NLA WO 1 Alt 10

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Description

Identification (short)

Title 

Acta publica der Herzöge Heinrich Julius und Friedrich Ulrich

Life span 

1465-1662

Fonds data

Short description 

Umfang: 2,0 lfdm
Inhalt: vorwiegend innen- und außenpolitische Angelegenheiten der beiden Herzöge, aber auch - im heutigen Sinne - Privatangelegenheiten der herzoglichen Familie.

Custodial history 

I. Bestandsgeschichte

Der vorliegende Bestand 1 Alt 10 bildet die dritte der "Acta publica" genannten Gruppen (mit 1 Alt 8 und 1 Alt 9). Die Acta publica waren ebenso wie 1 Alt 11 (Dreißigjähriger Krieg) räumlich ursprünglich nicht Bestandteil des durch v. Praun um die Mitte des 18. Jh. geschaffenen "Fürstlichen Hauptarchivs", sondern wurden getrennt gelagert. Das geht aus einer Notiz des Archivars Wäterling in seiner "Generalbeschreibung des Fürstlich Braunschweigischen Haupt- und Landesarchivs zu Wolfenbüttel" von 1808 hervor (in 36 Alt 114, S. 12).

Nach 1879 wurden die Acta publica neben anderen Gruppen aus 1 Alt im Gewölbe I "Herzogliches Haus" untergebracht. H. Kleinau, der den Bestand 1 Alt bei der Neuordnung des Archivs nach 1938 geschaffen hat, wollte die "Acta publica" zunächst nicht als Bestandteil von 1 Alt aufgefaßt wissen, wie aus der vorläufigen Bestandsübersicht von 1941 hervorgeht (1 Nds V Nr. 41/1). Erst die Übersicht von 1949 führt sie als 1 Alt zugehörig auf (1 Nds V Nr. 41/2).

Von den Acta publica 1 Alt 8 und 1 Alt 9 unterscheidet sich der Bestand 1 Alt 10 in erster Linie durch seinen geringen Umfang (obwohl er die Regierungszeit zweier Herzöge umfaßt). Der Grund ist in den Archivalienteilungen des 17. Jh. zu suchen, von denen die Akten aus der Zeit der beiden Herzöge Heinrich Julius und Friedrich Ulrich besonders betroffen waren: Nach den Bestimmungen des Erbvergleichs von 1635 sollten alle auf Calenberg bezüglichen Akten für die Zeit von 1584-1634, als Calenberg zu Wolfenbüttel gehörte, nach Hannover abgegeben werden. Als man mit den Archivalienteilungen begann, lagen die in Frage kommenden Akten nicht in Wolfenbüttel, sondern im Kapitelhaus von St. Blasius, wohin man sie 1627/30 überführt hatte (sog. "Jüngeres Gesamtarchiv in Braunschweig", s. H. Kleinau, Geschichte des Niedersächsischen Staatsarchivs in Wolfenbüttel, Göttingen 1953,

S. 109 ff.; M. Bär, Geschichte des Königlichen Staatsarchivs zu Hannover, Leipzig 1900, S. 8 Anm. 10). Da man mit den Teilungen nicht zu Rande kam, ließ man zuletzt 1691 das Los entscheiden, was zur Folge hatte, daß zahlreiche Akten mit rein wolfenbüttelschen Betreffen nach Hannover gelangten. Ein Vergleich der Aktentitel des Hannoverschen Bestandes Cal. Br. 21 mit den jetzigen Titeln von 1 Alt 10 zeigt, wie willkürlich hier Akteneinheiten auseinandergerissen wurden. 1 Alt 10 stellt nur einen kümmerlichen Restbestand dar; das weitaus meiste liegt in Hannover. Wie in 1 Alt 9 überwiegen in dem vorliegenden Restbestand Haus- und Familiensachen und Beziehungen zu Auswärtigen. Dazu ist jeweils das in der Abteilung 2 Alt Überlieferte zu vergleichen.

II. Verzeichnung

Während für die Acta publica 1 Alt 8 und 1 Alt 9 bereits um 1800 Findbücher vorlagen, wurde die Verzeichnung von 1 Alt 10 erst im Laufe des 19. Jh. abgeschlossen. Der ältere Teil des Findbuches zu 1 Alt 10 geht auf den Registrator J. H. Meyne (+ 1771) zurück (für die Zeit des Hzg. Heinrich Julius). Die Archivare Wäterling, K. W. Schmidt und Ehlers u. a. ergänzten die Angaben Meynes und führten sie für die Regierungszeit Hzg. Friedrich Ulrichs fort. Das so entstandene Verzeichnis ergab ein äußerst unübersichtliches und uneinheitliches Bild (mit insgesamt 84 Teilen, die teilweise übernommen werden konnten). Ein Zuwachs von etwa 40 Titeln ergab die Verzeichnis der Varia (alte Nr. 31-32, 82-84), die der Wissenschaftliche Angestellte Hans Heinrich Ebeling 1979 vornahm. Einige Titel (vorwiegend aus den Varia) wurden in andere Bestände eingegliedert.

Das Findbuch wurde von der Angestellten Frau Agnes Haase geschrieben.

Wolfenbüttel, im August 1981

Dr. Ulrich

Schwarz
Archivrat

Information / Notes

Additional information 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet