NLA OL Best. 79

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Oldenburgische Appellationsgerichte

Laufzeit

1771-1879

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Der Bestand umfasst das Oberappellationsgericht (1771-1879), das Obergericht Varel (1857-1879) und das Appellationsgericht Oldenburg (1857-1879).

Bestandsgeschichte

Best. 79 Oldenburgische Appellationsgerichte

Zeit: 1517-1902
Umfang: 23,6 lfd. m; 1732 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestand: auch Best. 143

Mit der Justizreform von 1814 war auch die Einrichtung eines Oberappellationsgerichtes gegeben, das dem Namen nach 1771 in der dänischen Zeit für kurze Zeit bereits existiert hatte, aber nur ein Ausschuss der Kanzlei gewesen war. Die Appellationsverfahren für die Zeit vor 1814 befinden sich deshalb im Bestand der Regierungskanzlei (Best. 22). Nunmehr war es ein ordentliches Spruchgericht, das keine Verwaltungsaufgaben wahrnahm. Die Trennung von Justiz und Verwaltung auf dieser Ebene war damit also eingeführt. Es war in Zivilsachen Berufungsgericht in Streitsachen über 100 Reichstaler und in Strafsachen für Urteile der Justizkanzlei, die bis 1857 als Gericht erst- und für Urteile der Landgerichte zweitinstanzlich tätig blieb. Durch die Justizreform von 1857 wurden Amtsgerichte eingerichtet, über die drei Obergerichte in Varel, Oldenburg und Vechta standen. Die Justizkanzlei wurde durch ein Appellationsgericht ersetzt, darüber stand noch bis 1868 das Oberappellationsgericht, bevor dieses mit dem Appellationsgericht sowie einem Senat für Nichtigkeitsbeschwerden vereinigt wurde. Mit der Übernahme der Reichsjustizverfassung von 1877 wurde das Oberappellationsgericht durch ein Oberlandesgericht ersetzt.

Inhalt:
Personal des Oberappellationsgerichts 1811-1876 (10); Lokal und Inventar des Oberappellationsgerichts 1818-1869 (6); Kompetenz des Oberappellationsgerichts 1816-1817 (1); Geschäftsgang beim Oberappellationsgericht 1816-1857 (5); Geschäftstabellen des Oberappellationsgerichts 1839-1867 (4); Präjudiziensammlung 1831-1850 (3); Anwälte 1814-1873 (21); Allgemeine Justizaufsicht 1815-1868 (9); Herzogtum Oldenburg: Generalbeschlüsse, Beschwerden, Sportelnwesen 1809-1869 (106);

Fürstentum Lübeck 1824-1869 (40); Fürstentum Birkenfeld 1817-1868 (25); Herrlichkeit Kniphausen 1826-1854 (6); Gesetzgebung im Zivilrecht 1782-1874 (44); Gesetzgebung im Strafrecht 1814-1867 (36); Allgemeines Staatsdienstverhältnis 1815-1868 (20); Verschiedene Angelegenheiten des Oberappellationsgerichts 1820-1871 (20); Neuorganisation des Gerichtswesens 1858-1867 (18); Schwurgericht 1857-1877 (65); Prozessakten Varel-Kniphausen (insbesondere Prozesse von Bentinck) 1517-1866 (96); Zivilprozesse (gegliedert nach Namen der Appellanten) 1794-1863 (1091); Prozessregister der überlieferten und nichtüberlieferten Zivilverfahren 1814-1863 (32); Prozesse nach 1858 (Zivil- und Strafsachen) 1804-1902 (47); Prozessregister (Zivil- und Strafrecht) 1738-1882 (31).

Literatur:
Gerhard Anton von Halem, Jetzt geltendes Oldenburgisches Particular-Recht in systematischen Auszügen, 3 Teile, Oldenburg 1804-1805; August Friedrich Ludwig von Rössing, Concentrirte Rechts-Fälle, 2 Teile Oldenburg 1790/93; Christian Friedrich Strackerjan und Anton B. Hollmann, Repertorium der oldenburgischen Gesetzgebung (Realregister der landesherrlichen Verordnungen usw.), 4 Bde., Oldenburg 1837-1865; Werner Hülle, Geschichte des höchsten Landesgerichts von Oldenburg (1573-1935), Göttingen 1974, S. 113ff.

Verwandte Bestände:
Best. 22 (Regierungskanzlei); Best. 74 (Ältere Land-, Amts- und Stadtgerichte); Best. 77 (Justizkanzlei); Best. 78 (Jüngere Landgerichte); Best. 133 (Justizministerium); Rep 940 (Oberlandesgericht

Oldenburg).

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet