NLA BU L 172

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Ratsgymnasium Stadthagen

Laufzeit

1878-1974

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Abteilung: Akten staatlicher Provenienz, Alte Grafschaft Schaumburg (bis 1647) und Schaumburg-Lippe (ab 1647), Untere Behörden.
Inhalt: Akten der Schulverwaltung (Jahresberichte, Umlaufbücher, Schüler, Lehrpläne u.a.m.).
Umfang: 3,75 m.
Erschließung: Findbuch, EDV.

Bestandsgeschichte

Das Ratsgymnasium Stadthagen führt seine Anfänge zurück auf die 1330 bzw. 1378 erstmals erwähnte städtische
Lateinschule. Sie war von 1565 bis 1878 in einem Gebäude hinter dem gräflichen Mausoleum untergebracht. Neben ihr ließ Graf Ernst von Holstein-Schaumburg im Jahr 1610 ein Gymnasium illustre errichten, das in Verhandlungen mit dem Kaiserhof in Wien mit dem Universitätsprivileg versehen werden sollte. Als dieses Privileg tatsächlich 1619/20
verliehen wurde, entschied der mittlerweile zum Fürsten aufgestiegene Ernst die Standortfrage wegen der besseren
Verkehrsanbindung auf der Weser zugunsten von Rinteln. 1809 wurde die Schule zu einer Bürgerschule herabgestuft und damit das Bückeburger Gymnasium als einzige weiterführende Schule in Schaumburg-Lippe etabliert. 1878 gelang Stadthagen durch die Gründung der Höheren Bürgerschule und deren 1902 erfolgten Ausbau zum Progymnasium annähernd eine Gleichstellung mit den Bückeburger Bildungseinrichtungen, aber erst 1938 erfolgte die Anerkennung der Stadthäger Oberschule als Vollanstalt. Seit 1894 gab es auch eine Höhere Töchterschule, die seit 1922 mit der Knabenschule zusammenarbeitete. Das neue Gebäude an der Büschingstraße wurde 1963 bezogen. Schulträger ist heute der Landkreis Schaumburg. - Die alte Bibliothek des Gymnasiums, dessen älteste Teile aus der Schenkung der Witwe des Oberpredigers Peithmann und aus dem um 1570 aufgehobenen Franziskanerkloster stammen, ist in der Dienstbibliothek des Staatsarchivs (früher Dep. 5) aufgestellt.
Die hier erschlossenen Unterlagen dokumentieren die Geschichte des Ratsgymnasiums in den Jahren 1878-1974. Sie wurden bis 2002 im Sekretariat der Schule gelagert. Im Juni 2002 wurden archivwürdige Unterlagen übernommen und vom Unterzeichneten erschlossen.

Bückeburg, Dezember 2002
Dr. Martin Fimpel



Literatur: Henning RUBKE: Von der Lateinschule zum
Ratsgymnasium. In:

Ratsgymnasium Stadthagen:
Jubiläumsschrift 1983, S. 13-31 - Hans Hermann BÜNTE:
Stadthagens Lateinschule - Stadthagens Ratsgymnasium. In:
Ratsgymnasium Stadthagen, Jahrbuch 1988, S. 11-17.
Verwandte Bestände: L 3 (Neuere Regierungs-Registratur) Ec
und L 4 (Schaumburg-Lippische Landesregierung), Abschnitt
XXV

(Schulwesen).




Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung

Stadthagen, Stadt [Wohnplatz]

Zeit von

1

Zeit bis

1

Objekt_ID

5579

Ebenen_ID

1