesbibliothek in Wiesbaden.
Studium der Philosophie und der katholischen Theologie; 1798 Priesterweihe und Kaplan in Aschaffenburg; 1805 Geheimsekretär Dalbergs in Kirdorf; 1807 Studium der Rechte in Aschaffenburg; Gerichtsassessor und Universitätsprofessor in Aschaffenburg; 1815 herzoglich-nassauischer Kirchen- und Oberschulrat in Wiesbaden; 1821 Geheimer Regierungsrat; heiratet 1821 Susanne Reisert (1786-1864); 1837-1851 Oberbibliothekar und Leiter der Landesbibliothek in Wiesbaden; Initiator des Nassauischen Kunstvereins.
1368 (S. 125), 1499 (S. 130)

Koeppen, Johann Friedrich
(1775 Apr. 21 in Lübeck - 1858 Sept. 5, Erlangen)
Pastor an St. Ansgari in Bremen, Professor der Philosophie in Landshut und Erlangen.
Sohn des Pastors Johann Gerhard Koeppen; Besuch der Schule in Lübeck; 1793 Studium der Philosophie an der Universität Jena; 1794 Nov. 26 Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; 1795 Okt. 13 Studium der Theologie in Göttingen; 1797 Reise in die Schweiz mit Johann Smidt und Raison; 1798 Sommer theologisches Examen in Lübeck; 1798 Privatlehrer in Lübeck; 1804 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Göttingen; 1804 Okt. Pastor an der Ansgarikirche in Bremen; 1804 Nov. 25 Ordination zum lutherischen Pastor in Lübeck; 1805-1807 zweiter Scholarch an der Ansgarikirche in Bremen; heiratet 1806 Apr. 25 in erster Ehe seine Cousine Margarethe Kaeselau gesch. Kahlen; 1807-1826 Professor der Philosophie an der Universität Landshut; 1826 Professor der Philosophie an der Universität Erlangen; heiratet 1831 Sept. 3 in zweiter Ehe Charlotte Amalie Platzmann; 1845 Emeritierung.
515 (S. 18), 179 (S. 24), 1512 (S. 132), 67 (S. 133), 113 (S. 134)

Kohl, Johann Georg
(1808 Apr. 28, Bremen - 1878 Okt. 28, Bremen)
Dr. h.c.; Reiseschriftsteller und Stadtbibliothekar in Bremen.
Sohn des Bremer Weinhändlers Elard Kohl; 1827 Ostern Studium der Rechte in Göttingen, Heidelberg und München; nach drei Jahren durch den Tod des Vaters Abbruch des Studiums; 1830-1836 Hauslehrer in Kurland; von hier aus erste Reisen durch Kurland, Livland, St. Petersburg, Moskau und ins südliche Russland; 1838 Rückkehr nach Dresden; zahlreiche Veröffentlichungen von Reisebeschreibungen; seit 1850 Studien über Amerika; 1853 Übersiedlung nach Amerika; 1858 Rückkehr nach Bremen; 1863 Okt. Stadtbibliothekar in Bremen; zugleich Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen, v.a. der Weser-Zeitung, der Augsburger Allgemeinen Zeitung sowie den Göttingischen Gelehrten Anzeigen; bleibt unverheiratet.
1129 (S. 53), 888 (S. 186)

Kohlmann, Johann Melchior
(1795 Jan. 21, Bremen - 1864 Dez. 15, Bremen)
Pastor in Mittelsbüren und Horn, Kirchenhistoriker.
1815 - 1818 Studium der Theologie in Tübingen; 1818 Juli 15 Ordination zum Pastor in Bremen; 1818 Juli 26 - 1819 Apr. 25 Pastor in Wasserhorst; 1819-1829 Pastor in Mittelsbüren bei Grambke; heiratet 1821 Juni 21 in erster Ehe Johanna Amalie Grote; 1829 Mai - 1864 Dez. 16 Pastor in Horn; heiratet 1832 Mai 13 in zweiter Ehe M. von Lingen.
409 (S. 54), 1511 (S. 147), 356 (S. 203)

Kottmeier, Alexander Carl Conrad Adolph
(1803 Aug. 7, Hartum im Kreis Minden - 1876 März 20, Bremen)
Dr. jur.; Advokat und Senator in Bremen.
Sohn des Bremer Dompastors Adolph Georg Kottmeier; Studium der Rechte; Promotion zum Dr. jur.; 1826 Staatsprüfung vor dem Oberappellationsgericht in Lübeck; danach Advokat in Bremen; 1854 Juni 21 Senator in Bremen.
1451 (S. 44)

Krägelius, Sophie
Gesellschafterin und Erzieherin im Hause Smidt.
Betreut zunächst die Mutter Johanne Smidt geb. Holler; 1804-1805 Betreuung der Kinder von Johann Smidt und Johanne Wilhelmine Smidt geb. Rohde bei deren Abwesenheit aus Bremen.
470 (S. 16), 136 (S. 67), 338 (S. 198), 382 (S. 203)

Krüger, Daniel Christian Friedrich
(1819-1896)
Ministerresident der Hansestädte in Dänemark.
1242 (S. 82)

Krüger, Wilhelm Georg
(1774, Lüneburg - 1835, Bauske)
Studienfreund von Johann Smidt in Jena und Pastor in Bauske.
1793 Ostern Studium der Theologie in Jena; Mitglied in der Naturforschenden Gesellschaft; 1796 auswärtiges Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; 1796 Lehrer an Salzmanns Erziehungsinstitut in Schnepfental; 1797 - ca. 1799 Hauslehrer in Kurland; vor 1802 Einrichtung eines Erziehungsinstituts; 1812 Pastor in Bauske im Kurland.
180 (S. 24), 665 (S. 41)

Kulenkamp, Gustav Conrad
(1800 Juli 22, Bremen - 1877 Sept. 26, Bremen)
Dr. jur.; Amtmann in Vegesack und Richter in Bremen.
Studium der Rechte; Promotion zum Dr. jur.; 1823 Prüfung vor dem Oberappellationsgericht in Lübeck; heiratet 1825 Mai 25 die Kaufmannstochter Amalia Rebecca Mooyer (1802-1865); 1835 Amtmann in Vegesack; 1850 Richter in Bremen.
1128 (S. 54), 1116 (S. 60)

Kulenkampff, Betty
Hausdame und Erzieherin im Hause Smidt, Gesellschafterin.
1805 Aug. 1 - Sept. 1 Vorsteherin der Dienstboten im Hause Smidt und Betreuerin von Johann Hermann Smidt; 1805 Nov. 1 Gesellschafterin der Frau von Platen bei Stade.
383 (S. 203)

Lameyer, Elisabeth (genannt Elise) geb. Kulenkamp
(1797 Dez. 25, Bremen - 1862 Jan. 3, Erlangen)
Ehefrau von Christian Hermann Jacob Lameyer (1790-1856).
Tochter des Bremer Kaufmanns und dänischen Konsuls Arnold Kulenkamp und der Charlotte Amalie geb. Platzmann; heiratet 1816 Juni 16 den Kaufmann und Zuckerfabrikbesitzer Christian Hermann Jacob Lameyer (1790-1856), mit ihm acht Kinder; nach dem Bankrott von Lameyer in Südamerika Übersiedlung zur Mutter nach Erlangen.
384 (S. 203)

Lameyer, Johann Matthias
(1752 Febr. 18, Bremen - 1825 Apr. 13)
Kaufmann und Inhaber einer Assecuranz-Compagnie, Eltermann und Senator in Bremen.
Sohn des Friedrich Lameyer (1723-1757) und der Christine Elisabeth Rouwe; 1782 Jan. 8 Bremer Bürgereid; heiratet 1784 Mai 11 in erster Ehe Johanna Gesine Charlotte Mehne; heiratet 1787 Aug. 5 in zweiter Ehe die Kaufmannstochter Hanna Margaretha geb. Thorspecken (1769-1852), mit ihr fünf Kinder; 1801 Okt. 6 Eltermann in Bremen; 1809 Juli 29 Senator in Bremen.
577 f. (S. 44), 874/1 (S. 172)

Lampe, Heinrich
(1773 Juni 6, Bremen - 1825 Aug. 7, Wiesbaden)
Dr. jur.; Advokat, Notar und Sekretär des Nieder- und Obergerichts, Senator in Bremen.
Sohn des Bürgermeisters Heinrich Lampe (1746-1817); Privatunterricht; Besuch des Paedagogium in Bremen; 1790 Juli 1 Studium der Rechte am Bremer Gymnasium Illustre; 1791 Okt. 24 Studium der Rechte in Göttingen; 1795 Juni 30 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; Reise durch Leipzig, Dresden, Berlin und Hamburg; 1795 Herbst - 1802 Advokat und seit 1796 auch Notar in Bremen; heiratet 1795 Dez. 5 in erster Ehe die Senatorentochter Gesa Catharine Hanewinkel (1776-1797), mit ihr eine Tochter; heiratet 1799 Apr. 14 in zweiter Ehe die Schwester seiner verstorbenen Frau, Sophie Hanewinkel (1781-1828), mit ihr neun Kinder; 1802 Juni 4 Gastgerichtssekretär, später Sekretär des Niedergerichts; 1811-1813 Notar und Hilfsrichter; 1813 zweiter Obergerichtssekretär; 1818 Juli 27 Senator in Bremen.
258 (S. 44), 67 (S. 133), 97/2 (S. 144), 1531 (S. 158)

Lampe, Henriette Adelheid
(1789 Aug. 17, Bremen - 1860 Jan. 18, Emden)
Tochter von Heinrich Lampe (1746-1817).
Heiratet 1832 Apr. 4 den Emdener Pastor Conrad Hermann Metger (1769-1852), mit ihm keine Kinder.
385 (S. 203)

Lampe, Hermann Christian Heinrich Julius
(1808 Juli 11, Bremen - 1884 Jan. 12, Bremen)
Dr. jur.; Advokat, Sachführer am Kriminalgericht und Senator in Bremen.
Sohn des Bremer Senators Heinrich Lampe (1773-1825) und der Sophie geb. Hanewinkel (1781-1828); Studium der Rechte; Promotion zu Dr. jur.; 1835 Sachführer am Kriminalgericht in Bremen; heiratet 1837 Sept. 21 Henriette (Henny) Anna Hermanna Segelken (1816-1901), mit ihr vier Kinder; Bürgerschaftsvertreter in Bremen; 1854 Febr. 25 Senator in Bremen; 1876 Okt. 3 Austritt aus dem Senatorenamt wegen mangelnder Gesundheit.
569 (S. 44)

Lange, Gerhard
(1771 Apr. 4, Bremen - 1795 Apr. 5, Naumburg)
Schul- und Studienfreund von Johann Smidt.
Sohn von Dr. jur. Johann Lange und Konstantia Elisabeth Doniern; Besuch des Bremer Paedagogium; 1790 Jan. 16 Studium der Theologie am Bremer Gymnasium Illustre; 1792 Apr. 26 Studium der Medizin in Jena; stirbt auf der Reise mit Johann Smidt von Jena nach Bremen.
470 (S. 16), 469 (S. 16), 201/1 (S. 18), 455 (S. 21), 450 (S. 22), 140 (S. 25), 260 (S. 25), 259 f. (S. 25), 249 (S. 26), 197 (S. 27), 257 (S. 100), 160 (S. 103), 12 (S. 177), 856 (S. 222)

Lange, Johann Georg
(1776/1777, Bremen - 1851 Juni 3)
Bruder von Gerhard Lange (1771-1795) und Rentier in Bremen.
1796 Okt. Studium in Jena.
253 (S. 25)

Lappenberg, Johann Martin
(1794 Juli 30, Hamburg - 1865 Nov. 28, Hamburg)
Dr. jur.; Ministerresident der Freien Stadt Hamburg in Berlin, Archivar und Geschichtsforscher.
Sohn des Hamburger Arztes Valentin Anton Lappenberg (1759-1819); Studium der Medizin in Edinburgh; 1815 Studium der Jurisprudenz in Berlin; 1816 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; Advokat in Hamburg; 1819 Wahl zum Hamburger Ministerresidenten in Berlin; 1823 Mai 28 Archivar in Hamburg; heiratet 1825 in erster Ehe Emilie Baur (1802-1825); heiratet 1827 Jan. 1 in zweiter Ehe Marianne Baur (1806- 1849), mit ihr sechs Kinder; 1846 Teilnehmer der Germanistenversammlung in Frankfurt am Main; 1864 Ruhestand.
1168 (S. 76), 1222 (S. 88), 857 (S. 216)

Lasius, Ernst Friedrich Otto
(1797 Okt. 4, Hannover - 1888 März 4, Oldenburg), Oberbaudirektor in Oldenburg.
Heiratet Henriette Juliane geb. Baylon (1802-1855), Erzieherin der Töchter des Oldenburger Erbprinzen.
1309 (S. 117)

Lautsch, Johann Friedrich
(1772 Juli 5, Ringstede bei Hanau - 1799 Apr. 10)
Schul- und Studienfreund von Johann Smidt.
Besuch des Bremer Paedagogium; 1792 Okt. 15 Studium der Rechte am Bremer Gymnasium Illustre; 1793 Ostern Studium der Rechte in Jena; 1795 Dez. 31 Geburt der unehelichen Tochter Lenchen in Jena; 1797 Juli 28 Obergerichtsprokurator in Bremen.
442 (S. 25), 140 (S. 25), 501 (S. 65), 160 (S. 103), 67 (S. 133), 12 (S. 177)

Le Picque, Johann Philipp
(1776, Alzey - 1815 Dez. 17)
Studienfreund von Johann Smidt in Jena und Pastor der reformierten Gemeinde in Mannheim.
1792 Mai 4 Studium der Theologie in Jena; Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; 1795 Herbst Übersiedlung nach Heidelberg; 1803 Pfarrer in Erlangen; 1805 Kandidatur für die Pastorenämter an St. Ansgari, St. Stephani und Unser Lieben Frauen in Bremen; 1805 Dez. 5 Wahl zum dritten Pastor an St. Stephani in Bremen (ausgeschlagen); 1805 erster Pfarrer der deutsch-reformierten Gemeinde in Mannheim.
159 f. (S. 26), 273 (S. 53), 161 (S. 103), 264 (S. 107), 67 (S. 133)

Lehmkuhl, Johann Friedrich
Landmann und Kaufmann in Bremen.
Bevollmächtigter der achten Assekuranzkompagnie mit einem Comptoir im Lokal des Museum; Bürgerschaftsvertreter in Bremen.
1132 (S. 64)

von Lenthe, Ernst Friedrich Wilhelm
(geb. 1806)
Geheimer Legationsrat im Königreich Hannover, Gesandter und bevollmächtigter Minister am Badener Hofe und bei der Freien Stadt Frankfurt am Main.
1340 (S. 113)

von Leonhardi, Jacob Friedrich
(1778-1839 Apr. 6)
Freiherr; Dr. jur.; Wirklicher Geheimer Rat im Großherzogtum Hessen-Darmstadt und Bundestagsgesandter der acht souveränen Fürsten der 16. Kurie.
671 (S. 92)

von Leonhardi, Philipp Friedrich Wilhelm
(1812 Dez. 1, Frankfurt am Main - 1856 Dez. 5, Frankfurt am Main)
Freiherr; Dr. jur.; Ministerresident des Großherzogtums Hessen-Darmstadt am vormalig nassauischen Hofe und bei der Freien Stadt Frankfurt am Main, Geheimer Legationsrat im Herzogtum Nassau.
Sohn des Geheimen Rats und Bundestagsgesandten Jacob Friedrich von Leonhardi (1778- 1839); Universitätsstudien in Leipzig, Heidelberg und Berlin; 1833 Promotion zum Dr. jur. in Gießen; danach historisch-bundesrechtliche Studien; Ruf nach Kassel in das kurfürstliche Ministerium; 1847 bevollmächtigter Minister des Großherzogtums Hessen- Darmstadt am vormalig nassauischen Hofe und bei der Freien Stadt Frankfurt; 1855 Geheimer nassauischer Legationsrat; heiratet 1856 Juni 28 Auguste geb. von Dungern, die Tochter des nassauischen Staatsministers und Bundestagsgesandten.
1264 (S. 125)

von Lepel, Georg Ferdinand
(1779 Nov. 27 - 1873 Nov. 10)
Freiherr, Dr. jur., Geheimer Rat im Kurfürstentum Hessen-Kassel und Bundestagsgesandter, Staatsminister im Herzogtum Sachsen-Coburg.
Studium der Rechte in Marburg und Göttingen; 1798 Legationssekretär der Gesandtschaft von Kurhessen am Reichstag in Regensburg; 1805 am Kaiserhof in Wien; heiratet 1810 Christine von Stubenrauch (1781-1812); zweiter kurhessischer Bevollmächtigter beim Wiener Kongress; 1816 Aug. Gesandter Kurhesssens in Wien und Salzburg; 1817 Febr. Gesandter Kurhessens am Bundestag; heiratet 1818 in zweiter Ehe Elisabeth von Günderrode (1792-1850); Oberappellationsgerichtsrat; 1823 Aug. 23 Abberufung vom Bundestag; 1840 dirigierender Geheimer Rat und Staatsminister des Herzogtums Sachsen- Coburg und Gotha; heiratet 1865 in dritter Ehe Wilhelmine von Meyern-Hohenberg (1828-1887).
701 (S. 93)

Lepsius, Carl Peter
(1775 Juni 25, Naumburg - 1853 Apr. 23)
Direktor des preußischen Landratsamtes und Bürgermeister in Naumburg.
Sohn des Naumburger Oberbürgermeisters Johann August Lepsius; Ausbildung am Domgymnasium zu Naumburg; 1793 Studium der Rechte in Jena; Studium der Rechte in Leipzig; Assessor im Magistratskollegium in Naumburg; 1810 Stadtrichter in Naumburg und zugleich Advokat; 1812 Finanzprokurator des Königreichs Sachsen für den thüringischen Kreis; nach dem Übergang Naumburgs an Preußen Direktor des Landratsamtes des Naumburger Kreises; 1828-1833 zugleich Bürgermeister in Naumburg; 1841 Amtsausschied.
1424 (S. 120), 67 (S. 133)

von Lerchenfeld, Maximilian Emanuel
(1778-1843)
Freiherr; Staatsminister und Gesandter im Königreich Bayern und Bundestagsgesandter.
1817-1825 und 1833-1834 Staatsminister der Finanzen im Königreich Bayern; heiratet Louise von Hailbronner (gest. 1834); 1826-1833 und 1842-1843 Bundestagsgesandter des Königreichs Bayern; 1835-1842 bayerischer Gesandter in Wien.
667 (S. 93)

Lichtenstein, Martin Heinrich
(1780 Jan. 10, Hamburg - 1857 Sept. 3, Kiel)
Dr. med.; Geheimer Rat, Professor der Zoologie und Direktor des Zoologischen Museums in Berlin.
Sohn des Professors Anton August Heinrich Lichtenstein in Helmstedt; 1804 Arzt und Naturforscher in Kapstadt; 1811 Professor für Zoologie an der Universität Berlin; 1813 Direktor des Zoologischen Museums in Berlin.
1358 (S. 404)

von Liebe, Friedrich August Gottlob
(1809 Dez. 18, Braunschweig - 1885 Apr. 9, Berlin)
Dr. jur.; Legationsrat im Herzogtum Braunschweig und Bundestagsgesandter, Verfasser rechtswissenschaftlicher Schriften.
1828-1830 Studium der Rechte in Göttingen; 1830 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; anschließend Advokat und Notar in Braunschweig; 1837 Eintritt in den braunschweigischen Staatsdienst als Kreisgerichtsassessor in Wolfenbüttel; 1841 Kanzleisekretär im herzoglichen Staatsministerium; 1847 Hofrat und Mitglied der Kommission zur Ausarbeitung einer Allgemeinen Deutschen Wechselordnung; 1848 Apr. Ernennung zum Bundestagsgesandten des Herzogtums Braunschweig; 1849 Mitglied des Verwaltungsrats der preußischen Union; 1850 Vertreter Braunschweigs im provisorischen Fürstenkollegium; 1850-1851 Bevollmächtigter Braunschweigs und Lippes bei der Dresdner Konferenz; 1851 Geschäftsträger Braunschweigs und Oldenburgs in Berlin; seit 1854 auch Geschäftsträger des Herzogtums Nassau in Berlin; 1861-1867 Finanzminister im Herzogtum Braunschweig; 1867-1885 Ministerresident des Herzogtums Braunschweig in Berlin und Bevollmächtigter im Bundesrat des Norddeutschen Bundes bzw. des Deutschen Reiches.
1444 f. (S. 93)

von Linden, Franz Joseph Ignaz
(1804 Juni 7 - 1895 Mai 31)
Reichsfreiherr; Innen- und Außenminister sowie Gesandter im Königreich Württemberg.
Studium der Rechte in Tübingen und Frankreich; danach Richter in Württemberg; 1839- 1848 Vertreter der Ritterschaft in der Zweiten Kammer; 1842-1850 Präsident des katholischen Kirchenrats; 1847 Mitglied des Geheimen Rats; 1848 März 6 Ernennung zum Innenminister im Königreich Württemberg, aber Entlassung am selben Tag infolge heftiger Proteste der Bevölkerung; 1850 Juli 1 - 1864 Sept. 20 erneut Innenminister im Königreich Württemberg und 1850-1851 und 1854-1855 zusätzlich Außenminister; 1865 Gesandter in Frankfurt am Main und bei den hessischen Höfen; 1868 Gesandter beim Berliner Zollparlament; 1868-1893 Mitglied der Ersten württembergischen Kammer.
1387 (S. 125)

Lindner, Friedrich Georg Ludwig
(1772 Okt. 23, Mitau/Livland - 1845 Mai 11, Stuttgart)
Dr. med.; Arzt in Wien, Publizist, Legationsrat und Leiter der Staatszeitung im Königreich Bayern.
1790 Studium der Theologie in Jena; 1792 Studium der Medizin in Jena; Mitglied in der Naturforschenden Gesellschaft; Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; Studium der Medizin in Würzburg; 1796 Okt. 29 Studium der Medizin in Göttingen; 1797 Promotion zum Dr. med. an der Universität Jena; 1800 Niederlassung als Arzt in Wien; Herausgabe der "Zeitung für Industrie und Handlung" und der Wiener Wochenschrift "Das Sonntagsblatt"; heiratet 1810 Elise Reiffinger (geb. 1789); 1809 Übersiedlung nach Weimar; 1812 Niederlassung in Jena als Professor extraordinarius; 1813-1814 Professor der Philosophie in Jena; 1814 Rückkehr nach Kurland auf das Gut seines Vaters; 1817 Redakteur des Weimarer "Oppositionsblattes"; 1818 Redakteur der "Europäischen Annalen"; 1828 zusammen mit Heinrich Heine Herausgeber der "Neuen allgemeinen politischen Annalen"; Umzug nach Augsburg, später nach München, hier offiziöser bayerischer Publizist; 1832 Titel des Legationsrats und Leitung der baierischen Staatszeitung; Übersiedlung nach Stuttgart.
181 (S. 104)

von Lingen, Caspar
(1755 Aug. 2, Bremen - 1837 Jan. 12, Bremen)
Dr. jur.; Notar und Obergerichtsprokurator, Senator in Bremen.
1772 Juli 13 Studium der Rechte am Bremer Gymnasium Illustre; 1775 Okt. 11 Studium der Rechte in Göttingen; 1784 Obergerichtsprokurator in Bremen; 1784 Juli 12 Bürgereid; 1784 Nov. 17 Gelehrteneid und Notar in Bremen; 1788 Niederlegung der Prokuratur; 1788 Juli Promotion zum Dr. jur.; heiratet 1788 Nov. 16 in erster Ehe Gesche Margarethe de Hase (1763-1797), mit ihr vier Kinder; 1788 Nov. 14 Ernennung zum Professor der Rechte am Bremer Gymnasium Illustre (nicht angetreten); 1789 Sept. 15 Ratsherr der Stadt Bremen; heiratet 1798 Juli 2 in zweiter Ehe seine Cousine und Jugendfreundin Johanna Susanna Wilhelmi (1759-1850), mit ihr zwei Kinder; 1811 Febr. 16 - 1811 Aug. 20 provisorischer Munizipalrat, 1813 Nov. 6 Senator in Bremen.
580 (S. 44), 428 (S. 44), 422 (S. 118), 68 (S. 133), 480 (S. 196)

von Lingen, Gesche Margarethe geb. de Hase
(1763 Juni 23 - 1797 März)
Ehefrau von Caspar von Lingen (1755-1837).
Tochter des Daniel de Hase (1721-1776) und der Henriette Catharina Holler (1738-1763); Halbschwester der Henriette Catharina Rump geb. de Hase; heiratet 1788 Nov. 16 Caspar von Lingen (1755-1837), mit ihm vier Kinder.
470 (S. 16), 428 (S. 44), 419 (S. 56), 68 (S. 133)

Löning, Albert
(1767 Okt. 3, Bremen - 1849 Dez. 17, Bremen)
Leinenhändler, Eltermann und Senator in Bremen.
Sohn des Bremer Kaufmanns Michael Löning (1717-1794) und der Brauerstochter Gesche von Hoorn (1733-1805); 1805 Besitzer eines Landgutes in Oberneuland; 1807 Okt. 6 Eltermann in Bremen; 1811 französischer Munizipialrat; 1816 Apr. 16 Senator in Bremen; bleibt unverheiratet.
570 f. (S. 45), 524/1 (S. 58)

Luden, Heinrich
(1780 Apr. 10, Loxstedt - 1847 Mai 23, Jena)
Dr. phil., Professor der Philosophie und Geschichte in Jena, Redakteur.
Besuch des Domgymnasiums in Bremen; 1799 Apr. 11 Studium der Theologie in Göttingen; Studium der Philologie, Philosophie und Geschichte in Göttingen; 1803 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Göttingen; 1804 Sept. Hauslehrer bei Staatsrat Hufeland in Berlin; 1806 Mai außerordentlicher Professor der Philosophie an der Universität Jena; 1808 ordentlicher Honorarprofessor an der Universität Jena; 1810 ordentlicher Professor der Geschichte an der Universität Jena; Hofrat in Jena; 1814-1818 Herausgeber der Zeitschrift "Nemesis"; 1814 Sept. 10 Bewerbung um die Stelle als Rektor einer Schule zu Bremen und als Redakteur der Bremer Zeitung; 1815 Dez. 18 Bewerbung um die Stelle als Redakteur der Bremer Zeitung; Professor für alte Geschichte an der Universität Jena; 1823-1825 Abgeordneter der Universität Jena im Landtag in Weimar.
545 (S. 43), 1459 (S. 104)

von Lupin auf Illerfeld, Friedrich
(1771 Nov. 11 - 1845 Nov. 28)
Freiherr; Oberbergkommissar im Königreich Bayern und Schriftsteller.
Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften; 1821 Ruhestand; danach Mitarbeit an der von Graf Firmas-Peries herausgegebenen 'Biographie des hommes vivants'.
702 (S. 125)

Lürmann, Theodor Gerhard
(1789 Juli 7, Hamburg - 1865 Febr. 20, Bremen)
Kaufmann und Eltermann in Bremen.
Sohn des Bremer Kaufmanns Stephan Lürmann; Teilhaber des Kommissionsgeschäfts Stephan Lürmann & Sohn; heiratet 1811 Nov. 22 Dorothea Wilhelmine Friederike Frank (1791-1866), die Tochter des königlich großbritannischen Hannoverschen Justizamtmanns, mit ihr sechs Kinder; 1830 Sept. 14 Eltermann in Bremen.
459 (S. 64)

Lutteroth Legat, Ascan Wilhelm
(1783 Sept. 22, Mühlhausen in Thüringen - 1867 Dez. 20, Hamburg)
Kaufmann, Senator und Bürgermeister in Hamburg.
Sohn des Tuchfabrikanten, Kaufmanns und Ratsherrn der Freien Reichsstadt Mühlhausen Christian Lutteroth; Privatunterricht und Besuch einer Handelsschule in Magdeburg; Ausbildung im Handelshaus seines Vaters; zweijähriges kaufmännisches Volontariat in Ouchy; mit 21 Jahren Eintritt in die väterliche Firma; heiratet 1808 die preußische Generalstochter Charlotte von Legat (1768-1872), mit ihr neun Kinder; Niederlassung in Königsberg, danach in Petersburg: Import von Kolonialwaren; 1815 Gründung des Handelshauses Lutteroth & Comp. in Hamburg; 1833-1834 Präses der Commerzdeputation; 1835 März 9 Senator in Hamburg; 1839 Gesandter Hamburgs in Berlin, 1847 Vertreter Hamburgs auf der Leipziger Konferenz; 1848 Bundestagsgesandter der Freien Stadt Hamburg als einziger Kaufmann; 1849 Mitglied der für die Verfassungsverhandlungen zuständigen Neuner-Kommission in Hamburg; 1862, 1863, 1865 und 1866 zweiter Bürgermeister in Hamburg.
1221 (S. 76), 642 (S. 96)

Malten, Karl Heinrich Gottlieb Müller
(geb. 1795 Okt. 9, Berlin)
Dr. jur. et phil.; Schriftsteller.
Erziehung in Frankfurt an der Oder; Studium in Göttingen und Breslau; 1813 Freiwilliger im zweiten preußischen Garde-Regiment; 1814 Promotion zum Dr. jur. und zum Dr. phil. an der Universität Berlin; 1815 Febr. Anstellung im preußischen Zivilfach; 1818 preußischer Gesandter auf dem Kongress zu Aachen; 1818 Ende freiwillige Entlassung und Reise durch Europa; 1823-1831 Aufenthalt in Genf; 1831-1834 Aufenthalt in Straßburg; danach bis 1839 in Aarau; seit 1839 in Mainz wohnhaft; beschäftigt als Schriftsteller; verfasst 1833 die "Bibliothek der neuesten Weltkunde".
1392 (S. 105)

von Maltzahn, Wendelin
(1815-1889), Literarhistoriker.
Besorgt eine historisch-kritische Ausgabe der Werke Lessings in zwölf Bänden.
1448 (S. 105)

von Manteuffel, Georg August Ernst
(1765 Okt. 26, Althörnitz in der Oberlausitz - 1842 Jan. 8, Dresden)
Graf; Wirklicher Geheimer Rat und Präsident des Geheimen Finanzkollegiums im Königreich Sachsen und Bundestagsgesandter.
1791 Eintritt in den kursächsischen Staatsdienst; 1793 Landessyndicus der Niederlausitz und Mitglied des Konsistoriums; 1797 Appellationsrat; 1799 Geheimer Finanzrat; 1812 Direktor des ersten Departements im Geheimen Finanzkollegium; Mitglied im Geheimen Conseil; 1820 Wirklicher Geheimer Rat; später Präsident des Geheimen Finanzkollegiums; 1828 Konferenzminister; 1830-1840 Bundestagsgesandter des Königreichs Sachsen; 1840 Rückkehr nach Dresden.
677 (S. 93)

Marschall von Bieberstein, Ernst Franz Ludwig
(1770 Aug. 2, Wallerstein in Schwaben - 1834 Jan. 22, Wiesbaden)
Freiherr; Staatsminister im Herzogtum Nassau und Gesandter auf dem Wiener Kongress.
Besuch der Militärakademie in Stuttgart; seit 1790 im nassauischen Staatsdienst; 1793 Regierungsrat; 1800 Geheimer Rat; 1803 Regierungspräsident, ab 1806 mit dem Titel des Ministers; 1809-1834 alleiniger Staatsminister und damit einflussreichster Politiker des Herzogtums Nassau; heiratet 1802 Caroline Freiin von Veltheim-Destedt (1783-1840).
703 (S. 126)

von Marschall zu Bieberstein, Carl Wilhelm
(1763 Dez. 21, Stuttgart - 1817 Aug. 11, Karlsruhe)
Freiherr; Wirklicher Geheimer Rat und Leiter des Innenministeriums im Großherzogtum Baden, Gesandter in Stuttgart sowie auf dem Wiener Kongress.
Bildung an der Hohen Karlsschule; 1792 Hof- und Regierungsrat in Karlsruhe auf Berufung des Markgrafen Karl Friedrich von Baden; 1800 Vizepräsident des Hofrats; 1802 zugleich Vizedirektor des Kirchenratskollegiums; bei der Vergrößerung des Landes 1803 Präsident des Hofratskollegiums der Markgrafschaft; 1806 Wirklicher Geheimer Rat mit Sitz und Stimme im Geheimratskollegium; dabei Leitung des Innenministeriums; 1811 Gesandter am königlich württembergischen Hof; 1814 Gesandter auf dem Wiener Kongress; 1815 Apr. Rückkehr auf den Gesandtschaftsposten in Stuttgart; heiratet Wilhelmine von Reck.
526/3 (S. 39), 528/1 (S. 71), 1265 (S. 125)

von Martens, Georg Friedrich
(1756 Febr. 22, Hamburg - 1821 Febr. 21, Frankfurt am Main)
Professor für Natur- und Völkerrecht in Göttingen, Geheimer Kabinettsrat im Königreich Hannover und Bundestagsgesandter.
1783 außerordentlicher und 1784-1808 ordentlicher Professor für Natur- und Völkerrecht in Göttingen; 1808 Präsident der Finanzsektion des westfälischen Staatsrates in Kassel; 1814 Geheimer Kabinettsrat in Hannover; 1814-1815 Mitglied der hannoverschen Gesandtschaft auf dem Wiener Kongress; 1816-1821 Bundestagsgesandter des Königreichs Hannover.
201/2 (S. 19), 441/2 (S. 36)

Martin, Christoph Reinhard Dietrich
(1772 Febr. 2 - 1857 Aug. 13, Gotha)
Dr. jur.; Professor der Rechtsgeschichte in Heidelberg, Oberappellationsrat mit dem Titel des Geheimen Justizrats in Jena.
Studium der Rechte; Promotion zum Dr. jur.; 1805 Herbst Professor der Rechtsgeschichte an der Universität Heidelberg; 1816 Herbst Oberappellationsgerichtsrat beim Gesamtobertribunal zu Jena mit dem Titel Geheimer Justizrat im Großherzogtum Sachsen- Weimar, daneben Vorlesungen über Strafrecht, Straf- und Zivilprozess an der Universität Jena; 1816-1818 Herausgabe des "Rheinischen Merkurs"; 1842 Versetzung in den Ruhestand.
1421 (S. 105)
von Martius, Carl Friedrich Philipp
(1794 Apr. 17, Erlangen - 1868 Dez. 13, München)
Dr. med.; Professor der Botanik in München.
1810 Studium der Medizin in Erlangen; 1814 Promotion zum Dr. med. an der Universität Erlangen; 1817 Forschungsreise; 1820 Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und zweiter Konservator des Botanischen Gartens; 1826 ordentlicher Professor der Botanik in München.
1372 (S. 105)

Matthäi, Hermann Christoph
(1770 März 13, Bremen - 1844 Sept. 6, Bülkau)
Studienfreund von Johann Smidt in Jena und Pastor in Balje und Bülkau.
Sohn des Dr. med. Johann Matthäi in Bremen; 1790 Herbst Studium der Theologie in Jena; 1796 Michaelis theologisches Kandidatenexamen in Hamburg; 1800-1824 Pastor in Balje/Kehdingen; 1824-1844 erster Pastor in Bülkau/Ostsee.
260 (S. 25), 160 (S. 103), 67 (S. 133)

Matthäy, Karl Ludwig
(1778 März 21; Meißen - 1848 Aug. 9, Dresden)
Baumeister.
Sohn von Johann Gottlob Matthäi; Ausbildung zum Architekten in Dresden und Besuch der Bauschule der Akademie; auf Reisen u.a. 1797 in Bremen, 1798 in Kopenhagen, 1800 in Wien; 1805 Ruf als Baumeister nach Bremen; 1814 erneut Wohnsitz in Dresden; 1817- 1821 Baumeister in Wernigerode; 1830-1833 Baumeister in der Nähe von Kalisch und 1842-1847 in Teplitz; dann Rückkehr nach Dresden.
443 (S. 126)

Meier, Diederich
(1787 Juni 23, Bremen - 1857 Apr. 27, Bremen)
Dr. jur; Advokat, Senator und Bürgermeister in Bremen.
Sohn des Bremer Bürgermeisters Diederich Meier (1748-1802); Studium der Rechte in Heidelberg und Göttingen; 1810 Advokat in Bremen; heiratet 1812 Juni 2 die Bürgermeisterstochter Anna Gebecca Gröning (1786-1860), mit ihr neun Kinder; 1815 Jan. 18 Senator in Bremen; Stadt- und Landrichter in Bremen; 1845 Sept. 20 Bürgermeister in Bremen.
1068 (S. 7), 1055 (S. 10), 1054 (S. 10), 1056 (S. 10), 269 (S. 57), 524/1 (S. 58), 1275 (S. 69)

Meier, Hermann Heinrich
(1762 Apr. 29 - 1837)
Dr. jur.; Obergerichtssekretär in Bremen.
Sohn des Bremer Sekretärs Christoph Meier und Bruder des Bremer Bürgermeisters Diederich Meier (1748-1802); Studium der Rechte in Marburg; Promotion zum Dr. jur. an der Universität Rinteln; 1784 Jan. 9 Obergerichtssekretär in Bremen; heiratet 1788 Margareta Tibeta geb. Löning; 1811-1813 Friedensrichter; danach erneut Obergerichtssekretär. 581 (S. 67), 96/2 (S. 179)

Meier, Hermann Henrich
(1779 Sept. 15 - 1821 Apr.)
Überseekaufmann in Bremen und New York.
Sohn des Bremer Bürgermeisters Diederich Meier (1748-1802) und der Amalia Smidt (1749-1816); heiratet 1802 Aug. 15 die Eltermannstochter Lucie Warneken (1776-1839); 1802 Sept. Übersiedlung zum Hauptsitz der Firma in New York gemeinsam mit seiner Ehefrau; 1805 Apr. Rückkehr nach Bremen; 1814 Mitglied des Bremer Bürgerkonvent; 1817 Aufnahme von Johann Helfrich Adami als Firmenteilhaber.
439 (S. 64)

Meier, Lucie geb. Warneken
(1776 Jan. 2, Bremen - 1839 Okt. 21)
Ehefrau von Hermann Henrich Meier (1779-1821).
Tochter des Eltermanns Johann Daniel Warneken und der Adelheid Tidemann; heiratet 1802 Aug. 15 Hermann Henrich Meier (1779-1821); 1802 Sept. Übersiedlung nach New York; 1803 Geburt des früh sterbenden ersten Mädchens; 1804 Mai Geburt des Sohnes John Daniel; 1805 Apr. Rückkehr nach Bremen; 1806 Geburt des Sohnes Dietrich August; 1807 Geburt der Tochter Adelheid (stirbt 1810); 1809 Geburt des Sohnes Hermann Henrich; 1811 Geburt der Tochter Betty; 1821 nach dem Tod ihres Mannes Übernahme der Geschäfte gemeinsam mit dem Teilhaber Johann Helfrich Adami; 1823 Übersiedlung nach Stuttgart mit ihrer Tochter und dem Sohn Hermann Henrich (1809-1898); 1826 Rückkehr mit den Kindern nach Bremen.
387 (S. 203)

Meiners, Christoph
(1747 Juli 31, Warstede bei Otterndorf - 1810 Mai 1, Göttingen)
Professor der Philosophie in Göttingen.
Sohn eines Postmeisters; 1765 Studium am Bremer Gymnasium Illustre; Rückzug ins Privatstudium; 1767 Okt. 24 - 1770 Studium der Rechte in Göttingen; 1769 Teilnahme an Preisfrage der Berliner Akademie der Wissenschaften; 1772 auf Grund der nach dem Studium verfassten Schrift "Revision der Philosophie" Berufung zum außerordentlichen Professor der Philosophie an der Universität Göttingen; 1775 Ordinarius an der Universität Göttingen; 1776 Mitglied der Göttinger Societät.
261 (S. 105)

Meinertzhagen, Daniel
(1772 Dez. 4 - 1848 Dez. 31)
Kaufmann, Eltermann und erster Beamter der Akzisekammer in Bremen.
Sohn von Daniel Meinertzhagen (1733-1807) und Margareta Tibeta Gröning; heiratet 1800 Dez. 4 seine Cousine, die Bürgermeistertochter Metta Gebecca (Betty) Gröning (1745- 1825), mit ihr acht Kinder; 1824 Sept. 28 Eltermann; Beamter der Akzisekammer.
1136 (S. 64)

Meister, Heinrich Christian Christoph
(1771 Mai 30, Altenburg bei Bernburg - 1831 Aug. 16, Oberneuland bei Bremen)
Dr. theol.; Pastor in Büdingen, in Borgfeld und Oberneuland.
Sohn von Christoph Georg Ludwig Meister (1738-1811) und Marie Krüger (1740-1820); Schulbesuch in Duisburg; dann Schüler des Bremer Paedagogium; 1788 Jan. 17 Studium der Theologie am Bremer Gymnasium Illustre; 1791 Sept. 15 Studium der Theologie in Duisburg; 1793 Juni Pastor in Anholt; 1793/1794 Übersiedlung nach Anholt; 1794 Doktorexamen in Theologie; 1794 Herbst Hofpastor und zweiter Pfarrer an der Stadtkirche in Büdingen; 1800 Juni 25 - 1806 Apr. 20 Pastor zu Mittelsbüren und Grambke; heiratet 1802 Dez. 6 Anna Lucia Wiese; 1805 Nov. 8 Pastor zu Borgfeld, Antritt der Stelle 1806 Apr. 27; 1813-1831 Pastor zu Oberneuland.
469 (S. 16), 449 (S. 22), 442 (S. 25), 249 (S. 26), 12 (S. 177), 14 (S. 177), 357 (S. 203)

Meister, Johann Ludwig Bernhard
(1773, Waldau bei Bernburg - 1844 Mai 14, Bernburg)
Studienfreund von Johann Smidt in Jena, Pastor und Konsistorialrat in Bernburg.
Sohn des Dr. theol. Christoph Georg Ludwig Meister; Besuch des Gymnasiums in Duisburg; 1791 Jan. 20 Studium am Bremer Gymnasium Illustre; 1793 Okt. 11 Studium der Theologie in Jena; Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; 1795 Frühjahr Hofmeister beim Grafen in Wernigerode; Hauslehrer beim Grafen von Lippe-Biesterfeld in Kleve; 1797 Pastor in Altona; 1798 Sommer Hofpastor der verwitweten Fürstin von Anhalt- Zerbst in Coswig; 1808 Pastor an der Marienkirche in Bernburg und Mitglied des Landeskonsistoriums; 1828 Ernennung zum Oberpastor an der Marienkirche in Bernburg und zum Inspektor der Hauptschule in Bernburg; Konsistorialrat.
249 (S. 26), 67 (S. 133), 1 (S. 222)

Menken, Gottfried
(1768 Mai 29, Bremen - 1831 Juni 1, Bremen)
Dr. theol.; Pastor an St. Martini in Bremen.
Sohn des Bremer Kaufmanns Gootje Menken und Marie Sophie geb. Tiling; Besuch des Gymnasiums in Bremen; 1788 Studium der Theologie in Jena; Studium der Theologie in Duisburg; 1791 Herbst theologisches Examen; 1793 Ende Hilfspastor in Uedem bei Cleve; 1794 Frühjahr außerordentlicher Pastor in Frankfurt am Main; 1796 Frühjahr Pastor in Wetzlar; 1802-1811 zweiter Pastor an St. Pauli in Bremen; heiratet 1806 Mai 12 Maria Siebel; 1811-1825 erster Pastor an St. Martini in Bremen; 1825 Dez. 14 Amtsniederlegung wegen schlechten Gesundheitszustands; 1828 Ernennung zum Dr. theol. durch die Universität Dorpat; Vertreter der Erweckungsbewegung.
782 (S. 54)

von Menßhengen, Ferdinand
Freiherr; Legationsrat der österreichischen Bundestagsgesandtschaft und Resident des Kaiserreichs Österreich in der Freien Stadt Frankfurt am Main.
1058 (S. 11), 1156 (S. 94)

Merck, Karl Hermann
(1809 Mai 3, Hamburg - 1880 Okt. 16)
Dr. jur.; Senatssekretär und Syndicus in Hamburg.
Sohn des Bürgermeisters Heinrich Johann Merck (1770-1853) und Maria Catharina Danckert (1771-1809); Besuch des Johanneums in Hamburg; seit 1825 Besuch des Gymnasiums in Rinteln; 1828 Studium der Rechte und der Staatswissenschaften in Leipzig, Göttingen und Heidelberg; 1831 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Heidelberg; statt der Übernahme einer Advokatur mehrjährige Reisen; Ende der 1830er Jahre Rückkehr nach Hamburg; 1842 nach dem großen Brand Sekretär im Unterstützungskommitee; 1843 Senatssekretär in Hamburg; 1847 Syndicus in Hamburg und Leiter der auswärtigen Angelegenheiten; heiratet Louise Susette Godeffroy (1821-1875).
1051 (S. 9), 1054 (S. 10), 1055 (S. 10), 1175 (S. 75), 1171 f. (S. 76)

Meyer, Elard Hugo
(1795 Apr. 8, Bremen - 1863 Nov. 3)
Dr. jur., Sekretär von Johann Smidt, Advokat und Stadtbibliothekar in Bremen.
Sohn des Schneidermeisters Johann Conrad Meyer; zuerst Bediensteter, dann Sekretär von Johann Smidt; 1814-1815 Begleitung von Johann Smidt zum Wiener Kongress; zweijährige kaufmännische Ausbildung in der Handlung Gloystein (abgebrochen); [1821] Studium der Rechte in Halle und Tübingen; 1823 Okt. 22 Studium der Rechte in Göttingen; 1824 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; 1824 Okt. 12 - 14 Prüfung vor dem Oberappellationsgericht Lübeck; 1824 Dez. Advokat in Bremen; 1824-1825 Unterstützung Heinrich Rumps bei der Erstellung des Bibliothekskatalogs; 1838 Jan. 10 - 1838 Juli 3 Stadtbibliothekar in Bremen.
535 (S. 47), 266 (S. 67), 267 (S. 81)

Meyer, Friedrich Johann Lorenz
(1760 Jan. 22, Hamburg - 1844 Okt. 21, Hamburg)
Dr. jur., Advokat und Domherr in Hamburg.
Bruder von Johann Valentin Meyer; Besuch des Gymnasiums in Hamburg; 1774 Kauf einer Präbende am Hamburger Domstift durch die Mutter; 1778 Okt. 2 Studium der Rechte in Göttingen; 1782 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; Reise in die Schweiz, nach Italien und Frankreich; 1784 Advokat und Kanonikat als residierender Domherr in Hamburg; 1785 Mitglied und Sekretär der Gesellschaft zur Beförderung der Künste und nützlichen Gewerbe in Hamburg; 1805 nach Aufhebung des Hamburger Domstifts Praeses Reverendi Capituli.
802 (S. 62), 801 (S. 76), 86/3 (S. 181)

von Meyer, Johann Friedrich
(1772 Sept. 12, Frankfurt am Main - 1849 Jan. 28, Frankfurt am Main)
Dr. jur. et phil. und Dr. theol. h.c.; Stadtgerichtsrat und Bürgermeister in Frankfurt am Main und Bundestagsgesandter.
Sohn eines nach Frankfurt eingewanderten Großkaufmanns; Studium der Rechte in Göttingen; Abschluss des rechtswissenschaftlichen Studiums; anschließend Studium der Philosophie und Naturwissenschaften in Leipzig; 1794-1795 Mitarbeiter bei Wielands "Deutschem Merkur"; 1799 Praktikant am Reichskammergericht in Wetzlar; danach pfalzbayerischer Oberappellationsrat in Mannhein; 1802 erneut in Frankfurt; 1807 Stadtgerichtsrat in Frankfurt am Main; 1816 Senator in Frankfurt am Main; 1821 Schöffe in Frankfurt am Main; 1822 Appellationsgerichtsrat; 1825, 1839 und 1843 Älterer Bürgermeister in Frankfurt am Main; 1837 Bundestagsgesandter der Freien Stadt Frankfurt; 1840-1848 Präsident des Oberappellationsgerichts.
1275 (S. 69), 630 (S. 96)

Michaelis, Gustav Adolph
(1798 Juli 9, Harburg - 1848 Aug. 8, Lehrte)
Dr. med. et habil.; Professor für Geburtshilfe und Direktor der Entbindungsanstalt in Kiel. Studium der Medizin in Kiel und Göttingen, zugleich Studien in Mathematik und Archäologie; 1820 Juli 20 Promotion zum Dr. med.; 1821 in Paris; 1823 praktischer Arzt in Kiel; 1823 Okt. Habilitation zum Privatdozenten; Assistent an der Entbindungsanstalt; 1836 Physicus der Stadt Kiel; 1839 Febr. 12 außerordentlicher Professor für Geburtshilfe in Kiel; 1841 Aug. 24 Direktor der Entbindungsanstalt und Hebammenschule in Kiel.
1402 (S. 105)

von Mieg, Arnold Friedrich
(1778 Jan. 21, Heidelberg - 1842 Jan. 7, Frankfurt am Main)
Staatsrat und Regierungspräsident im Königreich Bayern.
Gehilfe des pfalz-zweibrückischen Komitialgesandten von Rechberg; 1800 Sekretär bei der bayerischen Gesandtschaft in Wien; 1806 bayerischer Kanzleidirektor beim Generalkreiskommissariat in Innsbruck; 1810 bayerischer Kanzleidirektor beim Generalkreiskommissariat in Salzburg; 1816 bayerischer Regierungsdirektor in Würzburg; 1823 Ministerialrat im Innenministerium; 1826 Regierungspräsident in Ansbach; 1832 Staatsrat und Ministerverweser im Finanzministerium; 1832-1833 Ministerverweser des Staatsministeriums der Finanzen; zuständig für die Zollvereinsverhandlungen am Bundestag; heiratet Elisa von Segalla von Kornfeld.
675 (S. 126)

Miesegaes, August Friedrich
(1802 Aug. 20 - 1881 Juni 28)
Kaufmann und Weinhändler in Bremen.
Mitinhaber der Firma Fischer & Sohn; Besitzer einer Weinhandlung; heiratet 1832 Mai 4 Meta Gebetha Primavesi (1809-1891), mit ihr drei Kinder.
1202 (S. 64)

Migault, Carl Olivier Timotheus
(1771 Nov. 20, Bremen - 1839 Apr. 18)
Dr. jur:; Obergerichtsanwalt und Notar in Bremen.
Besuch des Bremer Paedagogium; 1789 Juli 16 Student der Rechte am Bremer Gymnasium Illustre; 1791 Herbst Student der Rechte an der Universität Jena; 1794 Mai 14 Student der Rechte an der Universität Göttingen; 1795 Juni 27 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; Studienfreund Ferdinand Benekes; 1796 Nov. 9 Obergerichtsanwalt in Bremen; 1796 Ende Notar; heiratet 1799 Nov. 20 Gesine Mette (Sinchen) Meyer (1774-1849), mit ihr fünf Kinder; 1801 Nov. 26 Bewerbung um das durch den Tod Gerhard Castendyks (1801 Nov. 23) erledigte Senatsamt in Bremen; erblindet in seinen letzten Lebensjahren.
250 (S. 54), 160 (S. 103), 67 (S. 133)

von Minckwitz, Johannes
(1787-1857, Dresden)
Gesandter des Königreichs Sachsen am preußischen Hof und Staatsminister in Dresden.
Generalleutnant; 1817 Bundestagsgesandter des Königreichs Sachsen; 1848 Ausscheiden aus dem Staatsdienst.
693 (S. 126)

Mittermaier, Carl Joseph Anton
(1787 Aug. 4, München - 1867 Aug. 28, Heidelberg)
Dr. jur.; Professor der Rechtswissenschaften in Bonn und Heidelberg, Mitglied der Nationalversammlung.
1805 Studium in Landshut und Heidelberg; 1807 Praktikant am Landgericht München- Au und Sekretär bei Anselm Feuerbach; 1808 Fortsetzung des Studiums in Heidelberg; 1809 März 29 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Heidelberg; 1809 Privatdozent in Landshut; 1811 ordentlicher Professor in Landshut; heiratet 1812 Margarethe Walther (1786-1869); 1818 Ruf nach Halle/Saale abgelehnt; 1818 ordentlicher Professor für Strafrecht in Bonn; 1821 Professor für Strafrecht in Heidelberg; 1827-1845 außerordentliches Mitglied des Badischen Gesetzgebungsausschuss; 1831-1840 und 1846-1849 zudem liberaler Landtagsabgeordneter in der Zweiten badischen Kammer; 1846 Teilnehmer des Germanistentags in Frankfurt am Main; 1848 Mitglied des Frankfurter Vorparlaments; 1848-1849 Mitglied der Nationalversammlung; 1849 Rückzug aus der Politik.
571 (S. 45), 1426 (S. 105)

Mohr, Carl Friedrich Gottfried
(1803 Apr. 9, Bremen - 1888 Dez. 13, Bremen)
Dr. jur.; Advokat und Notar, Senator und Bürgermeister in Bremen.
Sohn eines Bremer Maklers; Studium der Rechte; Promotion zum Dr. jur.; 1825 Staatsprüfung vor dem Oberappellationsgericht in Lübeck; 1825 Advokat und Notar in Bremen; 1839 Apr. 6 Senator in Bremen; 1857 Mai 8 bis 1861, 1864 bis 1867, 1870 bis 1873 Bürgermeister in Bremen; 1883 Dez. 14 Rücktritt vom Senatsamt aus Altersgründen.
1053 (S. 9), 1056 (S. 10), 1119 f. (S. 46)

von Moltke, Adam Gottlob Detlef
(1765 Jan. 15, Odensee - 1843 Juni 17 in Lübeck)
Graf; Gelehrter und Schriftsteller.
Studium an verschiedenen Universitäten u.a. in Kiel; bis 1826 Aufenthalt auf seinem Gut Nütschau bei Segeberg in Holstein, danach bis 1843 in Lübeck; schriftstellerische Tätigkeit; Mitarbeiter an der Verfassung von Schleswig-Holstein.
1376 (S. 105), 869/2 (S. 175)

Mosle, Johann Ludwig
(1794 Jan. 2, Varel - 1877 Okt. 24, Oldenburg)
Generalmajor, Staatsminister für auswärtige Angelegenheiten und Gesandter im Großherzogtum Oldenburg.
Studium der Rechte an der Universität Straßburg; heiratet 1824 Amalie Bernhardine Friederike von Jägersfeld (1771-1847), die Ehe bleibt kinderlos; Militär in oldenburgischen Diensten; 1848 Gesandter Oldenburgs beim Deutschen Bundestag und bei der provisorischen Zentralgewalt; 1849 Aug.-Dez. Leiter des Außenministeriums im Großherzogtum Oldenburg; danach Gesandter in Berlin, zugleich oldenburgischer Vertreter im provisorischen Fürstenkollegium der Union; 1850 März 28 Rücktrittsgesuch wird abgelehnt; Rückkehr in den aktiven Truppendienst; 1851 Dez. 1 Übernahme des Kommandos des oldenburgischen Infanterieregiments; 1857 Aug. 6 Verabschiedung mit dem Charakter des Generalmajors; 1870 Jan. 1 auch Niederlegung des Kommandos des Landdragonerkorps.
1323 (S. 117)

Motz, Dethard Wilhelm
(1815 Juli 25, Bremen - 1897 März 25)
Pastor in Bützow.
1201 (S. 126)

von Motz, Friedrich Christian
(1768-1833)
Geheimer Rat und Präsident der Finanzkammer im Kurfürstentum Hessen-Kassel.
679 (S. 126)

von Motz, Gerhard Heinrich
(1776 Dez. 4, Hanau - 1868 Sept. 3, Bodenhausen bei Kassel)
Finanzminister im Kurfürstentum Hessen-Kassel.
Sohn des Präsidenten der kurhessischen Rentkammer Friedrich Ludwig von Motz (1732- 1817) und der Emilie Elisabeth Wilhelmine Bernard-Strantz (1738-1793); Studium der Rechte in Marburg; 1798 Assessor bei der Hessen-Kasseler Regierung in Hanau; Direktor des Hof- und Ehegerichts in Hanau; 1821 kurzzeitig Vortragender Ministerialrat der Justiz im Kasseler Staatsministerium; Rückkehr in die alte Stelle; 1831 Apr. 13 Finanzminister des Kurfürstentums Hessen; in den Folgejahren zeitweilig auch Justiz- und Außenminister; 1848 März 10 Ruhestand auf eigenen Wunsch.
1407 (S. 126), 1500 (S. 130)

Muhrbeck, Friedrich Philipp Albert
(1775 Sept. 23, Greifswald - 1827 März 28)
Studienfreund von Johann Smidt in Jena und Professor für Philosophie in Greifswald.
1792 Studium an der Universität Greifswald; 1796 Febr. 24 Magister und Promotion an
der Universität Greifswald; 1796 Apr. 30 Studium der Philosophie in Jena; 1796 Ende Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; 1797 Hauslehrer bei Landvogt Sinner von Wiflisburg in Bern; 1797 mehrere Reisen; 1799 Professor für Philosophie an der Universität Greifswald. 183 (S. 26)

von Müller, Ferdinand
Freiherr; Geschäftsträger der schweizerischen Eidgenossenschaft am k.k. Hofe in Wien.
722 (S. 126)

Müller, Friedrich Ernst
(1792 Febr. 1, Bremen - 1835 Aug. 24, Borgfeld)
Pastor in Borgfeld.
Sohn des Korn- und Warenmaklers Christian Renatus Müller (1752-1837) und der Elisabeth Antoinette Jörgens (1769-1846); Studium der Theologie in Tübingen; 1817-1818 Hilfspastor zu Wasserhorst; 1818 Ordination zum Pastor in Bremen; 1818-1835 Pastor in Borgfeld; bleibt unverheiratet.
358 (S. 204)

von Müller, Friedrich
(1779 Apr. 13 - 1849 Okt. 21)
Geheimer Rat und Kanzler im Großherzogtum Sachsen-Weimar.
1796 Studium der Jurisprudenz in Erlangen; 1801 Assessor bei der Regierung in Weimar; 1803 Regierungsrat; heiratet 1804 Wilhelmine von Lüttich (1782-1857); 1807 Bevollmächtigter in Paris; 1815 Kanzler im Großherzogtum Sachsen-Weimar; 1829 Geheimer Rat in Weimar; 1835 Abgeordneter des Weimarer Landtags.
723 (S. 126)

von Münster-Ledenburg, Ernst Friedrich Herbert
(1766 März 1, Osnabrück - 1839 Mai 20, Hannover)
Reichsgraf (seit 1792); Staats- und Kabinettsminister im Königreich Hannover und Bevollmächtigter auf dem Wiener Kongress.
Bis 1788 Studium der Rechte in Göttingen; 1791 Hof- und Kanzleirat in Hannover; Berufung zum Prinzenbegleiter durch Georg III.; 1793 und 1794-1798 in dieser Eigenschaft Italienaufenthalte; 1802 Gesandter Hannovers in St. Petersburg; 1805 großbritannischer Staats- und Kabinettsminister für die hannoverschen Angelegenheiten; 1806-1813 Flucht aus Hannover; 1814-1815 Gesandter Hannovers auf dem Wiener Kongress; heiratet 1814 Wilhelmine Gräfin zu Schaumburg-Lippe (1783-1858), mit ihr acht Kinder; um 1824 erneut großbritannischer Staats- und Kabinettsminister in London.
706 (S. 113)

Mutzenbecher, Johann Friedrich
(1781 Mai 15, Amsterdam - 1855 Apr. 17, Oldenburg)
Geheimer Staatsrat und Regierungspräsident im Großherzogtum Oldenburg, Gesandter auf dem Wiener Kongress.
1798-1801 Studium der Rechte in Göttingen; danach Untergerichtsanwalt; 1802 Dez. Registrator im herzoglichen Kabinett; Gesandter in Holland und St. Petersburg; 1808- 1810 mehrfache Aufenthalte in Paris; 1811 Febr. Begleitung des Herzogs von Oldenburg ins Exil nach Russland; 1813 Nov. Rückkehr nach Oldenburg; 1814 Mai Gesandter im Hauptquartier der Alliierten; 1814 Sept. Vertreter Oldenburgs auf dem Wiener Kongress; 1823-1855 Mitglied des Generaldirektoriums des Armenhauses; heiratet 1824 Aug. 27 Franziska Louise Antoinette geb. von Trampe (1804-1884), mit ihr neun Kinder; 1829 Geheimer Kabinettsrat; 1832 erwählter Direktor des Generaldirektoriums des Armenwesens; 1832 Mitglied des Regierungskollegiums in Oldenburg; 1833 Vizepräsident des Regierungskollegiums in Oldenburg; 1836-1855 Regierungspräsident im Großherzogtum Oldenburg.
653 (S. 117)

Neeff, Christian Ernst
(1782 Aug. 23, Frankfurt am Main - 1849 Juli 15, Frankfurt am Main)
Dr. med.; Arzt und Landphysikus in Frankfurt am Main.
Studium der Theologie in Jena; 1804 Studium der Medizin in Marburg, Göttingen, Würz burg und Erlangen; 1809 Promotion zum Dr. med.; 1809 Niederlassung als Arzt in Frankfurt am Main; 1812 Professor für allgemeine und spezielle Pathologie in Frankfurt am Main; 1813 Arzt an den Frankfurter Militärhospitälern in Sachsenhausen; 1814 Physicus extraordinarius; 1818 Landphysikus; 1815-1846 Arzt am Senckenbergischen Bürgerhospital und Lehrer der Botanik am Senckenbergischen Institut; 1820 Betreiben physikalischer Studien und begleitende Veröffentlichungen.
813 (S. 70)

Neubourg, Carl August
(1803-1885)
Geheimer Legationsrat im Königreich Hannover.
Sohn des hannoverschen Oberpostmeisters in Bremen; 1825 Staatsarchivar in Hannover; um 1839 Kabinettssekretär im Königreich Hannover; später Geheimer Legationsrat; heiratet Luise geb. von Reiche.
1333 f. (S. 114)

Nicolai, Johann David
(1742 Febr. 25, Hamburg - 1826 Apr. 4, Bremen)
Dr. theol., Pastor an St. Petri in Bremen.
Sohn des Mehlhändlers Benedict Nicolai und Anna Elisabeth Üseler; Studium der Theologie in Göttingen; 1771 Apr. 25 Ordination zum Pastor; heiratet 1778 Mai 19 Sophia Margarethe Schlichthorst; 1781-1825 Pastor an St. Petri in Bremen; 1806 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Göttingen.
437 (S. 54), 417 (S. 217)

Niethammer, Friedrich Immanuel
(1766 März 6, Beilstein bei Heilbronn - 1848 Apr. 1, München)
Dr. phil. et habil., Professor der Philosophie in Jena und Würzburg, Schulrat in Bamberg und München.
Besuch des Gymnasiums in Heilbronn; Besuch des Tübinger Stifts; 1790 Studium der Philosophie und der Theologie in Jena; 1792 Promotion und Habilitation an der Universität Jena; Dozent an der Universität Jena; 1793 außerordentlicher Professor der Philosophie an der Universität Jena; 1795 Extraordinarius der Theologischen Fakultät an der Universität Jena; Leitung des homiletischen Instituts; 1795 Gründer und Herausgeber des "Philosophischen Journals einer Gesellschaft deutscher Gelehrten"; heiratet 1797 Rosine Eleonore geb. von Eckardt verw. Döderlein (1770-1832); 1798 außerordentlicher Professor der Theologie in Jena; 1803 Herbst Professor der Theologie an der Universität Würzburg; 1806 Landesdirektionsrat für Schul- und Kirchenwesen in Bamberg; 1808 Zentralschulrat und Oberkirchenrat in München; 1818 Rat am neu errichteten protestantischen Oberkonsistorium in München; 1845 Geheimer Rat und Entlassung in den Ruhestand.
184 (S. 106), 72 (S. 139)

Noltenius, Anna Christina geb. Rohde
(1773 Sept. 3, Bremen - 1810 Nov. 21)
Ehefrau von Johann Heinrich Noltenius (1770-1828) und Schwägerin von Johann Smidt.
Tochter des Bremer Apothekers Johann Conrad Rohde (1745-1804) und der Metta Gertrud geb. Bredou (1744-1786); Schwester der Johanne Wilhelmine Smidt geb. Rohde (1777-1848); heiratet 1796 Juli 6 Johann Heinrich Noltenius (1770-1828).
514 (S. 65), 507 (S. 65), 336 (S. 200)

Noltenius, Bernhard Philipp
(1788 Febr. 11, Bremen - 1828 Sept. 27, Bremen)
Pastor in Borgfeld und Horn.
Sohn von Johann Daniel Noltenius (1726-1791) und Gesche Catharine geb. Berkemeyer
(1747-1825); Studium der Theologie in Heidelberg und Tübingen; 1814 Jan. 9 - 1818 Apr. 30 Pastor in Borgfeld; heiratet 1815 Juni 22 die Bürgermeisterstochter Therese Auguste Schoene (1791-1882); 1818 Mai 2 - 1828 Pastor an der Kirche zum Heiligen Kreuz in Horn.
414 (S. 54), 1611 (S. 212)

Noltenius, Caroline Friederike geb. Rohde
(1778 Apr. 1 - 1859)
Ehefrau von Johann Daniel Noltenius (1779-1852) und Schwägerin von Johann Smidt.
Tochter des Apothekers Johann Conrad Rohde (1745-1804) und der Metta Getrud Bredou (1744-1786); Schwester der Johanne Wilhelmine Smidt geb. Rohde; heiratet 1804 Febr. 28 Johann Daniel Noltenius (1779-1852); 1814-1815 Betreuung der beiden jüngsten Söhne der Familie Smidt während des Wiener Kongresses.
200/4 (S. 2), 794 f. (S. 46), 575 (S. 46), 322 (S. 200), 381 (S. 203), 519 (S. 207)

Noltenius, Johann Conrad Eduard
(1807 Mai 28, Bremen - 1844 Febr. 6)
Bremer Kaufmann in New York.
Sohn des Bremer Kaufmanns Johann Heinrich Noltenius (1770-1828) und der Anna Christina geb. Rohde (1773-1810); heiratet 1836 Juli 9 Emma Franzisca Tecklenborg (1810-1891).
232 (S. 66), 331 (S. 200)

Noltenius, Johann Daniel
(1779 Mai 2, Bremen - 1852 März 8, Bremen)
Dr. jur.; Advokat und Notar, Senator, Bürgermeister und Archivar in Bremen, Schwager von Johann Smidt.
Sohn von Johann Daniel Noltenius (1726-1791) und Gesche Catharine Berkemeyer (1747- 1825); Besuch des Bremer Paedagogium; 1797 Juli 20 Studium der Rechte am Bremer Gymnasium Illustre; 1798 Ostern Studium der Rechte in Jena; 1800 Nov. 22 Studium der Recht in Göttingen; 1802 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; Advokat und Notar in Bremen; heiratet 1804 Febr. 28 Caroline Friederike Rohde (1778-1859), die Schwester von Johanne Wilhelmine Smidt geb. Rohde, mit ihr drei Kinder; 1807 Kriminal- und Distriktionssekretär; 1809 Okt. 21 Senator in Bremen; 1811 Jan. 28 Kämmerer in Bremen; 1811-1813 Friedensrichter in der Neustadt in Bremen; 1839 Apr. 4 Bürgermeister in Bremen; 1844-1852 Archivar in Bremen.
200/4 (S. 2), 1056 (S. 10), 605/5 (S. 12), 201/2 (S. 19), 1110 (S. 32), 441/1 (S. 35), 595/6 (S. 38), 523/2 (S. 41), 523/4 (S. 42), 545 (S. 43), 575 (S. 46)

Noltenius, Johann Eberhard
(1777 Okt. 31 - 1845 Juli 30)
Dr. jur.; Obergerichtsprokurator und Sekretär des Kriminal- und Polizeigerichts in Bremen, Jugendfreund von Johann Smidt.
Sohn von Johann Daniel Noltenius (1726-1791) und Gesche Catharine Berkemeyer (1747- 1825); 1794 Mai 26 Studium der Theologie am Bremer Gymnasium Illustre; 1796 Okt. 20 Studium der Rechte in Göttingen; Studium der Rechte in Jena; 1800 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; 1801 März 10 Obergerichtsprokurator in Bremen; 1809 Nov. 24 Sekretär des Kriminal- und Polizeigerichts in Bremen; heiratet 1815 Juni 4 in erster Ehe Metta Amalia Wilhelmine Holler (1792-1816); heiratet 1819 Nov. 16 in zweiter Ehe Catharine Marie von Lingen (1790-1858).
575 (S. 46), 524/1 (S. 58), 247 (S. 67), 604 (S. 68), 873/1 (S. 196), 332 (S. 204)

Noltenius, Johann Eberhard
(1811 Juni 15 - 1891 März 30)
Dr. med.; Arzt in Bremen.
Sohn von Johann Daniel Noltenius (1779-1852) und Caroline Friederike geb. Rohde (1778-1859); heiratet 1847 Mai 18 Bartholdine Catharine (Lina), geb. Gerdes (geb. 1828).
235 (S. 54)

Noltenius, Johann Heinrich
(1770 Dez. 29 - 1828 Juni 19)
Kamelgarn- und Seidenhändler in Bremen, Jugendfreund und Schwager von Johann Smidt.
Sohn von Johann Daniel Noltenius (1726-1791) und Gesche Catharina geb. Berkemeyer (1747-1825); heiratet 1796 Juli 6 Anna Christina Rohde (1773-1810), die Schwester von Johanne Wilhelmine Smidt geb. Rohde (1777-1848), mit ihr fünf Kinder; 1797 Besitzer der Kamelgarn- und Seidenhandlung; 1796-1797 auf Geschäftsreisen in Braunschweig; 1824- 1828 Acciseschreiber in Bremen.
253 (S. 25), 523/1 (S. 40), 545 (S. 43), 507 (S. 65), 239 ff. (S. 65), 232 (S. 66), 67 (S. 133), 12 (S. 177), 333 (S. 200)

Noltenius, Johanne Catharine Auguste
(1798 Dez. 9 - 1837 März 21)
Tochter von Johann Heinrich Noltenius (1770-1828) und Nichte von Johann Smidt. Lebt spätestens seit 1824 im Haushalt der Familie Smidt.
238 (S. 65), 301 f. (S. 200)

Noltenius, Metta Almata Wilhelmine (genannt Mine) geb. Holler
(1792 - 1816 Apr. 16)
Tochter von Johann Holler (1745-1796).
Pflegetochter des Ehepaars Heinrich und Henriette Catharina Rump nach dem Tode beider Eltern; 1813 Juli - Okt. zusammen mit Johanne Sophie Wilhelmine Smidt und Mathilde Castendyk zur Ausbildung in der Haushaltsführung in Pension bei Pastor Krause in Idensen; heiratet 1815 Juni 4 Johann Eberhard Noltenius (1777-1845).
604 (S. 68), 109 (S. 171), 457 (S. 207)

Nonnen, Anna geb. Lampe
(1781 - 1825 Mai 18)
Ehefrau von Simon Hermann Nonnen (1777-1847).
Tochter von Heinrich Lampe (1746-1817) und der Hermanna geb. Dwerhagen (1755-1789); heiratet 1802 Juni 4 den späteren Bremer Senator Simon Hermann Nonnen (1777-1847).
390 (S. 204)

Nonnen, Simon Hermann
(1777 Febr. 4, Bremen - 1847 Jan. 23)
Dr. jur.; Advokat, Senator und Bürgermeister in Bremen.
Sohn des Bremer Pastors Hermann Nonnen (1738-1781) und der Rebecca Margaretha geb. von Post; 1795 Jan. 1 Studium der Rechte am Bremer Gymnasium Illustre; 1796 Okt. 20 Studium der Rechte in Göttingen; 1800 Apr. 25 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; 1803 Aug. 27 Senator in Bremen; heiratet 1808 Juni 4 Anna Lampe (1781-1825); 1811 Maire adjoint in Bremen; 1813 erneut Senator; 1822 Febr. 25 Bürgermeister in Bremen; 1825 Initiator zur Gründung eines Bankhauses, der späteren Sparkasse; heiratet 1828 Aug. 29 in zweiter Ehe Hermanna (Nanny) Lampe (1788-1865), die Schwester seiner ersten Frau.
1110 (S. 32), 1102 (S. 32), 441/2 (S. 36), 523/4 (S. 42), 574 ff. (S. 47), 590 (S. 49), 1118 (S. 50), 651 (S. 74), 117 (S. 135), 1519 (S. 154), 1531 (S. 158), 334 (S. 204), 1508 (S. 211)

Nonweiler, Otto Friedrich
(1813 Jan. 24, Mainz - 1889 Okt. 15)
Dr. theol.; Pastor in Mainz und an St. Ansgari in Bremen.
Sohn von Friedrich Christian Nonweiler (1778-1850); 1837-1857 Pastor in Mainz; 1857 Sept. 7 - 1882 Pastor an St. Ansgari in Bremen; 1882 März 31 Emeritierung.
1192 (S. 54)

von Nostitz und Jänkendorf, Julius Gottlob
(1797-1870)
Freiherr; Wirklicher Geheimer Rat im Königreich Sachsen und Bundestagsgesandter.
1608 (S. 6), 1609 (S. 6), 1610 (S. 7), 1280 ff. (S. 94), 1049 (S. 159)

von Oberkamp, Karl August
(gest. 1850 Aug. 2, München)
Freiherr; Wirklicher Geheimer Rat im Königreich Bayern und Bundestagsgesandter.
1263 (S.94)

Oelrichs, Johann Gerhard
(1781 Juni 26, Bremen - 1823 Juli 9, Bremen)
Kaufmann und Besitzer einer Handlung für Teer und Pech sowie Oberst der Bürgerwehr in Bremen.
Sohn von Gerhard Oelrichs (1727-1789) und dessen dritter Frau Almata geb. von Büren; heiratet 1805 Mai 24 Gesche Catharina Holler (1784-1830), mit ihr fünf Kinder; 1813-1815 Major und Bataillonschef der Bürgergarde; später Oberst der Bürgerwehr.
139 (S. 66)

von Oertzen, August Otto Ernst
(1777 Sept. 11, Klockow - 1837 Apr. 3, Bad Wieder)
Freiherr; Staatsminister und Regierungspräsident von Mecklenburg-Strelitz und Bevollmächtigter auf dem Wiener Kongress.
Sohn des Vizelandmarschalls auf Kotelow, Adolf Friedrich Theodor von Oertzen; Erziehung durch Hauslehrer; 1793-1796 Besuch der Ritterakademie Brandenburg; 1796 Studium der Rechts- und Kameralwissenschaften in Göttingen und Jena; 1798 Kammerjunker und Auditor bei der Justizkanzlei in Neustrelitz; 1800 wirklicher Kanzleirat und Referendar bei der Landesregierung; 1804 Regierungsrat; 1807 zugleich Lehnrat bei der Lehnkammer; 1810 Wirklicher Staatsminister und Regierungspräsident; 1814-1815 Bevollmächtigter von Mecklenburg-Strelitz auf dem Wiener Kongress; 1831 Präsident des Kammer- und Forstkollegiums; heiratet Louise von Plessen, die Tochter des Staatsminister und Bundestagsgesandten Leopold Engelke Hartwig von Plessen.
709 (S. 127)

Oken, Lorenz
(1779 Aug. 1, Bohlsbach/Baden - 1851 Aug. 11, Zürich)
Dr. med.; Professor der Medizin und der Naturgeschichte in Jena, München und Zürich. 1807 außerordentlicher Professor für Medizin in Jena; 1812 außerordentlicher Professor für Naturgeschichte in Jena; heiratet 1814 Louise Stark; 1816-1848 Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "Isis"; 1827-1832 Professor für Physiognomie an der Universität München; 1833 Professor für Naturgeschichte und erster Rektor der Universität Zürich.
1374 (S. 106)

Olbers, Georg Heinrich
(1790 Aug. 11, Bremen - 1861 Mai 26, Bremen)
Dr. jur.; Syndicus und Senator in Bremen.
Sohn des Arztes und Astronomen Heinrich Wilhelm Matthias Olbers (1758-1840) und der Anna Adelheid geb. Lürssen (1765-1820); privater Elementarunterricht; Besuch der lutherischen Bremer Domschule; 1809 Apr. Studium der Rechte in Göttingen; 1812 Begleitung des Vaters nach Paris; Eintritt in den französischen Staatsdienst als Gerichtsbeisitzer; durch Dekret von 1813 Apr. 11 Zuweisung der Präfektur des Departements der Elbmündung; daher 1813 auf französischer Seite bei der Belagerung Hamburgs; 1814 Abschluss des Studiums; 1815 auf der hanseatischen Seite als General-Auditeur im Feldzug gegen Frankreich; 1816-1819 Privatsekretär von Johann Smidt am Bundestag; 1822 März 13 Syndicus in Bremen; 1822 Apr. Verlobung mit Charlotte von Dinklage (gest. 1841), keine Heirat; 1825 Aug. 17 Senator in Bremen; 1834-1860 Leiter der Bremer Polizei; 1857 Vorschlag zum Bürgermeister in Nachfolge Johann Smidts, abgelehnt; 1860 Dez. 7 Rücktritt vom Senatsamt aus Altersgründen.
441/1 (S. 35), 420 f. (S. 48)

Olbers, Heinrich Wilhelm Matthias
(1758 Okt. 11, Arbergen - 1840 März 2, Bremen)
Dr. med.; Arzt und Astronom in Bremen.
Sohn des Bremer Dompastors Johann Georg Olbers (1716-1772); Besuch des Bremer Paedagogium und des Athenaeum; Studium am Bremer Gymnasium Illustre; 1777 Herbst Studium der Medizin in Göttingen; 1780 Ende Promotion zum Dr. med. an der Universität Göttingen; 1781 Studienreise nach Wien; 1781 Ende Arzt in Bremen; heiratet 1785 Juni 15 in erster Ehe Dorothea Elisabeth Köhne (1767-1786), mit ihr eine Tochter; heiratet 1789 in zweiter Ehe Anna Adelheid Lürssen (1765-1820), mit ihr den Sohn Georg Heinrich (1790-1861); 1820 Ende Niederlegung der ärztlichen Tätigkeit; 1830 Dez. 28 Feier des goldenen Doktorjubiläums.
420 (S. 48), 746 (S. 54)

d'Oléire, Heinrich Daniel David
(1780 März 7 - 1842 Febr. 22), Dr. med.; Arzt und Professor der Arzneikunde in Bremen sowie Brunnenarzt und Hofrat in Bad Nenndorf.
Lehrling bei einem Bremer Chirurgen; Lehrling bei Regimentsarzt Basbeck an der Oste; 1799-1803 Studium der Medizin in Erfurt; 1803 Promotion zum Dr. med; danach Arzt in Bremen; Professor der Arzneikunde am Bremer Gymnasium Illustre; Bauherr an St. Stephani in Bremen; 1818 Brunnenarzt und kurfürstlich-hessischer Hofrat in Bad Nenndorf.
434 (S. 106), 1135 (S. 129)

von Ompteda, Ludwig Conrad Georg
(1767 Nov. 17, Gut Wulmstorf - 1854 Aug. 26, Celle)
Gesandter, Staats- und Kabinettsminister im Königreich Hannover, Minister beim König und Leiter der Deutschen Kanzlei in London.
Sohn des hannoverschen Drosten Johann Heinrich von Ompteda (1730-1776) und der Sophie Amalie geb. von Bardenfleth; Studium der Rechte; Eintritt in den diplomatischen Dienst des Kurfürstentums Hannover; Kriegsrat und Generalpostdirektor in Hannover; 1803 Gesandter am preußischen Hof in Berlin; 1806 hannoverscher Gesandter am sächsischen Hof in Dresden; heiratet 1800 Christiane geb. von Schlippenbach verw. zu Solms- Sonnenwalde (1767-1843); Verlust der Ämter durch die französische Okkupation Hannovers; in den Folgejahren diplomatische Missionen nach England; 1813 erneute Übernahme des hannoverschen Gesandtschaftspostens in Berlin; seit 1817 zugleich wieder hannoverscher Gesandter in Dresden; 1823 Staats- und Kabinettsminister in Hannover; 1831 Minister beim hannoverschen König und Leiter der Deutschen Kanzlei in London.
654 (S. 114)

Osiander, Johann Ernst
(1792 Juni 23 - 1870 April 3)
Dr. theol; Professor in Maulbronn und Diakon in Göppingen.
Studium der Theologie; [1816] Hauslehrer bei der Familie Castendyk in Bremen; 1824-1840 Professor am niederen Seminar in Maulbronn, später Diakon in Göppingen.
359 (S. 204)

von Otterstedt, Georg Ulrich Ludwig Joachim Friedrich
(1769 Dez. 11 - 1850 März 27, Baden-Baden)
Freiherr; Wirklicher Geheimer Rat und Gesandter des Königreichs Preußen.
1783 Nov. Gefreiter-Corporal im Infanterieregiment in Berlin; 1786 Aug. 1 Fähnrich; 1788 Apr. 3 Secondleutnant; 1797 Premierleutnant; 1801 Juli 2 Abschied auf eigenes Ersuchen als Capitain; 1814 Eintritt in preußische Dienste, zunächst als Verwalter des Donnersberg- Departments in Worms und Gesandtschaft nach Wien; 1815 Sommer preußischer Geschäftsträger beim Bundestag mit dem Titel des Wirklichen Geheimen Rats; 1816 preußischer Gesandter in Darmstadt, Wiesbaden und Karlsruhe; gleichzeitig seit 1823 Vertretung Preußens in der Schweiz und in Baden; 1842 Mai Absetzung in Ehre; Rückzug auf das Gut Hof Seebach bei Baden-Baden.
710 (S. 120)

Overbeck, Christian Adolf
(1755 Aug. 21, Lübeck - 1821 März 9, Lübeck)
Dr. jur., Advokat und Obergerichtsprokurator, Syndicus des Domkapitels, Senator und Bürgermeister in Lübeck.
Sohn des Lübecker Rechtskonsulenten Georg Christian Overbeck; Besuch des Gymnasi ums in Lübeck; 1773 Okt. 20 Studium der Rechte in Göttingen; Leitung einer Erziehungsanstalt in Bremen; 1779 Advokat und Obergerichtsprokurator in Lübeck; 1788 Promotion zum Dr. jur.; 1791 Mitbegründer der Gemeinnützigen Gesellschaft in Lübeck; 1792 Syndicus des Lübecker Domkapitels; 1794-1797 Direktor der Gemeinnützigen Gesellschaft in Lübeck; 1798 Konsulent des Schüttings (Schonenfahrerkompanie); 1800 Febr. 19 Senator in Lübeck; 1804 Gesandter bei Zar Alexander in Petersburg; danach Deputierter in Berlin, 1807-1809 und 1811 Gesandtschaften nach Paris; 1814 März 2 Bürgermeister in Lübeck.
626 (S. 80)

Paniel, Carl Friedrich Wilhelm
(1803 Apr. 19, Mannheim - 1856 Okt. 4, Bremen)
Dr. theol. et phil.; Pastor zu Ansgari in Bremen.
Sohn des Mannheimer Stadtpfarrers Carl Ludwig Julius Paniel (1755-1809); Studium der Theologie in Heidelberg; Promotion zum Dr. phil. an der Universität Heidelberg; 1836- 1839 Pastor in Ziegelhausen bei Heidelberg; badischer Kirchendienst; 1839-1856 Pastor zu St. Ansgari in Bremen; 1840 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Leipzig; heiratet 1855 Mai 31 Catharine Amalie Knochenhauer.
1140 (S. 54)

Passavant, Jakob Ludwig
(1751 März 6, Frankfurt am Main - 1827 Jan., Frankfurt am Main)
Dr. theol.; Pastor der reformierten Gemeinde, Schul- und Studienrat in Frankfurt am Main.
Sohn von Johann Ludwig Passavant (1719-1793) und Maria Jakoba geb. Koch; Besuch des Frankfurter Gymnasiums; 1768-1774 Studium der Theologie in Marburg und Göttingen; 1774-1775 Kandidat in Zürich bei Lavater; 1775 Ordination; 1775 Nov. Vikar an der reformierten Gemeinde in Hamburg; 1777 erste Pfarrstelle in Hannoversch Münden; 1786 Pastor in Detmold; 1795 zweiter Pastor der deutsch-reformierten Gemeinde in Frankfurt am Main; 1812 Schul- und Studienrat in Frankfurt am Main; 1813 erster Pastor der deutsch-reformierten Gemeinde in Frankfurt am Main; 1817 Dr. theol. an der Universität Jena; heiratet in erster Ehe Johanna Elisabeth geb. Waitz (1752-1790); heiratet in zweiter Ehe Johannette Auguste geb. Rotheberg (1774-1804).
517 (S. 19), 518 (S. 20), 790 (S. 70), 153 (S. 175)

Pauer, Friedrich
(1802 Apr. 24, Hannover - 1848 Apr. 1, Bremen)
Eisenbahndirektor in New York und Zivilingenieur in Bremen.
Eintritt in die Armee; Studium der Rechte; Eisenbahn-Direktor in New York; danach Zivilingenieur in Bremen.
1359 (S. 55)

Pauli, August Wilhelm
Generalkonsul und Ministerresident der Hansestädte in Kopenhagen.
1814 Generalkonsul der Hansestädte; 1829 Mai 22 Ministerresident der Hansestädte; 1848 Juni 26 Resignation.
220/5 (S. 4), 1068 (S. 7), 219/4 (S. 8), 1050 (S. 8), 1051 (S. 9), 432 (S. 79), 1231 (S. 79), 1229 (S. 79), 770 (S. 82), 1223 (S. 88)

Paulus, Heinrich Eberhard Gottlob
(1761 Sept. 1, Leonberg in Württemberg - 1851 Aug. 10, Heidelberg)
Dr. phil. et theol.; Professor der Theologie in Jena, Würzburg und Heidelberg, Kreis- und Schulrat im Königreich Bayern.
1779-1784 Studium der Philosophie, Geschichte und Theologie im Stift zu Tübingen; 1781 Magister der Philosophie; 1784 theologisches Examen in Tübingen; Hauslehrer bei seinem Oheim Oberamtmann Gottlieb Friedrich Paulus in Schorndorf; 1786 Vikar an der lateinischen Stadtschule in Schorndorf; 1789 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Jena; 1789-1793 Professor der orientalischen Sprachen an der Universität Jena; heiratet 1789 Juni 2 seine Cousine Karoline Paulus, mit ihr zwei Kinder; 1793 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Jena; 1793 Okt. ordentlicher Professor für Dogmatik und Exegese in Jena; 1803 ordentlicher Professor für Theologie und Landesdirektionsrat in Würzburg; 1807 März bayerischer Kreis- und Schulrat in Bamberg; 1808 bayerischer Kreis- und Schulrat in Nürnberg; 1810 bayerischer Kreis- und Schulrat in Ansbach; 1811 Apr. 23 ordentlicher Professor für Exegese und Kirchengeschichte in Heidelberg; zugleich Geheimer Kirchenrat; 1844 Ruhestand.
565 (S. 34), 187 (S. 106), 156 (S. 108), 68 (S. 133), 25/2 (S. 140), 25/3 (S. 140), 25/1 (S. 140), 43 (S. 140), 28 (S. 140), 24 (S. 140), 23 (S. 140), 26/1 (S. 141), 26/2 (S. 141), 35 (S. 141), 34 (S. 141), 39 (S. 141), 33 (S. 141)

Pavenstedt, Johann
(1777 Nov. 1, Bremen - 1860 Dez. 6, Bremen)
Dr. jur.; Advokat und Senator in Bremen.
Sohn des Bremer Leinenhändlers und Eltermanns Johann Eberhard Pavenstedt (1741- 1823) und der Sarah Friederike geb. Gildemeister (1755-1796); Studium der Rechte in Göttingen; 1800 April Promotion zum Dr. jur an der Universität Göttingen; Advokat in Bremen; heiratet 1804 Dez. 17 in erster Ehe die Kaufmannstochter Catharina Engel Retberg (1783-1821); 1811 Präfekt in Bremen; 1811-1812 Unterpräfekt in Oldenburg; 1814 Mitglied des Bürgerkonvents; heiratet 1804 Catharina Engel Retberg (1783-1821); 1816 März 30 Senator in Bremen; heiratet 1826 Aug. 31 in zweiter Ehe die Kaufmannstochter Henriette (Jette) Gabain (1792-1853); 1849 März 5 Ruhestand.
219/4 (S. 8), 441/1 (S. 35), 441/2 (S. 36), 523/3 (S. 42), 585 (S. 48), 524/4 (S. 59)

von Pechlin, Friedrich Christian Ferdinand
(1789 Jan. 22 - 1865)
Freiherr; Geheimer Konferenzrat im Königreich Dänemark und Bundestagsgesandter wegen des Herzogtums Holstein.
Landdrost in Lüneburg; königlich dänischer Kammerherr.
219/2 (S. 8), 605/4 (S. 12), 605/6 (S. 12), 557 (S. 32), 595/3 (S. 38), 528/5 (S. 72), 678 (S. 94)

Perret, Claude Camille
(1769, Dijon - 1847)
Studienfreund von Johann Smidt in Jena, Privatsekretär Napoleons, Geheimagent im französischen Außenministerium und Bürgermeister in Burgund.
1792 Juli 18 Studium der Rechte in Leipzig; 1793 Okt. 21 Studium der Rechte in Jena; Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; danach Diplomat; 1796 Privatsekretär Napoleons in Italien; 1797/1798 Privatsekretär Napoleons auf dem Rastatter Kongress; 1797 Sekretär des Generals Clarke bei den Friedensverhandlungen von Campo Formio; 1797- 1798 Geheimsekretär Napoleons auf dem Rastatter Kongress; 1798 in Paris; in der Konsularzeit Geheimagent des französischen Außenministeriums in Deutschland; Rückzug ins Burgundische; Bürgermeister eines kleinen Ortes im Burgund.
401 (S. 26), 114 (S. 134)

Perthes, Agnes geb. Perthes
(1798-1868)
Tochter von Friedrich Christoph Perthes (1772-1843).
Heiratet 1818 Wilhelm Perthes (1793-1853).
391 (S. 204)

Perthes, Clemens Theodor
(1809 März 2, Hamburg - 1867 Nov. 25, Bonn)
Dr. jur. et habil.; Professor für Staatsrecht in Bonn.
Sohn des Buchhändlers und Verlegers Friedrich Christoph Perthes (1772-1843) und der Maria Caroline Elisabeth geb. Claudius (1774-1821); Besuch des Gymnasiums in Gotha; Studium der Rechte in Bonn und Berlin; 1834 Promotion zum Dr. jur. und zugleich Habilitation; 1838 außerordentlicher und 1842 ordentlicher Professor für Staatsrecht an der Universität Bonn; heiratet 1839 seine Cousine Marie Madelung; 1849 Mitbegründer des Vereins für innere Mission in Bonn, den er bis 1855 leitet.
1161 (S. 106)

Perthes, Friedrich Christoph
(1772 Apr. 21, Rudolstadt - 1843 Mai 18, Gotha)
Buchhändler und Verleger in Hamburg und Gotha.
1787 Lehre beim Leipziger Verlagsbuchhändler Adam Friedrich Böhme; 1793 Gehilfe in der Hamburger Buchhandlung von Benjamin Hoffmann; 1796 Gründung der ersten reinen Sortimentsbuchhandlung in Hamburg; heiratet 1797 Maria Caroline Elisabeth Claudius (1774-1821); 1798 Aufnahme seines Schwagers Johann Heinrich Besser (1775- 1826) als Teilhaber; 1810-1811 Herausgabe und Verlag der Zeitschrift "Vaterländisches Museum"; 1813 im Widerstand gegen die französische Besatzung; 1822 März nach dem Tod der Ehefrau Übersiedelung des Verlags nach Gotha; Übergabe des Hamburger Geschäfts an Johann Heinrich Besser; 1825 Mitbegründer des Börsenvereins des deutschen Buchhandels; heiratet in zweiter Ehe 1825 in Gotha Charlotte Hornborstel Becker (1794-1874); 1837/1840 Einbeziehung des Sohnes Andreas Perthes in das Geschäft.
605/3 (S. 12), 563 (S. 29), 535 (S. 47), 438 (S. 55), 542 (S. 89), 817 (S. 106), 1513 (S. 172), 297 (S. 204), 392 (S. 204)

Perthes, Friedrich Matthias
Pastor zu Moorburg.
Sohn des Buchhändlers und Verlegers Friedrich Christoph Perthes (1772-1843) und der Maria Caroline Elisabeth geb. Claudius (1774-1821); Studium der Theologie; 1824 Juni für ein Jahr Hilfspastor von Pastor Johannes Menken an St. Martini in Bremen; 1830 Juli 5 Pastor zu Moorburg im hamburgischen Gebiet.
816 (S. 76)

Perthes, Maria Caroline Elisabeth geb. Claudius
(1774 Febr. 7, Wandsbek - 1821 Aug. 28, Hamburg), Ehefrau von Friedrich Christoph Perthes (1772-1843).
Tochter des Hamburger Dichters Matthias Claudius (1740-1815); heiratet 1797 Friedrich Christoph Perthes (1772-1843).
392 (S. 204)

Pertz, Georg Heinrich Jakob
(1795 März 28, Hannover - 1876 Okt. 7, München)
Dr. phil.; Historiker, Bibliothekar und Archivrat in Hannover, Geheimer Regierungsrat und Oberbibliothekar in Berlin.
Sohn des Hofbuchbindermeisters Christian August Pertz (1753-1836); Studium zunächst der Theologie, dann 1813-1816 der Geschichte und der Philologie in Göttingen; 1816 Bibliothekar und Archivrat in Hannover; 1819 Mitglied der Gesellschaft für Deutschlands ältere Geschichtskunde; 1823-1873 zugleich Direktor der Monumenta Germaniae Historica; heiratet 1827 in Paris Julia Garnett (gest. 1852), mit ihr drei Söhne; 1832-1833 Abgeordneter der Zweiten hannoverschen Kammer; 1832-1837 Redakteur der "Hannoverschen Zeitung"; 1842 Geheimer Regierungsrat, Oberbibliothekar und Leiter der Königlichen Bibliothek in Berlin; heiratet 1854 in zweiter Ehe Leonora Horner, mit ihr drei Töchter; 1873 Entlassung aus allen Ämtern.
662 (S. 107), 1034 (S. 185)

Pfeiffer, Burchard Wilhelm
(1777 Mai 7, Kassel - 1852 Okt. 4, Kassel)
Dr. jur.; Regierungsrat im Kurfürstentum Hessen-Kassel, Oberappellationsrat in Kassel und Lübeck, politischer Publizist.
Studium der Rechte in Marburg; 1798 Promotion zum Dr. jur.; 1799 Archivar; heiratet 1801 Louise Harnier; 1808 Substitut des Generalprokurators beim Oberappellationsgericht in Kassel; 1815 Regierungsrat in Hessen-Kassel; 1817 Rat am kurhessischen Oberappellationsgericht in Kassel; 1820 Rat am Oberappellationsgericht der Freien Städte in Lübeck; 1821 Ausbildung des Kurprinzen in Kassel; 1830 Mitarbeiter an der kurhessischen Verfassung; Mitglied im Landtag und Vorsitzender im Ständigen Ausschuss; 1843 Ruhestand; 1848-1850 engagiert in der Tagespublizistik.
763 (S. 127)

Piel, Johann Friedrich
(geb. 1737/38, Bremen)
Dr. jur.; Privatier mit dem Titel des Geheimen Hofrats in Frankfurt am Main und Gelehrter.
1755 Okt. 20 Studium am Bremer Gymnasium Illustre; 1764 Mai 22 Studium der Rechte in Marburg; 1767 Mai 7 Studium der Rechte in Göttingen; 1767 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; Geheimer Hofrat in Frankfurt am Main.
264 (S. 107)

von Pilat, Elisabeth (genannt Elise) geb. von Mengershausen
(gest. vor 1865)
Ehefrau von Josef Anton von Pilat (1782-1865).
Schwägerin des Pädagogen Friedrich August von Klinkowström (1778-1835); heiratet Josef Anton von Pilat (1782-1865), mit ihm mindestens sechs Kinder.
393 (S. 204)

von Pilat, Josef Anton
(1782 Febr. 20, Augsburg - 1865 Mai 2, Wien)
Edler; Redakteur und litterarischer Attaché des Fürsten von Metternich, Regierungsrat bei der Wiener Staatskanzlei.
Besuch einer Schule in Augsburg; Studium der Rechte in Göttingen; 1801/1803 Privatsekretär des Grafen Metternich als k.k. Botschafter in Berlin; folgt Metternich bei dessen Ernennung zum Botschafter bei Napoleon I. nach Paris, später nach Wien; 1811 Jan. 1 Redakteur des offiziellen "Österreichischen Beobachters" und literarischer Attachée Metternichs; daneben Mitarbeiter an zahlreichen Zeitungen, so der Augsburger "Allgemeinen Zeitung" und der "Wiener Zeitung"; 1813 Begleitung des Fürsten von Metternich zum Kongress in Prag, 1814 ins Hauptquartier nach Paris als Redakteur der österreichischen Armeeberichte; 1814/1815 Aufenthalt auf dem Wiener Kongress; 1818 Wirklicher k.k. Hofsekretär, später Regierungsrat im außerordentlichen Dienst bei der Wiener Staatskanzlei; 1831 Erhebung in den Adelsstand durch Kaiser Franz; heiratet Elisabeth von Mengershausen.
726 (S. 107)

Planck, Georg Wilhelm
(1785-1858)
Dr. jur.; Oberappelationsrat des Königreichs Hannover in Celle und Obergerichtsdirektor in Göttingen.
655 (S. 114)

von Plessen, Leopold Engelke Hartwig
(1769 Jan. 21, Raden bei Güstrow - 1837 Apr. 25)
Freiherr; Wirklicher Geheimer Rat und Staatsminister im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin und Bundestagsgesandter.
Schüler von Hauslehrern; 1785-1787 Studium der Rechte in Rostock; 1787-1789 Studium der Rechte in Göttingen; 1790 Referendar bei der königlich-kurmärkischen Kriegs- und Domänenkammer in Berlin; 1793 Frühjahr Auditor bei der Landeskammer in Mecklenburg- Schwerin; danach Kammerherr des Herzogs Friedrich Franz von Mecklenburg- Schwerin; 1802-1804 Gesandter Mecklenburg-Schwerins auf dem Reichstag zu Regensburg; Geheimer Rat in Mecklenburg-Schwerin; 1807 Wirklicher Geheimer Rat und dritter Staatsminister im Herzogtum/Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin; 1813-1814 Gesandter im Hauptquartier der Alliierten; 1814-1815 Gesandter des Herzogtums/ Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin auf dem Wiener Kongress; 1816-1820 Bundestagsgesandter des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin und Mitglied in zahlreichen Kommissionen; 1836 erster Staatsminister in Mecklenburg-Schwerin.
711 (S. 94)

Pohrt, Johann Eduard
Studienfreund von Johann Smidt in Jena und Pastor in Livland. 1791 Sept. 7 Studium der Theologie in Jena; Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; 1794 Okt. 20 Studium der Theologie in Kiel; Hauslehrer und Erzieher der Kinder der Reiseschriftstellerin Friederike Brun geb. Münter (1765-1835); mehrjähriger Aufenthalt in Italien; ca. 1800 Pastor in Livland.
188 (S. 27), 67 (S. 133)

von Pomian Pesarovius, Paul Wilhelm
(1776, Wolnar/Livland - 1847)
Studienfreund von Johann Smidt in Jena und russischer Staatsrat.
1793 Okt. 28 Studium der Theologie in Jena; Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; 1796 Juli Aufenthalt in London; Abreise nach Riga; Herausgeber des "Russischen Invaliden"; russischer Staatsrat.
189 (S. 27), 501 (S. 65)

von Post, Albert Hermann
(1777 Nov. 15, Bremen - 1850 Sept. 8)
Dr. jur.; Senator und Richter in Bremen.
Sohn des Bürgermeisters Liborius Diederich von Post (1737-1822) und der Anna Gerdruth geb. Wahls (1741-1838); 1794 Mai 26 Studium der Rechte am Bremer Gymnasium Illustre; Studium der Rechte; Promotion zum Dr. jur.; 1801 März 20 Bremer Bürgereid; heiratet 1802 Aug. 19 die Pastorentochter Adelheid Nonnen (1778-1852), mit ihr zehn Kinder; 1808 Sept. 19 Senator in Bremen; 1849 Mai 27 Richter in Bremen und Präsident des Richter-Collegiums.
584 (S. 48)

von Post, Heinrich Gerhard
(1754 Mai 4, Bremen - 1825 Nov. 7, Bremen)
Dr. jur.; Archivar in Bremen.
Sohn des Bremer Syndicus Dr. jur. Simon Hermann von Post (1724-1808) und der Margarethe Schumacher (1732-1810), Studium der Rechte und Promotion zum Dr. jur.; 1782 Aug. 23 Archivar in Bremen; heiratet 1785 Mai 1 Gebecca Schoene (1762-1829), die Tochter des Bremer Ratsherrn Otto Christian Schoene, mit ihr sechs Kinder.
663 (S. 55), 124 (S. 152)

Putsche, Carl Wilhelm Ernst
(1765-1834)
Dr. theol.; Studienfreund von Johann Smidt in Jena und Pastor.
190 (S. 27), 67 (S. 133)

Quehl, Ryno
(gest. 1864 Jan.)
Redakteur, Presseverantwortlicher im Innenministerium des Königreichs Preußen und Konsul in Kopenhagen.
Sohn eines Pfarrers in der preußischen Provinz Sachsen; Studium der Theologie ohne Abschluss; danach Gelegenheitsdichter; 1849 Redakteur des "Danziger Dampfboots"; Herausgabe der "Erfurter Zeitung" zur Zeit des Unionsparlaments in Erfurt im Auftrag des Ministers von Manteuffel; 1850 Aug. Anstellung im preußischen Ministerium des Innern; 1850 Dez. 23 Aufsicht und Leitung der ministeriellen "Deutschen Reform" sowie der "Constitutionellen Correspondenz"; Übernahme der Presseaufsicht im Auftrag Manteuffels in der für ihn eingerichteten "Centralstelle für Preßangelegenheiten"; 1853 Okt. 1 preußischer Konsul in Kopenhagen mit dem Titel eines Generalkonsuls.
1394 (S. 107)

von Radowitz, Joseph Maria Ernst Christian Wilhelm
(1797 Febr. 6, Blankenburg, Harz - 1853 Dez. 25, Berlin)
General, Militärbevollmächtigter beim Deutschen Bundestag, Gesandter und Außenminister im Königreich Preußen, Mitglied der Nationalversammlung.
Kindheit in Altenburg, 1808 Eintritt in den westfälischen Militärdienst; 1809-1811 Besuch der Militärschule in mehreren Städten, u.a. in Paris; 1812-1813 Teilnahme an den Befreiungskriegen auf französischer Seite; 1813 Dez. Premierleutnant in der kurhessischen Artillerie; 1814 auf Seiten der Verbündeten gegen Napoleon; 1815-1823 Lehrer am Kadettenkorps in Kassel; 1823 Eintritt in den preußischen Militärdienst als Kapitän; 1827 Major im Generalstab der Allgemeinen Kriegsschule in Berlin; 1823 militärischer Lehrer Prinz Albrechts von Preußen; 1836-1848 preußischer Militärbevollmächtigter beim Deutschen Bundestag; ab 1840 einer der wichtigsten Ratgeber König Friedrich Wilhelms IV.; 1842-1848 zugleich preußischer Gesandter an den Höfen in Karlsruhe, Darmstadt und Wiesbaden; 1848 Mai - 1849 Apr. preußisches Mitglied in der Nationalversammlung; 1849 Generalleutnant; 1849 Mai preußißscher Verhandlungsführer bei den Beratungen um eine neue bundesstaatliche Verfassung; 1849 Nov. - 1850 Mai preußischer Kommissar bei der Bundeszentralkommission in Frankfurt am Main; 1850 Vertreter Preußens beim Erfurter Parlament; 1850 Sept. 26 - Nov. 2 Außenminister im Königreich Preußen; Rücktritt wegen Scheiterns der Unionspolitik; 1852 Generalinspektor des Militär-, Erziehungs- und Bildungswesens.
692 (S. 121)

von Ranke, Franz Leopold
(1795 Dez. 20, Wiehe/Unstrut - 1886 Mai 23, Berlin)
Dr. phil.; Professor der Geschichte und Historiograph in Berlin.
1814 Studium der evangelischen Theologie und klassischen Philosophie in Leipzig; 1817 Febr. 20 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Leipzig; 1818 Prüfung für das höhere Lehramt in Berlin; 1818 - 1824 Gymnasiallehrer in Frankfurt an der Oder; 1824 außerordentlicher Professor der Geschichte an der Universität Berlin; 1834 ordentlicher Professor der Geschichte an der Universität Berlin; 1827-1831 Archiv- und Bibliotheksreise in Wien und Italien; 1840 Zusammentreffen mit Smidt in Berlin; 1846 in Frankfurt am Main; 1865 geadelt; 1871 Amtsausschied; 1882 Geheimer Rat.
1406 (S. 107)

Redeck, Johann Friedrich
(geb. in Dresden)
Kanzlist der Bundestagsgesandten der freien Städte Bremen und Lübeck.
761/1 ff. (S. 95), 759 (S. 127)

von Reden, Friedrich Wilhelm Otto Ludwig
(1802 Febr. 11, Gut Wendlinghaus, Lippe - 1857 Dez. 12, Wien)
Freiherr; Dr. jur.; Staatsmann und Statistiker im Königreich Hannover, Mitglied der Nationalversammlung.
1820 Studium der Rechts- und Kameralwissenschaften in Göttingen; 1823 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; 1824 Herbst Eintritt in den hannoverschen Staatsdienst als Auditor und Assessor bei den Ämtern Hameln, Westen-Thedinghausen und Hannover; 1832 Vertreter der Hoyaschen Provinziallandschaft in der Ersten Kammer der hannoverschen Ständeversammlung; 1833 stellvertretender Generalsekretär und Redak teur der öffentlichen Mitteilungen über die Kammerverhandlungen; 1834 Mitbegründer des hannoverschen Gewerbevereins und bis 1840 dessen Generalsekretär; 1837 Ausschied aus hannoverschen Diensten aus Protest gegen die Aufhebung der Verfassung 1841-1843 Direktor der Berlin-Stettiner Eisenbahngesellschaft; 1843 Referent für industrielle und Handelsangelegenheiten im preußischen Ministerium des Äußeren; 1848 Mitglied der Nationalversammlung für den hannoverschen Harzbezirk; 1849 für kurze Zeit Mitglied der Zweiten Hannoverschen Kammer; danach schriftstellerische Tätigkeit.
1362 (S. 114)

von Rehberg, August Wilhelm
(1757 Jan. 13, Hannover - 1836 Aug. 10, Göttingen)
Dr. jur. h.c.; Geheimer Kabinettsrat und Steuerdirektor im Königreich Hannover; politischer Schriftsteller.
Sohn eines hannoverschen Beamten; 1774-1779 Studium der Medizin, Philosophie und der Rechte in Göttingem; 1779 Studium der Rechte in Leipzig; im Anschluss Privatlehrer; 1783 Kanzlei-Sekretär des Bischofs Friedrich von Osnabrück zu Hannover; 1786 Sekretär bei der Geheimen Kanzlei in Hannover; 1803 Direktor der indirekten Steuern im Königreich Hannover; 1813 Mitglied der provisorischen Regierungskommission; 1814 Geheimer Kabinettsrat; 1819 durch die Adelspartei um von Schele gestürzt und beurlaubt; 1825 entlassen; 1828-1829 in Italien; 1830 Übersiedelung nach Dresden.
528/4 (S. 71), 659 (S. 114)

Reimers, Martin Ernst
(1775, Riga - 1826)
Studienfreund von Johann Smidt in Jena.
Sohn eines Kaufmanns; 1794 Sept. 30 Studium der Rechte in Jena; 1795 Febr. 10 Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; 1796 Okt. 18 Studium der Rechte in Göttingen.
193 (S. 27), 67 (S. 133)

(von) Reinhard, Christine geb. Reimarus
(1771 Febr. 22, Hamburg - 1815 Febr. 19)
Ehefrau von Karl Friedrich (von) Reinhard (1761-1837)
Tochter des Hamburger Arztes Johann Albert Reimarus (1729-1814) und der Sophie von Hennings (1742-1815); heiratet 1795 Okt. 12 Karl Friedrich von Reinhard, mit ihm die Tochter Sophie Karoline (1801-1861) und den Sohn Karl Friedrich Albert (1802-1873).
713 (S. 83)

von Reinhard, Hans
(1755 Febr. 20, Zürich - 1835 Dez. 23, Zürich)
Bürgermeister in Zürich; Präsident der Schweizer Tagsatzung.
Sohn des Zürichers Hans Reinhard (1725-1790); 1773-1775 Studium der Rechte in Göttingen; danach Studienreisen; 1780 Ratssubstitut in Zürich, 1787-1795 Stadtschreiber in Zürich; 1794-1798 Mitglied des Kleinen Rats von Zürich und Landvogt der eidgenössischen Landvogtei Baden; 1799-1801 Präsident der Zürcher Stadtgemeinde; 1803-1831 Bürgermeister des Kantons Zürich; 1803-1830 Vertretung des Kantons Zürich auf der eidgenössischen Tagsatzung; 1814-1815 Vertreter Zürichs und der Schweiz auf dem Wiener Kongress; 1831 Frühjahr Ausschied aus der Kantonsregierung.
629 (S. 127)

(von) Reinhard, Karl Friedrich
(1761 Okt. 2, Schorndorf - 1837 Dez. 25, Paris)
Graf, französischer Minister für auswärtige Angelegenheiten und Ministerresident bei den Hansestädten, Gesandter Frankreichs am Bundestag.
Sohn von Georg Christoph Reinhard, Diakon zu Schorndorf; 1778 Herbst Studium der Theologie am Tübinger Stift; 1783 Ostern Vikar bei seinem Vater in Balingen; 1786-1791 Hauslehrer und Erzieher; 1792 Apr. französischer Legationssekretär in London; 1793 französischer Legationssekretär in Neapel; 1795 Juni 29 französischer Gesandter in Hamburg, Bremen und Lübeck mit dem Privatsekretär Georg Kerner (1770-1812); heiratet 1795 Okt. 12 Christine Reimarus (1771-1815); 1798-1799 Gesandter am Hof des Großherzogs Ferdinand III. von Toskana; 1799 Juli 20 - Nov. 21 Minister des Auswärtigen in Paris; 1800-1801 Gesandter in Bern; 1802 Apr. französischer Gesandter beim Niedersächsischen Kreis in Hamburg; 1806 Juli Resident in den türkischen Donauprovinzen und Generalkonsul in der Moldau; 1808 Gesandter am Kasseler Hof; 1814 Mai französischer Staatsrat und Kanzleidirektor im Außenministerium unter Talleyrand; 1815 Aug. Erhebung in den Grafenstand durch König Ludwig XVIII.; 1815 Dez. 26 - 1829 Gesandter Frankreichs am Bundestag und bei der Stadt Frankfurt am Main; heiratet 1825 in zweiter Ehe die junge Gesellschafterin seiner Tochter Sophie, Virginie Freiin von Wimpffen (1801-1886); 1830 Okt. kommissarisches Amt als Außenminister und bis 1832 Juni als Gesandter an den sächsischen Höfen; 1832 Juli Ruhestand; 1832 Okt. 11 Erhebung zum Pair von Frankreich.
752 (S. 83), 713 (S. 83), 629 (S. 127), 1461 (S. 182)

Reinhold, Johann Gotthard
(1771 März 8, Aachen - 1838 Aug. 6, Hamburg)
Gesandter der Batavischen Republik und der Niederlande.
1779-1783 Besuch der Militärakademie in Stuttgart; Vorbereitung auf den Kaufmannsstand in Frankfurt am Main; Kriegsdienst in den Niederlanden; hier 1793 Leutnant und Beurlaubung vom Militärdienst; 1796 Legationssekretär des Gesandten der batavischen Republik in Hamburg; 1797 Gründung der Philantropischen Gesellschaft in Hamburg; Geschäftsträger der batavischen Republik in Hamburg; heiratet 1808 März 16 Minna Ritter, die Pflegetochter des Kaufmanns Schuchmacher in Hamburg; 1809 bevollmächtigter Gesandter der batavischen Republik in Berlin; 1810-1814 Privatier in Paris; 1814 Gesandter der Niederlande in Rom und Florenz; 1827 Gesandter der Niederlande in Bern; 1832 Austritt aus den Diensten der Niederlande als "Commandeur et Chevalier de Reinhold", lebt danach in Hamburg.
200/2 (S. 3), 243 (S. 26), 759 (S. 127), 603 (S. 213)

von Reventlow-Criminil, Heinrich
(1798, Schleswig - 1869)
Dänischer Graf; Rat in Schleswig Holstein, Amtmann in Kiel und Minister für das Auswärtige im Königreich Dänemark.
Studium der Rechte in Göttingen und Kiel; 1820 Examen auf Gottorf; heiratet 1823 Julia geb. Gräfin von Rantzau, mit ihr vier Kinder; 1829 dänischer Gesandtschaftssekretär in Berlin; 1830 in Frankfurt am Main; 1831 Apr. 13 Amtmann des Amts Flensburg; 1832 Kammerherr; 1834 Aug. 26 sechster Rat in der Schleswig-Holsteinischen Regierung; 1839 Apr. 13 Amtmann von Kiel, Cronshagen und Bordesholm; 1842-1848 Minister des Auswärtigen im Königreich Dänemark.
688 (S. 127)

Rist, Johann Georg
(1775, Niendorf bei Hamburg - 1847 Febr. 5)
Studienfreund von Johann Smidt in Jena und dänischer Diplomat.
1795 Apr. Studium der Rechte in Jena; 1795 Nov. Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; 1796 Apr. Studium der Rechte in Kiel; 1797 Herbst Privatsekretär des Finanzministers Graf Schimmelmann in Kopenhagen; 1801 dänischer Legationssekretär in Petersburg; später dänischer Diplomat in Madrid, London, Hamburg, Kiel, Paris und Altona.
1505 (S. 23), 175 (S. 24), 158 (S. 27)
Rodewald, Johann Friedrich Arnold
(1782 Apr. 11 - 1835 Dez. 21)
Kaufmann und Eltermann in Bremen.
Heiratet 1807 Anna Quentell (1783-1866); 1824 Sept. 28 Eltermann in Bremen; Unterstützung des Plans zur Gründung Bremerhavens; 1829 Senior der Kaufmannschaft; 1832 Konkurs; Tod durch Schlaganfall.
217 (S. 13), 445 (S. 66)

Roeck, Carl Ludwig
(1790 Juni 7 - 1869 Jan. 29)
Lic. jur.; Obergerichtssekretär, Senator und Bürgermeister in Lübeck.
1814 März 12 Sekretär des Lübecker Rats; auch Sekretär am Lübecker Obergericht; 1833
Juni 10 Senator in Lübeck; 1855-56, 1859-60, 1863-64 und 1867-68 Bürgermeister in Lübeck; 1850 Vertretung Lübecks im Erfurter Parlament; 1863 Vertreter Lübecks auf dem Fürstentag zu Frankfurt am Main.
1050 (S. 8), 1239 (S. 78), 1226 (S. 78), 456 (S. 80), 431 (S. 88)

von Roenne, Friedrich Ludwig
(1798 Nov. 27, Glückstadt - 1865 Apr. 7, Berlin)
Kammergerichtsrat, Ministerresident in Washington und Präsident des Handelsamtes mit dem Titel des Staatsrats im Königreich Preußen, Mitglied der Nationalversammlung.
Studium der Rechte in Kiel und Berlin; 1820 Eintritt in den preußischen Justizdienst; 1823 Assessor am Kammergericht in Berlin; 1825 preußischer Oberlandesgerichtsrat in Hamm; 1828 Rat im Kammergericht; 1831 Versetzung als Rat an die Regierung in Potsdam; 1834 Ministerresident Preußens in Washington; 1843 Frühjahr Rückkehr nach Berlin; Präsident des neu errichteten Handelsamts mit dem Rang des Rats und Mitglied des Staatsrats; 1848 Mai Mitglied der Nationalversammlung für den Wahlkreis Mühlhausen; 1848 außerordentlicher Gesandter Preußens in Washington; 1849 gleichzeitig Gesandter des deutschen Reichsverwesers in Washington; 1857 Versetzung in den Ruhestand und Leben als Privatmann.
1404 (S. 121)

von Roentgen, Gottfried August Leonhard
(1781 Juni 10 - 1865 Aug. 5)
Ministerresident im Herzogtum Nassau und Bundestagsgesandter.
Studium der Rechtswissenschaften in Leipzig und Erlangen; Eintritt in die Dienste des Fürsten von Wied-Neuwied; 1806 Übertritt in nassauische Dienste; 1809 Geschäftsträger in Düsseldorf; 1810 diplomatischer Agent in Paris; 1814-1815 Mitarbeiter Marschalls auf dem Wiener Kongress; 1816 Ministerresident in Den Haag; später nassauischer und badischer Gesandter in München; 1833 nassauischer Bundestagsgesandter; 1844 Abschied aus dem aktiven Dienst, jedoch bis zu seinem Tode wiederholt Übernahme von diplomatischen Missionen.
781 (S. 95)

Rohde, Metta Lucie Engel (Angelina) geb. von Post
(1757-1823)
Ehefrau von Johann Conrad Rohde (1745-1804).
Stiefmutter von Johanne Wilhelmine Smidt geb. Rohde; heiratet 1793 Johann Conrad Rohde (1745-1804) in dessen zweiter Ehe.
221/3 (S. 1), 156 (S. 108), 394 (S. 200), 417 (S. 217)

Römer, Friedrich Wilhelm Anton
(1788 Juni 15, Oldenburg - 1865 Aug. 9, Oldenburg)
Dr. jur.; Staatsrat sowie Rat und Präsident des Oberappellationsgerichts in Oldenburg.
Studium der Rechte in Jena, Erlangen und Heidelberg; Promotion zum Dr. jur.; 1810 Nov. Eintritt in den oldenburgischen Staatsdienst als Sekretär bei der Kammer; 1814 Assessor beim Landgericht in Oldenburg; 1819 Versetzung an die Justizkanzlei; Mitglied des Konsistoriums; 1824-1827 Mitdirektor des Lehrerseminars; 1828 Rat am Oberappellationsgerichts in Oldenburg; heiratet 1831 Dez. 4 Catharina geb. von Buschmann (1810-1884); 1832 Führung der Geschäfte der Justizkanzlei und des Konsistoriums; 1842 Sommer Staatsrat und Mitglied im Staats- und Kabinettsministerium; 1849 Präsident des Oberappellationsgerichts.
1306 (S. 118)

van Ronzelen, Johannes Jakob
(1800 Juni 12, Amsterdam - 1865 Nov. 30, Bremerhaven)
Niederländischer Wasserbaudirektor in Amsterdam; Hafenbaudirektor und Baurat in Bremen und Bremerhaven.
1819 Eintritt in den niederländischen Staatsdienst, wenige Jahre später Wasserbaudirektor
in Amsterdam; 1826 Auftrag zur Erstellung eines Gutachtens über die Anlage eines Hafens auf dem an der Geestemündung gelegenen Gelände; 1827 März Vorlage eines Projekts vor dem Bremer Senat; 1827 Mai 16 Hafenbaudirektor und Baurat für das gesamte Wasser-, Deich- und Landbauwesen in Bremen.
1052 (S. 9), 1197 (S. 55), 524/3 (S. 59), 1116 (S. 60), 1114 (S. 60), 1013 (S. 156)

Röse, Johann Anton Ferdinand
(1815 Sept. 27, Lübeck - 1859 Nov. 27, Krufft bei Andernach)
Privatgelehrter und Schriftsteller.
Sohn eines Kornmaklers; Besuch des Gymnasiums in Lübeck; soll Buchhändler werden; 1836-1840 Studium der Philosophie und Kunstgeschichte in Berlin, Basel und München; Dozent an der Universität Basel; 1847-1849 Dozent an der Universität Tübingen; Privatgelehrter und Schriftsteller in Stuttgart, Augsburg und Berlin.
1506 (S. 107)

Rose, Just Philipp
(1787 Dez. 13, Stade - 1849 Okt. 12, Hannover), Dr. jur. et Dr. phil. h.c.; Geheimer Kabinettsrat im Königreich Hannover.
Besuch der Bremer Domschule; 1805 Studium der Rechte in Göttingen; 1808 Auditor bei der Sekretarienstube der Regierung in Stade; 1810 außerordentlicher Sekretär bei allen Kollegien, der Regierung, der Justizkanzlei, dem Hofgericht und dem Konsistorium in Stade; 1816 Jan. kommissarische Übernahme von Aufgaben des hannoverschen Legationsrates; 1817 Geheimer Kanzleisekretär; 1818 Mitglied der Liquidationskommission; 1820 Abgeordneter der Zweiten Kammer der Ständevertretung; 1824 Wirklicher Geheimer Kabinettsrat des Königs von Hannover; Anteil an den Verhandlungen mit Bremen wegen der Gründung Bremerhavens; 1838 Entlassung durch den König von Hannover; lebt später in Braunschweig.
611/1 (S. 5), 595/3 (S. 38), 526/3 (S. 39), 526/1 (S. 39), 531 (S. 47), 664 f. (S. 114)

von Rössing, Peter Friedrich Ludwig
(1805 Febr. 4, Cloppenburg - 1874 Juni 23, Oldenburg)
Freiherr; Ministerpräsident im Großherzogtum Oldenburg.
1825-1828 Studium der Rechte in Göttingen; 1834 Examen; Anstellung als Auditor bei verschiedenen Ämtern; 1836 Assessor beim Landgericht Ovelgönne und 1839 Vechta; 1843 Assessor an der Justizkanzlei; 1848 Mitglied des Militärobergerichts und des Militärkollegiums; 1851 Staatsrat; heiratet 1846 Emma Wilhelmine geb. von Münnich (1822-1852), heiratet in zweiter Ehe deren Schwester Adelheid (1819-1889).
1324 (S. 118)

Rotermund, Heinrich Wilhelm
(1761 März 1, Schleiz im Reußischen - 1848 Apr. 25, Bremen)
Dr. theol. et phil.; Dompastor in Bremen.
1779 Studium der Theologie, Philosophie und Geschichte in Jena; 1782 mit dem Tod des Vaters Annahme einer Hofmeisterstelle; 1783 fortgesetztes Studium in Leipzig; 1784-1786 Reisen; 1786 Schulrektor in Buxtehude; heiratet 1791 Luisa Dor. Christina Margaretha Anthony, mit ihr fünf Kinder; 1792 zweites Pastorat zu Horneburg; 1798 vierter Pastor am Bremer Dom; 1805 dritter, 1810 zweiter und 1827 erster Dompastor; danaben schriftstellerische Tätigkeit; 1819 Sekretär und Protokollführer in der Missionshilfsanstalt; 1845 Amtsniederlegung.
1497 (S. 55)

Rücker, Alfred
(1825 Juni 25, Hamburg - 1869 Ende)
Dr. jur.; Ministerresident der Freien Stadt Hamburg und Generalkonsul der Hansestädte in London, Senator in Hamburg.
Sohn eines Hamburger Kaufmanns; Besuch des Lübecker Gymnasiums; Studium der Rechts- und Staatswissenschaften; 1848 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Heidelberg; 1849 Bürgerrecht in Hamburg und Niederlassung als Advokat; 1852 Geschäftsträger des Hamburger Senats in Berlin; 1855 Ministerresident der Freien Stadt Hamburg in London; kurz darauf Gesandter und Generalkonsul der Freien und Hansestädte in London; 1860 Senator in Hamburg.
1159 (S. 83)

Rückert, Friedrich
(1788 Mai 16, Schweinfurt/Franken - 1866 Jan. 31, Neuseß)
Dr. phil. et habil.; Professor der orientalischen Sprachen in Erlangen und Berlin, Schriftsteller.
1805 Herbst Studium der Rechte und der Philologie in Würzburg; 1808 Ostern Studium der Rechte in Heidelberg; 1809 Studienende; 1810 Herbst Ausarbeitung einer Dissertation in Jena; 1811 März 30 Habilitation zum Privatdozenten der Philologie in Jena; 1812 Umzug nach Hildburghausen; 1826 Professor der orientalischen Sprachen in Erlangen; 1841 Professor der morgenländischen Sprachen mit dem Titel eines Geheimen Rates in Berlin; 1848 Ruhestand.
1601 (S. 14), 1423 (S. 108), 322 (S. 200)

Rump, Henrich
(1768 Dez. 27, Horn bei Bremen - 1837 März 7)
Professor der Philosophie und Stadtbibliothekar in Bremen, Cousin von Johann Smidt.
Sohn des Horner Pastors Diedrich Hermann Rump (1729-1779) und der Henriette Hoffschläger (1742-1819); 1784-1786 Besuch des Bremer Lyceums; 1786 Jan. 18 Studium der Theologie am Bremer Gymnasium Illustre; 1789 Apr. 21 Studium der Theologie in Göttingen; Kandidat der Philosophie; 1793 Hofmeister bei den Söhnen des Freiherrn von Grote in Hannover; 1794 Mai 21 außerordentlicher Professor für klassische Sprachen am Bremer Paedagogium; heiratet 1796 in erster Ehe Henriette Catharina (Jettchen) de Hase (1769-1819); 1796 Apr. 1 Professor für Philologie am Paedagogium in Bremen; 1796 Dez. 7 Stadtbibliothekar in Bremen; Mitglied der Literarischen Gesellschaft in Bremen; heiratet 1824 in zweiter Ehe Metta Kuerpenning (1785-1877); 1829 Verzicht auf das Schulamt.
225/1 (S. 17), 201/1 (S. 18), 251 (S. 23), 565 (S. 34), 438 f. (S. 55), 419 (S. 56), 582 (S. 61), 67 (S. 133), 3/1 (S. 138), 1522 (S. 171), 96/2 (S. 179), 134 (S. 182), 843/3 (S. 193), 337 (S. 204), 377 (S. 206), 1606 (S. 211), 1 (S. 222), 223 (S. 222)

Rump, Henriette Catharina (genannt Jettchen) geb. de Hase
(1769 - 1819 März 26)
Ehefrau von Henrich Rump (1768-1837).
Tochter des Daniel de Hase (1721-1776) und der Adelheid Christine geb. von Büren (1740-1792); Verlobte von Johann Hinrich Boismann (1766-1793); heiratet 1796 Henrich Rump (1768-1837).
225/1 (S. 17), 454 (S. 21), 565 (S. 34), 419 (S. 56), 486 (S. 56), 604 (S. 68), 209 (S. 197)

Rumpff, Vincent
(1789 Dez. 10, Hamburg - 1867 Febr. 13, Paris), Sekretär des Bundestagsgesandten der Freien Stadt Hamburg, Ministerresident der Hansestädte in Paris.
Sohn des Hamburger Bürgermeisters Dr. Vincent Rumpff; Studium der Rechts- und
Staatswissenschaften in Heidelberg und Göttingen; 1814 Eintritt in den diplomatischen Dienst; 1814-1815 Sekretär der hamburgischen Gesandtschaft auf dem Wiener Kongress; 1815 Legationssekretär der Bundestagsgesandtschaft der Freien Städte, insbesondere des Hamburger Syndicus Gries; 1819-1820 Sekretär bei den Wiener Konferenzen; 1824-1864 Ministerresident der Hansestädte in Paris; 1864 Febr. 20 Ehrenbürger der Stadt Frankfurt am Main.
1610 (S. 7), 1068 (S. 7), 219/3 (S. 8), 1053 (S. 9), 1054 (S. 10), 605/3 (S. 12), 605/2 (S. 12), 526/3 (S. 39), 648 ff. (S. 83), 642 (S. 96), 630 (S. 96)

Saalfeld, Friedrich
(1785 Aug. 20, Hannover - 1834 Dez. 22, Korb bei Cannstatt in Württemberg)
Dr. phil. et habil.; Professor der Philosophie in Göttingen.
1803 Studium der Theologie und Philosophie in Göttingen; 1807 Promotion zum Dr. phil. und Habilitation in Philosophie an der Universität Heidelberg; 1809 erneut Habilitation in Göttingen; 1811 außerordentlicher und 1823 ordentlicher Professor der Philosophie in Göttingen; nach 1832 Ersuchen um Entlassung aus politischen Gründen; Niederlassung in Hechingen.
571 (S. 45), 743 (S. 108)

Sartorius, Georg
(1765 Aug. 25, Kassel - 1828 Aug. 24, Göttingen)
Freiherr (von Waltershausen, seit 1827); Dr. h.c.; Professor der Philosophie und Geschichtsforscher in Göttingen.
1783 Oktober Studium der Theologie in Göttingen; 1788 Ostern Studium der Geschichte; 1786 Assistent an der Bibliothek in Göttingen; 1788 Sekretär an der Bibliothek in Göttingen; 1794 Custos daselbst; zugleich seit 1792 Vorlesungen über Geschichte als Privatdozent in Göttingen; 1797 außerordentlicher Professor in der philosophischen Fakultät Göttingen; heiratet 1805 Juni Caroline geb. von Voigt (gest. 1830); 1806 Charakter eines Hofrats; Ablehnung mehrerer Berufungen zum Professor, u.a. nach Berlin; 1811 Febr. 22 Verleihung des Dr. h.c. durch die Universität Göttingen.
776 (S. 108)

von Schack auf Brüsewitz, Adam Reimar Christoph
Wirklicher Geheimer Rat im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin und Bundestagsgesandter.
673 (S. 95)

Scharff, Amalie (genannt Meline) Henriette geb. Willemer
(1788-1872)
Ehefrau von Gottfried Scharff (1782-1855).
Tochter des Bankiers und preußischen Geheimen Rats Johann Jakob (von) Willemer (1760-1838) und Maria Magdalena Lang (gest. 1792); heiratet den Frankfurter Kaufmann Gottfried Scharff, mit ihm fünf Kinder.
307 (S. 204)

Scharff, Gottfried
(1782 Juni 5, Frankfurt am Main - 1855 Apr. 20, Frankfurt am Main)
Handelsmann, Senator und Bürgermeister in Frankfurt am Main.
Sohn des Handelsmannes Johann Valentin Gottfried Scharff (1752-1800) und der Anna Maria geb. Stein (1759-1826); Besuch der Lateinschule in Wertheim; Lehrling in der väterlichen Eisenwarenhandlung; mit dem Tod des Vaters als 17Jähriger Handlungsreisender für die Firma; später Munizipialrat; 1815 Deputierter der Frankfurter Bürgerschaft auf dem Wiener Kongress; heiratet Meline geb. Willemer (1788-1872), mit ihr fünf Kinder; 1816 Aug. Senator in Frankfurt am Main; 1831-1855 Schöffe in Frankfurt am Main; 1817-1827 Mitglied des Engeren Rats; seit 1817 wiederholt Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung; 1817 Senatsdeputierter zu Getreideeinkäufen in Bremen und den Niederlanden; 1818 Senatsdeputierter auf dem Aachener Kongress; 1822, 1826 und 1830 Jüngerer Bürgermeister; 1835 Senatsdeputierter bei den Zollvereinsverhandlungen in Berlin; 1840, 1842, 1844 und 1846 Älterer Bürgermeister.
441/1 (S. 35), 529 (S. 50), 613 (S. 70), 528/3 (S. 72)

von Schele, Eduard August Friedrich
(1805 Sept. 23, Schelenburg - 1875 Febr. 13, Frankfurt am Main)
Freiherr; Ministerpräsident im Königreich Hannover und Generalpostdirektor des Fürsten von Thurn und Taxis.
Sohn des hannoverschen Ministers Georg von Schele (1771-1844); 1823-1826 Studium der Rechte in Göttingen; 1826 Eintritt in den hannoverschen Justizdienst; 1830 Assessor bei der Justizkanzlei in Hannover; 1832 zugleich Hilfsarbeiter im Justizministerium und bald darauf auch im auswärtigen Rate; 1837 Legationsrat im Außenministerium; 1839 Vertretung der monarchischen Politik am Bundestag; 1840 Kabinettsrat; 1843 Geheimer Kabinettsrat; 1844 Mitglied der Ersten Kammer mittels Berufung durch den König; 1847 Justizminister; 1848 März 20 Rücktritt; 1850-1851 zweiter hannoverscher Bevollmächtigter bei der Dresdner Konferenz; 1851 Mai-Nov. Bundestagsgesandter; 1851-1853 Ministerpräsident; 1858-1867 Generalpostdirektor des Fürsten von Thurn und Taxis in Frankfurt am Main; bleibt unverheiratet.
1414 (S. 119)
von Schenkendorf, Gottlob Ferdinand Maximilian Gottfried
(1783 Dez. 11, Tilsit - 1817 Dez. 11, Koblenz)
Regierungsrat des Königreichs Preußen in Koblenz und politischer Schriftsteller.
1798 Studium in Königsberg; danach in der Erziehungsanstalt eines Landgeistlichen; 1804 Studium der Rechte in Königsberg; Staatsexamen, danach Kammer-Referendar bei der Regierung in Königsberg; heiratet 1812 Dez. 15 Henriette geb. Dittrich gesch. Barclay; politischer Schriftsteller anlässlich der Befreiungskriege; 1813 Teilnahme an den Befreiungskriegen; 1815 Regierungsrat in Koblenz.
785 (S. 121), 397 (S. 204)

von Schenkendorf, Henriette Elisabeth geb. Dittrich verw. von Barclay
(1774 Jan. 26, Königsberg - 1840 Sept. 28, Koblenz)
Ehefrau von Gottlob Ferdinand Maximilan Gottfried von Schenkendorf (1783-1817).
Witwe von David Barclay; heiratet 1812 Dez. 15 Gottlob Ferdinand Maximilan Gottfried von Schenkendorf (1783-1817).
397 (S. 204)

Schlegel, Dorothea (vor der Taufe Brendel) geb. Mendelssohn gesch. Veit
(1763 Okt. 24, Berlin - 1839 Aug. 3, Frankfurt am Main)
Schriftstellerin und Ehefrau von Karl Wilhelm Friedrich Schlegel (1772-1829).
Heiratet in erster Ehe fünfzehnjährig den Bankier Simon Veit (gest. 1819), mit ihm vier Söhne; 1797 Bekanntschaft mit Karl Wilhelm Friedrich Schlegel (1772-1829); 1798 Scheidung von Simon Veit; 1799 Sept. Übersiedlung nach Jena mit Schlegel; (anonyme) schriftstellerische Tätigkeit; 1802 Januar Übersiedlung zu Schlegels Schwester Charlotte Ernst nach Dresden; später gemeinsam mit Schlegel nach Paris; 1804 Apr. 6 evangelische Taufe; heiratet unmittelbar darauf Karl Wilhelm Friedrich Schlegel; 1804 Umzug nach Köln; 1808 Apr. Konversion zum Katholizismus gemeinsam mit Schlegel; 1808 Umzug nach Wien; 1818 Apr. Reise und Aufenthalt in Rom; 1820 Juli Rückkehr nach Wien zu Schlegel; 1830 Sept. Umzug nach Frankfurt am Main zu ihrem Sohn Philipp Veit.
200/1 (S. 2), 398 (S. 205)

Schlegel, Johann Karl Fürchtegott
(1758 Jan. 2, Zerbst - 1831 Nov. 13, Hannover)
Konsistorialrat im Königreich Hannover.
1779-1782 Studium der Philosophie, Geschichte und Jurisprudenz in Göttingen; 1782 Auditor beim Konsistorium in Hannover, später hier Konsistorialsekretär, dann Rat.
714 (S. 115)

(von) Schlegel, Karl Wilhelm Friedrich
(1772 März 10, Hannover - 1829 Jan. 12, Dresden)
Legationssekretär der österreichischen Bundestagsgesandtschaft, Philosoph und Literarhistoriker. Kaufmannsausbildung bei Bankier Schlemm in Leipzig, abgebrochen; 1790 Apr. 26 Studium der Rechte in Göttingen; 1791 Mai 19 Studium der Rechte in Leipzig; 1793 Frühjahr Aufgabe des Studiums; Reisen in vielerlei Städte; heiratet 1804 Dorothea Mendelssohn gesch. Veit (1763-1839); 1809 März Sekretär bei der kaiserlichen Hof- und Staatskanzlei in Wien; 1815 Okt. erster Legationssekretär des Präsidialgesandten Albini mit dem Charakter eines Legationsrats bei der österreichischen Gesandtschaft am Bundestag; Recht auf Führen des alten Adelstitels seiner Familie; 1818 Apr. Abberufung aus Frankfurt am Main; Reise nach Wiesbaden; Aschaffenburg und Frankfurt am Main; 1818 Nov. in Wien mit wissenschaftlicher Arbeit; 1819 Begleiter des Fürsten Metternich in Italien; 1828 Übersiedlung nach Dresden.
715 (S. 96)

Schlegtendal, Adrian Peter Gottfried
Studienfreund von Johann Smidt in Jena und Stadtrentmeister in Duisburg.
Sohn des Duisburger Professors Friedrich Gottfried Schlegtendal; 1786 Sept. 30 Studium der Theologie in Duisburg; Studium der Rechte in Jena; [1793] Regierungsreferendar in Cleve; [1794/1795] Schöffe und Stadtrentmeister in Duisburg; heiratet 1795 Aug. 12 die Pastorentochter Susanna Schöller.
452 (S. 22), 442 (S. 25), 197 (S. 27), 160 (S. 103), 67 (S. 133)

Schleiden, Rudolf Matthias
(1815 Juli 22, Ascheberg bei Plön - 1895 Febr. 25, Freiburg i.Br.), Dr. jur.; Ministerresident der Hansestädte in Washington und London, Mitglied des Frankfurter Vorparlaments,
des Norddeutschen Reichstags und des Reichstags. Studium der Rechte und der Nationalökonomie in Kiel, Berlin, Jena und Göttingen; 1840 Examen in Kiel; 1840 Amtssekretär in Reinbek; 1843 Ausculant in der Generalzollkammer; 1845 Herbst Committierter der Generalzollkammer; bald darauf Wirklicher Geheimer Justizrat; 1848 März 24 Entlassung; 1848 Mitglied des Vorparlaments und des Fünfziger Ausschusses in Frankfurt am Main; 1848 Mai Bevollmächtigter der provisorischen Regierung in Berlin; 1853-1864 Ministerresident Bremens in den USA; 1862 hansestädtischer Ministerresident in den USA; 1865-1866 Sommer Ministerresident der Hansestädte in London; 1867 Febr. Abgeordneter für den Norddeutschen Reichstag im achten Schleswig-Holsteinischen Wahldistrikt; 1867-1874 Mitglied des Reichstags.
1189 f. (S. 84)

Schlosser, Friedrich Christoph
(1776 Nov. 17, Jever - 1861 Sept. 23, Heidelberg)
Dr. phil.; Professor der Geschichte und Direktor der Universitätsbibliothek in Heidelberg.
Sohn des Advokaten Carl Wilhelm Schlosser (1727-1783); 1794 Studium der Theologie, der Klassischen Philologie und der Staatswissenschaften in Göttingen; 1797 Predigtamtskandidat in Waldeck; 1797 Hauslehrer in Varel bei Wilhelmshaven, in Othmarschen bei Altona und in Frankfurt am Main; 1808 Konrektor am Gymnasium in Jever; 1809 Dez. 25 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Gießen; 1810-1817 Lehrer am Gymnasium in Frankfurt; 1812 Ruf nach Heidelberg, abgelehnt; 1812-1813 Professor für Geschichte und Geschichte der Philosophie am Großherzoglichen Lyzeum in Frankfurt; 1815 Stadtbibliothekar in Frankfurt; 1817 Hofrat; 1817 Aug. 26 ordentlicher Professor in Heidelberg und der Direktor der Universitätsbibliothek in Heidelberg; 1819-1820, 1827-1828, 1833- 1834 und 1839-1840 Mitglied des engeren Senats in Heidelberg; 1823 Geheimer Hofrat; 1825 März 4 Rücktritt als Direktor der Universitätsbibliothek; heiratet 1827 März 28 Louise Henriette Hoffmann (1791-1862); 1832 Geheimer Rat.
1427 (S. 108)
Schmitson, Teutwart
(1784-1856)
Oberstleutnant im Kaiserreich Österreich und Bundestagsgesandter.
441/2 (S. 36), 1288 (S. 96)

von Schmitz-Grollenburg, Philipp Moritz
(1765 Dez. 22, Mainz - 1849 Nov. 27, Baden-Baden)
Freiherr; Staatsrat und Gesandter des Königreichs Württemberg.
1806 Eintritt in württembergische Dienste; 1807 Rat beim Kurmainzischen Geistlichen Gericht; 1808 Oberpolizeidirektor in Stuttgart und Ludwigsburg; 1811 württembergischer Staatsrat; 1812 Direktor des katholischen Kirchenrats in Ludwigsburg; 1817 Vizepräsident des Oberregierungscollegiums; 1819 Sendung nach Rom; 1820 lebenslanges Mitglied der Ersten württembergischen Kammer; 1821 Gesandter Württembergs in München; 1828 Beförderung des ersten Zollvereins in Deutschland; 1843 Eintritt in den Ruhestand.
716 (S. 127)

Schneider, Friedrich August
Professor am Gymnasium in Eisenach.
1388 (S. 108)

Schoene, Christian Hermann
(1763 Febr. 10, Bremen - 1822 Febr. 18, Bremen)
Dr. jur., Professor am Gymnasium Illustre, Syndicus und Bürgermeister in Bremen.
1779 Juli 15 Studium am Bremer Gymnasium Illustre; 1781 Okt. 4 Studium der Rechte in Göttingen; 1786 Febr. 17 Promotion zum Dr. jur.an der Universität Göttingen; 1788 Nov. 14 Professor der Rechte am Bremer Gymnasium Illustre; heiratet 1790 Juni 22 Elisabeth Helena Wichelhausen (1766-1854), mit ihr eine Tochter; 1792 Okt. 19 zweiter Syndicus in Bremen; 1804 Febr. 3 erster Syndicus und Kanzleidirektor in Bremen; 1810-1813 zuerst Munizipalrat, dann Präfekturrat; Ernennung zum Kammerpräsidenten bei der cour impériale in Hamburg, abgelehnt; Organisation des neuen Handelsgerichts; 1812 Nov. - 1814 März Präsident des Handelsgerichts; 1813 Dez. erster Syndicus in Bremen; 1817 Dez. 24 Bürgermeister in Bremen.
441/1 (S. 35), 441/2 (S. 36), 588 (S. 48), 150 (S. 172)

Schönhütte, Georg Wilhelm
(1762 Aug. 10, Bremen - 1836 Sept. 11, Bremen)
Tuchhändler und Eltermann in Bremen.
1805 Nov. 8 Eltermann in Bremen; Diakon und Bauherr zu St. Martini.
503 (S. 66)
Schröder, Friederich
(1775 März 29 - 1835 Okt. 3)
Kaufmann und Reeder in Bremen und Bevollmächtigter der Heringsfischereikompagnie.
412 (S. 66)

Schrötteringk, Martin Hieronymus
(1784 März 1, Hamburg - 1835 Aug. 19, Hamburg)
Dr. jur.; Ratsherr und Bürgermeister in Hamburg.
1807 Ratsherr in Hamburg; 1834 März 12 Bürgermeister in Hamburg; heiratet Catharina Amalie Klefecker (1790-1860).
635 (S. 76)

Schulte, Johann
(1751 März 27, Hamburg - 1817 Aug. 30, Hamburg)
Dr. jur.; Senatssekretär und Ratsherr in Hamburg.
1784 Senatssekretär in Hamburg; 1789 Ratsherr in Hamburg; 1811-1813 Präsident des Handelstribunals in Hamburg; 1814 erneut Ratsherr.
639 (S. 77)

Schulze, Friedrich Gottlob
(1795 Jan. 28 - 1860 Juli 3)
Professor, Geheimer Hofrat und Direktor des landwirtschaftlichen Lehrinstituts in Jena.
1364 (S. 109)

Schumacher, Hermann Albert
(1808 Sept. 27, Bremen - 1887 Okt. 14, Bremen)
Dr. jur.; Rechtsanwalt, Richter und Senator in Bremen.
Sohn des Bürgermeisters Isaac Hermann Albert Schumacher (1780-1853) und der Margarete Oelrichs (1782-1823); Studium der Rechte; Promotion zum Dr. jur.; Rechtsanwalt in Bremen; Mitarbeit bei der Gründung Bremerhavens; heiratet Johanne Elisabeth geb. Krüger (1809-1856); 1850 Richter; 1853 Senator in Bremen; heiratet in zweiter Ehe Amalie Dorothea Auguste Brass (1824-1898); 1875 Febr. 17 Amtsniederlegung aus Krankheitsgründen.
1178 (S. 49)

Schumacher, Isaac Hermann Albert
(1780 Jan. 26, Bremen - 1853 Okt. 3, Bremen-Oberneuland)
Dr. jur.; Notar und Staatsanwalt, Senator und Bürgermeister in Bremen.
Sohn des Bremer Postmeisters Albert Schumacher (1729-1783) und der Sophie Adelheid Marie geb. von Post (1742-1805); Studium der Rechte am Bremer Gymnasium Illustre; Studium der Rechte in Göttingen, Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen, 1803 Okt. 7 Prokurator und Notar in Bremen, Staatsanwalt in Bremen; heiratet 1807 in erster Ehe die Senatorentochter und Malerin Margareta Oelrichs (1782-1823); 1816 Apr. 6 Senator in Bremen; heiratet 1825 März 3 in zweiter Ehe Auguste Friederike Heineken (1797-1827); 1847 Jan. 30 Bürgermeister in Bremen.
1062 (S. 4), 1050 (S. 8), 1053 (S. 9), 1052 (S. 9), 1051 (S. 9), 1056 (S. 10), 1057 (S. 11), 225/2 (S. 17), 441/1 (S. 35), 595/1 (S. 37), 1123 (S. 45), 1119 (S. 46), 583 (S. 48), 589 (S. 49), 594 (S. 50)

Schütte, Daniel
(1763, Bremen - 1850)
Dr. jur.; Hofrat und Kunstmäzen in Bremen, Konsul der Hansestädte in Bordeaux.
1785 Aufenthalt in Wien; Promotion; Hofrat in Rudolstadt; Gründer der Schaubühne und Leiter eines Theaters in Bremen; mindestens 1805-1810 Bremischer Handelsagent in Bordeaux; 1811 Aufgabe des Direktorenpostens am Theater mit finanziellem Verlust; spätestens seit 1820 Konsul der Hansestädte in Bordeaux; Fürstlich Schwarzburg- Sondershausischer Hofrat in Bremen.
696 (S. 56)

Schütz, Christian Gottfried
(1747 Mai 19, Dederstädt/Grafschaft Mansfeld - 1832 Mai 7)
Professor für Beredsamkeit an der Universität Jena und Halle, Begründer der Allgemeinen Literatur-Zeitung.
Besuch der Lateinischen Hauptschule des Hallischen Waisenhauses; 1765 Studium der Theologie an der Universität Halle; 1768 März 21 Magisterexamen; Lehrer der Mathematik an der Ritterakademie Brandenburg; Inspektor des theologischen Seminars in Halle; erhält 1773 in dieser Stelle den Titel des außerordentlichen Professors; 1778 Eröffnung eines Instituts für 20 Zöglinge für Unterrichtsversuche; 1779 Ruf als Professor für Poesie und Beredsamkeit an der Universität Jena; heiratet Anna Henriette Danovius (gest. 1823); 1785 Redaktion der Allgemeinen Literatur-Zeitung; 1796-1797 Übersiedlung nach Bückeburg; 1803 Professor für Beredsamkeit an der Universität Halle; 1818 Feier des 50jährigen Doktorjubiläums.
156 (S. 108), 72 (S. 139), 54 (S. 141), 48 (S. 141), 51 (S. 141), 56 (S. 142), 55 (S. 142), 53 (S. 142)

Schütz, Johann Gottfried
(1769 Jan. 15 - 1848 Nov. 6)
Pastor in Frille bei Bückeburg.
1373 (S. 109), 1499 (S. 130)

Schwedes, Carl
Sekretär der Bundestagsgesandtschaft des Königreichs Hannover und preußischer Oberregierungsrat in Kassel.
1435 (S. 128)

Schweling, Melchior
(1629-1712), Dr. jur.; Bürgermeister in Bremen und Vorfahr von Johann Smidt.
Sohn von Johannes Schwelling (gest. 1678) und der Margarete geb. Cöper; heiratet 1660 in erster Ehe Margarete Meier (1620-1678); heiratet 1680 in zweiter Ehe Helia Meier verw. Koch (1652-1706), mit ihr die Tochter Margarete Schwelling, eine Urgroßmutter von Johann Smidt.
823 (S. 190)

Seebeck, Karl Julius Moritz
(1805 Jan. 8, Jena - 1884 Juni 7, Jena)
Gymnasialdirektor im Herzogtum Sachsen-Meiningen, Gesandter des Herzogtums Hildburghausen, des Großherzogtums Weimar und später der thüringischen Staaten, Kurator der Universität Jena.
Studium der klassischen Philologie in Berlin und Leipzig; 1828 Herbst Alumneninspektor am Joachimthalschen Gymnasium, 1832 daselbst Lehrer mit dem Titel des Professors; heiratet 1832 Ida von Krauseneck; 1835 Gymnasialdirektor in Meiningen und Erzieher des Erbprinzen Georg von Sachsen-Meiningen; 1848/1849 Gesandter bei der provisorischen Zentralregierung in Frankfurt am Main; bald darauf auch Bevollmächtigter Weimars bei der Reichsregierung; Vertreter aller thüringischen und anhaltinischen Regierungen im Verwaltungsrat und im Fürstencollegium der Union zu Berlin, zu Erfurt und Frankfurt; Leitung des Ministeriums des Innern und zugleich des Reichsministeriums; 1850 Vertreter der thüringischen Staaten im provisorischen Fürstenkollegium der Union und beim Unionsparlament in Erfurt; 1851-1877 Kurator der Universität Jena; 1877 Ruhestand.
1442 f. (S. 96)

von Sienen, Jacob Albrecht
(1768 Juni 25, Ritzebüttel - 1837 Jan. 17, Hamburg)
Dr. jur.; Advokat und Syndicus in Hamburg.
Sohn des Bürgermeisters Jacob Albrecht von Sienen; 1794 Nov. 24 Syndicus in Hamburg; heiratet Elisabeth Amsinck (1794-1867).
646 (S. 77)

Sieveking, Karl
(1787 Nov. 1, Hamburg - 1847 Juni 30, Hamburg)
Dr. jur.; Syndicus in Hamburg und Bundestagsgesandter.
Sohn von Georg Heinrich Sieveking und Johanna Margaretha geb. Reimarus (1760-1832); 1801-1803 Besuch des Gymnasiums in Lübeck; 1803 Besuch des Hamburger Johanneums; 1805 Besuch des Akademischen Gymnasiums in Hamburg; 1806 Herbst Studium der Rechte in Heidelberg; 1807 Okt. - 1809 Okt. Studium der Rechte in Göttingen, auch der Philosophie und der Mathematik; 1810 Dez. 6 Promotion zum Dr. jur.; 1811 Juni Privatsekretär des französischen Grafen Reinhard am westfälischen Hof in Kassel; 1812 Privatdozent der Rechte in Göttingen; Mitglied des Hanseatischen Direktoriums in den Befreiungskriegen; 1814 Gesandter von Hamburg im Hauptquartier der Alliierten; 1814/1815 Fortsetzung der Studien in Berlin; Advokat in Hamburg; 1819-1821 hamburgischer Ministerresident in Petersburg; 1820 Mai 3 Syndicus in Hamburg; heiratet 1823 Febr. 1 Caroline Henriette geb. de Chapeaurouge (1797-1858); 1827-1828 außerordentlicher Gesandter der Stadt Hamburg in Rio de Janeiro/Brasilien; 1830-1847 Bundestagsgesandter der Freien Stadt Hamburg; 1842 Vertreter Hamburgs in der zweiten Elbschifffahrts-Revisionskommission in Dresden.
220/3 (S. 4), 605/6 (S. 12), 595/4 (S. 39), 620 (S. 70), 528/4 (S. 71), 528/3 (S. 72), 528/6 (S. 72), 432 (S. 79), 1229 (S. 79), 648 (S. 83), 1147 (S. 85), 1222 (S. 88), 630 ff. (S. 96), 738 (S. 157), 407 (S. 205), 364 (S. 205)

Sillem, Martin Garlieb
(1769 Jan. 18 - 1835 Febr. 24)
Dr. jur.; Ratsherr und Bürgermeister in Hamburg.
Sohn des Hamburger Syndicus Garlieb Sillem; 1814 Ratsherr in Hamburg; heiratet Charlotte Dorothea Baronesse von Pechlin, mit ihr keine Kinder; 1829 März 4 Bürgermeister in Hamburg.
641 (S. 77)

Smidt, Gesche Catharine Wilhelmine geb. Noltenius
(1816 März 30 - 1846 Febr. 23)
Ehefrau von Johann Hermann Smidt (1804-1879), Schwiegertochter von Johann Smidt.
Tochter des Bremer Gerichtssekretärs Johann Eberhard Noltenius (1777-1845) und der Wilhelmine Holler und Schwiegertochter von Johann Smidt; heiratet 1836 Sept. 11 Johann Hermann Smidt (1804-1879).
1326 (S. 208)

Smidt, Johann (genannt John) Gerhard Wilhelm
(1812 Mai 6, Bremen - 1871 Aug. 8)
Kaufmann in Bremen und Konsul in Louisville/USA, Sohn von Johann Smidt.
Ausbildung zum Kaufmann in Bremen; 1838 Aufenthalt in Cincinnati; heiratet 1849 Juni 12 Helene Henriette Faber (1827-1893), geht mit ihr zusammen nach Louisville; hier Konsul; Rückkehr nach dem Tod des Vaters und spätestens 1859 Übernahme des väterlichen Hauses.
219/3 (S. 8), 1050 (S. 8), 1052 (S. 9), 1051 (S. 9), 605/3 (S. 12), 212 f. (S. 14), 1522 (S. 171), 303 (S. 198), 1396 (S. 213)

Smidt, Johann Friedrich Gustav
(1809 Aug. 24, Bremen - 1887 Juni 4)
Kaufmann in Bremen und Baltimore, Sohn von Johann Smidt.
Heiratet 1841 Anna Dorothee Charlotte Focke (1817-1893), die Tochter des Bremer Postdirektors Christian Focke (1774-1852).
605/3 (S. 12), 217 f. (S. 13), 494 (S. 14), 1074 (S. 15), 1363 (S. 73), 1513 (S. 172), 320 f. (S. 198), 608 f. (S. 208), 487 (S. 208), 598 (S. 213), Kap.3.i. (S. 219)

Smidt, Johann Heinrich Wilhelm
(1806 Jan. 28, Bremen - 1878 Aug. 20)
Dr. jur., Archivar, Syndicus und Senator in Bremen, Sohn von Johann Smidt.
1814-1815 Aufenthalt in Wien; 1815-1821 Aufenthalt in Frankfurt am Main; 1824 Okt. Studium der Rechte in Berlin; 1825 Apr. Aufenthalt in Bremen; 1825 Apr. Studium der Rechte in Göttingen; Studium der Rechte in Heidelberg; 1827 Legationssekretär des Bremer Senators Johann Friedrich Carl Gildemeister auf der Mission nach Rio de Janeiro; Promotion zum Dr. jur.; 1829-1832 Sekretär der Senatskomission für auswärtige Angelegenheiten; 1832 Dez. 24 Archivar in Bremen; 1843 Dez. 13 Syndicus in Bremen; heiratet 1844 Mai 24 Johanna Christiane Juliane Wedeke (1823-1906); 1849 Apr. 30 Senator in Bremen.
221/2 (S. 1), 460 (S. 3), 200/5 (S. 3), 200/7 (S. 3), 200/2 (S. 3), 1059 (S. 4), 1062 (S. 4), 220/3 (S. 4), 1060 (S. 5), 1061 (S. 5), 611/1 (S. 5), 1063 (S. 6), 611/2 (S. 6), 1064 (S. 6), 1068 (S. 7), 219/1 ff. (S. 7), 605/1 ff. (S. 12), 216 (S. 13), 1601 (S. 14), 494 (S. 14), 211 (S. 15), 515 (S. 18), 517 (S. 19), 201/2 (S. 19), 1180 (S. 31), 530/2 (S. 33), 595/6 (S. 38), 1119 (S. 46), 1125 (S. 58), 528/4 (S. 71), 1302 (S. 86), 762 (S. 95), 761/4 (S. 95), 1254 (S. 95), 1253 (S. 95), 774 (S. 102), 738 (S. 157), 1522 (S. 171), 871 (S. 174), 867 (S. 176), 833 (S. 191), 305 f. (S. 198), 301 (S. 200), 407 (S. 205), 377 (S. 206), 607 f. (S. 208), Kap.3.h. (S. 213), 1158 (S. 224)

Smidt, Johann Hermann
(1804 Apr. 7, Bremen - 1879 Febr. 7)
Dr. jur.; Rechtsanwalt, Staatsanwalt und Richter in Bremen, Sohn von Johann Smidt.
1814-1815 Aufenthalt in Wien; 1815-1821 Aufenthalt in Frankfurt am Main; 1823 Studium der Rechte in Göttingen; 1824-1825 Studium der Rechte in Tübingen; 1825 Apr. Studium der Rechte in Göttingen; 1826 Aug. 14 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; 1827 März Prüfung vor dem Oberappellationsgericht in Lübeck; Obergerichtsanwalt in Bremen; heiratet 1836 Sept. 11 in erster Ehe Gesche Catharine Wilhelmine Noltenius (1816-1846); seit 1837 Jan. 25 zugleich Staatsanwalt in Zivilsachen; heiratet 1847 Juli 15 in zweiter Ehe Marie Christine Amalie Gildemeister (1817-1906); seit 1851 auch Staatsanwalt für Preßvergehen und Verbrechen wider den Staat; 1852 Dez. Richter.
221/2 (S. 1), 221/1 (S. 1), 200/2 (S. 3), 200/5 (S. 3), 200/7 (S. 3), 218 (S. 3), 220/3 (S. 4), 220/5 (S. 4), 220/2 (S. 4), 1060 (S. 5), 1061 (S. 5), 1607 ff. (S. 5), 1609 (S. 6), 214 (S. 7), 1441 (S. 7), 219/3 (S. 8), 219/5 (S. 8), 1051 (S. 9), 605/5 (S. 12), 605/3 (S. 12), 605/1 (S. 12), 517 (S. 19), 486 (S. 56), 524/4 (S. 59), 1518 (S. 150), 435 (S. 159), 302 (S. 198), 383 (S. 203), Kap.3.g. (S. 208)

Smidt, Johann Wilhelm Conrad Georg
(1817 Juli 3, Frankfurt am Main - 1885 Dez. 18)
Landwirt und Gutsbesitzer zur Dunge, Sohn von Johann Smidt.
1840 Studium der Landwirtschaft in Jena; heiratet 1843 Aug. 6 Lucie Lange (1823-1895); Bewirtschaftung des Familiengutes Zur Dunge; 1849 Jan. Gründung des Landwirtschaftsvereins für das bremische Gebiet und dessen Präses.
219/3 (S. 8), 1053 (S. 9), 211 f. (S. 15), 524/4 (S. 59), 314 (S. 199), 606 (S. 208), 599 (S. 213), 490 (S. 219)

Smidt, Johann
(1712 Juli 19, Bremen - 1796 Juni 15, Bremen)
Pastor an St. Stephani in Bremen, Vater von Johann Smidt. Sohn des Eltermanns Reinier Smidt (1665-1727) und der Margarethe geb. Dreyer (1675- 1734); Besuch des Bremer Paedagogium; 1729 Okt. 27 Studium der Theologie am Bremer Gymnasium Illustre; 1736 Studium der Theologie in Groningen; Studium der Theologie in Utrecht; 1741 Pastor in Putten im Gelderland; 1745 Feldpastor der holländischen Truppen im Krieg gegen Frankreich; danach wieder Pastor in Putten im Gelderland; heiratet 1758 in erster Ehe Anna de l'Hommel (geb. 1720); 1760 Juni 2 Pastor an St. Stephani in Bremen; heiratet 1766 Dez. 15 in zweiter Ehe Henriette von Rheden (1738- 1769); 1769 Mai 30 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Harderwyk; heiratet 1772 Mai 26 in dritter Ehe Johanne Holler (1741-1813), mit ihr die Kinder Johann und Gesche Catharina; 1785 März 11 Pastor primarius an St. Stephani in Bremen; 1795 Amtsniederlegung.
418 (S. 20), 454 (S. 21), 1522 (S. 171), 108 (S. 171), Kap.3.b. (S. 192), 1 (S. 222)

Smidt, Johanna Christiane Juliane (genannt Hannchen) geb. Wedeke
(1823 Nov. 10 in Insterburg - 1906 Nov. 9)
Ehefrau von Johann Heinrich Wilhelm Smidt (1806-1878), Schwiegertochter von Johann Smidt.
Vermutlich die Tochter des Johann Christian Wedeke und der Bernhardine von Becquednolles; 1836 Umzug in das Haus ihrer Tante Cornelie Eichmann geb. Wedeke (1795-1849) und deren Mann Karl August Eichmann (1793-1879) in Berlin; heiratet 1844 Mai 24 Johann Heinrich Wilhelm Smidt (1806-1878), mit ihm fünf Kinder.
1060 (S. 5), 1050 (S. 8), 1052 (S. 9), 1051 (S. 9), 1055 (S. 10), 1057 (S. 11), 1058 (S. 11), 216 (S. 13), 1033 (S. 163), Kap.3.h. (S. 213), 315 (S. 218)

Smidt, Johanne geb. Holler
(1741 Apr. 19 - 1813 Sept. 24, Bremen)
Ehefrau von Johann Smidt d.Ä. (1712-1796), Mutter von Johann Smidt.
Heiratet 1772 Mai 26 Johann Smidt d.Ä. (1712-1796).
200/4 (S. 2), 460 (S. 3), 200/2 (S. 3), 222 (S. 15), 470 (S. 16), 469 (S. 16), 225/1 (S. 17), 421 (S. 20), 2 (S. 138), 1522 (S. 171), Kap.3.b. (S. 192)

Smidt, Johanne Sophie Wilhelmine (genannt Hanne)
(1798 Dez. 3, Bremen - 1819 Juli 4)
Tochter von Johann Smidt.
1813 Juli - Okt. Ausbildung zur Haushaltsführung im Hauses des Pastor Krause in Idensen; 1813 Sept. Erkrankung an der Ruhr; 1814-1815 Aufenthalt in Wien; 1815 Aufenthalt in Frankfurt am Main; 1818 Konfirmationsunterricht in Bremen; 1818 Juni 16 Konfirmation in Bremen; stirbt 1819 an der Ruhr.
221/2 (S. 1), 221/1 (S. 1), 200/2 (S. 3), 460 (S. 3), 218 (S. 3), 220/1 (S. 4), 225/2 (S. 17), 481 (S. 17), 229 (S. 61), 803 (S. 62), 614 (S. 89), 791 (S. 110), 1512 (S. 132), 1522 (S. 171), 875 (S. 172), 324 (S. 197), Kap.3.f. (S. 207), 458 (S. 207), 649 (S. 211)

Smidt, Johanne Wilhelmine (genannt Minchen) geb. Rohde
(1777 Jan. 8, Bremen - 1848 Dez. 29, Frankfurt am Main)
Ehefrau von Johann Smidt.
Tochter des Bremer Apothekers Johann Conrad Rohde (1745-1804) und der Metta Gertrud Bredou (1744-1786); heiratet 1798 Jan. 1 Johann Smidt; 1814-1815 Aufenthalt in Wien; 1815-1821 Aufenthalt in Frankfurt am Main.
221/1 ff. (S. 1), 200/1 (S. 2), 343 ff. (S. 2), 220/2 (S. 4), 220/1 (S. 4), 220/4 (S. 4), 611/1 (S. 5), 219/3 (S. 8), 1051 (S. 9), 605/2 (S. 12), 605/4 (S. 12), 217 (S. 13), 1075 (S. 14), 212 (S. 14), 213 (S. 14), 211 (S. 15), 1079 (S. 15), 225/1 (S. 17), 792 (S. 19), 518 f. (S. 20), 174 (S. 23), 179 (S. 24), 473 (S. 34), 794 f. (S. 46), 233 (S. 51), 244 (S. 61), 229 (S. 61), 136 (S. 67), 621 (S. 70), 647 (S. 74), 630 (S. 96), 774 (S. 102), 156 (S. 108), 1416 (S. 119), 117 (S. 135), 109 (S. 171), 1429 (S. 171), 1522 (S. 171), 340 (S. 171), 109 (S. 171), 610 (S. 174), 867 (S. 176), 203 (S. 196), 324 (S. 197), Kap.3.e. (S. 198), 461 (S. 198), 493 (S. 198), 305 (S. 198), 320 (S. 198), 326 (S. 199), 322 (S. 200), 301 (S. 200), 309 (S. 201), 350 (S. 202), 365 (S. 202), 381 (S. 203), 354 (S. 203), 392 (S. 204), 299 (S. 205), 407 (S. 205)

Smidt, Julie Johanne Charlotte Wilhelmine (genannt Mine)
(1815 Apr. 21, Wien - 1913 Febr. 2, Bremen)
Tochter von Johann Smidt, bleibt unverheiratet.
200/7 (S. 3), 220/3 (S. 4), 1059 (S. 4), 220/4 (S. 4), 1063 (S. 6), 1064 (S. 6), 219/4 (S. 8), 219/5 (S. 8), 1050 (S. 8), 1051 (S. 9), 1054 (S. 10), 213 ff. (S. 14), 518 (S. 20), 593/1 (S. 57), 1228 (S. 78), 1416 (S. 119), 300 (S. 199), 301 (S. 200), 1605 (S. 210), 1615 (S. 210), 602 f. (S. 213), Kap.3.k. (S. 219)

Smidt, Marie Christine Amalie geb. Gildemeister verw. Ulrichs
(1817 Juni 12 - 1906 Juli 13)
Ehefrau von Johann Hermann Smidt (1804-1879), Schwiegertochter von Johann Smidt.
Tochter des Bremer Senators Johann Carl Friedrich Gildemeister (1779-1849) und der Marie Christine Adelheid Stolz (1791-1817); heiratet in erster Ehe den in Griechenland lehrenden Bremer Professor Heinrich Nikolaus Ulrichs; heiratet 1847 Juli 15 in zweiter Ehe Johann Hermann Smidt (1804-1879) in dessen zweiter Ehe.
1062 (S. 4), 1059 (S. 4), 1061 (S. 5), 214 (S. 7), 1057 (S. 11), 1614 (S. 209), 1613 (S. 209), 1617 (S. 209), 1615 (S. 210)

Souchay de la Duboissière, Eduard Franz
(1800 Dez. 16, Frankfurt am Main - 1872 Juli 1, Frankfurt am Main)
Dr. jur.; Advokat, Senator und Bürgermeister in Frankfurt am Main, Mitglied der Nationalversammlung.
Aus einer hugenottischen Kaufmannsfamilie stammend; 1818 Studium der Rechte in Heidelberg und Göttingen; Advokat in Frankfurt am Main; heiratet 1831 März 14 die Bürgermeisterstochter Johanna Helene Schmidt (1804-1888), mit ihr sieben Kinder; 1832- 1849 Senator in Frankfurt am Main; 1832-1836 Stadtgerichtsrat; später Appellationsgerichtsrat; 1838 Jüngerer Bürgermeister in Frankfurt am Main; 1848 Mitglied der Nationalversammlung; 1868-1872 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung sowie der Gesetzgebenden Versammlung.
612 (S. 70), 634 (S. 85)

von Spiegel, Ludwig
(1772, Braunschweig - 1796 Dez., Braunschweig)
Studienfreund von Johann Smidt in Jena.
1795 Juni 1 Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; Mitglied in der Naturforschenden Gesellschaft.
198 (S. 27), 67 (S. 133), 68 (S. 133), 70 (S. 134)

Steck, Johann Rudolph
(1772, Bern - 1805)
Studienfreund von Johann Smidt in Jena und Appellationgerichtsrat in Bern.
Studium der Rechte in der Schweiz; 1795 Okt. 7 Studium der Rechte in Jena; 1796 Juni 30 Mitglied im Bund der freien Männer in Jena; 1798 Apr. Generalsekretär des neugebildeten helvetischen Direktoriums in Aarau; 1798 Juni 18 Entlassung aus dem Amt des Generalsekretärs; Privatier auf dem Gut Moosseedorf bei Bern; 1803 Mitglied des Großen Rats der Stadt Bern und Rat am Appellationsgericht in Bern.
199 (S. 28)
vom und zum Stein, Heinrich Friedrich Karl
(1757 Okt. 26, Nassau - 1831 Juni 29, Schloss Cappenberg/Westfalen)
Reichsfreiherr; Geheimer Finanz- und Wirtschaftsminister, Staatsminister und Gesandter im Königreich Preußen.
1773-1777 Studium der Rechte in Göttingen; 1777 Praktikant am Reichskammergericht in Wetzlar und am Reichstag in Regensburg; 1780 Eintritt in den preußischen Verwaltungsdienst in Berlin im Bergwerks- und Hüttendepartement; 1786 Oberbergrat; 1788 erster Kammerdirektor bei der Kriegs- und Domänenkammer; 1793 Präsident der Kriegs- und Domänenkammer von Hamm und Cleve; heiratet 1793 Gräfin Wilhelmine von Wallmoden (gest. 1819), mit ihr drei Töchter; 1796 Oberpräsident der westfälischen Kammern; 1803 Oberpräsident von Münster und Hamm; 1804-1807 Jan. preußischer Finanz- und Wirtschaftsminster; 1807 Sept. 30 - 1808 Nov. preußischer Staatsminister; 1812 Berater Kaiser Alexander I. in Russland; 1814 im Hauptquartier der Alliierten; 1814-1815 preußischer Gesandter beim Wiener Kongress, 1815 Rückzug ins Privatleben auf seine Besitzungen in Nassau und Cappenberg; 1816 Juli Verleihung des Ehrenbürgerrechts der Stadt Bremen; 1819 Mitbegründer der Monumenta Germaniae Historica; 1827 Mitglied des preußischen Staatsrats.
561 (S. 30), 523/2 (S. 41), 529 (S. 50), 717 (S. 121), 1001 (S. 154), 1006 (S. 154), 1003 (S. 155)

Stieglitz, Johann (vor der Taufe Israel)
(1767 März 10 - 1840 Okt. 31)
Dr. med.; Hofrat und Obermedizinalrat im Königreich Hannover.
661 (S. 115)

von Stockmar, Christian Friedrich
(1787 Aug. 22, Coburg - 1863 Juli 8-9)
Freiherr; Dr. med.; Stadt- und Landphysikus in Coburg, Leibarzt und politischer Berater des Prinzen Leopold von Sachsen-Coburg-Gotha.
1805 Studium der Medizin in Würzburg, Erlangen und Jena; ca. 1800 Niederlassung als praktischer Arzt in Coburg; 1812 Stadt- und Landphysikus von Coburg; 1812 Ende beauftragt mit der Einrichtung eines Militärlazarets in Coburg; 1816 März Leibarzt und bald politischer Berater des Prinzen Leopold von Sachsen-Coburg-Gotha in England.
1498 (S. 128)

Stockmeyer, Christian
Generalkonsul der Freien Stadt Bremen in Rio de Janeiro.
524/1 (S. 58), 1138 (S. 84)

Stolz, Anna Barbara geb. Wegmann verw. Heß
(1764-1829)
Ehefrau von Johann Jacob Stolz (1753-1821).
Tochter des Zuchtmeisters Wegmann aus Zürich und Ehefrau des Pastors Johann Jacob Stolz (1753-1821). Witwe des Landschaftsmalers und Kupferstechers Ludwig Heß (1760- 1800), mit ihm einen Sohn, den späteren Züricher Bürgermeister Johann Jacob Heß (1791- 1857); heiratet 1811 Sept. 10 in zweiter Ehe Johann Jacob Stolz (1753-1821).
278 (S. 56), 270 (S. 57), 403 (S. 205)

Stolz, Hermann Otto Wilhelm
(1785 Febr. 4, Bremen - 1872 Jan. 10, Detmold), Kaufmann in Bremen.
Sohn des Pastors Johann Jacob Stolz (1753-1821) und der Verena Güttinger (1751-1807); lebt im Haus seiner Schwester Marie Christine Adelheid Gildemeister geb. Stolz (1791- 1817); heiratet spät Susanne Scholz (1800-1876).
268 (S. 66)

Stolz, Johann Jacob
(1753 Dez. 31, Basadingen bei Zürich - 1821 März 12, Zürich)
Dr. theol.; Pastor an St. Martini in Bremen.
Sohn des Schulmeisters Friedrich Salomon Stolz (1721-1758) und der Johanna Stolz geb. Hofstätter (1717-1793); früher Tod des Vaters; Besuch der Lateinschule und einer kirchlichen Erziehungsanstalt; 1774 Okt. 18 Ordination zum Pastor in Zürich; bis 1777 Informator in Weinfelden bei Thurgau; heiratet 1777 Nov. 11 in erster Ehe Verena Güttinger (1751-1807); 1781-1784 Pfarrer an der reformierten Gemeinde in Offenbach am Main; 1784 Juli 20 - 1811 Aug. 18 Pastor an St. Martini in Bremen; 1798 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Marburg; Mitarbeit am Bremischen Gesangbuch; Mitglied der Literarischen Gesellschaft in Bremen; 1802 auch Professor der Theologie am Bremer Gymnasium Illustre; 1811 Aug. 18 Amtsniederlegung auf eigenen Wunsch und Rückkehr nach Zürich; heiratet 1811 Sept. 10 in zweiter Ehe Barbara Heß (1764-1829), eine Freundin seiner ersten Ehefrau.
225/2 (S. 17), 449 (S. 22), 530/1 (S. 33), 438 (S. 55), 278 (S. 56), 270 (S. 57), 68 (S. 133), 1509 (S. 150), 1 (S. 222)

Stolz, Johann Jacob
(1779 Mai 3, Zürich - 1856 März 17, Bremen)
Lehrer und Professor am Bremer Gymnasium Illustre, Privatgelehrter.
Sohn von Johann Jacob Stolz (1753-1821) und Verena Güttinger (1751-1807); Schulzeit in Bremen, Studium der Theologie in Jena; Hofmeister beim hessischen Gesandten in Regensburg; 1806 Unterbibliothekar in München; 1808 Herbst Professor für Altphilologie, Geschichte und Archäologie am Gymnasium in Kempten; 1809 Herbst Professor am Gymnasium in Ulm; 1810-1814 Lehrer in Bremen, danach Übersetzer; 1815-1816 Redakteur der Bremer Zeitung; 1816 Ende verarmt; 1817 März 1 Privatsekretär des Prinzen Paul von Württemberg; 1848 Rückkehr nach Bremen; hier Privatgelehrter und Übersetzer; bleibt unverheiratet.
269 (S. 57), 270 (S. 57), 68 (S. 133), 134 (S. 182), 480 (S. 196)

Strack, Christian Friedrich Leberecht
(1781 Mai 9, Kloster Rossleben - 1852 Juli 25)
Dr. phil.; Lehrer, Professor der Naturgeschichte und der alten Sprachen in Düsseldorf, Vorsteher der Vorschule in Bremen.
Studium der Theologie und der Philosophie in Leipzig; 1804 Magister in Leipzig; Pastor in Leipzig; 1806 Lehrer in Halle; 1810 Lehrer in Wertheim; Professor der Naturgeschichte und der alten Sprachen in Düsseldorf; 1814 Lehrer an einem Gymnasium in Düsseldorf; 1817 Schulvorsteher an der Vorschule in Bremen; 1849 Pension.
274 (S. 57)

von Stralenheim, Karl Wilhelm August
(1777 Aug. 17, Irmbshausen bei Nordheim - 1847 Mai 19)
Freiherr; Dr. jur. h.c. et phil. h.c.; Oberappellationsrat in Celle, Staats- und Justizminister im Königreich Hannover und Kurator der Universität Göttingen.
1792 Studium der Rechte in Göttingen; auch Studium der Literatur; 1796 Auditor bei der königlichen Justizkanzlei in Hannover; 1799 Hof- und Kanzleirat in Hannover; 1805 Oberappellationsrat in Celle; 1813-1817 königlicher Kommissar in Osnabrück; 1817 Kanzleidirektor in Göttingen; Ernennung zum Dr. jur. h.c. durch die Universität Göttingen; heiratet 1818 die Tochter des Staats- und Justizministers von der Wense; 1819 Vizepräsident und 1820 Präsident am Oberappellationsgericht in Celle; 1828 Minister der Justiz und der Unterrichtsangelegenheiten in Hannover, zugleich Kurator der Universität Göttingen; 1829 Mitglied der Sozietät der Wissenschaften in Göttingen; Ernennung zum Dr. phil. h.c. durch die Universität Göttingen; 1837 Entlassung als Kabinettsminister und Wiedereinstellung als Staats- und Departementsminister; 1839 Mitglied des hannoverschen Staatsrats.
595/8 (S. 38), 595/6 (S. 38), 689 (S. 97)

Struve, Heinrich Christoph Gottfried
(1773-1857)
Geheimer Rat und russischer Ministerresident in den Hansestädten.
1813-1850 russischer Ministerresident in den Hansestädten, für Hamburg und Lübeck akkreditiert, für Bremen erst seit 1827 Febr. 26.
1248 (S. 84)

Stüve, Johann Karl Bertram
(1798 März 4, Osnabrück - 1872 Febr. 16)
Dr. jur. et Dr. phil. h.c.; Bürgermeister in Osnabrück und Innenminister im Königreich Hannover, politischer Schriftsteller.
Sohn eines Bürgermeisters; 1817 Studium der Rechte in Berlin und 1818-1820 in Göttingen; 1820 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; danach Advokat in Osnabrück; historische Studien; 1824-1837 und 1848-1855 Mitglied der Zweiten Kammer der hannoverschen Ständeversammlung; 1830 Herbst Schatzrat; 1833-1848 und 1852-1864 Erster Bürgermeister in Osnabrück; 1833 Durchsetzung des Staatsgrundgesetzes im Königreich Hannover gemeinsam mit Dahlmann und Rose; 1837 Ernennung zum Dr. phil. h.c. durch die Universität Göttingen; 1837-1838 Vertreter der Verfassungsbewegungen in Hannover; 1848-1850 Innenminister in Hannover; 1850 Rücktritt in das städtische Amt in Osnabrück; 1864 Amstausschied.
1329 f. (S. 115), 1041 (S. 183)

Thomas, Anna Rosine (genannt Rosette) Magdalene geb. Willemer gesch. Staedel
(1782 Apr. 11 - 1845 März 16)
Ehefrau von Johann Gerhard Christian Thomas (1785-1838).
Tochter des Frankfurter Bankiers Willemer; heiratet 1799-1802 Okt. 29 in erster Ehe den Frankfurter Handelsmann Johann Martin Staedel; Scheidung und Wohnsitz im väterlichen Haus; heiratet 1819 März 22 in zweiter Ehe Johann Gerhard Christian Thomas, mit ihm fünf Kinder. 611/1 (S. 5), 621 (S. 70), 616 (S. 73), 299 (S. 205)

Thomas, Johann Gerhard Christian
(1785 Febr. 5, Frankfurt am Main - 1838 Nov. 1, Frankfurt am Main)
Dr. jur.; Rechtsanwalt, Senator und Bürgermeister in Frankfurt am Main und Bundestagsgesandter.
Sohn des Frankfurter Handelsmanns Johann Hartmann Thomas; Besuch des Frankfurter Gymnasiums; 1802 Studium der Rechte in Gießen; 1805-1807 Studium der Rechte in Würzburg; 1807 Rechtsanwalt in Frankfurt am Main; 1809 zweiter Archivar des Fürstentums Frankfurt; heiratet 1812 Juli 29 Marie Anna Feurer, die Ehe bleibt kinderlos; bis 1813 Tätigkeit in der großherzoglichen Verwaltung; nach der Konstitutierung Frankfurts zur Freien Stadt Ratsschreiber; 1816 Senator in Frankfurt am Main; heiratet 1819 März 22 Anna Rosina Magdalene geb. Willemer gesch. Staedel (1782-1845) mit ihr fünf Kinder; 1833-1836 Syndicus; 1834 Appellationsrat; 1829 Jüngerer Bürgermeister; 1832, 1835 und 1838 Älterer Bürgermeister; 1833-1837 Bundestagsgesandter der Freien Stadt Frankfurt.
526/3 (S. 39), 620 ff. (S. 70), 616 (S. 73)

Thulesius, Conrad (genannt Cord) Heinrich
(1771 Okt. 15, Delmenhorst - 1846 Aug. 4)
Dr. med.; Arzt und Lehrer in Bremen.
Student der Medizin in Jena; Promotion zum Dr. med. an der Universität Jena; 1796 Ende Erwerb des Bremer Bürgerrechts und Niederlassung als Arzt in Bremen; heiratet 1797 Jan. 1 Metta Elisabeth geb. Noltenius (1772-1837), mit ihr sechs Kinder; 1804 Apr. 27 Präzeptor am Bremer Pädagogium; 1817 Lehrer an der Gelehrtenschule in Bremen, vor allem in Mathematik und Physik; 1826 Lehrer an der Vorschule in Bremen.
523/1 (S. 40), 545 (S. 43), 246 (S. 57), 514 (S. 65), 501 (S. 65), 340 (S. 171)

Thulesius, Johann Daniel
(1800 Aug. 9, Bremen - 1850 Juli 12, Bremerhaven)
Dr. jur.; Advokat und Amtmann in Bremerhaven.
Sohn von Conrad Heinrich Thulesius (1771-1846) und Metta Elisabeth geb. Noltenius (1772-1837); 1819 Studium der Rechte in Jena; Studium der Rechte in Tübingen, anschließend in Göttingen; 1821 März 21 Legationssekretär von Johann Smidt am Bundestag während des Studiums; 1823 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; 1823 Herbst Staatsprüfung vor dem Oberappellationsgericht in Lübeck; 1823 Nov. 12 Advokat in Bremen; 1832 Mai 2 Amtmann in Bremerhaven; heiratet 1832 Okt. 13 Constantia Elisabeth Lange (1808-1876).
562 (S. 31), 566 (S. 35), 441/2 (S. 36), 523/3 (S. 42), 588 (S. 48), 593/1 ff. (S. 57), 1024 (S. 163), 603 (S. 213)

Thulesius, Johann Eberhard
(1802 Sept. 6 - 1854 Nov. 12)
Dr. med., Arzt und Geburtshelfer in Bremen.
Sohn von Conrad Heinrich Thulesius (1771-1846) und Metta Elisabeth geb. Noltenius (1772-1837); Studium der Medizin; Promotion zum Dr. med.; Niederlassung als Arzt in Bremen; heiratet 1831 Okt. 19 in erster Ehe Charlotte (Lotte) Amalie Lange (1805-1846); heiratet 1850 Juni 7 in zweiter Ehe Lucie Arens (1820-1894).
200/3 (S. 3), 244 (S. 61), 321 (S. 205), 491 (S. 219)

Tidemann, Arnold Dietrich
(1756 Okt. 26, Bremen - 1821 Apr. 14, Bremen)
Dr. jur.: Senator und Bürgermeister in Bremen.
Sohn des Bremer Obergerichtsprokurators Johann Friedrich Tidemann (1709-1787); Studium der Rechte; 1779 Juni 5 Obergerichtsprokurator; Promotion zum Dr. jur. an der Universität Rinteln; 1792 Nov. 21 Senator in Bremen; danach Stadtrichter in Bremen; 1818 Juli 25 Bürgermeister in Bremen.
225/2 (S. 17), 590 (S. 49), 543 (S. 89)

Tidemann, Franz
(1752 Dez. 23, Bremen - 1836 Apr. 9, Bremen)
Dr. jur.; Senatssekretär, Senator und Bürgermeister in Bremen. Sohn des Eltermanns Johann Tidemann und der Ilsabetha Warneken; Studium der Rechte; 1776 Okt. 15 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; 1779 Senatssekretär in Bremen; heiratet 1779 Juni 8 Ilsabetha Klugkist (1753-1838); 1794 Dez. 20 Senator in Bremen; 1808 Sept. in Amsterdam, Haag und Rotterdam; 1808 Sept. 17 Bürgermeister in Bremen; 1824 Juli 14 Resignation auf das Bürgermeisteramt.
591 (S. 49), 1525 (S. 156)

Tiele, Bernhard
(1769 Juni 19 - 1834 Apr. 28, Bremen)
Leinenhändler und Senator in Bremen.
Kaufmannslehre; heiratet 1797 die Pastorentochter Anna Friederike Tiling; 1819 Apr. 5 Senator in Bremen.
201/2 (S. 19), 567/1 (S. 33), 566 (S. 35), 592 (S. 49)

Tischbein, Johann Heinrich Wilhelm
(1751 Febr. 15, Haina - 1829 Juli 26, Eutin)
Porträtmaler.
Sohn des Johann Konrad Tischbein; künstlerische Ausbildung im Hause des Onkels Jakob Tischbein in Hamburg; frühe 1770er Jahre Übersiedlung nach Bremen und erste Porträts; 1772-1773 Reise nach Holland; in den folgenden Jahren in Hannover und Kassel; 1777 Kunstreise nach Dresden und Berlin; 1778 erneut in Kassel; Mission nach Italien als Mitglied der Akademie der Künste; Aufenthalt in Zürich; 1782 erneut in Italien; 1786 Oktober Zusammentreffen mit Goethe in Italien; 1790 Direktor der Malerakademie in Neapel; 1799 Frühjahr wegen der politischen Entwicklungen zurück nach Kassel; lebt dann abwechselnd in Hamburg und Eutin; 1808 Anstellung bei Herzog Peter von Oldenburg in Eutin.
200/1 (S. 2), 633 (S. 77), 779 (S. 109)

Toelken, Ernst Heinrich
(1785 Nov. 1, Bremen - 1869 März 16, Berlin)
Dr. phil., Professor der Kunstgeschichte und Direktor des Antiquariums am Museum in Berlin.
Sohn des Kaufmanns Heinrich Toelken; 1803 Apr. 6 Studium der Rechte am Bremer Gymnasium Illustre; 1804-1807 Studium der Theologie in Göttingen; 1807-1810 Bildungsreisen durch Deutschland, die Schweiz und Italien; 1810 Ablehnung der Kandidatur für eine Vikarstelle an St. Martini in Bremen; 1810 Hauslehrer von Johann Heinrich Castendyk; 1811 Juni 23 Studium der Geschichte und Philosophie in Göttingen; 1811 Ende Promotion zum Dr. phil. an der Universität Göttingen; 1811 Assessor an der philosophischen Fakultät der Universität Göttingen; 1814 Lehrer am Friedrich-Werder-Gymnasium in Berlin, später am Kölnischen Gymnasium; 1816 außerordentlicher Professor an der Universität Berlin; 1823 Ordinarius für Kunstgeschichte und Mythologie an der Universität Berlin; 1832 Assistent am Antiquarium am Berliner Museum, dann ab 1836-1864 Direktor; Ernennung zum Geheimen Regierungsrat.
1361 (S. 109)

Torkuhl, Johann Joachim Friedrich
(1790 Nov. 5 - 1870 Febr. 5)
Dr. jur.; Advokat, Senator und Bürgermeister in Lübeck.
1814 Advokat in Lübeck; 1824 Febr. 23 Senator in Lübeck; 1845 Mai 19 Bürgermeister in Lübeck; 1865 in den Ruhestand versetzt wegen Erblindung.
1238 (S. 80)

Treviranus, Catharina Mathilde geb. Castendyk
(1794 Dez. 5, Bremen - 1878 Febr. 15)
Ehefrau von Georg Gottfried Treviranus (1788-1868), Nichte von Johann Smidt.
Tochter von Gerhard Castendyk (1769-1801) und Gesche Catharina Castendyk, geb. Smidt (1775-1827); 1813 Juli - Okt. Ausbildung in Haushaltsführung im Hause des Pastors Krause in Idensen; heiratet 1815 März 9 den Bremer Pastor Georg Gottfried Treviranus (1788-1868), mit ihm mindestens sieben Kinder.
221/2 (S. 1), 460 (S. 3), 200/2 (S. 3), 225/1 (S. 17), 224 (S. 30), 229 (S. 61), 324 (S. 197), 316 (S. 199), 458 (S. 207)

Treviranus, Georg Gottfried
(1788 Jan. 12, Bremen - 1868 Aug. 22, Bremen)
Pastor zu St. Martini in Bremen.
Sohn von Gottfried Reinhold Treviranus (1752/53-1817) und Gesina Judith Duckwitz (1754-1796); 1807 März 24 Studium am Bremer Gymnasium Illustre; 1808 Mai 6 Studium der Theologie in Göttingen; 1809-1810 Studium der Theologie in Tübingen; 1811 Mai 1 Ordination zum Pastor; 1811-1814 Pastor zu Mittelsbüren; 1814 zweiter Pastor an St. Martini in Bremen; heiratet 1815 März 9 Catharina Mathilde Castendyk (1794-1878); 1826 Okt. Pastor primarius an St. Martini in Bremen; 1866 Juni Amtsaufgabe; tätig in der Norddeutschen Mission.
221/2 (S. 1), 200/2 (S. 3), 225/1 (S. 17), 225/2 (S. 17), 229 (S. 61), 339 (S. 199), 458 (S. 207)

Treviranus, Gottfried Reinhold
(1776 Febr. 4, Bremen - 1837 Febr. 16)
Dr. med.; Arzt und Professor am Bremer Gymnasium Illustre.
Sohn des Kaufmanns Joachim Johann Jakob Treviranus (1746-1806); 1792 Jan. 19 Studium der Medizin am Bremer Gymnasium Illustre; 1793 Apr. 23 Studium der Medizin in Göttingen; 1796 Sept. 24 Promotion zum Dr. med. und der Chirurgie an der Universität Göttingen; 1796 Okt. ärztliche Praxis in Bremen; 1796 Nov. 9 ordentlicher Lehrer der Medizin am Bremer Gymnasium Illustre, zugleich behandelnder Arzt am städtischen Krankenhaus in Bremen; heiratet 1797 Dez. 20 Tibeta Focke (1770-1833), mit ihr drei Kinder; 1816 Anfang Ruf als Professor an die Universität Göttingen, ausgeschlagen; Mitglied der kgl. preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin, der kgl. schwedischen Akademie der Wissenschaften in Stockholm und der kaiserlich russischen naturforschenden Gesellschaft in Moskau.
227 (S. 61), 124 (S. 152), 105/2 (S. 178)

Treviranus, Ludolph Christian
(1779 Sept. 18, Bremen - 1864 Mai 6)
Dr. med.; Arzt in Bremen und Professor der Naturgeschichte und Botanik in Rostock.
Sohn des Kaufmanns Joachim Johann Jakob Treviranus (1746-1806); Besuch des Bremer Paedagogium; 1796 Jan. 1 Studium der Medizin am Bremer Gymnasium Illustre; 1798 Frühjahr Studium der Medizin in Jena; 1801 Okt. 26 Promotion zum Dr. med. und der Chirurgie an der Universität Jena; 1801 ärztliche Praxis in Bremen; 1807 Jan. 3 ordentlicher Lehrer der Medizin am Bremer Gymnasium Illustre; 1811 Rekrutierungsarzt und Mitglied des Comité central de vaccine in Bremen; 1812 ordentlicher Professor der Naturgeschichte und Botanik in Rostock; 1816 ordentlicher Professor der Botanik und Direktor des botanischen Gartens in Breslau; heiratet 1826 März 13 August Langguth (gest. 1864), die Ehe bleibt kinderlos; 1830 Professor der Botanik an der Universität Bonn; 1834 Aufgabe der Leitung des Botanischen Gartens der Universität Bonn.
272 (S. 109)

von Trott auf Solz zu Imshausen, August Heinrich
(1783 März 22, Kassel - 1840 Sept. 22, Frankfurt am Main)
Freiherr; Staatsrat und Geheimer Legationsrat im Königreich Württemberg und Bundestagsgesandter.
Sohn des hessischen Majors Rudolf Ludwig von Trott und der Eleonore Christiane geb. von Leyser; 1802 Studium der Rechte in Jena mit philosophischen und literarischen Studien; 1804 Studium der Rechte in Göttingen; 1805/1806 Examen in Kassel; Dienst am Reichskammergericht in Wetzlar; 1806 nach dem Einrücken französischer Truppen Rückzug auf das väterliche Gut; heiratet 1809 Jan. 27 Elisabeth Sophie von Drechsel; 1818 Febr. 7 Geheimer Legationsrat im Ministerium des Auswärtigen in Württemberg; 1819/1820 Teilnahme an den Wiener Konferenzen; 1821 Staatsrat; 1824 Mai 1 - 1833 Bundestagsgesandter des Königreichs Württemberg.
666 (S. 97)

von Türk, Karl Wilhelm Christian
(1774 Jan. 8, Meinigen - 1846 Juli 30, Klein-Glienecke bei Potsdam)
Justiz- und Konsistorialrat in Oldenburg; Regierungs- und Schulrat in Potsdam, Bildungsreformer.
1791 Studium der Rechte in Jena; 1793 Ostern juristisches Examen in Meiningen; 1794 Juni 4 Auditor der Justizkanzlei und Kammerjunker am Hof von Mecklenburg-Strelitz; heiratet ca. 1805 eine Tochter des preußischen Geheimen Rats von Buch; 1806 Kündigung der mecklenburgischen Dienste und Anstellung als Justiz- und Konsistorialrat in Oldenburg; 1808 Juni Übersiedlung nach Yverdun in der Schweiz als Lehrer in der Erziehungsanstalt nach Pestalozzischer Methode; 1811 Gründung der Erziehungsanstalt Vevey in der Schweiz; 1815 März Stadtschulrat in Frankfurt an der Oder; 1817 Stadtschulrat in Potsdam; 1833 Entlassung aus Krankheitsgründen.
201/1 (S. 18), 1425 (S. 109)

Varnhagen von Ense, Karl August
(1785 Febr. 21, Düsseldorf - 1858 Okt. 10, Berlin)
Geheimer Legationsrat im Königreich Preußen und Schriftsteller.
Sohn eines Arztes; 1794 Übersiedelung nach Hamburg und Schulbesuch; 1800 Studium der Medizin an der medizinisch-chirurgischen Pepinière in Berlin; Herausgeber eines Musenalmanachs; 1806 Studium der Medizin in Halle; 1807 Studium erneut in Berlin und 1808 Studium der Medizin in Tübingen mit Abschluss; 1809 Eintritt in das österreichische Heer, dann bei einem Regiment in Ungarn; Adjutant bei dem Obersten Prinz Bentheim, mit diesem 1810 in Paris; 1812 Abschied; 1815 in russischen Diensten als Adjutant des Generals Tettenborn; Begleitung des Fürsten Hardenberg auf den Wiener Kongress und 1815 nach Paris; 1816 preußischer Ministerresident am badischen Hof in Karlsruhe; 1819 Rückzug ins Privatleben mit dem Titel des preußischen Geheimen Legationsrates; seitdem Schriftsteller in Berlin; 1829 Gesandter in Kassel; 1833 Rückzug ins Gelehrtenleben in Berlin.
605/4 (S. 12), 563 (S. 29), 1246 (S. 82), 1383 (S. 101), 1420 (S. 109), 1024 (S. 163)

Vollmers, Johann
(1753 Okt. 5, Bremen - 1818 Okt. 31, Bremen)
Kaufmann und Segelmacher, Eltermann und Senator in Bremen.
Sohn des Seeschiffers Arp Vollmers und der Metta Lucia geb. Schlichting; Mitinhaber der
Firma Pundsack & Vollmers, später Vollmers & Böving; heiratet 1798 Metta Grommé (1768-1805); 1794 Eltermann in Bremen; 1800 Dez. 27 Senator in Bremen; 1811 Febr. - Mai zu Verhandlungen in Paris gemeinsam mit Johann Smidt; 1813 Nov. 6 Mitglied der provisorischen Regierungskommission; danach erneut Senator; 1818 Okt. 28 Schlaganfall
557 (S. 32), 530/1 (S. 33), 523/2 (S. 41), 535 (S. 47), 574 (S. 47), 588 (S. 48), 594 f. (S. 50), 1350 (S. 131), 363 (S. 205)

Voss, Sophus Abraham
(1785 Febr. 12, Eutin - 1847 Nov. 13, Düsseldorf)
Professor und Gymnasialdirektor in Kreuznach.
1415 (S. 121)

von Vrints von Treuenfeld, Carl Optatus
Geheimer Rat und Reichsoberpostamtsdirektor des Hauses Thurn und Taxis in Frankfurt am Main.
1284 (S. 128)

von Vrints-Berberich auf Treuenfeld, Alexander Konrad
(1764-1843)
Reichsfreiherr; Geheimer Rat und Reichsoberpostamtsdirektor des Hauses Thurn und Taxis in Frankfurt am Main, Bevollmächtigter auf dem Wiener Kongress.
1272 (S. 128)

Waetjen, Diederich Heinrich
(1785 Dez. 27, Ochtmannien im Kreis Hoya/Hannover - 1858 Jan. 12, Bremen)
Kaufmann und Senator in Bremen.
1809 Erwerb des bremischen Bürgerrechts; Teilhaber der Firma Anton Friedrich Schaer; später Inhaber der Firma D.H. Wätjen & Co.; 1837 Febr. 18 Senator in Bremen; 1857 Febr. 10 Rücktritt vom Senatsamt aus Altersgründen.
1114 (S. 60)

Waitz, Carl Friedrich
(1774 Febr. 18, Gotha - 1848 Aug. 28), Geheimer Kammerrat und Naturforscher im
Herzogtum Sachsen-Altenburg in Altenburg.
1783 Übersiedelung nach Altenburg mit dem Vater; Besuch des Gymnasiums zu Altenburg; 1791-1795 Studium der Kameral- und Rechtswissenschaft in Jena; 1792 Aufnahme in die Freimaurerloge in Altenburg; 1799 Kammerarchivar zu Altenburg; 1801 Geheimer Kammerrat im Herzogtum Sachsen-Altenburg; 1845 März 15 Ruhestand.
1378 (S. 128), 1024 (S. 163)

Walte, Anton
(1774-1830)
Material-, Drogerie- und Farbenhändler in Bremen.
1767-1812 Inhaber der Material-, Drogerie- und Farbenhandlung Gebr. Walte gemeinsam mit den Brüdern Johann Georg und Gerhard Christian; 1812-1830 eigene Firma Anton Walte, seit 1830 Anton Walte Sohn & Co.
1195 (S. 66)

von Wangenheim, Friedrich Hermann Albert
(1803 März 31, Sonneborn in Gotha - 1889 Okt. 20, Gut Waake bei Göttingen)
Freiherr; Rat bzw. Direktor der Klosterkammer im Königreich Hannover.
Sohn des Oberforstmeisters von Wangenheim; 1822-1824 Studium in Lüneburg; 1824- 1827 Studium der Rechte in Göttingen; 1828 Auditor in Neustadt am Rübenberge; 1828 Assessor; 1831 in Syke; 1834 Hilfsarbeiter in der Königlichen Domänenkammer zu Hannover; 1839 Klosterrat; 1851-1862 Direktor der Klosterkammer; Vertrauensmann beim Bundestag und Bundestagsgesandter; 1862 Amtsabschied, um sich der Verwaltung seiner Güter zu widmen.
1331 (S. 115)

von Wangenheim, Karl August
(1773 März 14, Gotha - 1850 Juli 19, Coburg)
Freiherr; Präsident der Oberfinanzkammer und des Obertribunals, Kultusminister im Königreich Württemberg und Bundestagsgesandter.
Besuch des Gymnasiums in Gotha; Studium der Rechte in Jena; 1793 Jan. 17 Studium der Rechte in Erlangen; Rat der coburg-sallfeldischen Regierung; heiratet 1796 März 14; Vizepräsident der coburg-saalfeldischen Regierung; 1806 Präsident der württembergischen Oberfinanzkammer in Stuttgart; 1811 Präsident des Obertribunals in Stuttgart, und Kurator der Universität Tübingen; Mitglied der Kommission zur Vermittlung zwischen dem König von Württemberg und den Ständen; 1816-1817 Kultusminister im Reformministerium Wangenheim-Kerner; 1817 Nov. Bundestagsgesandter des Königreichs Württemberg; 1823 Abberufung von Österreich und Preußen gefordert; 1823 Juli Abberufung vom Bundestag; Übersiedlung nach Dresden.
517 (S. 19), 530/1 (S. 33), 441/2 (S. 36), 1411 (S. 97), 181 (S. 104), 716 (S. 127), 362 (S. 205)

Warneken, Engelbert
Jugendfreund von Johann Smidt in Bremen.
263 (S. 28)

Weber, Ernst Christian Wilhelm
(1790 Okt. 14, Weimar - 1850 März 26)
Dr. phil., Professor am Gymnasium in Frankfurt am Main und Direktor der Gelehrtenschule in Bremen.
Lehrer am Gymnasium in Weimar; 1810 Professor an der Universität Jena; 1813 Promotion zum Dr. phil.; freiwilliger Jäger in den Befreiungskriegen; drei Jahre Erzieher im Haus des Grafen Benzel-Sternau in Aschaffenburg; 1817 Professor an der Universität Graubünden; 1818 Professor am Gymnasium in Frankfurt am Main; 1823 Prorektor dieses Gymnasiums; 1829 Direktor der Gelehrtenschule in Bremen.
523/4 (S. 42), 818 (S. 111), 1032 (S. 163), 1022 (S. 183)

Wedemeyer, Johann Friedrich Adolph Ferdinand
(1792 - 1869 Dez. 15, Hannover)
Geheimer Kanzleirat, Präsident der Zweiten Kammer und Innenminister im Königreich Hannover.
Studium der Rechte; Mitglied der hannoverschen Verwaltung; 1824 Mitglied des Kriegsministeriums; später Geheimer Kriegsrat und Unterstaatssekretär; 1832-1848 Mitglied der Zweiten hannoverschen Kammer; 1841-1847 Präsident der Zweiten Kammer; 1853 Mitglied des Ministeriums des Innern im Königreich Hannover.
1315 (S. 115)

von Weißenthurn, Ludwig Franul
Österreichischer Major in Frankfurt am Main.
1293 (S. 128)

von Werner, Joseph
(1791 Dez. 24, Wien - 1871 Juli 4, Graz)
Freiherr; Hofrat und Untersekretär im Außenministerium im Kaiserreich Österreich.
1260 (S. 128)

Westphalen, Engel Christina geb. von Axen
(1758 Dez. 8, Hamburg - 1840 Mai 10)
Schriftstellerin und Ehefrau von Johann Ernst Friedrich Westphalen (1757-1833).
Heiratet 1785 den Kaufmann und Senator Johann Ernst Friedrich Westphalen (1757-1833).
200/1 (S. 2), 155 (S. 177), 406 (S. 205)

Westphalen, Johann Ernst Friedrich
(1757 Aug. 11, Hamburg - 1833 Sept. 3)
Kaufmann und Ratsherr in Hamburg.
Sohn eines Kirchschullehrers; Kaufmann in Hamburg; 1786 Adjunkt im Petri-Kirchspiel, 1787 Wahl zum 180er; 1804 Wahl zum 60er; 1809 Ratsherr in Hamburg; heiratet 1785 Engel Christina von Axen (1758-1840), mit ihr drei Kinder.
633 (S. 77)

Wichelhausen, Catharina Marie geb. de Hase
(1771-1857)
Ehefrau von Wilhelm Ernst Wichelhausen (1769-1823).
Tochter des Daniel de Hase (1721-1776) und der Christine von Büren (1740-1792); heiratet 1793 Sept. 3 Wilhelm Ernst Wichelhausen (1769-1823).
427 (S. 62), 341 (S. 205)

Wichelhausen, Wilhelm Ernst
(1769 Mai 16, Bremen - 1823 Dez. 19, Berlin)
Dr. jur.; Professor der Rechte und Postmeister in Bremen.
Sohn des Bremer Ratsherrn Engelbert Wichelhausen; Besuch des Philanthropinum in Dessau; 1786 Apr. 14 Studium der Rechte am Bremer Gymnasium Illustre; 1789 Mai 10 Studium der Rechte in Göttingen; 1792 Aug. 25 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen; 1793 Apr. 10 Professor der Rechte am Bremer Gymnasium Illustre; heiratet 1793 Sept. 3 Catharina Marie de Hase (1771-1857); 1811 Anfang Maire adjoint in Bremen; 1811 Juli 1 kaiserliche Bestätigung als Maire in Bremen; 1813 Dez. 6 Postmeister der Stadt Bremen; 1823 Ende Sendung nach Berlin wegen Postverwaltung; 1823 Dez. 12 Vertrag über Vereinigung des preußischen Postamts in Bremen mit dem Stadtpostamt Bremen; Tod nach Schlaganfall.
470 (S. 16), 201/1 (S. 18), 567/1 (S. 33), 545 (S. 43), 535 (S. 47), 419 (S. 56), 582 (S. 61), 68 (S. 133), 117 (S. 135), 341 (S. 205)

Wilhelm I., Georg Wilhelm August Heinrich
(1792 Juni 14, Kirchheim/Pfalz - 1839 Aug. 20, Bad Kissingen)
Herzog von Nassau-Weilburg.
1816 März 24 Herrschaftsantritt; heiratet in erster Ehe 1813 Juni 24 die Prinzessin Charlotte Louise Friederike Amalie von Sachsen-Hildburghausen (1794-1825); heiratet in zweiter Ehe die Prinzessin Pauline von Württemberg.
683 (S. 129)

Wilhelmi, Engelbert
(1774, März 10 - 1837 März 3)
Weinhändler und Eltermann in Bremen.
Sohn des Eltermanns Conrad Wilhelmi und der Susanne Agathe Nonnen; 1811 Maire adjoint in Bremen; 1816 Sept. 23 Eltermann in Bremen; heiratet Sophie Maria Catharina Beate Lucie geb. von Schwanenwedel.
504 (S. 66)

Wilkens, Carl Philipp
(1813 Okt. 12 - 1874 Jan. 24)
Graveur von Medaillen und Münzen in Bremen.
Heiratet Luise Storck aus Osnabrück (1819-1894), mit ihr 5 Kinder.
1194 (S. 66)

Wilmans, Gerhard Friedrich
(1764 Okt. 17, Bremen - 1830 Febr. 8, Frankfurt am Main)
Buchhändler und Verleger in Bremen und Frankfurt am Main.
Sohn des Bremer Stadtkommandanten Melchior Wilmans (1729-1807); Buchhändlerlehre u.a. in Frankfurt am Main; 1791 Rückkehr nach Bremen; 1792 Konzession und 1793 Eröffnung einer Buchhandlung in Bremen; Übernahme von Kommissionen für auswärtige Verlage und Selbstverlag einzelner Werke; heiratet 1793 die Frankfurter Gastwirtstochter Jeanette Dorothea Vogelhuber; Herausgeber auch des "Hanseatischen Magazins"; 1802 Verlegung des Betriebs nach Frankfurt am Main; 1830-1839 Fortführung der Frankfurter Buchhandlung durch die Witwe.
784 (S. 110)

von Wintzingerode, Heinrich Karl Friedrich Levin
(1778 Okt. 10, Kassel - 1856 Sept. 15, Schloss Bodenstein bei Erfurt)
Graf; Gesandter und Minister für auswärtige Angelegenheiten im Königreich Württemberg.
Sohn des Grafen Georg Ernst Levin Wintzingerode; Studium der Rechte; 1802 Attaché bei der herzoglichen Gesandtschaft in Regensburg; 1803 Regierungsrat in Ellwangen; bald darauf Mitglied der Regierung in Stuttgart; 1806 Einrichtung der Verwaltung des Oehringer Kreises und 1807 dessen Kreishauptmann; 1808 Gesandter in Karlsruhe; 1809 Gesandter in München; 1810 Gesandter in Paris als Geheimer Rat; 1813 Gesandter Württembergs im Hauptquartier der Alliierten; danach bis 1816 in St. Petersburg; 1816 Gesandter in Wien; 1819 Mai 17 Minister für das Auswärtige; Meinungsdifferenzen mit dem König und 1823 Okt. 2 Abschied auf eigenen Wunsch; Rückzug ins Privatleben mit Beibelassung von Titel und Ruhegehalt.
761/2 (S. 95), 1267 (S. 129)

Witte, Carl
(1782 Dez. 25, Bremen - 1854 Juni 10, Bremen)
Kaufmann, Händler von Farbewaren und Senator in Bremen.
Sohn eines Bremer Kaufmanns; heiratet Margaretha Walte (geb. 1789); 1835 Nov. 3 Senator in Bremen.
567/1 (S. 33), 1118 (S. 50)

von Witzendorf, Gustav Hermann
Legationsrat und Generalsekretär im Ministerium des königlichen Hauses in Hannover.
1337 (S. 116)

Wolf, Heinrich Söncke Theodor
(1801 Sept. 13, Dittmarschen - 1887 Apr. 2, Ballenstedt/Harz)
Pastor in Kiel und Bremerhaven.
Studium der Theologie; 1827 Sept. 30 Ordination zum Pastor; bis 1835 Pastor in Hemmingstedt;
1835-1854 Archidiakon in St. Nicolai in Kiel; 1849 Hauptpastor St. Nicolai in Kiel; 1854 Apr. 22 Entlassung in Kiel; 1856-1880 Pastor an der Bgm.-Smidt-Gedächtniskirche in Bremerhaven; 1880 Sept. 30 Emeritierung.
1446 f. (S. 110)

von Wolfframsdorff, Wolf Karl August
(1769 Febr. 18 - 1831 Juni 7)
Freiherr; Geheimer Rat und Bundestagsgesandter des Gesamthauses Anhalt, Gesandter auf dem Wiener Kongress.
310 (S. 98)

(von) Woltmann, Karl Ludwig
(1770 Febr. 9, Oldenburg - 1817 Juni 19, Prag)
Professor der Philosophie in Jena und Historiker, Ministerresident des Landgrafen von Hessen-Homburg und der Hansestädte in Berlin.
Besuch des Gymnasiums in Oldenburg; 1788 Okt. 20 Studium der Rechte in Göttingen; hier vor allem historisches Quellenstudium; 1792 Frühjahr Vorlesungen in deutscher Geschichte für Gymnasiasten in Oldenburg; 1793 Studium in Göttingen; 1795 außer ordentlicher Professor der Philosophie an der Universität Jena; 1797 Übersiedlung nach Oldenburg wegen Krankheit; 1800 Begründung der Zeitschrift für Geschichte und Politik; Resident des Landgrafen von Hessen-Homburg in Berlin; 1800 auch Vertreter Bremens in Berlin; 1804 auch Vertreter Nürnbergs und des Kurerzkanzlers in Berlin; 1805 auch Vertreter Lübecks und Hamburgs in Berlin; 1805 geadelt; heiratet 1805 Okt. 25 Karoline geb. Stosch gesch. Müchler (1782-1847); 1806 Verlust der diplomatischen Ämter; 1813 Sommer Flucht vor französischen Truppen nach Prag.
225/1 (S. 17), 721 (S. 110)

von Woltmann, Karoline geb. Stosch gesch. Müchler
(1782 März 6, Berlin - 1847 Nov. 18, Berlin)
Schriftstellerin und Ehefrau von Karl Ludwig von Woltmann (1770-1817).
Tochter des preußischen Geheimrats und Arztes Karl Wilhelm Stosch und der Auguste Stosch geb. Hönig; 1799 Vermählung auf Wunsch der Eltern mit dem Kriegsrat Karl Müchler; 1804 Scheidung; heiratet 1805 Okt. 25 Karl Ludwig von Woltmann (1770-1817); 1813 Flucht nach Prag; 1826 Rückkehr nach Berlin.
1422 (S. 110)

von Wolzogen, Justus Philipp Adolf Wilhelm Ludwig
(1774 Febr. 4, Meiningen - 1845 Juni 4, Berlin)
Freiherr; Offizier; preußischer Generallieutenant und ständiges Mitglied der Militärkommission am Frankfurter Bundestag.
1805 Offizier in württembergischen Diensten; 1807 Offizier in russischen Diensten; 1815 Offizier in preußischen Diensten; 1817 Dez. 24-1836 Mitglied der Militärkommission des Deutschen Bundestags; 1820 Apr. 3 preußischer Generalleutnant; 1836 Aufgabe des Frankfurter Postens wegen schlechten Gesundheitszustandes; 1836 General der Infanterie; 1843 Umzug nach Berlin.
728 (S. 121)

Wurm, Christian Friedrich
(1803 Apr. 3, Blaubeuren/Württemberg - 1859 Febr. 2, Württemberg)
Dr. phil.; Professor der Geschichte und Rektor am Akademischen Gymnasium in Hamburg, Publizist, Mitglied der Nationalversammlung.
Studium der Theologie und Philosophie; Aufenthalt in England; 1827 Übersiedlung nach Hamburg; 1833 Professor am Gymnasium in Hamburg; daneben vor allem 1842-1847 nachhaltige Tätigkeit in der Hamburgischen Gesellschaft zur Beförderung der Künste und nützlichen Gewerbe, 1838-1840 und 1847-1848 Sekretär dieser Gesellschaft; 1848 Abgeordneter des Wahlbezirks Waiblingen-Esslingen-Schorndorf in der Nationalversammlung.
1163 ff. (S. 77)

Zschokke, Heinrich Johannes Daniel
(1771 März 22, Magdeburg - 1848 Juni 27 bei Aarau)
Dr. theol.; Schriftsteller und politischer Volksaufklärer, Mitglied des Oberforst- und Bergamtes in der Schweiz.
1790 Ostern Studium der Theologie in Frankfurt an der Oder; philosophisches Examen in Frankfurt an der Oder und theologisches Examen zum Dr. theol. in Küstrin; Aufnahme in die königliche Akademie der Wissenschaften; 1794 Winter Privatdozent in Frankfurt an der Oder; 1795 Mai Abschied von Frankfurt und Reisen; 1804 eidgenössische Staatsbürgerschaft und Beamter als Mitglied des Oberforst- und Bergamtes; heiratet 1805 die Pfarrerstochter Nanny Rüsperli, mit ihr dreizehn Kinder.
1412 (S. 110)

Ergänzungen


Klassifikation Teil B Klassifikation Teil B
2872

Repräsentationen

Typ Bezeichnung Zugang Information Aktion
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