NLA OL Erw 30

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Oldenburgische Zünfte und Innungen

Laufzeit 

1830-2010

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Der Bestand vereint Zunftunterlagen aus dem stadtoldenburgischen Bereich, die das Staatsarchiv bereits vor Jahrzehnten erwarb, sowie jüngere Unterlagen (Protokolle, Bilder usw.) verschiedener Innungen im Bereich des alten Landes Oldenburg, die dem Staatsarchiv seit 2003 zum Eigentum übergeben wurden.

Bestandsgeschichte 

Erw 30 Oldenburgische Zünfte und Innungen
Zeit: 1618-2012
Umfang: 3,8 lfd. m; 333 Verzeichnungseinheiten (Stand Februar 2017)
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: Best. 274

Innungen sind Nachfolgeorganisationen der Zünfte, die auch im Großherzogtum Oldenburg nach ihrer vorübergehenden Abschaffung im Kaiserreich Frankreich erst durch die Einführung der Gewerbefreiheit (im Großherzogtum 1861) ihre Existenzberechtigung einbüßten. Vor allem nach der Reichsgründung 1871 entstanden zahlreiche Innungen, die die Interessen der selbstständigen Handwerker in ihren speziellen Berufszweigen vertraten, nach innen wie nach außen wirkten. Sie sind heute Körperschaften des öffentliche Rechts und sind der Aufsicht der Handwerkskammern unterstellt. Ihr Zuständigkeitsbereich umfasst oft mehrere Stadtund Landkreise. In diesem Sammelbestand ist u.a. das Archiv der Raumausstatter und Sattler-Innung Oldenburg überliefert, die auf die seit dem 17. Jahrhundert belegte Sattler- und Riemerzunft in der Stadt Oldenburg zurückgeht, heute aber für Stadt und Landkreis Oldenburg sowie für den Landkreis Ammerland zuständig ist. Schriftgut des 20. Jahrhunderts ist für die älteste stadtoldenburgische Zunft, die Bäckerinnung, erhalten. Zudem wurde Innungsschriftgut (u.a. Buchbinder- und Tischlerinnung), das von der Handwerkskammer Oldenburg übernommen worden war, mit deren Einverständnis diesem Sammlungsbestand hinzugefügt. Gleiches gilt für seit 2013 übernommene Zunftakten, die an das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte gekommen waren.

Enthält 

Inhalt:
Bäckeramt 1623-1833 (6); Drechsleramt 1634-1833 (1); Glaseramt/Glaserinnung 1618-1868 (65); Leinewebergilde 1666-1785 (1); Schlachteramt 1641-1925 (11); Zimmeramt 1698-1879 (30); Bäckerinnung 1834-2012 (80); Raumaustatter- und Sattlerinnung (Oldenburg/Ammerland) 1830-2010 (90); Historische Schriftgut von Innungen 1803-1981 (47).

Literatur 

Literatur:
Dietrich Kohl, Die Stiftung des Bäckeramtes im Jahre 1362, in: Oldenburgisches Gemeindeblatt 1902, S. 142-145; Hans Hemmen, Die Zünfte der Stadt Oldenburg im Mittelalter, in: Oldenburger Jahrbuch 18 (1910), S. 191-304; Karl Hoyer, Das Oldenburger Bäckergewerbe [vor allem im 16.-18. Jahrhundert], in: Oldenburger Jahrbuch 29 (1925), S. 240-279; 1362-1962 – 600 Jahre Fachorganisation des Bäckerhandwerks in Oldenburg. Vom mittelalterlichen Bäcker-Amt bis zur neuzeitlichen Bäcker-Innung in Oldenburg (Oldb) [Red. E. Abel], Oldenburg 1962 [mit Abdruck der Urkunde, Verordnungen usw.]; Silke Barnowski-Fecht, Das Handwerk der Stadt Oldenburg zwischen Zunftbindung und Gewerbefreiheit (1731-1861). Die Auflösung der Sozialverfassung des „alten Handwerks“ und ihre Transformation unter den Bedingungen von Stadtentwicklung und staatlicher Gewerbepolitik, Oldenburg 2001; Dirk Räker, Festschrift zum 125-jährigen Jubiläum der Raumausstatter- und Sattler-Innung Oldenburg, Oldenburg 2010.


Verwandte Bestände:
Dep 10 (Stadt Oldenburg); Dep 30 (Handwerkskammer Oldenburg).