NLA OS Rep 350 Vör

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Amt Vörden bis 1885

Laufzeit 

1719-1915

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Das hannoversche Amt Vörden umfasste die Kirchspiele Bramsche, Engter und Vörden sowie die bei Hannover verbliebenen Teile der Kirchspiele Damme und Neuenkirchen.

Geschichte des Bestandsbildners 

Nach dem Ende der französischen Herrschaft wurde durch die vom Kurfürstentum Hannover für das Fürstentum Osnabrück eingesetzte provisorische Regierungskommission im Jahr 1814 die Ämterstruktur wieder eingeführt.

Die Regelung über die Aufgaben der Ämter als der Landdrostei Osnabrück nachgeordneten Verwaltungsbehörden erfolgte durch die Amtsordnung vom 18. April 1823. Demnach oblag den Ämtern die Verwaltung in Regiminal-, Polizei-, Domanial-, Kameral- und Konsistorial-Sachen sowie die Rechtsprechung in unterer Instanz. 1852 wurde die Rechtsprechung an die neu geschaffenen Amtsgerichte übertragen.

Vom alten Amt Vörden wurde 1821 das Kirchspiel Gehrde dem neuen Amt Bersenbrück zugeschlagen, so dass das neue Amt Vörden bis 1884 die Vogteien Bramsche und Absplissen umfasste. Die Vogtei Bramsche bestand aus den Kirchspielen Bramsche und Engter. Die Absplissen bestanden aus den nach dem hannoversch-oldenburgischen Vertrag vom 4. Februar 1817 bei Hannover verbliebenen Teilen der Kirchspiele Damme und Neuenkirchen, nämlich den Bauerschaften Hinnenkamp und Ahe des Kirchspiels Damme und Teilen der Bauerschaft Neuenkirchen (mit Leuchtenburg), der Bauerschaften Hörsten (ohne Wahlde und Harringhausen), der Bauerschaft Bieste und der Bauerschaft Klein Drehle. Zwischen 1852 bid 1859 kam vorübergehend die Vogtei Ankum zum Amt Vörden.
Der Amtssitz blieb zunächst im Flecken Vörden und wurde 1853 nach Malgarten verlegt.

Ebenfalls im Amt Vörden gelegen waren die adligen Güter Barenaue, Sögeln und Rieste sowie die Johanniterkommende Lage und das Kloster Malgarten.

Nach der preußischen Einverleibung des Landes gehörte ab 1867 das Amt Vörden mit den Ämtern Fürstenau und Bersenbrück und der Stadt Quakenbrück zum Kreis Bersenbrück. Mit Inkrafttreten der Kreisordnung zum 1. April 1885 wurde das Amt Vörden aufgelöst und ging in den Kreis Bersenbrück ein.

Bestandsgeschichte 

Der Bestand gelangte 1888 über das Landratsamt Bersenbrück in das Staatsarchiv und wurde erstmalig 1916 verzeichnet. Dabei wurden die Akten das alten Amts (vor 1806) und des neuen Amts Vörden als gemeinsamer Bestand erschlossen. 1976 wurden diejenigen Akten, die vor 1806 endeten, herausgelöst und in den Bestand Rep 150 Vör überführt.

Literatur 

- Bär, Max: Abriß einer Verwaltungsgeschichte des Regierungsbezirks Osnabrück, Hannover/Leipzig 1901, S. 107-110.

Siehe

Korrespondierende Archivalien 

NLA OS: Rep 150 Vör (Amt Vörden bis 1808). - Rep 335 (Landdrostei/Regierung Osnabrück - Älterer Hauptbestand). - Rep 355 (Rechnungsbücher und Register). - Rep 450 Bers (Landratsamt Bersenbrück). - Rep 491 (Zivilstandsregister und Kirchennebenbücher). - Dep 34 (Flecken Vörden).

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M. 

655 Akten

Benutzung 

Eine Reihe von Akten befinden sich wegen Pilzbefalls in Restaurierung und sind daher für die Benutzung gesperrt.

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Vörden

Zeit von 

1817

Zeit bis 

1821

Objekt_ID 

33

Ebenen_ID 

7420

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Vörden

Zeit von 

1821

Zeit bis 

1885

Objekt_ID 

28

Ebenen_ID 

6520