NLA OL Rep 723

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Gymnasium Antonianum Vechta

Laufzeit

1719-2013

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Das Gymnasium Antonianum in Vechta wurde 1719 gegründet.

Bestandsgeschichte

Rep 723 Gymnasium Antonianum Vechta
Zeit: 1719-2013
Umfang: 30,5 lfd. m; 1234 Verzeichnungseinheiten (Stand Februar 2016)
Erschließung: Archivdatenbank
Lagerungsbestand: auch Best. 166-3, Best. 166-9 Ab

Das Gymnasium Antonianum mit dem Heiligen Antonius von Padua als Namensgeber ist das älteste Gymnasium des katholischen Oldenburger Münsterlandes. Es geht auf eine 1652 erstmals belegte einklassige Lateinschule zurück, die der Franziskaner-Konvent kurz nach seiner Niederlassung gegründet hatte. 1719 erfolgte die Erhebung zu einem Vollgymnasium, so dass ab 2019 das Jahr 1719 als eigentliches Gründungsjahr gefeiert wird. Das bis 2013 als Jubiläumsjahr geltende Jahr 1714 – Grundlage der bisherigen Feiern seit 1914 – geht auf eine Fehllesung von Karl Willoh zurück, die 2013 erkannt wurde.
Die bis nach dem Zweiten Weltkrieg humanistische Schule wurde jahrzehntelang auch von vielen nichtoldenburgischen Schülern besucht. Seit 1936 befindet sich die Schule in der Willoh-Straße. In der NS-Zeit wurde das Gymnasium zeitweise in eine achtjährige "Staatliche Oberschule für Jungen" umgewandelt. 1954 ging die Trägerschaft auf die Stadt Vechta, 1975 auf den Landkreis Vechta über. In den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts wurde das Gymnasium von rund 1.400 Schülern besucht. Ein berühmter Absolvent der Schule war Kardinal Clemens August Graf von Galen.

Ein Schularchiv findet erstmals in der Amtszeit des Direktors Dr. Franz Nieberding ab 1856 Erwähnung. Seit 1910 besaß das Antonianum neben der Aktenregistratur auch ein institutionalisiertes Gymnasialarchiv, das anfangs Dr. Clemens Pagenstert unterstand. Es enthielt 1. Akten des Gymnasiums, 2. Akten über die Stadt Vechta und seine Zitadelle, 3. Akten des Amtes Vechta (Burgmannenkollegium) und 4. Akten, "welche auswärtige Angelegenheiten" betrafen. Eine erste Aktenabgabe an das Staatsarchiv Oldenburg erfolgte 1937, darunter auch Amtsakten (Best. 111-1, Best. 119). Seit Oktober 2005 wurde das Schularchiv nach und nach vollständig in das Staatsarchiv überführt. Da das Schularchiv durch Umzüge in den Kriegsjahren usw. in Unordnung geraten war, wurde es 1988-1990 von Hilfskräften behelfsweise geordnet. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurden allerdings Akten des Gymnasiums mit Akten des Lehrerseminars und seiner Nachfolgeeinrichtungen (Staatliche Katholische Aufbauschule, Staatliche Deutsche Oberschule, Staatliche Oberschule für Jungen in Aufbauform und Staatliche Oberschule für Mädchen) pertinenzmäßig miteinander vermischt. Mit der erstmaligen Verzeichnung im Staatsarchiv Oldenburg ab 2005 war daher auch eine umfassende Rekonstruktion der ursprünglichen archivischen Zusammenhänge verbunden.
Das Schularchiv dieser südoldenburgischen Traditionsschule ist vermutlich das neben dem Mariengymnasium in Jever am besten erhaltene ältere Schularchiv des Oldenburger Landes, zumal es auch das Schularchiv der zweiten Vechtaer Oberschule vor 1945 enthält. Zahlreiche erhaltene Akten dokumentieren insbesondere das Schulwesen und die Schulverwaltung in der NS-Zeit.

Inhalt:
Archiv des Gymnasiums Antonianum:
Allgemeine Verwaltung, Organisation 1719-2010 (38);Angelegenheiten des Direktors 1769-1994 (45); Haushalt, Kassenwesen 1830-1976 (76); Gebäude, Inventar 1858-2007 (30); Schulprogramme, Jahresberichte, Statistik 1724-1977 (40); Protokolle 1833-1969 (30); Mitteilungsbücher 1833-1969 (20); Schulveranstaltungen, Schulfeiern 1867-2013 (55); Geschichte des Gymnasiums, Abiturientenverzeichnisse, Chronik 1832-1999 (28); Fotografien, Fotoalben, Postkarten 1850-2004 (92); Todesanzeigen, Anzeigen für Priesterweihen 1885-1976 (8); Allgemeine Unterrichtsangelegenheiten, Lehrpläne 1832-1994 (68); Schülerjahresarbeiten 1949-1995 (54); Studienfahrten, Austausche 1913-1997 (20); Lehrer 1851-1985 (41); Schüler (Allgemeines) 1825-1991 (16); Schülerakten und Schülerverzeichnisse, Disziplinarsachen, Militärdienst 1740-1993 (95); Zensurenbücher 1844-1937 (53); Zeugnisse 1743-1974 (18); Klassenbücher, Klassenarbeiten 1913-1954 (5); Schülermitverwaltung 1965-1980 (5); Abiturprüfungen 1852-1988 (197); Bierzeitungen, Schülerzeitungen 1888-2012 (42); Schülervereine 1856-2008 (19);
Archiv des Lehrerseminars (Staatliche katholische Aufbauschule usw.):
Allgemeines 1901-1948 (40); Haushalt, Gebäude, Inventar 1861-1948 (26); Schüler 1919-1949 (50); Lehrer 1912-1947 (10); Prüfungsarbeiten des "Pädagogischen Lehrgangs" 1932-1933 (13).

Literatur

Literatur:
Karl Willoh, Das Gymnasium Antonianum zu Vechta, Vechta 1896; Festschrift zur Feier des 200jährigen Jubiläums der Anstalt am 12.-14. August 1914, hrsg. vom Großherzoglich oldenburgischen katholischen Gymnasium zu Vechta, Vechta 1914; Josef Nordlohne (Hg.), Festschrift zur 250-Jahrfeier des Gymnasium Antonianum Vechta, Vechta 1964; Markus Instinsky u.a. (Red.), Iuventuti instituendae. Festschrift zur 275-Jahrfeier des Gymnasium Antonianum Vechta [1714 - 1989], hg. vom Gymnasium Antonianum Vechta, Vechta 1989; Chronik Gymnasium Antonianum, hg. vom Gymnasium Antonianum Vechta und dem Verein der Freunde, Förderer und Ehemaligen des Gymnasium Antonianum Vechta e.V., Vechta 1991 ff.; Söhnke Thalmann, Das „Burgmannsarchiv“, der „Nachlass Willoh“ und das „Schularchiv“ des Gymnasiums Antonianum in Vechta, in: Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland 2015, S. 62-87.

Verwandte Bestände:
Best. 134 (Oldenburgisches Ministerium der Kirchen und Schulen); Best. 230-10 (Verwaltungsamt Vechta); Best. 231-5 (Landratsamt Vechta); Rep 400 (Verwaltungsbezirk Oldenburg); Rep 410 (Bezirksregierung Weser-Ems); Dep 20 VEC (Landkreis Vechta); Dep 25 VEC (Stadt Vechta).

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung

Vechta [Wohnplatz]

Zeit von

1

Zeit bis

1

Objekt_ID

15081

Ebenen_ID

1