NLA OL Erw 114

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Firma Stalling (Oldenburg)

Laufzeit 

1775-2002

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Das Archiv der Traditionsdruckerei Stalling enthält hauptsächlich Bilanz- und Liegenschaftssachen, Firmenverträge, Korrespondenzen und Dokumente zur Geschichte des Druck- und Verlagshauses und zur Familie seines Gründers.

Bestandsgeschichte 

Erw 114 Firma Stalling (Oldenburg)
Zeit: 1775-2002
Umfang: 2,8 lfd. m; 207 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet

Das Oldenburger Familienunternehmen Stalling wurde 1789 vom Schulhalter Gerhard Stalling (1757-1818) gegründet und druckte und vertrieb anfänglich Gesangbücher, religiöse Literatur, Schulbücher, Verordnungen, Zeitungen und landesgeschichtliche Literatur. Der Sohn Johann Hinrich (1798-1882) brachte das Unternehmen unter Ausnutzung des technischen Fortschritts (Errichtung einer Steindruckerei und Spielkartenfabrik, Anschaffung der ersten dampfbetriebenen Schnellpresse im Jahr 1847) als Zeitungs- und Buchverlag zu hoher Blüte. Insbesondere als Schul- und Kinderbuchverlag gewann der Verlag unter Heinrich Stalling dem Älteren (1825-1903) weiterhin an Bedeutung. 1896 übernahmen seine beiden Söhne Paul und Heinrich die Führung des Hauses. Unter ihnen gelang, vor allem in der Zeit des Nationalsozialismus, der Durchbruch vom oldenburgischen zu einem führenden deutschen Druck- und Verlagshaus, das bereits 1923 in eine Familien-AG umgewandelt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg verdoppelte sich die Betriebsfläche (Anbau in der Ritterstraße, Neubau in der Ammergaustraße) sowie die Firmenbilanzsumme. Der altangesehene Brockhausverlag ließ nach seiner Übersiedlung aus Leipzig seit 1949 seine gesamte Produktion an Nachschlagewerken bei Stalling herstellen. In den 1970er Jahren begann der Niedergang des Unternehmens. Der gesamte Bereich des Verlags wurde verkauft. Unter Mitwirkung der Belegschaft, die in Eigenverantwortung und mit eigenen Mitteln eine moderne Offset-Maschine erwarb, konnte der endgültige Konkurs der Stalling AG jedoch noch bis ins Jahr 1982 hinausgezögert werden.

Inhalt:
Firmenbilanzen; Liegenschaften und Hypotheken 1790-1982 (51); Firmenverträge und Geschäftskorrespondenzen 1775-1941 (46); Firmen- und Familiengeschichte

1789-1982 (64); Verschiedenes 1803-2002 (37).

Literatur:
Christian Friedrich Strackerjan, Geschichte der Buchdruckerei im Herzogthum Oldenburg und der Herrschaft Jever, Oldenburg 1840; Paul Stalling, Zur Erinnerung an die hundertjährige Jubelfeier der Firma Gerhard Stalling in Oldenburg 1789-1889, Oldenburg 1889; Karl Friedrich Pfau, Biographisches Lexikon des deutschen Buchhandels der Gegenwart, Leipzig 1890; Ein deutscher Verleger. Zum 70. Geburtstag des Geheimen Kommerzienrates Dr. med. h.c. Heinrich Stalling, Oldenburg 1935; Eugen Roth, 150 Jahre Verlag Gerhard Stalling 1789-1939, Oldenburg 1939; Fritz Strahlmann, Gesamtverzeichnis der Verlagserscheinungen des Verlages Gerhard Stalling 1789-1939 im Jubiläumsjahr 1939, Oldenburg 1939; Hermann Lübbing, Heinrich Stalling, in: Oldenburger Jahrbuch 44/45 (1944/45), S. 178; Gerhard Willms, Die Stallingsche Papierfabrik in Stallingslust unweit Aurich, Oldenburg 1946; Werner Storkebaum, 175 Jahre Gerhard Stalling AG, Druck- und Verlagshaus Oldenburg, Oldenburg/Hamburg 1964; Wolfgang Büsing, Die Oldenburger Verlegerfamilie Stalling, in: Oldenburgischer Hauskalender 150, 1976, S. 38-42; Gary D. Stark, Entrepreneurs of ideology neoconservative publishers in Germany, 1890-1933, Chapel Hill 1981; Kurzbiographien zu Gerhard Stalling und Heinrich Stalling von Hans Friedl in: Biographisches Handbuch zur Geschichte des Landes Oldenburg, hg. von Hans Friedl (u.a.), Oldenburg 1992, S. 689ff.

Verwandte Bestände:
Best. 31 (Kabinettsregistratur Oldenburg); Best. 53 (Oldenburgische Militärbehörden); Best. 134 (Oldenburgisches Ministerium der Kirchen und Schulen); Rep 740 (Landesbibliothek Oldenburg); Rep 946 (Staatsanwaltschaft Oldenburg); Rep 950 OL (Amtsgericht Oldenburg); Rep 965 OL (Arbeitsgericht Oldenburg); Dep 10 (Stadt Oldenburg); Dep 84 (Nachlass Oncken); Dep 112 (Oldenburger Landesverein); Erw 86 (Nachlass

Lübbing).

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Stadt Oldenburg

Zeit von 

1933

Zeit bis 

2000

Objekt_ID 

217728

Ebenen_ID 

20

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Stadt Oldenburg

Zeit von 

1924

Zeit bis 

1933

Objekt_ID 

1

Ebenen_ID 

4820

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Stadt Oldenburg

Zeit von 

1855

Zeit bis 

1924

Objekt_ID 

1

Ebenen_ID 

4720

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Oldenburg (Oldenburg), Stadt [Wohnplatz]

Zeit von 

1

Zeit bis 

1

Objekt_ID 

10452

Ebenen_ID 

1