NLA HA Celle Or. 100 Burlage

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Urkunden des Kloster Burlage

Laufzeit 

1252-1543

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Das vermutlich in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts in Burlage gegründete Benediktinerinnenkloster B. Mariae in der Grafschaft Diepholz wurde mit der Einführung der Reformation 1538 aufgehoben.
Die Urkunden lagen früher bei Celle Or. 14.
Vgl. Akten der Celler Kanzlei: Celle Br. 73 XV
71 Urkunden, Wasserschäden
EDV-Findbuch 2008

Bestandsgeschichte 

Das Benediktinerinnenkloster B. Mariae zu Burlage in der Grafschaft Diepholz wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 12. Jh. gegründet (1140/1150 als "cellula" bezeichnet) und bestand bis zur Reformation, die in Diepholz 1538 eingeführt wurde. 1543 verkauften die letzen Konventualinnen den Klosterbesitz (vgl. Urkunde Nr. 68); der Verkauf wurde jedoch von Graf Rudolf von Diepholz erfolgreich angefochten, der die Hand auf das Kloster legte (vgl. Celle Br. 73 XV Nr. 3). Die Propstei ging 1567 an die Grafen über.

Die Urkunden des Klosters gelangten nach dem Erwerb der Grafschaft Diepholz durch die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg (1585) in das Celler Archiv. Sie waren zunächst Teil des Bestandes Celle Or. 14 und wurden später als eigener Bestand aufgestellt. Mit Ausnahme der Nummer 39 sind sie sämtlich gedruckt oder registriert im Diepholzer Urkundenbuch, herausgegeben von Wilhelm von Hodenberg, Hannover 1842 (ein Exemplar der Dienstbücherei des Hauptstaatsarchivs, Signatur Sd 21, enthält eine Konkordenz zu den Originalen).

Die durch den Verlust der Findmittel 1943 erforderliche Neuverzeichnung bringt Vollregesten auch für die gedruckten Urkunden. Die Schreibung der Namen folgt den Originalen und weicht in manchen Fällen vom Druck ab. Zunamen sind unverändert wiedergegeben, Vornamen dagegen modernisiert. Rückvermerke sind nur dann berücksichtigt, wenn sie über den Inhalt der Urkunden hinausgehende Angaben machen.

Die Urkunden sind durchweg gut lesbar, in einigen Fällen allerdings wegen der durch das Leine-Hochwasser 1946 verursachten Schäden nur mit Hilfe einer Quarzlampe. Die Siegel wurden 1973 restauriert. Ein Aktenarchiv des Klosters ist nicht erhalten. Akten der Celler Kanzlei über das Kloster aus der Zeit nach der Aufhebung finden sich in Celle Br. 73 Abt. XV. Abschriften der Urkunden befinden sich in der UB Göttingen, Abt. Handschriften, Histor. 1 Bd. 6

Bl. 185-224. Eine ausführliche Darstellung der Geschichte des Klosters gibt es nicht; erste Informationen bieten die bei H. Hoogeweg, Verzeichnis der Stifter und Klöster Niedersachsens vor der Reformation, Hannover 1908, S. 22, angeführte Literatur sowie H. Gade, Historisch-geographisch-statistische Beschreibungen der Grafschaften Hoya und Diepholz, Bd. 2, Hannover 1901, S. 556-562, und W. Moormeyer, Die Grafschaft Diepholz, Studien und Vorarbeiten zum histor. Atlas für Niedersachsen Heft 17, Göttingen 1938, S. 42 f.


Hannover, im Oktober 1975
gez. Dr. Dieter Brosius


Das maschinenschriftliche Findbuch ist nun im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.

Hannover, im Juli

2008

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet