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LkAH D 60

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Description

Identification (short)

Title 

Ephoralarchiv Nienburg

Life span 

1583-2005

Fonds data

Custodial history 

1. Zur Geschichte des Archivs

Nach der Reformation wurde zunächst für die ganze Grafschaft Hoya ein Superintendent bestellt, als erster Adrian Buxschott 1527-1564. Aber bereits in den achtziger Jahren des 16. Jahrhunderts erfolgte eine Aufteilung derselben in die drei Inspektionen Nienburg, Sulingen und Stolzenau. Die Inspektion Nienburg hatte zunächst einen sehr großen Umfang. Sie umfasste außer der Stadt die Kirchen Balge, Binnen, Borstel, Drakenburg, Liebenau, Marklohe, Staffhorst und Wietzen, ferner aber auch Asendorf, Bücken, Eitzendorf, Eystrup, Hassel, Hoya, Hoyerhagen, Magelsen, Martfeld, Oiste, Sudwalde und Vilsen, seit 1680 auch noch Dörverden und Westen. - 1747 wurde die Inspektion Nienburg geteilt und die Inspektion Hoya neu erreichtet, zu der mit der Zeit die Kirchen von Asendorf bis Westen kamen. 1823 wurde die Inspektion Hoya ebenfalls geteilt und die Inspektion Vilsen begründet, zu der außer Vilsen, Asendorf und Martfeld auch die bisher nach Sulingen gehörenden Kirchen Blender, Intschede und Schwarme, sowie 1869 auch Sudwalde kamen. Somit war die Inspektion Nienburg zunächst fast halbiert und neben der Stadt auf die Kirchen Balge, Binnen, Borstel, Drakenburg, Liebenau, Marklohe, Staffhorst und Wietzen beschränkt. 1869 kam die Kirche Estorf hinzu, die vorher zur Inspektion Stolzenau gehört hatte. Eine wesentliche Vergrößerung der Inspektion erfolgte dann 1883 und zwar durch calenbergische Kirchen im Amte Wölpe, welche ursprünglich zur Inspektion Neustadt gehört hatten. Da auch diese sehr groß war, wurde sie 1825 geteilt, und aus den Kirchen Holtorf, Hagen, Heemsen, Husum, Rehburg und Steimbke eine Inspektion Holtorf gebildet. Diese hat nur bis 1869 bestanden und wurde dann aufgehoben. Holtorf, Heemsen, Husum und Steimbke fielen an Nienburg, Hagen kehrte zu Neustadt zurück und Rehburg gelangte zu Stolzenau.

Eine letzte Erweiterung der Inspektion Nienburg erfolgte 1907, als die nach Eystrup, Inspektion Hoya, gehörige Kapelle Anderten mit der Pfarre Heemsen verbunden wurde. Aus dieser geschichtlichen Entwicklung der Inspektion erklärt sich, dass sich in den Generalakten zahlreiche Vorgänge über Gemeinden finden, die jetzt zu Hoya bzw. Verden gehören, andererseits aber im Ephoralarchiv Neustadt, in dessen Generalia, Vorgänge betr. Gemeinden der vormaligen Inspektion Holtorf. In Holtorf selbst müssen bei der Auflösung der Superintendentur größere Mengen von Generalakten kassiert worden sein. Was noch vorhanden ist, ist zweifellos nur noch ein Restbestand.
Die Spezialakten gingen bei Verlegungen von Kirchen an eine andere Inspektion mit, und befinden sich in den Archiven der heute zuständigen Superintendenturen, mir der einzigen Ausnahme von Estorf, dessen ältere Specialia im Ephoralarchiv Stolzenau liegen.

2. Der Bestand als Depositum im Landeskirchlichen Archiv

Dr. Helmut Speer, der Verfasser des vorgestellten Textes, hat das Ephoralarchiv Nienburg im Zeitraum 1962-1979 geordnet und in einem Findbuch verzeichnet.
Aus Platzmangel wurde das Archiv im September 2010 zusammen mit der Altregistratur und vertraglich geregelt im Landeskirchlichen Archiv Hannover als Bestand "D 60 (Ephoralarchiv Nienburg)" deponiert.
Das 1979 vorgelegte Findbuch ist einschließlich der aus neuerem Archivgut gebildeten Nachträge bis 2011 in eine EDV-Version umgesetzt worden. Dabei sind in der Regel die Originaleinträge übernommen worden, wobei jedem Eintrag eine neue Bestellnummer zugewiesen wurde, die sich an die alte Verzeichnung anlehnt. Auf Besonderheiten wird an entsprechender Stelle hingewiesen.

Über die Geschichte und Entwicklung des heutigen Kirchenkreises Nienburg könnte weiteres im Landeskirchlichen Archiv Hannover aufbewahrtes Archivgut herangezogen werden, u. a. in den Beständen "A 6 (Pfarrbestellungsakten)", "A 9 (Visitationsakten)", "D 7 (Ephoralarchiv Hoya)", "D 30 (Ephoralarchiv Sulingen)" und für die neuere Zeit der Bestand "L 5 a (Landessuperintendentur Calenberg-Hoya)".

Literature 

Heckmann, Jens: Kirchen und Kapellen im Kirchenkreis Nienburg. Nienburg 1996.

Information / Notes

Additional information 

Abgeschlossen: ja

vollständig verzeichnet