NLA BU Dep. 25

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Nachlass Schaumburg-lippischer Kabinettchef Ernst Iffland

Laufzeit

1833-1962

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Abteilung: Akten nichtstaatlicher Provenienz, Deposita, allgemein.
Inhalt: Nachlass eines hohen Beamten des Fürstentums Schaumburg-Lippe in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Darunter befinden sich ein Tagebuch und Fotos.
Umfang: 0,13 m.
Erschließung: Findbuch, masch.

Bestandsgeschichte

1. Zur Person
Ernst Iffland wurde am 30. Juni 1820 als Sohn des hannoverschen Obersteuerrats Johann Gottfried Friedrich
Ernst Iffland in Hannover geboren. Er besuchte dort von 1829 - 1839 das Lyceum, anschließend
die Universitäten in Berlin und Göttingen. Nach Abschluß der Universitätszeit war er zehn Jahre lang im Staatsdienst
tätig: Seit 1843 in den Ämtern Hagen (Bez. Bremen) und Hameln als Auditor, dann als Assessor in Ruthe bei Sarstedt
und schließlich bei der Polizeidirektion Hannover. 1849 leitete er zunächst kommissarisch, später als Bürgermeister,
die Stadtverwaltung von Northeim/Hann. 1853 wurde Iffland durch den Fürsten Georg Wilhelm zu
Schaumburg-Lippe zum Kammerrat ernannt und trat eine Stelle bei der Fürstlichen Rentkammer zu Bückeburg an.
1863 erwarb er das Haus Herminenstraße 3 in Bückeburg. 1868 wurde Iffland durch den Fürsten Adolf Georg zu
Schaumburg-Lippe zum Kammerdirektor ernannt, verbunden mit der Position eines vertrauten Ratgebers des Fürsten.
Am 19. Januar 1880 wurde er zum Kammerpräsidenten und am 3. Dezember 1885 anläßlich des 25jährigen
Regierungsjubiläums des Fürsten Adolf schließlich zum Wirklichen Geheimenrat mit dem Prädikat "Exzellenz" sowie
zum Kabinett-Chef ernannt. Am 20. April 1894 entband der Fürst Iffland auf dessen Wunsch von der Verwaltung des Fürstlichen Vermögens. Sein 60jährige Dienstjubiläum konnte er am 25. Mai 1903 begehen. Außer seiner Tätigkeit bei der Hofkammer hatte Iffland verschiedene weitere Ämter inne: Er war Vizepräsident der Schaumburg-Lippischen Landesregierung, war im Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde, ab 1860 im Vorstand des Bückeburger Krankenhauses Bethel und hatte später auch den Vorsitz der Stiftung dieses Krankenhauses inne.
Am 10. Mai 1904 verstarb Iffland in Bückeburg.

2. Zum Bestand
Der Nachlaß Ernst Ifflands wurde dem Staatsarchiv Bückeburg am 4. Juni

1980 durch seinen Enkel Herbert Iffland
übergeben. Den inhaltlichen Schwerpunkt bilden neben dem Tagebuch Materialien, die die enge Beziehung Ifflands zum Schaumburg-Lippischen Fürstenhaus dokumentieren. Dazu gehören Ordensverleihungen, Fotos und insbesondere Programme und Bekanntmachungen anläßlich von Beerdigungen einzelner Mitglieder des Fürstenhauses. Die Verzeichnung des Nachlasses erfolgte im Rahmen eines Praktikums im Herbst 1997 durch Frau Sabine Wolff, das Findbuch wurde durch die Unterzeichnete erstellt.

Bückeburg, Dezember 1997
Dr.

Wagener-Fimpel

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Ja

abgeschlossen