KreisA EMS Rep 500

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Description

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Title 

Rep 500 Standesämter

Fonds data

Short description 

Der Bestand enthält die Erstbücher der Zivilstandsregister aller emsländischen Standesämter mit Ausnahme des Standesamtes Lingen (Ems), von dem allerdings die Zweitbücher vorhanden sind. Die Erstbücher befinden sich im Stadtarchiv Lingen (Ems).
Im Folgenden werden zur Orientierung die heute bestehenden Standesämter und die zu ihrem Bezirk gehörenden Altstandesämter aufgeführt, um einen gezielten Zugriff zu erleichtern.

Standesämter im Altkreis Aschendorf-Hümmling

Samtgemeinde Dörpen
Dörpen ab 1874
Dersum 1920–1972 (vorher Steinbild)
Heede 1874–1969
Lehe 1919–1965 (vorher und bis 1972 Aschendorf)
Neubörger 1918–1970 (vorher Börger)
Steinbild 1874–1972
Wippingen 1923–1965 (vorher Steinbild und Sögel)

Samtgemeinde Lathen
Lathen ab 1874
Sustrum 1931–1965 (vorher Steinbild)

Samtgemeinde Nordhümmling
Esterwegen ab 1874
Bockhorst 1924–1973 (vorher Esterwegen)

Gemeinde Surwold
Surwold 1937–1973
(vorher Börger); ab 1983

Stadt Papenburg
Papenburg I ab 1874
Papenburg II (1874–1965)
Aschendorf (1874–1972)

Gemeinde Rhede
Rhede ab 1874
Brual 1914–1965 (vorher Rhede)
Neurhede 1904–1965 (vorher Rhede)

Samtgemeinde Sögel
Sögel ab 1874
Börger 1874–1972
Harrenstätte 1911–1972 (vorher Werlte und Sögel)
Hüven 1874–1965 (dann Sögel)
Klein Berßen 1874–1974
Stavern 1874–1974
Wahn 1874–1941 (aufgelöst)
Werpeloh 1926–1972 (vorher und danach Sögel)

Samtgemeinde Werlte
Werlte ab 1874
Lahn 1921–1969 (vorher und danach Werlte)
Lorup 1874–1972
Vrees 1874–1972

Standesämter im Altkreis Meppen

Gemeinde Geeste
Geeste ab 1874
Dalum 1874–1971
Groß Hesepe 1874–1974

Stadt Haren
Haren ab 1874
Altenberge 1920–1957 (vorher Rütenbrock)
Altharen 1874–1957 (dann Haren)
Emmeln 1966–1974 (vorher Haren)
Fehndorf 1920–1974 (vorher Altharen)
Rütenbrock 1874–1974
Tinnen 1923–1974 (vorher Lathen)
Wesuwe 1874–1974

Stadt Haselünne
Haselünne ab 1874
Andrup 1923–1957 (vorher Haselünne)
Eltern 1923–1952 (vorher Haselünne)
Huden 1924–1957 (vorher Haselünne)
Hülsen 1923–1957 (vorher Haselünne)
Klosterholte 1903–1959 (vorher Bokeloh)
Lage 1923–1957 (vorher Haselünne)
Lehrte 1921–1973 (vorher Bokeloh)
Lotten 1923–1957 (vorher Haselünne)

Samtgemeinde Herzlake
Herzlake ab 1874
Dohren 1911–1973 (vorher Herzlake)
Holte 1874–1963
Holte-Lastrup 1964–1972
Lähden 1923–1974 (vorher Holte)
Vinnen 1921–1972 (vorher Holte)

Stadt Meppen
Meppen ab 1874
Apeldorn 1920–1974 (vorher Bokeloh)
Bokeloh 1874–1974
Emslage 1970–1974 (vorher Groß Fullen)
Groß Fullen 1874–1970
Hemsen 1921–1974 (vorher Meppen)
Rühle 1921–1970 (vorher Meppen)
Schwefingen 1921–1957 (vorher Meppen)
Teglingen 1874–1957
Versen 1921–1970 (vorh. Wesuwe, dann Emslage)
Vormeppen 1921–1957 (vorher Meppen)

Gemeinde Twist
Twist ab 1964
Hesepertwist 1874–1964
Rühlertwist 1874–1957
Schöninghsdorf 1908–1968 (vorher Groß Fullen, danach Twist)
Adorf 1933–1974 (vorher Georgsdorf)
Hebelermeer 1874–1974
Neuringe 1874–1974

Standesämter im Altkreis Lingen

Gemeinde Emsbüren
Emsbüren ab 1874
Elbergen 1911–1967 (vorher Emsbüren)
Listrup 1912–1974 (vorher Emsbüren)

Samtgemeinde Freren
Freren ab 1874
Andervenne 1913–1969 (vorher Freren)
Beesten 1874–1974
Messingen 1874–1974
Suttrup 1923–1969 (vorher Freren)
Thuine 1874–1974

Samtgemeinde Lengerich
Lengerich ab 1874
Bawinkel 1874–1974
Gersten 1926–1974 (vorher Lengerich)
Handrup 1928–1974 (vorher Lengerich)
Langen 1917–1974 (vorher Lengerich)
Wettrup 1874–1974

Stadt Lingen
Lingen ab 1874
Altenlingen 1922–1974 (vorher Laxten, Lingen Land)
Baccum 1874–1974
Biene-Holthausen 1922–1974 (vorher Laxten, Lingen Land)
Bramsche 1874–1974
Brögbern 1922–1974 (vorher Laxten, Lingen Land)
Darme 1922–1969 (vorher Laxten, Lingen Land)
Estringen 1922–1974 (vorher Laxten, Lingen Land)
Laxten 1874–1969
Wachendorf 1931–1965 (vorher Dalum, dann Altenlingen)

Gemeinde Salzbergen
Salzbergen ab 1874

Samtgemeinde Spelle
Spelle ab 1874
Plantlünne 1874–1969 (danach Lünne)
Lünne 1970–1974 (vorher Plantlünne)
Schapen 1874–1974
Venhaus 1920–1970 (vorher Plantlünne)

Custodial history 

Zum 1. Januar 2009 ist das Gesetz zur Reform des Personenstandsrechts (Personenstandsrechtsreformgesetz – PStG) v. 19.02.2007 (BGBl 2007 Teil I Nr. 5 v. 23.02. 2007) in Kraft getreten. Durch die Reform des Personenstandsgesetzes sind die Personenstandsbücher der Standesämter einschließlich der dazugehörigen Sammelakten sowie die Sicherungsregister nach definierten Fristen an die zuständigen öffentlichen Archive abzugeben. Dadurch wurden die Personenstandsregister zu Archivgut. Somit endet die bisherige Regelung, dass die Zivilstandsregister nur durch diejenigen benutzt werden durften, die ein rechtlich begründetes Interesse nachweisen konnten.
Das Land Niedersachsen hat nach § 74 PStG für die Aufbewahrung der Register und Sammelakten mit Erlass des Nds. Innenminister vom 1. Dezember 2008 (Nds. MBl Nr. 5/2009, S. 120) verfügt, dass die Erstregister und die dazugehörigen Sammelakten bei den zuständigen Kommunalarchiven aufzubewahren sind. Im Landkreis Emsland hat das Kreisarchiv in Meppen diese Aufgabe für die Kommunen, die Standesämter unterhalten, übernommen. Ausnahme ist die Stadt Lingen, wo die Unterlagen im Stadtarchiv aufbewahrt werden.
Mit dem Inkrafttreten des neuen Personenstandsgesetzes am 1. Januar 2009 werden die 1874 eingerichteten Standesamtsregister nicht mehr unbegrenzt fortgeführt. Geburtsregister werden nach 110 Jahren, Heiratsregister nach 80 Jahren und Sterberegister nach 30 Jahren von den zuständigen Archiven übernommen und sind dort nach den Bestimmungen des Archivgesetzes benutzbar.

Die Zivilstandsregister, die durch die Standesämter geführt werden, wurden mit Erlass des Gesetzes über die Beurkundung des Personenstandes und die Eheschließung vom 5. Februar 1875 im gesamten damaligen Deutschen Reich zum 1. Januar 1876 eingeführt. In Preußen wurden die Register bereits zum 1. Oktober 1874 eingeführt. Im Emsland, das seit 1866 zur preußischen Provinz Hannover gehörte, richtete man entsprechend in den Gemeinden Standesämter ein, allerdings nicht in jeder. Man orientierte sich im Wesentlichen an den Pfarreien. Das war sinnvoll, da vor 1876 bzw. vor dem 1. Oktober 1874 Tauf-, Heirats- und Sterbebücher bei den Kirchen geführt wurden. In der katholischen Kirche waren sie durch das Konzil von Trient seit 1563 vorgeschrieben. Auch die protestantischen Kirchen regelten im Zuge von Kirchenordnungen die Führung von Personenstandsregistern.

Im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform, die in den emsländischen Kreisen Aschendorf-Hümmling, Meppen und Lingen bereits 1960 auf Gemeindeebene zunächst mit freiwilligen Zusammenschlüssen von Gemeinden einsetzte und 1974 abgeschlossen wurde, wurden auch die Standesämter auf die Verwaltungssitze der Samt- oder Einheitsgemeinden konzentriert. Die Zahl der Standesämter wurde von bisher 104 auf 24 reduziert. Im Rahmen der Bildung des Landkreises Emsland, der 1977 aus den Kreisen Aschendorf-Hümmling, Meppen und Lingen entstand, nahm die Zahl im Rahmen von Gebietsabtretungen (Lohne, Wietmarschen, Gehlenberg, Neuvrees und Wachtum) auf 19 ab. 1983 wurde dann in der Gemeinde Surwold das 1973 aufgelöste Standesamt wieder eingerichtet, so dass heute im Gebiet des Landkreises Emsland 20 Standesämter bestehen.
Seitdem müssen Geburten und Sterbefälle bei dem Standesamt gemeldet werden, in dessen Gebiet dieses Ereignis eintritt. Das Standesamt der Wohnsitzgemeinde wird dann informiert, wenn Geburt oder Todesfall außerhalb des Wohnsitzes eintreten. Zivile Eheschließungen haben vor dem Standesbeamten des gewählten Standesamts zu erfolgen, auch in diesem Falle werden die Standesämter des Wohnsitzes informiert.