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StadtA GOE A 25

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Description

Identification (short)

Title 

A 25 - DDR

Life span 

1942-1999

Fonds data

Custodial history 

In diesem Findbuch sind bestandsübergreifend Aktentitel mit inhaltlichem Bezug zur DDR (Deutsche Demokratische Republik) zusammengetragen, zu jenem Staatsgebilde also, das als Folge der Ereignisse des Zweiten Weltkrieges 1949 (Verfassung vom 7. Oktober) unter Kontrolle der Sowjetunion, die diesen Teil Deutschlands besetzt hatte, gegründet wurde. Die mangelnde Anerkennung der DDR im Westen äußerte sich u. a. in einer uneinheitlichen Benennungspraxis auch offizieller Kreise. Bezeichnungen wie "Sowjetische Besatzungszone" (SBZ) oder "Ostzone" blieben noch lange nach 1949 üblich und finden sich auch in den Akten des Stadtarchivs wieder.

Ende der 1980er Jahre löste der wirtschaftliche Zusammenbruch des Ostblocks eine Reihe schwerwiegender politischer Veränderungen aus. Dabei kam es am 9. November 1989 zur Grenzöffnung der DDR gegenüber der Bundesrepublik Deutschland, am 1. Juli 1990 zur Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion mit Einführung der D-Mark in der DDR, schließlich zur Wiedervereinigung beider Teile durch den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik (3. Oktober 1990).

Der zeitliche Rahmen des Findbuchs ist damit abgesteckt. Nur solche Archivalien sind aufgenommen, deren Laufzeit spätestens 1990 beginnt. Es fällt auf, dass die letzten Monate der DDR einen nicht geringen Anteil an der Aktenüberlieferung haben. Hierin spiegelt sich die allgemeine Situation. Der Kontakt der Menschen zueinander war nie intensiver und unmittelbarer als in der Zeit des Umbruchs nach der Grenzöffnung. Die Stadt Göttingen konnte die schon bestehende Partnerschaft zur Lutherstadt Wittenberg (Partnerschaftsvereinbarung vom 16. März 1988) zum Anlass nehmen, jetzt die Beziehungen zu verstärken und beim Aufbau einer neuen Verwaltungsorganisation in der Partnerstadt mitzuwirken. Als "Informations-, Koordinierungs- und Beratungsstelle" richtete die Stadt am 15. März 1990 beim Hauptamt/Organisationsabteilung ein "Kontaktbüro" für DDR-Bürger/-innen ein.

Die Überlieferung des städtischen wie privaten Schriftguts insgesamt ist im übrigen repräsentativ für den jeweiligen politischen Zustand im Verhältnis der beiden deutschen Staaten (Kalter Krieg - Annäherung - Konsolidierung - Lockerung - Wende). Göttingen hat im wesentlichen nachvollzogen, was die große Politik auf Bundes- oder Landesebene vormachte. Das galt z. B. auch für die Verbandspolitik des Bundes der Vertriebenen. Dabei ist festzuhalten, dass die menschlichen Beziehungen in der ganzen Zeit trotz aller Behinderungen und widrigen Rahmenbedingungen nie ganz abbrachen.

Die Abgrenzung der hier aufzunehmenden Titel scheint nicht immer eindeutig. Entscheidendes Auswahlkriterium ist nicht, ob der Begriff DDR (o. ä.) im Aktentitel auftaucht. Andernfalls wären z. B. die Arbeit des "Kuratoriums Unteilbares Deutschland" oder die Veranstaltungen zum 17. Juni ("Tag der deutschen Einheit"), da auf das Gebiet der Bundesrepublik beschränkt, hier nicht zu dokumentieren gewesen. Betreffe wie "Zonenrandgebiet", "Zonenrandförderung" (Unterstützung der durch die Nähe zur DDR-Grenze benachteiligten Regionen im Bundesgebiet) sind dagegen ebensowenig berücksichtigt wie die nicht definierten Begriffe "Flüchtlinge" und "Flüchtlingswesen".

Nicht nur deshalb erhebt die Auswahl keinen Anspruch auf Vollständigkeit; der Erschließungszustand der Bestände und damit die Qualität der Aktentitel ist außerdem unterschiedlich. In mehreren Fällen basiert die Titelaufnahme auf archivischen Findmitteln, dann wieder auf Abgabelisten der Ämter oder pauschalen Hinweisen. Bei Massenakten (z. B. B 45: Stadtflüchtlingsamt, Einzelfälle, C-Ausweise) ist nicht jeder einzelne Vorgang, sondern nur der Hauptbetreff ausgewiesen. Hier sind ggfls. die speziellen Findbücher hinzuzuziehen.

Erfasst ist ausschließlich städtisches wie privates Archivgut, nicht das Sammlungsgut der Archivbibliothek (Plakate, Flugblätter etc.). Der Gliederungsaufbau entspricht der Ordnung der Findmittel in der Beständeübersicht.


Oktober 2000

Information / Notes

Additional information 

Der Bestand wurde mit Hilfe des EDV-Archivprogramms "AIDA" bearbeitet. Die Datensätze dieses Bestandes wurden im Mai 2015 von AIDA in die nunmehr verwendete Archivsoftware "Arcinsys" übertragen.