LkAH D 43

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Description

Identification (short)

Title 

Ephoralarchiv Alfeld

Life span 

1621-1998

Fonds data

Custodial history 

Die zunächst mit einem Generalsuperintendenten besetzte Inspektion Alfeld ist 1569 gegründet worden. Zu ihr gehörten anfangs die Kirchen der Stadt Alfeld sowie der Ämter Winzenburg, Gronau, Poppenburg und Hunnesrück. Im 18. Jahrhundert umfasste die Inspektion 35 mit Pfarrstellen verbundene Kirchengemeinden und deren zahlreiche Filialkirchen und Kapellen. Diese Größe machte daher Verkleinerungen zweckmäßig: Für das Amt Hunnesrück wurde 1800 die Inspektion Markoldendorf neu eingerichtet. 1829 erfolgte die Gründung der Inspektion Elze für die Ämter Gronau und Poppenburg. Von 1833 bis 1853 war Elze auch Sitz der Generalsuperintendentur. Die ebenfalls 1829 gegründete Inspektion Wrisbergholzen bestand zunächst nur für ein Jahr, da der dortige Superintendent Schulze überraschend verstarb. Ihr Amtsbereich fiel an den Superintendenten in Alfeld zurück. 1869 wurde für die Kirchengemeinden, die 1829 schon zu Wrisbergholzen gehört hatte, die Inspektion Breinum errichtet. Diese wurde aber nicht besetzt, sondern von Alfeld mitverwaltet. Erst 1872 wurde ein Superintendent mit Sitz in Wrisbergholzen benannt. 1924 erfolgte die Verlegung der Superintendentur nach Sehlem. Ab 1936 ist die Inspektion wieder von Alfeld mit versehen und 1941 endgültig mit dem Kirchenkreis Alfeld wiedervereinigt worden.
Mehrfach kam es in den Inspektionen Alfeld und Wrisbergholzen auch Umgliederungen von Gemeinden:
Sibbesse fiel 1833 an Elze und 1854 zurück an Alfeld, Salzdetfurth und Wehrstadt fielen 1829 an die Inspektion Bockenem. Limmer wurde 1855, Hoyershausen 1868 und Duingen 1941 an Alfeld angegliedert. 1943 kamen die bisher braunschweigischen Gemeinden Brunkensen und Grünenplan hinzu.

Im Gebiet Wrisbergholzen hatte Evensen zunächst zu Gross Ilde und von 1743-1896 zur braunschweigischen Kirchengemeinde Bodenburg gehört, danach es zu Sehlem. 1928 wurde die Pfarrstelle Sehlem aufgehoben. Die Kapelle Neuhof, die anfangs zur Pfarre in Lamspringe gehörte, kam 1929 nach Groß Ilde im Kirchenkreis Bockenem.
Nach der Vereinigung der Kirchenkreise Alfeld und Wrisbergholzen gab es noch folgende Veränderungen: 1961 wurden Gerzen und Warzen von Föhrste gelöst und in Gerzen eine Pfarrstelle errichtet. Föhrste wurde nach Aufhebung der dortigen Pfarrstelle mit der Zulegung von Imsen entschädigt. Die kleine Kirchengemeinde Sack war schon jahrzehntelang unbesetzt gewesen und wurde nach Aufhebung der Pfarrstelle mit Langenholzen verbunden.
Das Ephoralarchiv Alfeld ist von 1960-1977 geordnet und in einem Findbuch verzeichnet worden. Da Alfeld lange Sitz eines Generalsuperintendenten war, finden sich im Archiv unter den Generalakten zahlreiche Vorgänge, die über den Rahmen des heutigen Kirchenkreises hinausgehen. Aus Sehlem wurde 1961 ein großer Bestand alter Ephoralakten nach Alfeld übernommen. Auch die bei der Superintendentur Oldendorf (bzw. Coppenbrügge) entstandenen Specialia von Limmer, Hoyershausen und Duingen befinden sich in Alfeld. Die braunschweigische Landeskirche übergab aus den zuständigen Archiven die Spezialakten von Brunkensen und Grünenplan. Bei der Errichtung der Inspektionen Markoldendorf und Elze waren die Akten der nach dorthin gelangten Kirchengemeinden an die Superintendenturen abgegeben worden. Im Ephoralarchiv Alfeld blieben aber die Spezialakten zur Kapellegemeinde Neuhof, da das Ephoralarchiv in Bockenem bereits früher geordnet und verzeichnet worden war, als das von Alfeld.

Der Gesamtbestand wurde im Turm der Nicolai-Kirche in Alfeld verwahrt, der für die dauerhafte Aufbewahrung von Archivgut nicht besonders geeignet war. Da ein geeigneter Raum vor Ort nicht zu finden war, wurde das Ephoralarchiv Alfeld schließlich im Landeskirchlichen Archiv Hannover deponiert.
Das 1977 erstellte und 2005 durch Neuzugänge (im Rechnungs- und Handschriftenbestand) ergänzte Findbuch wurde 2010 in eine EDV-Version umgesetzt. Dabei sind in der Regel die Originaleinträge übernommen worden, wobei jedem Eintrag eine neue Bestellnummer zugewiesen wurde, die sich an die alte Verzeichnung anlehnt. Auf Besonderheiten wird an entsprechender Stelle hingewiesen.

Verwandte Bestände: A 1 (Pfarroffizialakten); A 6 (Pfarrbe-stellungsakten); A 8 (Corpora bonorum); A 9 (Visitationsakten), A 12a (Generalsuperintendentur Alfeld); L 5h (Landessuperin-tendentur Hildesheim)

Literature 

Paul Graff: Geschichte des Kreises Alfeld, Hildesheim 1928; Der Kirchenkreis Alfeld in der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Alfeld 1954/55; Eggo Hafermann/ Hermann Voß: Die evangelische Kirche in einer sich wandelnden Gesellschaft, in: Der Landkreis Alfeld (Leine), Oldenburg (Oldb.) 1974, S. 31-35.

Further information (fonds)

Size in m 

85,2

Information / Notes

Additional information 

Abgeschlossen: ja

vollständig verzeichnet