LkAH E 45

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Description

Identification (short)

Title 

Predigerseminar Rotenburg

Life span 

1965-1988

Fonds data

Contents 

Am 4. Mai 1967 weihte Landesbischof D. Dr. Lilje das Predigerseminar Rotenburg feierlich ein. Grundsätzlich verstand sich dieses als "Brücke zwischen Theorie und Praxis": Einerseits sollten die praktischen Erfahrungen aus dem ersten Vikariatsjahr theologisch verarbeitet und kritisch durchdacht, anderseits die eigenen theologischen Kenntnisse in Hinsicht auf die Praxis umgesetzt und an ihr gemessen werden. Methodisch sollte dies durch eine enge Bindung der Kandidaten an das Seminar - sie und ihre Familien wohnten deshalb dort - und durch Gemeindenähe erreicht werden (vergleiche Nr. 5).

Die Vikariatsleiter der Region Rotenburg brachten dieses "besondere pädagogische Konzept" mit ins Spiel, als im Herbst 1984 die Schließung des Seminars zum 1. Januar 1988 bekannt wurde (vergleiche Nr. 26). Die Verlegung des Seminarbetriebes zum genannten Zeitpunkt nach Celle konnte allerdings nicht verhindert werden.

Das Predigerseminar Rotenburg bereitete also den Theologennachwuchs nur 20 Jahre auf späteres Wirken und auf die Zweite Theologische Prüfung vor. In der Amtszeit des Studiendirektors Ludolf Ulrich 1973-1980 beherbergte es insgesamt 86 Kandidaten (vergleiche Rotenburger Zeitung vom 19. Januar 1981). Ebenso wie sein Vorgänger Martin Voigt (ab 1967) und sein Nachfolger Christian Steinwede (bis 1987) war Ulrich nicht nur Ausbildungsleiter und seelsorgender Vertrauter der Rotenburger Vikare, sondern durch die Mitgliedschaft in der Studiendirektorenkonferenz auch eng mit der Gestaltung der Theologenausbildung in der Hannoverschen Landeskirche in der Zeit zwischen Erster und Zweiter Prüfung verbunden (vergleiche Nr. 14/15). Über Form und Inhalt der Ausbildung (vergleiche Nr. 5-13) gab es aber zwischen den jungen Theologen und der Kirchenleitung immer wieder Differenzen, worüber auch die Konferenzprotokolle Auskunft geben.

In seiner Leitungsfunktion wurde der Studiendirektor von einem Studieninspektor unterstützt. Die Oberaufsicht führte ein Kuratorium, in dem auch ein Vertreter des Landeskirchenamtes saß (vergleiche Nr. 2). Für die Gestaltung des Seminarlebens hatten die Kandidaten selbst zu sorgen - zusammengeschlossen in einem Konvent, um diese Aufgabe auch erfüllen zu können (vergleiche Nr. 4).

Custodial history 

Die vorliegenden Akten der Seminarleitung sind dem Landeskirchlichen Archiv im Februar 1989 übergeben worden. Weiters Material befindet sich in den Generalakten des Landeskirchenamtes über das Seminar Rotenburg bzw. in denen, die sich umfassend mit den Predigerseminaren der Landeskirche befassen.

Der Bestand ist 1995 geordnet und verzeichnet worden. Dabei wurde die alte Aktenordnung weitgehend beibehalten, Akten ohne Signatur wurden sinngemäß in diese Ordnung eingearbeitet. Bei der vorhergehenden notwendigen Kassation von Aktenstücken sind die geltenden Ordnungen eingehalten worden.

Further information (fonds)

Size in m 

0,5

Information / Notes

Additional information 

Abgeschlossen: ja

vollständig verzeichnet