StadtA GOE B 100

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Description

Identification (short)

Title 

B 100 Häuserbuch

Fonds data

Custodial history 

I. Bearbeitung

Die Vorarbeiten zu dem vorliegenden Häuserbuch erfolgten für die Zeit von 1412 bis 1674 durch Heinz Kelterborn, der seine Exerpte (Handzettel) nicht für eine zukünftige Veröffentlichung und somit nicht systematisch anlegte. Renate Schaar und Andrea Hofmeister-Hunger haben zeitgleich nacheinander (1987 bis 1991) im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen mit der systematischen Erfassung der Daten 1412 bis 1563 anhand der Quellen begonnen und sie in die von ihnen erarbeiteten Formulare eingetragen. Sie haben dabei auf den Kelterbornschen Vorlagen aufgebaut und vor allem seine Zählung der Häuser/Parzellen übernommen bzw. ergänzt.

Die Häuserbuchunterlagen sind, nach Kirchspielen geordnet (siehe dazu Extraband: Anleitung, Karten der Kirchspielgrenzen vor und nach 1803), analog zum Steuerumgang des Stadtschreibers angelegt worden. Die laufende Nummer ist daher die Kelterborn-Nr., die dieser gemäß der Reihenfolge der Bewohner in den Schoßregistern vergeben hat, nicht die Prizelius-Nr.! Da die Kelterborn-Nrn. aber in keinen Stadtplan eingetragen sind, muß man sich bei der Recherche weiterhin an der Prizelius-Nr. orientieren. Hierzu gibt es zwei Suchhilfen:

a. Übersicht über die Kirchspielsgrenzen: hier läßt sich ermitteln, dass sich das gesuchte Haus im Albani-Kirchspiel befindet, also in den Akten des Albani-Kirchspiels gesucht werden muß;

b. "Steuerumgang" in der Stadt Göttingen im Mittelalter: hier ist sowohl die Abfolge der einzelnen
Straßenzüge im Umgang des Stadtschreibers als auch die Reihenfolge der Prizelius-Nrn. auf diesem Umgang vermerkt.

II. Auswertung der Daten

Die Angaben der Göttinger Schoßregister wurden für den Zeitraum von 1412 bis 1563 kontinuierlich in die Formulare übertragen. Die Zeitsprünge in den Zeitleisten am linken äußeren Rand sind durch Lücken in der Schoßregisterüberlieferung bedingt. Ein Gebäude bzw. eine Liegenschaft umfasst auf diese Weise idealtypisch 5 Formulare, nicht jede Wohneinheit ist jedoch für den ganzen Zeitraum nachweisbar.Die Kopfleiste des Formulars enthält den aus den Schoßregistern hervorgehenden Straßenabschnitt, aber in seiner modernen Namensform. Ebenfalls in der Kopfleiste befinden sich Prizelius- und Kelterborn-Nr. Da die Kelterborn-Nr. einen früheren Bewohnungszustand wiedergibt (im Gegensatz zur Prizelius-Nr., die aus dem 18. Jahrhundert stammt, ist sie immer auf jeder Parzelle vorhanden, die Prizelius-Nr. ist hingegen nicht immer vergeben), sollte man bei der Recherchierung eines mit Prizelius-Nr. versehenen Hauses eventuell auch die umgebenden Parzellen berücksichtigen, sofern sie keine Prizelius-Nr. sondern nur eine Kelterborn-Nr. tragen.

Information / Notes

Additional information 

Der Bestand wurde mit Hilfe des EDV-Archivprogramms "AIDA" erschlossen. Die Datensätze dieses Bestandes wurden im Mai 2015 von AIDA in die nunmehr verwendete Archivsoftware "Arcinsys" übertragen.