NLA OL Dep 104

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Güter Loy und Hahn

Laufzeit 

1480-1963

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Der Bestand umfasst die Urkunden und Akten der Güter Loy und Hahn bei Rastede.

Bestandsgeschichte 

Dep 104 Güter Loy und Hahn
Zeit: 1480-1900
Umfang: Urkunden: 1,2 lfd. m; 183 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestände: Best. 272-20 und Best. 272-20 Urk

Die Archive der beiden Güter Loy und Hahn wurden 1967 gemeinsam im Staatsarchiv deponiert. Gut Loy, nach dem sich auch ein Adelsgeschlecht genannt hatte, wechselte schon im Mittelalter mehrfach den Besitzer. Bis 1483 besaßen es u.a. die von Bardewisch, bis 1632 die von Reeken. In der Folgezeit ging es an verschiedene adlige Beamte über (1639-1642 von Königsmarck, 1642-1670 von Grabow, 1670-1672 von Petersdorff), bis 1672 der Landrentmeister Johann Ötken das Gut erwarb, dessen Sohn 1696 geadelt wurde. Nach dem Tode des letzten männlichen Vertreters der Familie (1805) ging das 1798 in ein Familienfideikommiss umgewandelte Gut an dessen Adoptivtochter Marie Helene von Ötken, Ehefrau des Christoph Friedrich Wilhelm von Düring, dann an dessen Sohn, Friedrich Rudolph Wilhelm von Düring, über. Dieser verkaufte das Gut 1865 an den Gastwirt Tanne und den Hausmann Mains, von denen es 1874 John C. Funch erwarb. Er gestaltete das heruntergewirtschaftete Gut zu einem Musterbetrieb um und hat sich als Abgeordneter sowie als Fachmann für landwirtschaftliche Fragen in den besetzten Gebieten im Ersten Weltkrieg verdient gemacht. Über diese Tätigkeit gibt besonders sein Briefwechsel mit H. von Holleufer Auskunft (Nr. 57).
Das ehemals den Johannitern gehörige Gut Hahn war nach dem Tode Graf Anton Günthers an dessen Sohn Graf Anton von Aldenburg übergegangen, dessen Erben es 1687 dem Kammerrat Christian Burchard von Felden überließen. Aus dessen Erbe kaufte sein Schwager, Etatsrat Hans Hinrich von Stöcken, 1733 das Gut, 1751 dessen Schwiegersohn Baron von Boetzelaer.

Aus dem stückweisen Verkauf des Gutes erwarb den Hauptanteil 1754 der Justizrat und Kämmerer Johann Georg Henrichs (später geadelt als von Hendorff), dessen Erben den Besitz an den Niederländer Jan Zeper veräußerten. 1808/09 erstand ihn Albert Eden Alberts, 1816 Louis Marcel de Cousser, dessen Enkel das Gut 1883 an Franz Carl Christian Friedrich Treitschke verkaufte. Die Reste des Gutsarchivs gingen an eine Enkelin von L. M. de Cousser über, die mit dem Besitzer des Gutes Loy verheiratet war.

Inhalt:
Gut Loy: Urkunden 1480-1856 (35, davon 15.Jh.: 2; 16. Jh.: 5; 17. Jh.: 14; 18. Jh.: 9; 19. Jh.: 5); Gutsakten/Korrespondenzen 1769-1963 (28); Gut Hahn: Urkunden 1666-1831 (40, davon 17. Jh.: 8; 18. Jh.: 30, 19. Jh.: 2); Gutakten/Korrespondenzen 1645-1931 (80).

Literatur:
Friedrich August Funch, Betriebsbeschreibung des Gutes Loy, [Oldenburg] 1955 (Landesbibliothek Oldenburg 57-0305,7); Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 1, Oldenburg 2010, S. 390 ff. und Bd. 2, Oldenburg 2011, S. 632 f.; Egbert Koolman/Matthias Nistal, Hahn - Johanniter (?), in: Josef Dolle (Hg.), Niedersächsisches Klosterbuch, Teil 2, Bielefeld 2012, S. 549-550.

Verwandte Bestände:
Dep100 (Kleine deponierte Adels- und Gutsarchive - Gut Hahn/Familie de Cousser).

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

teilweise verzeichnet