NLA BU K 34

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Fürstlich Schaumburg-Lippische Hofkammer: Oberamt Blomberg

Laufzeit 

1577-1879

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Abteilung: Akten nichtstaatlicher Provenienz, Deposita, Fürstlich Schaumburg-Lippische Hofkammer.
Inhalt: Verwaltungsakten des Amtes Blomberg, das 1838 dem Hause Lippe-Detmold zugesprochen und 1879 aufgelöst wurde.
Umfang: 9,65 m.
Erschließung: Findbuch, EDV.
Benutzung nach den Regelungen des Niedersächsischen Archivgesetzes

Bestandsgeschichte 

Dem Grafen Philipp, jüngstem Sohn des Grafen Simon VI. zur Lippe und der Gräfin Elisabeth zu Holstein-Schaumburg, waren nach dem Tode seines Vaters im Jahre 1613 neben einer Rente und dem Amt Lipperode das Amt und der Flecken Alverdissen als Paragium zugefallen. 1647 erhielt Philipp den nördlichen Teil der Grafschaft Schaumburg; damit wurde er zum Begründer des Hauses Schaumburg-Lippe. - Als im Jahre 1709 die Brakesche Linie der Grafen zur Lippe ausstarb, kam es zu langwierigen Erbstreitigkeiten, in deren Verlauf 1737 dem Zweig Alverdissen die Ämter Brake, Barntrup, Blomberg und Schieder zugesprochen wurden. Brake, Barntrup und Lipperode fielen schon bald an die Detmolder Linie zurück. Als dann am 10. Sept. 1777 mit dem Grafen Wilhelm das ältere Haus Schaumburg-Lippe im Mannesstamm ausstarb, versuchte das Detmolder Haus, auch Blomberg wieder an sich zu ziehen. Dies verhinderte Philipps jüngster Sohn Philipp Ernst, der von den Ämtern Blomberg und Schieder Besitz ergriff. Der Streit wurde vom Reichshofrat dahingehend entschieden, dass das Amt zu teilen sei. So fiel das (um Teile des Amtes Blomberg vergrößerte) Amt Schieder 1789 an die Detmolder Linie zurück. Alverdissen wurde im Jahre 1812 der Fürstin Pauline zu Lippe-Detmold abgetreten, so dass schließlich nur noch das Amt Blomberg im Besitz der Schaumburg-Lipper verblieb. 1838 wurde in austrägalgerichtlicher Entscheidung abschließend dem Hause Lippe-Detmold die Souveränität über das erbherrliche Amt Blomberg zugesprochen. Seitdem bestanden nebeneinander ein lippischer Hoheitskommissar und ein schaumburg-lippisches Oberamt, ehe das Oberamt 1879 aufgelöst wurde. Die drei Ämter Blomberg, Schieder und Schwalenberg wurden zum lippischen Verwaltungsamt Blomberg vereinigt. Dem Hause Schaumburg-Lippe blieben nur noch die Domanialgüter mit Wald und Ländereien nebst einer Rente und der Burg Blomberg (bis 1962). - Der Bestand ist vermischt mit Kammer- bzw. Regierungsakten betr. Blomberg. - Zur Benutzung vgl. die Vorbemerkung zum Bestand K 1.

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet