NLA OS Rep 100

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Osnabrücker Hauptarchiv

Laufzeit 

1244-1894

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Akten der fürstlichen Zentralbehörden, insbesondere des Geheimen Rats und der Land- und Justizkanzlei, sowie Akten der bischöflichen Zentralverwaltung, die sich auf das ganze Diözesangebiet erstrecken, Akten des Domkapitels und Akten der säkularisierten Stifte und Klöster.

Bestandsgeschichte 

Der Bestand, in der älteren Literatur als "Landesarchiv" oder "Abschnittsarchiv" bezeichnet, ist aus dem Regierungsarchiv der Osnabrücker Landdrostei hervorgegangen, das nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft die Sammelstelle für das ältere, nicht mehr benötigte Verwaltungsschriftgut war. Er enthält daher Akten verschiedener Provenienzen: Archivalien der fürstlichen und der bischöflichen Zentralverwaltung, des Domkapitels als geistliche Korporation und als weltlicher Landstand und der säkularisierten Klöster und Stifte sowie Registraturgut aus den nach der Säkularisaton eingesetzten hannoverschen, preußischen, westfälischen und französischen Behörden in Osnabrück. Weiterhin wurden dem Regierungsarchiv auch ältere Akten der preußischen und münsterschen Verwaltung hinzugefügt, die Lingen, Meppen und Emsbüren betreffen.
Bei der Übernahme der Archivalien in das neu gegründete Staatsarchiv 1869 wurden die Urkunden in einem eigenen Bestand (Rep 3) zusammengefasst oder den Klosterarchiven zugeordnet, die Handschriften dem Bestand Rep 2 hinzugefügt.
Im 20. Jahrhundert sind vor allem die Akten aus der napoleonischen Zeit in eigene Bestände überführt worden (z.B. Rep 205, Rep 215, Rep 230, Rep 320, Rep 321).
Bei der Übernahme des handschriftlichen Findbuchs in die elektronische Datenbank wurde nach Möglichkeit die Vorprovenienz jeder Akte aufgenommen.
Folgende Provenienzen sind im handschriftlichen Findbuchausgewiesen:

J.C. /L.u.J.C. = Land- und Justizkanzlei
D.C. = Domkapitel
G.R. = Geheimer Rat
A.C.d.g.G. = Administrations-Kommission der geistlichen Güter
K.A. = Kloster-Archiv
W.P. = Westphälische Präfektur
Pr. R. = Preußische Regierung
F.P. = französische Präfektur
O.E.D. = Ober-Ems-Departement

Literatur 

Ernst Pitz, Das Registraturwesen des Fürstbistums Osnabrück im 16., 17. und 18. Jh. in: Archivalische Zeitschrift 59 und 60 (1963, 1964). - Max Bär, Abriß einer Verwaltungsgeschichte des Regierungsbezirks Osnabrück, Hannover u. Leipzig 1901, S. 6 ff, 72 ff. - Georg Winter, Schicksale des Osnabrücker Archivs in der Franzosenzeit und unter hannoverscher Herrschaft in: Osn. Mitt. 29 (1904) S. 233ff.

Siehe

Korrespondierende Archivalien 

Akten und Amtsbücher der landesherrlichen und bischöflichen Zentralverwaltung sowie des Domkapitels in Rep 2, in den Beständen Rep 100a-110, in den Beständen der napoleonischen Zeit Rep 230 und 240 in den Beständen der hannoverschen allgemeinen Verwaltung Rep 321, 330, 335 und Rep 355 (Rechnungsbücher), in den Klostergut- und Domänenbeständen Rep 550ff (in Rep 560 Domkapitelsprotokolle), in den Beständen der Konsistorien Rep 701 und 703, in Rep 615, Rep 620, Rep 660 Osn. - Vgl. auch Dep 6b, Dep 37 (Schatzrechnungen), Dep 54 (Landtagsprotokolle), Dep 55 (Akten des Oberjägermeisters ab 1608), Erw A 19, Erw F 2 und Erw F 6. - Bischöfliches Archiv Osn. (nur Reste erhalten). - Zur landständischen Überlieferung s. auch Dep 1.

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M. 

319,2 lfd. M. (10 366 Akten)