LkAH D 82

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Description

Identification (short)

Title 

Ephoralarchiv Norden

Life span 

[1768-1989]

Fonds data

Contents 

Für das seit 1744 zu Preußen gehörende Ostfriesland wurde im April 1766 eine Inspektionsordnung erlassen, die sich schon in den alten preußischen Landesteilen als Ausführungsinstrument landesherrlichen Kirchenregiments bewährt hatte. Nach dem ersten Kapitel dieser Ordnung sind die lutherischen Kirchengemeinden Ostfrieslands und Harlingerlands in - zunächst - acht Inspektionen oder Aufsichtsbezirke eingeteilt worden. Geleitet wurde jede Inspektion von einem zum Inspektor ernannten Pastor aus dem jeweiligen Inspektionsgebiet, der nach 1806 Superintendent genannt wurde.
Die 3. ostfriesische Inspektion - heute Kirchenkreis Norden - umfasste ursprünglich nur die Kirchen Arle, Baltrum, Hage, Juist, Nesse und Norderney. Norden stand außerhalb der Inspektion, war aber zeitweilig Sitz des Superintendenten. Dornum und Resterhafe gehörten als Herrlichkeiten nicht zur Inspektion, wurden aber 1869 mit dieser zu einer Bezirkssynode verbunden. 1892 wurde in Berumerfehn eine Kollaboratur errichtet und 1897 in eine selbstständige Pfarre umgewandelt. Die neue Kirchenverfassung gab die Herrlichkeiten auf und 1925 wurden Dornum und Resterhafe, ebenso wie Norden, in die Inspektion eingegliedert.

Custodial history 

Das Archiv des Kirchenkreises Norden ist 1955 von Dr. Helmut Speer bearbeitet und in einem Findbuch verzeichnet worden. Dieser stellte dabei u. a. fest: Die Akten der Repositur sind nur dürftig vorhanden und reichen über das Jahr 1820 nicht zurück. Die Spezialia von Dornun, Resterhafe und Norden fehlen fast ganz, auch der Bestand von Nesse ist gering, da sich dort von 1865 bis 1900 die Superintendentur befand. Eine wesentliche Ergänzung hat die Repositur durch die vor 1959 erfolgte Rückgabe der Akten des Weltlichen Kirchenkommissariats vom Landratsamt Norden erfahren, die allerdings auch nur in Einzelfällen vor 1850 entstanden sind. Enthalten sind aber wesentliche Akten der Kirchengemeinde Norden. Die teilweise gehefteten Akten sind bei der Verzeichnung in ihrer ursprünglichen Ordnung belassen worden.
Da nach der Schließung des Kirchenkreisamtes Norden 2012 ein ausreichend großer Raum für die Unterbringung des Archivs nicht mehr vorhanden gewesen wäre, hatte der Kirchenkreisvorstand die Deponierung der Archivalien und der Altregistratur in Hannover beschlossen. Das zu übernehmende Archivgut ist am 25. und 26. September 2012 zusammengestellt, verpackt und in Hannover deponiert worden.

Further information (fonds)

Size in m 

8,5