NLA OL Erw 2

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Landes- und Amtsverbände Oldenburg

Laufzeit 

1933-1986

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

In diesem Bestand sind die hier überlieferten kleinen Bestände zusammengefasst (Fremdenverkehrsverband Nordsee und Landesdienststelle Oldenburg-Bremen des Dt. Gemeindetages 1933 bis 1945).

Bestandsgeschichte 

Erw 2 Oldenburgische Landes- und Amtsverbände
Zeit: 1933-1996
Umfang: 3,7 lfd. m; 102 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 261 A

Der vorliegende Bestand ist ein Sammelbestand für die meist recht geringe Überlieferung von Landesverbänden und Amtsverbänden. Zwar schaffte die preußische Städteordnung von 1808 die Grundlagen für eine "kommunale Selbstverwaltung" und wurde damit in gewisser Weise Vorbild für andere selbstständige Staaten in Deutschland, so auch für das Großherzogtum Oldenburg in der Gemeindeordnung von 1831, aber eine überstaatliche Organisation kommunaler Selbstverwaltung für Deutschland fehlte. Diese ist erst für 1909 zu fassen, als eine politische Entscheidung zur Gründung des Reichsverbandes Deutscher Städte fiel. 1918 erfolgte die Umbenennung des Reichsverbandes Deutscher Städte in Reichsstädtebund (RSB), hingegen konstituierte sich der Reichsverband der Deutschen Landgemeinden erst 1922. Beide Organisationen wurden 1933 durch die Nationalsozialistische Reichsregierung zwangsweise zum Deutschen Gemeindetag vereint. Die Überlieferung der für den Bereich Oldenburg-Bremen zuständigen Dienststelle befindet sich in diesem Bestand. Nach 1945 erfolgte die Wiederaufnahme der kommunalen Verbandsarbeit in getrennter institutioneller Form als Deutscher Städtebund (als Nachfolger des Reichsverbandes Deutscher Städte) sowie als Deutscher Gemeindetag. Der Deutsche Gemeindetag ist seitdem ein kommunaler Spitzenverband, Vereinigung der in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland bestehenden Landesverbände der kleineren kreisangehörigen Städte und Gemeinden, der sich seit 1973 mit dem
Deutschen Städtebund vereinigt hat. Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund (NSGB) ist der kommunale Spitzenverband der kreisangehörigen Städte, Gemeinden und Samtgemeinden in Niedersachsen nach Artikel 57 Abs. 6 der

Niedersächsischen Verfassung. Er ist ein Interessensvertreter der kommunalen Selbstverwaltung. Der Verband ist somit Anwalt und zugleich Repräsentant seiner Mitglieder mit dem Ziel, die kommunale Selbstverwaltung vor Ort zu stärken.

Der Fremdenverkehrsverband Nordsee (Oldenburg-Bremen) wurde 1968 als Interessenverband der Kommunalverbände als Nordseeanrainer gegründet und zum 31.12.1997 aufgelöst; seine Überlieferung wurde als Akz. 42/1997 übernommen. Im Wesentlichen war das Ziel des Verbandes, gemeinsame Kriterien für den Fremdenverkehr abzusprechen und die Fremdenverkehrswerbung zusammenzufassen. Wegen unterschiedlicher Ansichten wie auch wegen des Aufkommen moderner (digitaler) Medien ist der Verband relativ kurzfristig aufgelöst
worden.

Inhalt:
Deutscher Gemeindetag: Innere Organisation der Dienststelle Oldenburg-Bremen 1933-1946 (9); Personalsachen und Ausbildung 1934-1944 (7); Rechnungs- und Haushaltswesen, Steuern und Gebühren 1933-1944 (4); Verwaltungsreformwesen 1933-1944 (5); Arbeitsgemeinschaften 1935-1944 (13); Kommunale Selbstverwaltung und Kommunalaufsicht 1935-1944 (3); Gemeindesachen 1933-1943 (7); Öffentlichkeitsarbeit, Frontbriefe 1937-1944 (4); Gesundheitswesen 1934-1944 (5); Kulturwesen 1935-1943 (4); Polizei- und Feuerwehrsachen, Energiesektor
1933-1944 (3).
Fremdenverkehrsverband Nordsee: Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen 1968-1996 (17); Innere Verwaltung, Satzungen, Haushaltswesen 1968-1993 (13); Verbandsarbeit, Reise-, Kur- und Urlaubswerbung 1970-1995 (8).

Literatur:
Kurt Theilen/Hans Ernst Carstens, Die Oldenburgische Verwaltungsreform vom Jahre 1933, Oldenburg 1934; Gerhard Kohnen, Die Entwicklung des Gemeindeverfassungsrechts in Oldenburg seit dem Ausgang des 18. Jahrhunderts, Diss. Köln 1960; Klaus Kulinat, Geographische Untersuchungen über den Fremdenverkehr der niedersächsischen Küste, Göttingen 1969; Stefan

Hartmann, Großherzogtum Oldenburg, in: Grundriß der Deutschen Verwaltungsgeschichte 1815-1945, Reihe B, hrsg. von Thomas Klein, Bd. 17: Hansestädte und Oldenburg, Teil IV, Marburg 1978, S. 136 ff., 159 ff., 163 ff., 175, 185 f., 194 ff., 201 f.; Hans Raykowski, Historisches Gemeindeverzeichnis für das Oldenburger Land 1814-1980, Göttingen 1981, überarbeitete Neufassung Oldenburg 1994.

Verwandte Bestände:
Best. 136 (Oldenburgisches Innenministerium); Best. 231 (Landratsämter); Rep 400 (Verwaltungbezirk Oldenburg); Rep 410 (Bezirksregierung Weser-Ems); Dep 10 (Stadt Oldenburg); Dep 20 (Landkreise); Dep 25 (Stadtarchive); Dep 26

(Gemeindearchive).

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet