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Description

Identification (short)

Title 

Projekt "Historische Sachkultur"

Life span 

1908-2001

Fonds data

Custodial history 

Der vorliegende Bestand resultiert aus dem Dokumentationsprojekt "Historische Sachkultur", das vom November 1997 bis zum Januar 2002 von der Landschaft der Herzogtümer Bremen und Verden und dem Landschaftsverband Stade durchgeführt wurde. Finanziell getragen wurde das Projekt von der Landschaft der Herzogtümer Bremen und Verden und von der Stiftung Niedersachsen. Mit der Durchführung des Projektes war der Volkskundler Dr. Thomas Schürmann betraut.

Ziel des Projekts war, durch eine möglichst flächendeckende Bestandsaufnahme von Sachzeugnissen historischer Wohnkultur, Grundlagenwissen über die Beschaffenheit der Sachkultur im Elbe-Weser-Gebiet bereitzustellen. Zum anderen sollte durch die in Buchform erschienene Dokumentation des erfassten Materials das Bewußtsein der Bevölkerung für den Wert überkommener Gegenstände gefördert und damit zum Erhalt der Dinge in der Region beigetragen werden.

Im Bestand befinden sich Text- und Bildkarten zu ca. 3755 Gegenständen, die in privaten Haushalten, Museen, Heimatstuben, Heimathäusern, Antiquitätengeschäften und anderen Einrichtungen im Gebiet der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden aufgenommen wurden. Die zeitliche Grenze dieser Inventarisierung bildet der Erste Weltkrieg. In bestimmten Fällen wurden aber auch jüngere Gegenstände aufgenommen, insbesondere dann, wenn es sich um Erzeugnisse regionaler Handwerkskunst handelt.

Erfasst wurden Möbel, Zinngerät, Herdgerät, Wandschmuck und andere Gegenstände, die Teile des Wohnensembles bildeten oder bilden. Grundsätzlich zählen zur historischen Sachkultur nicht nur Erzeugnisse der gehobenen Kunst, sondern auch Dinge des alltäglichen Lebens.

Alle Text- und Bildkarten wurden in zwei Ausfertigungen erstellt. Eine zweite Ausfertigung erhielt der jeweilige Besitzer des erfaßten Gegenstandes. Es liegt in der Natur eines derartigen, vornehmlich in Privathaushalten

durchgeführten Dokumentationsprojektes, daß es sich um sensible Daten handelt. Auf den Karteiblättern ist nicht erkennbar, wo und in wessen Besitz sich die abgebildeten Gegenstände befinden. Lediglich eine Schlüsselnummer am oberen Rand weist auf den Standort hin. Diese Nummern sind nur mit Hilfe einer Adressenliste zu entschlüsseln, die aus Sicherheitsgründen getrennt von der Kartei verwahrt wird.

Am Ende des Bestandes befindet sich eine ergänzende Bildkartei. Sie enthält Abbildungen und Nachrichten zu einigen Gegenständen und Häusern, die aus der Literatur übernommen, in Museen oder bei anderen Gelegenheiten aufgenommen, jedoch nicht systematisch mit dem Computerprogramm erfasst wurden. Die Karten dieser ergänzenden Sammlung sind nach Sachgruppen geordnet.

Inhaltlich erschlossen ist der Bestand durch das unter Nr. 35 abgelegte Register.

Der Benutzer der Karteikarten und des ergänzenden Materials verpflichtet sich, alle Angaben vertraulich zu behandeln. Bei einer Publikation von Teilen des Materials dürfen keinesfalls Besitzernamen genannt werden, auch die Angabe der Ortschaften ist ggf. durch eine Angabe der Gemeinde, Samtgemeinde oder des Landkreises zu ersetzen.

Literatur:

Thomas Schürmann:
Annäherungen an die Wohnkultur im Elbe-Weser-Dreieck
In: ders. [Hrsg.] Historische Wohnkultur in Norddeutschland. Forschungen in der Region
Stade, 2001

Thomas Schürmann:
Erbstücke : Zeugnisse historischer Wohnkultur im Elbe-Weser-Gebiet
Stade, 2002

Stade, November 2014
Thomas Fenner