NLA AU Rep. 244

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Kartensammlung

Laufzeit 

1550-1998

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

ACHTUNG: Der Bestand befindet sich derzeit in Bearbeitung (Überarbeitung des Signaturenschemas). Digitalisate können vorübergehend nicht angezeigt werden. Für die Nutzung der Fotokartei ist bis auf weiteres die _alte_ Archivsignatur heranzuziehen!
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Folgende Karten sind zur Digitalisierung und können derzeit nicht vorgelegt werden:
- Rep. 244, B 3492 – 4153
- Rep. 244, C 4 - C 2053
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Die Gliederung der Kartensammlung richtet sich nach der geographischen Lage, innerhalb deren zwischen Übersichten, Gebietsteilen, Feldmarken, Gebäuden und Gewässern unterschieden wird.

Bestandsgeschichte 

I. Allgemeines zur Kartenabteilung. - II. Die Gliederung des Findbuches. - III. Die Indices. - IV. Die Konkordanzen.
V. Die Fotokartei. - VI. Die im Findbuch eingearbeiteten Bestände.



I.
Allgemeines zur Kartenabteilung

Das vorliegende, aus bisher neun Bänden bestehende Findbuch der Kartenabteilung des Staatsarchivs in Aurich ist das Ergebnis einer zweijährigen Arbeitsbeschaffungsmaßnahme unter Anleitung des Unterzeichneten, die freilich auf die seit Jahrzehnten geleisteten Verzeichnungsarbeiten der Auricher Archivare zurückgreifen konnte. Die Maßnahme erbrachte eine vollständige Neuaufnahme der Kartenabteilung und der in den Deposita der Ostfriesischen Landschaft und des Stadtarchivs Aurich enthaltenen Karten. Außerdem konnte die Verzeichnung
der in den letzten Jahren an das Staatsarchiv abgegebenen Karten unterschiedlichster Provenienz, darunter vornehmlich Karten aus den Staatshochbauämtern Ostfrieslands, zu einem vorläufigen Abschluß gebracht werden.
Künftige Neuzugänge können nunmehr in der Zukunft problemlos im Rahmen des EDV-Programms "AIDA" in überschaubaren zeitlichen Abständen (evtl. jährlich) in den Bandkatalog eingearbeitet werden.

Die Verzeichnungsarbeiten wurden im April 1986 von Herrn Theo Meyer begonnen und von Frau Marina Bohlen, geb. Post, die im Februar 1987 das Projekt fortführte und den Großteil des Materials bearbeitete (ca. 75 Prozent), bis zum Frühjahr 1988 zu einem vorläufigen Abschluß gebracht. Neben der Verzeichnung einzelner Kartenzugänge durch Archivamtmann Pötzsch und den Unterzeichneten hat seither Frau Karin Wilts weiteres Kartenmaterial eingearbeitet und im wesentlichen auch die umfänglichen Schreibarbeiten und Korrekturen an der Datensichtstation ausgeführt.


II.
Die Gliederung des

Findbuches

Sämtliche Karten wurden in dem vorliegenden Bandkatalog zunächst nach geographischen Gesichtspunkten geordnet. Um zu überschaubaren Einheiten zu gelangen, dienten als Grundlage die Land- (bzw.Stadt-)kreisgrenzen Ostfrieslands nach dem Stande vom Jahre 1972. Auf diese Weise liegen nunmehr Findbücher für die Gebiete der (Alt-)Kreise Aurich (1), Emden (2), Leer (3), Norden (4) und Wittmund (5) vor. Karten, die über einzelne Kreise hinausragen oder ganz Ostfriesland abbilden, wurden gesondert zusammengefaßt (6). Weitere Ordnungseinheiten bilden die an den ehemaligen Regierungsbezirk Aurich angrenzenden Gebiete der Niederlande (7), Oldenburgs (8) und des Emslandes (9). Karten aus den übergreifenden Gebieten außerhalb des Archivsprengels sind unter den Rubriken Niedersachsen (10), Deutschland (11) sowie Europa und außereuropäische Länder (12) zu finden.

Innerhalb dieser geografischen Grobgliederung des Kartenmaterials wurde eine Ordnung nach inhaltlichen Kriterien vorgenommen. Die Kombination der oben genannten geographischen Kennzahl mit der Kennzahl des jeweiligen inhaltlichen Kriteriums ergibt die Schlüsselzahl, unter der eine Karte in den vorliegenden Findbuch-Bänden ermittelt werden kann.

Die Kennzahl für den inhaltlichen Befund wird an die geographische Schlüsselzahl angehängt. Übersichten, Kartenwerke und Atlanten finden sich unter der Rubrik 0; Karten, die das jeweilige Gesamtgebiet abbilden, führen die Kennzahl 1, größere Gebietsteile finden sich unter 2, Feldmarken, Orts- und Stadtpläne sowie einzelne Flurstücke usw. unter 3. Geländeprofile, Deiche und Anwächse finden sich unter der Rubrik 4; Gebäude oder ganze Gebäudekomplexe, Ansichten und Grundrisse von Gebäuden unter der Ziffer 5. Technische Anlagen im weitesten Sinne wurden der Ziffer 6 zugeordnet. Landverkehrswege (Gleise, Straßen, Wege) erhielten die Ziffer 7,

Gewässer und Kanäle die Ziffer 8. Dieses gewählte Ordnungsschema einer Kartensammlung orientiert sich an der bereits in anderen Niedersächsischen Staatsarchiven geübten Praxis und beruht auf den von Franz Engel 1958 in seiner Schrift "Über das Ordnen und Verzeichnen von historischen Karten und Plänen" niedergelegten Vorstellungen ( = Veröffentlichungen der Niedersächsischen Archivverwaltung, Heft 9. Göttingen 1958).

Das in dieser Arbeit, S.21, vorgestellte Gliederungsschema erhielt für die Zwecke des Staatsarchivs Aurich das auf der nachfolgenden Seite zu einer Tabelle gestaltete Aussehen:



Zur Benutzung dieses Schemas seien einige Beispiele angeführt: Eine Karte, die etwa den gesamten Bereich des Kreises Wittmund abbildet, wäre demnach unter der Klassifikationskennzahl "51" zu suchen (5= Kreis Wittmund; 1= Gesamtgebiet), eine bestimmte Gemarkung im Kreis Wittmund somit unter der Ziffernkombination "53". Ein markantes Gebäude im (Alt-)Kreis Aurich wäre unter "15" und eine Mühlenanlage im Kreis Leer unter der Kennziffer "36" zu suchen.

Zur Erleichterung der Sucharbeit wurden die Karten in den inhaltlich bestimmten Rubriken 3 (Feldmarken usw.), 4 (Gelände- und Gewässerprofile usw.), 5 (Gebäude usw.) und 6 (technische Anlagen) jeweils nach ORTSALPHABET geordnet. Zur besseren Orientierung und als optische Hilfe sind dabei die Ortsnamen in Großbuchstaben hervorgehoben worden.

Innerhalb der jeweils für einen Ort hintereinander gestellten Karten der genannten Rubriken 3 bis 6 gilt die chronologische Reihenfolge, so daß am Anfang einer jeden auf einen bestimmten Ort bezogenen Kartengruppe immer die älteste der vorhandenen Karten steht.

III.
Die Indices

Neben der üblichen Ermittlung einzelner Karten anhand der eben näher erläuterten Schlüsselzahlen nach geografischen

und inhaltlichen Gesichtspunkten besteht die Möglichkeit, den Weg über die diversen im 7. und 8. Band der vorliegenden Karten-Findbücher bereitgestellten Indices zu gehen.

Naturgemäß geschieht der einfachste Zugang mit Hilfe des geographischen Indexes dann, wenn man zunächst bei systematischer Suche nicht fündig geworden sein sollte. Der Normalfall ist dieser Weg freilich nicht.

Dienen die Systematik des Findbuches mit dem Gliederungsschema wie der geographische Index dazu, den in der Regel nach historischen örtlichen Gegebenheiten Suchenden schnell weiterhelfen zu können, so ermöglichen die weiteren, hier vorzustellenden Indices die Beantwortung auch anderer aufgeworfener Fragen, die an Karten und ihren Inhalt gestellt werden können. Die im 7. und 8. Band enthaltenen Indices werden im folgenden erläutert:

INDEX DER GEOGRAPHISCHEN BEGRIFFE
Aufgeführt werden alle geografischen Begriffe des Kartentitels unter Hinzufügung näherer Erläuterungen, meist von "Sachen" oder sonstigen näheren Eingrenzungen.

INDEX DER PERSONEN
Dieser Index enthält die Namen der Kartenzeichner und Lithographen, außerdem die der auf den Karten vermerkten Drucker (wenn lediglich ein Name, nicht aber eine Firma genannt ist).

INDEX DER INSTITUTIONEN
Hier wurden die Verlage, Druckereien und Firmennamen sowie Namen von Herausgebern und herausgebenden Behörden aufgenommen, ebenso auswärtige Institute (Archive, Museen), in denen sich hier im Findbuch nachgewiesene Originalkarten befinden.

INDEX DER SACHEN
Der Sachindex ist in der Regel immer der problematischste unter den Indices, da die Aufnahme von "Sachen" keineswegs generell erfolgen kann, sondern jeweils von Fall zu Fall zu entscheiden ist und die Auswahl der Begriffe von der subjektiven Entscheidung ihrer "Bedeutsamkeit" abhängig ist. Sachbegriffe stehen niemals allein, sondern

erhalten vornehmlich einen erläuternden Ortsbegriff zugeordnet.

INDEX DER BESITZER UND INHABER
Mit Hilfe dieses Indexes können die Karten nun auch unter personengeschichtlichen Gesichtspunkten ausgewertet werden. Es wurden hier die Namen der auf den Kartentiteln mitunter ausdrücklich genannten Besitzer, Pächter, Mieter, Eigentümer von Liegenschaften und Gebäuden oder Kolonatsinhaber aufgenommen, jeweils unter Zusatz eines Ortsbegriffes.


IV.
Die Konkordanzen

Der letzte Band des Kartenfindbuches enthält drei Konkordanzen: Die erste ermöglicht das Auffinden von Karten mit Hilfe ihrer "Alten Registratur-Signatur", d.h. in unserem Fall wird hier die frühere Signatur genannt, unter der sich
die Karte zuvor in einer Akte befunden hat, bevor sie in die Kartenabteilung überführt wurde. Ebenso findet sich in
dieser Konkordanz die Nennung einer früheren Provenienz für den Fall, daß die Karte direkt aus einer Behörden-Akzession in die Kartenabteilung gelangte.

Die zweite Konkordanz "Alte Archiv-Signatur - laufende Nummer" dient in unserem Falle lediglich dazu, die Kartensignaturen in ihrer numerischen Reihenfolge aufzulisten und so durch Verknüpfung mit der laufenden Nummer im Findbuch auffindbar zu machen. Die dritte Konkordanz schließlich stellt die Archivsignaturen in alphabetisch/numerischer Reihenfolge zusammen.


V.
Die Fotokartei

Neben den Findbüchern zur Erschließung der Kartenabteilung steht die im Benutzersaal aufgestellte Fotokartei. -
Diese Kartei weist sämtliche Karten in der numerischen Reihenfolge ihrer Signaturen auf, unabhängig davon, ob es sich um "A"-, "B"- oder "C"-Karten handelt. Die Buchstabenzusätze sagen lediglich etwas über die Größenordnung der Karte aus. Die Vorderseite der Karteikarten enthält bereits die

vom Findbuch her bekannten Beschreibungen der Karten. Auf der Rückseite einer jeden Karteikarte findet sich ein Foto der betreffenden Karte.

Auf diese Weise kann sich der Benutzer problemlos schon vor einer möglichen Bestellung einen hinreichenden Eindruck von der ihn interessierenden Karte verschaffen und er wird vor allem bereits abschätzen können, ob die fragliche Karte überhaupt inhaltlich für ihn und seine Arbeit von Wert ist. Die Verknüpfung von Ermittlung einer Karte im Findbuch und der nun umgehend möglichen Überprüfung anhand der Fotokartei auf ihre Brauchbarkeit im Rahmen der jeweiligen Fragestellung vermeidet somit für den Benutzer unnötige Wartezeiten und Sucharbeiten und vergebliche Bestellungen. Das kommt letztlich auch dem Dienstbetrieb im Staatsarchiv zugute und bedeutet nicht zuletzt wegen der schon im Vorfeld einer Bestellung vermiedenen Aushebung auch eine Schonung der Archivalien.

Einer künftig einfacheren und im Sinne des Benutzers auch zügigeren Abwicklung von Fotoaufträgen dient die in der Fotowerkstatt bereitgestellte Kartei der Karten-Negative. Sie entstand ebenso im Rahmen der zu Beginn erwähnten AB-Maßnahme. Während der vergangenen zwei Jahre wurde somit neben der vollständigen Neuverzeichnung der Kartenabteilung auch eine vollständige Verfilmung des Materials auf Planfilm in
Angriff genommen. Die Planfilme wurden ebenso wie die zugehörige Fotokartei in numerischer Reihenfolge der Signaturen aufgestellt.

Sämtliche Fotoaufnahmen wurden im Rahmen der genannten AB-Maßnahme in der Fotowerkstatt des Staatsarchivs Aurich unter Anleitung und Aufsicht des Werkstattleiters Gerd-Heinz Buhr von den Damen und Herren Maike Wolken (1986/87), Heike von Höveling (1987/88) und Hermann Wolzen (Nov. 1988/Anfang 1989) gefertigt.


VI.
Die im Findbuch eingearbeiteten

Bestände

Grundlage der hier verzeichneten Karten ist die Kartenabteilung des Staatsarchivs mit der Bestandsnummer Rep. 244. Eingearbeitet wurden außerdem die Kartensammlungen der Ostfriesischen Landschaft (Dep. 1 K) und des Stadtarchivs der Sadt Aurich (Dep. 34 K). In Einzelfällen wurde bereits damit begonnen, in den Akten befindliche und dort auch verbleibende Karten im vorliegenden Verzeichnis nachzuweisen.
Dies empfahl sich in der Regel dann, wenn die Karten in den Akten fest eingebunden waren.
Für die Zukunft ist geplant, systematisch die Bestände auf in den Akten eingebundene Karten durchzusehen und die auf diese Weise aufgefundenen Stücke ebenso in dieses Findbuch aufzunehmen.


Aurich, im Januar 1989



(Dr. Herbert

Reyer)

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

teilweise verzeichnet

Abgeschlossen: Nein

A 224 wurde zum Bibliotheksbestand genommen (T 03, 106)

Die bislang in diesem Bestand verzeichneten Karten aus Deposita befinden sich jetzt im Bestand Dep. K