NLA OS Rep 215

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Preußischer Kommissar zu Osnabrück

Laufzeit 

1802-1806

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners 

Im Oktober 1805 zogen die französischen Truppen wegen des Krieges gegen Österreich aus Hannover ab, die Exekutivkommission löste sich auf und das hannoversche Ministerium nahm die Arbeit wieder auf.
Bereits im Februar 1806 besetzte Preußen das Kurfürstentum Hannover, die hannoversche Verwaltung arbeitete zunächst weiter. Im April 1806 kamen Preußen und Frankreich überein, die bisher preußischen Territorien Ansbach, Kleve und Neuchâtel/Neuenburg gegen Hannover zu tauschen. Im annektierten Hannover arbeiteten die Behörden unter einer preußischen Administrationskommission weiter, in die Provinzen wurden Besitzergreifungskommissare gesandt, nach Osnabrück der Geheime Regierungsrat von Bülow. Die Osnabrücker Regierung wurde auf den preußischen König vereidigt und arbeitete ansonsten weiter wie bisher. Zur Kontrolle wurde ein Mitglied der Administrationskommission als ständiger Kommissar entsandt, in Osnabrück der Kriegs- und Domänenrat Delius. Er konnte an allen Sitzungen der Behörden teilnehmen, alle Entwürfe waren von ihm gegenzuzeichnen.
Nach der verlorenen Schlacht bei Jena zogen die Preußen im Oktober 1806 aus Hannover ab, das hannoversche Ministerium nahm kurzzeitig seine Arbeit wieder auf, bis die Franzosen Hannover erneut besetzten.

Bestandsgeschichte 

Der Bestand enthält Akten des preußischen Kommissars Kriegs- und Domänenrat Delius, der während der preußischen Besetzung und Annektion des Kurfürstentums Hannover 1806 die Osnabrücker Behörden überwachte. Die Akten sind über Landdrostei und Bezirksregierung in das Staatsarchiv gelangt.
Vgl. auch im Bestand Erw A 16 (Nachlässe der Familie Stüve) den Gliederungspunkt 05.01 (Akten des Staatsministeriums zu Hannover und des preußischen Regierungskommissars Delius betr. das Fürstentum Osnabrück).
Für die während der Besetzung weiter arbeitenden hannoverschen Behörden vgl. den Bestand Rep 200 (Oberbehörden zu Hannover betr. das Fürstentum Osnabrück).
Einige Schriftstücke aus Nr. 18 von 1807 wurden mit Tgb.-Nr. 172 an das StA Münster abgegeben.

Literatur 

- Max Bär, Abriß einer Verwaltungsgeschichte des Regierungsbezirks Osnabrück (Historischer Verein für Niedersachsen (Hg.), Quellen und Darstellungen zur Geschichte Niedersachsens, Bd. 5), Hannover, Leipzig 1901, S. 93-96. - H. Forst (Hg.), Osnabrück vor hundert Jahren. Aufzeichnungen Gerhard Friedrich Wagner, Osnabrück 1891, ND Osnabrück 1990 unter dem Titel: Osnabrück vor zweihundert Jahren. "Es waren goldene Zeiten". Die Erinnerungen des Senators Gerhard Friedrich Wagner (1769-1846), S. 101-102.

Siehe

Korrespondierende Archivalien 

NLA OS: Erw A 16 E (Familie Stüve).

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M. 

19 Akten