NLA OS Rep 439

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Geheime Staatspolizei - Staatspolizeistelle Osnabrück

Laufzeit 

1928-1945

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Die Überlieferung der Osnabrücker Staatspolizei wurde bei Kriegsende fast vollständig vernichtet. Erhalten ist nahezu nur die Kartei zu den etwa 50.000 verlorenen "Personenakten". Der Bestand wurde daher durch Kopien aus anderen Archiven ergänzt, darunter insbesondere die nach Berlin gemeldeten Lageberichte (1995 publiziert von Gerd Steinwascher unter dem Titel "Gestapo Osnabrück meldet ...").

Bestandsgeschichte 

Die Staatspolizeistelle Osnabrück wurde im April 1933 bei der Regierung Osnabrück eingerichtet und dem neu gegründeten Geheimen Staatspolizeiamt in Berlin unterstellt. Die politische Polizei war damit in ganz Preußen im Sinne des NS-Regimes neu organisiert worden, wobei die Behörden aus der staatlichen Polizeiverwaltung bei den Regierungspräsidien hervorgingen. Ihre Leiter waren in der Regel Polizeidezernenten der Regierung, in der seit Dezember 1934 ein eigenes Dezernat für die Leitung der Staatspolizeistelle bestand. Intern gab es die Abteilungen I: Verwaltung, II: Politik und III: Abwehr. Zugeordnet waren das Grenzpolizeikommissariat Bentheim sowie die Grenzpolizeidienststellen in Meppen und Nordhorn.

Leiter der Staatspolizeistelle Osnabrück:
1933 Apr. bis Juli: Dr. Otto Marxer
1933 Juli bis Aug.: Regierungsrat Karl-Georg Wittich
1933 Aug. bis 1934 Juli: Regierungsrat Hans Aderhold
1934 Aug. bis Dez.: Regierungsrat Richard Skiba
1934 Dez. bis 1935 Juni: Regierungsrat Paul Kanstein
1935 Juli bis 1936 Febr.: Regierungsassessor Dr. Hans Fischer
1936 März: Regierungsassessor Dr. Alexander Landgraf
1936 Apr. bis Nov.: Regierungsassessor Behrens
1936 Nov. bis 1940 Sept.: Regierungsassessor Walter Schlette
1940 Okt. bis 1941 März: Kriminalrat Bach (komm.)
1941 Apr. bis 1942 Jan.: Regierungsrat Weiß-Bollandt

Seit März 1942 war die Staatspolizeistelle Osnabrück suspendiert, in eine Außendienststelle umgewandelt und der Staatspolizeileitstelle Münster (seit 1944: Bremen) unterstellt.

Die Überlieferung der Osnabrücker Staatspolizei wurde bei Kriegsende fast vollständig vernichtet. Geringe Reste kamen 1968 aus den USA und Großbritannien ins Staatsarchiv. Erhalten ist nahezu nur die Kartei zu den etwa 50.000 verlorenen "Personenakten". Der Bestand wurde daher durch Kopien aus anderen Archiven ergänzt, darunter die inzwischen von Gerd Steinwascher (s.u.)

publizierten Lageberichte.

Die Unterlagen wurden von verschiedenen Bearbeitern verzeichnet.

1. Juni 2004 N. Rügge


Verweis:

Kopien der Lageberichte Nr. 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13 auch in Erw F 100 Nr. 3


Literatur:

Delbanco, Werner, Geheime Staatspolizei - Staatspolizeistelle Osnabrück, in: Übersicht über die Bestände des Niedersächsischen Staatsarchivs in Osnabrück, Göttingen 1978, S. 124 f. (mit Hinweis auf Bernhard Scheer/Georg Bartsch, Das Polizeiverwaltungsgesetz. Wesen und Rechtsgrundlagen der Polizei im Dritten Reich, Berlin 1939, S. 24 ff.; Jobst v. Schönfeldt, Die allgemeine und innere Verwaltung, Berlin 1942, S. 63 ff.)

Steinwascher, Gerd (Bearb.), Gestapo Osnabrück meldet ... Polizei- und Regierungsberichte aus dem Regierungsbezirk Osnabrück aus den Jahren 1933 bis 1936, Osnabrück 1995 (Osnabrücker Geschichtsquellen und Forschungen, Bd. 36) [mit ausführlicher

Einleitung]

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet