NLA ST Dep. 29

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Description

Identification (short)

Title 

Eichenschule Scheeßel und Schulgenossenschaft der Eichenschule

Life span 

1949-1995

Fonds data

Short description 

Der Bestand setzt sich aus Jahresberichten, Jahrbüchern, Sammlungen zur Schulgeschichte und den Protokollbänden des Vorstandes zusammen.
Findmittel: Abgabeliste
Umfang: 1,5 lfdm

Custodial history 

1. Eichenschule und Genossenschaft der Schule in Scheeßel

Die Eichenschule in Scheeßel, Landkreis Rotenburg (Wümme)
ist nach Dietel, 1970 (s.u.), das einzige Gymnasium in
Deutschland in der Trägerschaft einer Genossenschaft. Sie
begann, zunächst als "Familienschule", auf Initiative von 13
Eltern am 1. Mai 1947 ihren Schulbetrieb in provisorischen
Räumlichkeiten der Scheeßeler Mühle im Schatten alter Eichen
(daher der Name). Bis dahin hatte es in dem kleinen
Heidedorf keine höhere Schule gegeben. Um ihren Kindern die
weite Wege in die größeren Städte zu ersparen, schlossen
sich Einheimische und Flüchtlinge zusammen und errichteten
die "Familienschule Frau Müller-Scheeßel". 13 Schülerinnen
und Schülern genehmigte der Schulrat damals den Schulbesuch.
Als Lehrer wurde Oberstudiendirektor Strunck gewonnen.
Die Schülerzahl vergrößerte sich und am 12. November 1948
wurde die Schulgenossenschaft "zur Entwicklung und zum
Unterhalt einer höheren Privatschule" gegründet. Heute
noch führen Eltern und Förderer als
Genossenschaftsmitglieder in Vorstand und Aufsichtsrat
ehrenamtlich die Geschäfte von Schule und angeschlossenem
Internat.
1949 wurde der Grundstein für ein eigenes Schulgebäude mit
vier Klassenräumen gelegt. 1951 schloß man der Schule das
Landerziehungsheim Eichenhof an, in dem auswärtige Schüler
Aufnahme fanden. 1952 erhielt die Schule die staatliche
Anerkennung als sechsklassiges Progymnasium, und 1953
genehmigte die Schulbehörde die Einrichtung von
Oberstufenklassen. Die staatliche Anerkennung für die
gesamte Schule und die Verleihung der vollen
Abiturberechtigung erfolgte am 5. Dezember 1957. 1958
schlossen die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover
und die Schulgenossenschaft einen Vertrag zur Förderung der
Eichenschule. Die Landeskirche übernahm die Garantie für die
Altersversorgung der Lehrkräfte. Vertreter der

ev.
Landeskirche sind bis heute führend im Vorstand der
Genosenschaft vertreten.

Die Schule fand im Laufe der Jahre starken Zuspruch. 1976
hatte sie 670 Schüler, im Internat lebten 193 Schülerinnen
und Schüler.


2. Der Bestand
Die Eichenschule ist aufgrund ihrer Rechts- und
Organisationsform ein Unikum. Ihr Altschriftgut verdiente
allein aufgrund dieser Tatsache besondere Beachtung. Für die
Geschichte des Elbe-Weser-Raums als auch für die
Schulgeschichte und die Pädagogikgeschichte allgemein haben
ihre Unterlagen hohen Rang. Es war daher erfreulich, dass
sich Schulleitung und Vorstand der Genossenschaft der
Eichenschule Anfang 2001 bereit erklärten, das archivwürdige
Altschriftgut der Schule und der Genossenschaft als
Depositum im Staatsarchiv Stade zu hinterlegen. Aus den noch
vorhandenen Unterlagen hat der Unterzeichnende dann das
wenige noch vorhandene, hier verzeichnete Archivgut von
Schule und Genossenschaft ermittelt. Besonders interessant
für die oben genannten Themenbereiche dürften dabei auch die
Protokolle des Vorstands der Genossenschaft sein, die bis
zum Grenzjahr ca. 1979 abgegeben wurden. Weitere jüngere
Protokollaufzeichnungen sollen im Laufe der kommenden Jahre
abgegeben werden.

Die Benutzung des Archivgutes der
Eichenschule/Genossenschaft richtet sich nach den
Bestimmungen des Nieders. Archivgesetztes vom 25. Mai 1993
(Nieders. GVBl. Nr. 18/1993, S. 129ff.).


Die Titelaufnahme unternahm die Archivangestellte Frau
Sölken sowie der Unterzeichnende.


Stade, 22. Mai 2001 Dr. Jan Lokers







Literatur:
Eichenschule Scheeßel: Festschrift zum 25-jährigen Bestehen
der Eichenschule Scheeßel, Ill. von U. Beierle. Red.:
Humbert Settler, Scheeßel, 1972.

50 Jahre Eichenschule Scheeßel : 1947 - 1997, Festschrift
aus Anlaß des 50-Jahr-Jubiläums 1997, Red. Michael Lemke,
Scheeßel

1997.

Eichenschule Scheessel: Festschrift zum 40-jährigen Bestehen
der Eichenschule Scheeßel, hrsg. vom Vorstand der
Schulgenossenschaft Eichenschule e.G., Red. Michael Lemke,
Scheeßel 1987.Nebentitel: Eichenschule Scheeßel, 1947-1987;
Festschrift zum vierzigjährigen Bestehen der Eichenschule
Scheeßel.

Dietel, Günther: Ein Werk der Bürgerinitiative - die
Eichenschule Scheeßel, in: Landkreis Rotenburg (Wümme),
1970, S.

54-55.

Information / Notes

Additional information 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Geotagging

Name 

Scheeßel [Wohnplatz]

Time from 

1

Time to 

1

Region_ID 

8602

Level_ID 

1