
Identifikation
Titel
Stift Ratzeburgische Sachen mit Sachsen-Lauenburg
Enthält:
u.a. Missverständnisse zwischen dem Hause Sachsen-Lauenburg und dem Domkapitel zu Ratzeburg über insonderheit die Überfahrt über den Ratzeburger See und einem Zoll zu Schmilow; Interzession des Herzogs Franz von Sachsen (-Lauenburg) für die Schiffsamtsgenossen zu Lauenburg zur Unterstützung ihrer Beschwerde gegen Herzog Christian zu Braunschweig-Lüneburg wegen der Zöllner zu Bleckede, Hitzacker und Schnakenburg; Sache gegen Herzog Franz von Sachsen-Lauenburg, neue Statuten, Hans von Bissing, angeschlagene Patente. Dr. Joan. Jac. Kremers nachstehende Forderung, Dr. Zölners Gelder usw; Stift Ratzeburg gegen Sachsen-Lauenburg wegen des Spolium Novum, Dorf Poterow, und andere Stücke sowie Korrespondenz mit dem Prokurator zu Speyer am Kammergericht, Dr. Christo Stauber; Transsumpta iurium in Sachen Bischof, Kapitel und Stift zu Ratzeburg gegen Herzog Magnus von Sachsen (-Lauenburg) wegen novi spolii; Urkundenabschriften:
1154
Heinrich (der Löwe), Herzog zu Bayern und Sachsen, bekennt, das Recht der Investitur für die drei Bistümer Ratzeburg, Lübeck und Schwerin nur auf Lebenszeit erhalten und dafür auf die ihm aus der Erbschaft des Herzogs Welf in Schwaben und Bayern zufallenden Besitzungen Verzicht geleistet zu haben. (Fälschung)
Abschrift: 17. Jahrhundert
Druck: Jordan, M.G. Dipl. Heinr. d.L., S. 40 n. + 29
1158
Heinrich (der Löwe), Herzog zu Lüneburg, Sachsen und Bayern, stattet das Bistum Ratzeburg mit namentlich aufgeführten Besitzungen aus, befreit es für seinen Besitzstand von den Abgaben, regelt die Gerichts- und Vogteiverhältnisse, trifft Bestimmungen über die Zehnten, die kirchlichen Abgaben und die Kirchgründung, verleiht Zollfreiheit für den Bedarf der Brüder und legt die Grenze des Sprengels fest. (Fälschung)
Abschrift: 17. Jahrhundert
Druck: Jordan, M.G., Dipl. Hinz d.L., S. 57 N.
Laufzeit
1154 - 1619
Enthält
41
1158 Januar 21.
Papst Hadrian IV. nimmt auf Bitten des Herzogs Heinrich (des Löwen) die Kirche Ratzeburg in seinen Schutz und bestätigt ihre Besitzungen und Rechte.
Abschrift: 17. Jahrhundert
Druck: Mecklenburgisches UB, Bd. I, 52 n. 62
Regest: JL. 10 381
1205
Waldemar II., König von Dänemark, bestätigt der Kirche in Ratzeburg die ihr von dem Papste Hadrian IV. und dem Herzoge Heinrich von Sachsen und Bayern erteilten Privilegien.
Abschrift: 17. Jahrhundert
Druck: Mecklenburgisches UB, Bd. I, 173 n. 177
1230 September 08.
Die Stadt Lübeck vergleicht sich mit dem Bischof und dem Domkapitel von Ratzeburg über die gemeinsame Grenze ihrer Gebiete.
Abschrift: 17. Jahrhundert
Druck: Mecklenburgisches UB, Bd. I, 384 n. 379 B
1236 März
Kaiser Friedrich II. nimmt Bischof Peter von Ratzeburg mit dessen Nachfolgern und dessen Kapitel sowie mit den Besitzungen und Rechten seiner Kirche in seinen und des Reiches besonderen Schutz
Abschrift: 17. Jahrhundert
Druck: Mecklenburgisches UB, Bd. I, 444 n. 448
Regest: Böhmer-Ficker n. 2140 (Datum erschlossen)
1271 April 30.
Johann und Albrecht, Herzöge zu Sachsen, leisten dem Bischof Ulrich von Ratzeburg für nachgezahlte 1.000 Mark Verzicht auf alle Ansprüche an das Land Boitin mit Vorbehalt des Zolles zu Herrnburg und bestätigen dem Stift Zollfreiheit auf der Elbe und die Patronatrechte in Lütau, Neu-Gamme und im Dertzing.
Abschrift: 17. Jahrhundert
Druck: Mecklenburgisches UB, Bd. II, 408 n. 1224
1274 Mai 05.
König Rudolf gebietet den Edeln, Vasallen und Dienstmannen der Kirche Ratzeburg, ihrem Bischof Ulrich, dem er durch das Zepter die Belehnung mit den weltlichen Gütern seiner Kirche erteilt hat, gehorsam zu sein.
Abschrift: 17. Jahrhundert
Druck: Mecklenburgisches UB, Bd. II, 482 n. 1323
Regest: Böhmer - Redlich n. 155
1282 Juni 29.
Ulrich, Bischof von Ratzeburg, beurkundet die Rechte
seines Domkapitels im Lande Boitin.
Abschrift: 17. Jahrhundert
Druck: Mecklenburgisches UB, Bd. III, 51 n. 1633
1307 September 08.
Albrecht und Erich, Herzöge zu Sachsen (-Lauenburg), und Margarete, Herzogin, zu Sachsen (-Lauenburg), verkaufen dem Domkapitel zu Ratzeburg das Eigentum der von den Gebrüdern von Lassan erworbenen 6 1/2 Hufen zu Schlagstorf und entsagen zu Gunsten des Domkapitels, als des nunmehrigen Besitzers des ganzen Dorfes, allen Rechten und Diensten aus Schlagstorf, mit Vorbehalt der Burg- und Brückendienstes von 1 Hufe und der Landwehr aller Einwohner.
Abschrift: 17. Jahrhundert
Druck: Druck: Mecklenburgisches UB, Bd. V, 359 n. 3187
1315 Juni
Johann, Herzog zu Sachsen (-Lauenburg), verkauft mit Zustimmung seines Bruders, des Herzogs Erich, dem Bischof Marquard von Ratzeburg für 100 Lübische Mark seine Rechte in Panthen, mit Vorbehalt der Landwehr.
Abschrift: 17. Jahrhundert
Druck: Mecklenburgisches UB, Bd. VI, 160 n. 3765
1323 Dezember 20.
Erich, Herzog zu Sachsen (-Lauenburg) , versteht sich um eine Abfindung von 200 Mark zur Genehmigung des Kontraktes vom Jahre 1295, in dem sein Oheim und seine Brüder dem Domkapitel zu Ratzeburg Eigentums- und Hoheitsrechte über Güter des Kapitels im Lande Ratzeburg verkauft haben, bestimmt die Grenze zwischen Clotsfelde (Horst) und Schmilau und erkennt das Recht des Ratzeburger Domkapitels auf eine Wate (Fischernetz) über den ganzen Ratzeburger See an.
Abschrift: 17. Jahrhundert
Druck: Mecklenburgisches UB, Bd. VII, 161 n. 4493
1334 Februar 21.
Erich, Herzog zu Sachsen (-Lauenburg), verkauft dem Domkapitel zu Ratzeburg gegen 2.100 Lübische Mark Pf. die Dörfer Sülstorf und Thandorf im Kirchspiele Schlagstorf mit allen Hoheitsrechten und legt sie nebst Gr. Mist zum Lande Boitin.
Abschrift: 17. Jahrhundert
Druck: Mecklenburgisches UB, Bd. VIII, 420 n. 5495
1351 Dezember 21.
Erich,
Herzog zu Sachsen (-Lauenburg), übereignet dem Domkapitel zu Ratzeburg das aus von Ritzerowschen Besitz erworbene Dorf Mechow mit Hof, Befestigung und dem See und verkauft ihm seine landesherrrlichen Rechte daran, jedoch mit Vorbehalt des Burg- und Brückenwerkes und der Landwehr.
Abschrift: 17. Jahrhundert
Druck: Mecklenburgisches UB, Bd. XII, 1 n. 7400 (ohne Tagesdatum)
1354 Januar 01.
Karl IV., römischer König, nimmt Bischof Volrad nebst den Prälaten und den Geistlichen zu Ratzeburg in seinen Schutz.
Abschrift: 17. Jahrhundert
Druck: Mecklenburgisches UB, Bd. XII, 416 n. 7878
1362 Juli 10.
Erich, Herzog zu Sachsen (-Lauenburg), tritt seine Hoheitsrechte in Schlagbrügge und Schlag-Restorf gegen die in Goldensee und an 7 1/2 Hufen in Drögen-Vorwerk und gegen 150 Lübische Mark an das Domkapitel zu Ratzeburg ab.
Abschrift: 17. Jahrhundert
Druck: Mecklenburgisches UB, Bd. XV, 221 n. 9069
1375 Oktober 13.
Kaiser Karl IV. investiert den vor ihn gekommenen Bischof Heinrich von Ratzeburg mit den Regalien und Lehen seiner Kirche.
Abschrift: 17. Jahrhundert
Regest: Böhmer - Huber n. 5509
1375 Oktober 26.
Kaiser Karl IV. bestätigt unter Inserierung der Urkunde Friedrichs II. von 1236 dem Bischof Heinrich von Ratzeburg seine Privilegien.
Abschrift: 17. Jahrhundert
Druck: Mecklenburgisches UB, Bd. XVIII, 615 n. 10788
Regest: Böhmer - Huber n. 5517
1381 März 19.
Wenzel, römischer König, bestätigt dem Bischof Heinrich und dem Domstift zu Ratzeburg alle Freiheiten, Rechte und Erwerbungen von Gütern.
Abschrift: 17. Jahrhundert
Druck: Mecklenburgisches UB, Bd. XX, 22 n. 11324
1394 April 12.
Erich der Jüngere, Herzog zu Sachsen (-Lauenburg), verkauft dem Kapitel zu Ratzeburg verschiedene Freiheiten und bestätigt alle früher erkauften Freiheiten.
Abschrift: 17. Jahrhundert
Druck: Mecklenburgisches UB, Bd. XXII, 357 n. 12640
1398 November
22.
Detlef, Bischof zu Ratzeburg verkauft dem Domkapitel wiederkäuflich seinen Anteil am höchsten Gericht in den Kapitelsgütern im Lande Boitin für 1.300 Lübische Mark und erhält in Zahlung das Dorf Schmachthagen und 300 Mark bar.
Abschrift: 17. Jahrhundert
Druck: Mecklenburgisches UB, Bd. XXIII, 490 n. 13363
1399 Mai 04.
Erich der Jüngere, Herzog zu Sachsen (-Lauenburg), verkauft dem Bischof Detlef von Ratzeburg seine landesherrlichen Rechte an Carlow, Klocksdorf, Kohlrade, Dependorp und an der Bullenmühle für 1.000 Mark.
Abschrift: 17. Jahrhundert
Druck: Mecklenburgisches UB, Bd. XXIII, 573 n. 13450
1400 Juni 03.
Erich der Ältere, Herzog zu Sachsen (-Lauenburg), übereignet an Bischof Detlef zu Ratzeburg Güter in Hohenhagen etc. im Kirchspiel Nuetze, weiter Waltersfelde, Campenwerder etc., Stintborg.
Abschrift: 17. Jahrhundert
1400 August 18.
Detlef, Bischof zu Ratzeburg, urkundet darüber, daß sich bei seinem Kaufe des Gutes in Carlow, Klocksdorf, Kuhlrade, Dependorp sowie in der Bullenmühle Herzog Erich zu Sachsen (-Lauenburg) Wiederkauf vorbehalten hat etc.
Abschrift: 17. Jahrhundert
1400 September 22.
Erich der Jüngere, Herzog zu Sachsen (-Lauenburg), übereignet an Bischof Detlef zu Ratzeburg Güter in Walvesfelde, Campenwerder und Stintborg.
Abschrift: 17. Jahrhundert
1402 Februar 21.
Detlef, Bischof zu Ratzeburg, urkundet darüber, daß sich bei seinem Kaufe des Gutes zu Boppelin von den Bülow etc. Herzog Erich zu Sachsen (-Lauenburg) Wiederkauf vorbehalten hat etc.
Abschrift: 17. Jahrhundert
1438 November 02.
Albertus (Albrecht II.), römischer König investiert Pardamus von Knesebeck, Bischof von Ratzeburg, mit allen Regalia und Feuda und bestätigt die Rechte seiner Kirche.
Abschrift: 17. Jahrhundert
Band
4
Alte Archivsignatur
Celle Br. 31 S Nr. 44
| Aktion | Typ | Bezeichnung | Zugang | Info |
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| Detailseite | Sicherungsfilm | Akte | 0022 / 29 |
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| Detailseite | Original | Akte | 0022 / 29 |
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