NLA HA Hild. Or. 2 Lamspringe

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Urkunden des Klosters Lamspringe

Laufzeit 

1138-1740

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

I. Bestandsinformation:
Das Kanonissenstift Lamspringe bei Alfeld wurde um 873 durch den Grafen Ricdag und seine Gemahlin Imhild unter Anteilnahme Bischof Altfrids von Hildesheim gegründet und war seit 1138 mit Benediktiner-Nonnen besetzt. Es bestand bis 1542. Nach der Restitution des Großen Stifts Hildesheim wurde es 1643 mit englischen Benediktinern besetzt. 1803 wurde das Kloster aufgehoben.
Akten: Hild. Br. 3, 11

II. Umfang:
264 Urkunden, Wasserschäden

III. Erschließung:
Maschinenschriftliches Findbuch 1968

IV. Bemerkungen:
Urkunden bis 1500 sind in einem Sonderfindmittel erfasst und online recherchierbar.

Bestandsgeschichte 

Vorwort

Die bisher unverzeichneten, vom Hochwasser des Februars 1946 in Mitleidenschaft gezogenen Urkunden des Klosters Lamspringe sind in den Jahren 1965 bis 1967 in Regestenform neu verzeichnet worden. Die vom
Leinehochwasser des Jahres 1946 verursachten Schäden sind erträglich und im Jahr 1968 in der Restaurationswerkstatt des Staatsarchivs nach Möglichkeit beseitigt worden. Verschollen ist nur eine Urkunde (Nr. 162), die indes vermutlich beim Trocknen der durchnäßten Originale in einen fremden Bestand geraten ist und eines Tages wiedergefunden werden wird, wenn sie nicht falsch datiert war und sich jetzt unter einer der nachträglich in die Nummernfolge eingeschobenen Urkunden verbirgt. Völlig unlesbar geworden sind nur verschiedene Urkunden des 15. und 16. Jahrhunderts. Die meisten Lücken konnten mit Hilfe der Drucke im Urkundenbuch der Stadt Hildesheim (8 Bände Hildesheim 1881 - 1901), im Urkundenbuch der Stadt Goslar (5 Bände Berlin 183 - 1922) und im Urkundenbuch des Hochstifts Hildesheim (UBHHi, 6 Bände, Leipzig und Hannover 1895 - 1911) sowie mit abschriftlicher Überlieferung des 16. Jahrhunderts geschlossen werden.
Unter den Urkunden des Mittelalters bis zum Ende des 14. Jahrhunderts befindet sich nur ein in den Urkundenbüchern nicht veröffentlichtes Stück, nämlich Nr. 173a vom Jahr 1382, das erst 1954 in das Staatsarchiv gelangt ist. Gegenüber den Drucken hat die Neuverzeichnung im Ganzen nur geringfügige Verbesserungen ergeben. Solche stellten sich namentlich bei den Urkunden ein, die nur im Urkundenbuch der Stadt Goslar wörtlich gedruckt sind, da dessen Herausgeber Georg Bode im Staatsarchiv Hannover nicht den Urkundenbestand des Klosters Lamspringe, sondern die Abschriften des (im II. Weltkrieg verbrannten) Lamspringer Kopiars benutzt hat. Wichtige Verbesserungen bringt aber nur die Urkunde Nr. 40 von 1281 (UB Stadt Goslar II, 305 Nr. 291 = UBHHi

III, 305 Nr.586); in der Zeugenreihe sind zu lesen Johannes Wrige (statt Dorige) und Theodericus Plebanus de Bredenym =Bredenem, Landkreis Goslar (statt de Vredenem = Freden, heute Salzgitter-Lichtenberg).
Die Urkunde UBHHi III, 533 Nr. 1081 war bisher nur in Abschrift bekannt, jetzt konnte als Ausfertigung die falsch eingeordnete Urkunde Nr. 145 nachgewiesen werden. Unter UBHHi VI, 491 Nr. 703 und VI, 523 Nr. 753 sind Urkunden betreffend die Stiftung der Steinbergschen Kapelle von 1385/86 gedruckt respektive verzeichnet, die Abweichungen in der Liste der Stiftungsgüter zeigen, diese sind im Druck nicht angeführt. Nr. 85a schließlich konnte (gegenüber UBHHi) richtig datiert werden. Insgesamt haben sich die Urkundenbücher als sehr zuverlässig erwiesen.

Ersatz für die vom Hochwasser beschädigten Urkunden des 15. und 16. Jahrhunderts bietet eine Papierhandschrift von 1570, deren heutiger Eigentümer Downside Abbey in Stratton-on-the-Fosse, Sommerset, England ist. Der Konvent von Downside Abbey ist mit dem Kloster Lamspringe eng verbunden, da er von 1643 bis 1803 in Lamspringe im Exil beheimatet war. Die Originale Nr. 225a bis 254 des vorliegenden Bestandes stammen aus dieser Zeit und sind von dem Konvent der anglikanischen Benediktiner empfangen worden. Nach seiner Heimkehr nach England hat der Konvent im Jahr 1836 bei der Versteigerung der Bibliothek des Justitzrates und Heimatforschers K. Ludwig Koken die oben erwähnte, aus dem Kloster Lamspringe stammende Handschrift erworben (H. A. Lüntzel, Geschichte der Diözese und Stadt Hildesheim, Teil I, Hildesheim 1858, Seite 231 Anmerkung 2). Im Jahr 1963 konnte dank dem Entgegenkommen von Dom Aelred Watkin F.S.A., Downside School, im Public Record Office in London ein Mikrofilm der Handschrift hergestellt werden, der im Niedersächsischen Staatsarchiv in Wolfenbüttel lagert und von dem eine Fotokopie für das Staatsarchiv

in Hannover gezogen worden ist, auf sie wird im Folgenden mit ihrer Signatur FFA 111 verwiesen. Die Handschrift ist 1570 auf Weisung des Herzogs Julius von Wolfenbüttel (dessen erhaltenes Original siehe unten Nr. 216) geschrieben worden, als Grundlage für eine Revision der Klostergüter, sie enthält außer Abschriften der Urkunden des vorliegenden Bestandes die Texte von weiteren zwanzig Urkunden des 15. Jahrhunderts, deren Originale nicht mehr vorhanden sind. Regesten dieser Urkunden sind in das vorliegende Findbuch aufgenommen worden und in der Signaturspalte mit dem Vermerk "Hinweis: FFA 111" und der Seitenzahl kenntlich gemacht worden. Das vorliegende Findbuch dient somit auch zur Erschließung der Handschrift FFA

111.

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet