NLA OS Rep 250 Qua

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Französische Unterpräfektur Quakenbrück

Laufzeit 

1800-1814

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners 

Im Jahre 1810 ließ Napoleon I. durch den Senatsbeschluss vom 13. Dezember das Königreich Holland und Teile Nordwestdeutschlands zu französischem Territorium erklären. Es wurden zehn neue Departements gebildet, von denen die drei sogenannten "hanseatischen" (der Oberems, Wesermündungen und Elbmündungen) für eine Übergangszeit (bis zum 1. Juli 1811) einer Regierungskommission mit Sitz in Hamburg unterstellt wurden.
Nachdem die Regierungskommission am 12. April 1811 entsprechende Vorschläge eingereicht hatte, regelte ein kaiserliches "Organisationsdekret" vom 4. Juli 1811 die endgültige Einteilung der drei "hanseatischen" Departements und verlängerte zugleich die Vollmacht der Regierungskommission bis zum 1. Januar 1812 - nunmehr zur Überwachung der Aufbauarbeit.

Das Oberems-Departement wurde aus dem südlichen Teil des Herzogtums Oldenburg, den östlich der Ems liegenden Teilen des arenbergischen Arrondissements Meppen und des Großherzogtums Berg und dem nördlichen Teil des westfälischen Weser-Departements gebildet. Präfekt in Osnabrück wurde der Chevalier Karl von Keverberg. Das Oberems-Departement gliederte sich endgültig in die vier Arrondissements Osnabrück, Minden, Quakenbrück und Lingen.

Das Arrondissement Quakenbrück umfasste im Gebiet des vormaligen Fürstentums Osnabrück die Kantone
- Quakenbrück mit den Mairien Quakenbrück, Menslage, Badbergen und Essen
- Ankum mit den Mairien Ankum, Alfhausen, Bersenbrück
- und Vörden mit den Mairien Vörden, Neuenkirchen, Gehrde, Damme, Reselage und Rüschendorf
sowie außerhalb des Osnabrücker Gebiets die Kantone Cloppenburg, Diepholz, Dinklage, Friesoythe, Löningen, Vechta und Wildeshausen.

Höchster Verwaltungsbeamter des Arrondissements war der Unterpräfekt. Ihm stand der Arrondissementsrat zur Seite, der hauptsächlich für die Aufteilung der Steuerlast auf die einzelnen Gemeinden zuständig war.

1813 endete die französische Herrschaft und das Fürstentum Osnabrück wurde am 9. November 1813 unter die Aufsicht einer provisorischen Regierungskommission gestellt.

Bestandsgeschichte 

Bei dem Findbuch handelt es sich im Wesentlichen um das 1952 von Archivrat Dr. Sandow aufgestellte Verzeichnis, das von Frau Anni Kramer in die Verzeichnungsdatenbank AIDA eingegeben wurde. Für den Ausdruck wurden v.a. die französische Titel übersetzt.

Siehe

Korrespondierende Archivalien 

NLA OS: Rep 240 (Oberemsdepartement und andere frz. Behörden); Rep 350 Bers II und Rep 350 Vör (Ämter bis 1885); Rep 491 (Zivilstandsregister).

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M. 

180 Akten