NLA BU Orig. Dep. 59

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Stadt Hessisch Oldendorf, Urkunden

Laufzeit 

1410-1753

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Abteilung: Urkunden.
Inhalt: Urkunden der Stadt, darunter die Stadtrechtsverleihung von 1468 (Abschrift 18. Jh.).
Umfang: 127 Stück
Erschließung: Findbuch, EDV.

Bestandsgeschichte 

Die Gründung der Stadt Oldendorf ist wohl in das zweite Viertel des 13. Jahrhunderts zu datieren. Wie die anderen
planmäßig angelegten schaumburgischen Städte Stadthagen und Rinteln diente die Gründung der Stadt an der Weser und an der Straße von Minden nach Hildesheim dem militärischen und wirtschaftlichen Landesausbau. Große Flächen des Stadtgebietes wurden von den zwölf Burgmannshöfen eingenommen, von denen der Münchhausenhof der größte war.
Bei der Teilung der alten Grafschaft Schaumburg im Jahr 1640/7 fiel "Oldendorf unter der Schaumburg", wie die Stadt
in den Urkunden regelmäßig genannt wird, an den hessischen Teil der Grafschaft, 1866 mit dem Kurfürstentum Hessen an Preußen. Zur Unterscheidung von Preußisch Oldendorf erhielt Oldendorf/Weser 1905 den amtlichen Namen "Hessisch Oldendorf". Mit dem gesamten Landkreis Grafschaft Schaumburg kam Hessisch Oldendorf 1932 vom Regierungsbezirk Kassel zum Regierungsbezirk Hannover. Im Rahmen der Gemeindereform wurden am 1.1.1973 die Gemeinden Barksen, Großenwieden, Kleinenwieden, Krückeberg, Langenfeld, Rohden, Segelhorst, Welsede, Wickbolsen und Zersen in die bestehende Stadt eingegliedert. Die Gemeinden Bensen, Haddessen, Höfingen,
Pötzen und Weibeck wurden in die Gemeinde Fischbeck eingegliedert, und aus den Gemeinden Friedrichsburg,
Friedrichshagen, Fuhlen, Heßlingen, Rumbeck, Hemeringen und Lachem entstand die Gemeinde Hemeringen. Am 29.1.1973 wurden diese drei Gemeinden durch Verordnung zur Einheitsgemeinde Hessisch Oldendorf zusammengeschlossen, nachdem die Versuche, auf freiwilliger Basis eine Samtgemeinde zu bilden, fehlgeschlagen waren. Seit der Kreisreform vom 1.8.1977 gehört die Stadt Hessisch Oldendorf zum Landkreis Hameln-Pyrmont. - Im Jahr 2002 schloss die Stadt mit dem Staatsarchiv Bückeburg einen Vertrag über die Verwahrung des Stadtarchivs als Depositum (Dep. 59). Der üblichen Tektonik

entsprechend, wurden die Urkunden zum gesonderten Bestand
Orig. Dep. 59 formiert. Leider scheinen bei weitem nicht alle Urkunden, die einmal zum Stadtarchiv gehörten, mehr
vorhanden zu sein (vgl. G. v. Buchwald: Beiträge zur Geschichte der letzten Schauenburger. In: Zs. f. Schlesw.-Holst.-Lauenb. Geschichte 10, 1881, S. 135-137 [Regesten aus dem Ratsarchiv u. dem Kirchenarchiv zu Hess. Oldendorf]). Zu den Urkunden gehört das Archiv des Schwesternhauses Marienstede in Oldendorf, das die Stadt bei der Auflösung im Jahre 1606 vom Landesherrn gekauft hat. Kopien von Urkunden der Pfarrei Oldendorf (1347 - 1477) sind im Staatsarchiv unter der Signatur FA 54 II vorhanden.

Bückeburg, im Juni 2003
Dr.

Höing

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Ja

abgeschlossen