NLA OL Best. 76-24

  • Zugeordnete Objekte zeigen
  • Drucken
  • Mit Strg+C oder Rechtsklick kopieren.
    Verlinken
  • Versenden
  • Verbessern

Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Amt Vechta

Laufzeit

1814-1879

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Zum Amt Vechta gehörten die Kirchspiele Bakum, Goldenstedt, Langförden, Lutten, Oythe, (bis 1817) Twistringen, Vechta, Vestrup und Visbek.

Bestandsgeschichte

Best. 76-24 Amt Vechta

Zeit: 1649-1933
Umfang: 56,3 lfd. m; 2470 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet

Das münsterische Amt Vechta wurde im Zuge der Aufteilung des Fürstbistums Münster durch den Reichsdeputationshauptschluss am 25. Februar 1803 dem Herzog von Oldenburg zugesprochen. Doch erst nach einer kurzen preußischen Zeit (1802/03) und einer kurzen oldenburgischen Herrschaft, in der das große Amt Vechta von 1804-1810 als oldenburgische Landvogtei bezeichnet wurde, schuf die französische Verwaltung im Gerichts- und Verwaltungsbereich andere Strukturen und zerschlug das Amt in die Teilgebiete Stadt Vechta und in die Mairien Oythe, Langfördern, Lutten, Bakum und Goldenstedt. Das Kirchspiel Damme wurde in den Kanton Vörden überführt; Vörden gehörte vorher zum Hochstift Osnabrück. Erst mit dem Ende der französischen Herrschaft im Jahre 1814 und der Einsetzung des ersten oldenburgischen Amtmanns Rudolph Gerhard Schmedes im Jahre 1815 begann man, das neu geschaffene Amt Vechta in die oldenburgische Verwaltung zu integrieren. Amtssitz wurde wiederum Vechta. Wie in französischer Zeit umfasste das Amt Vechta neben dem Kirchspiel bzw. der Stadt Vechta noch die Kirchspiele bzw. die Gemeinden Bakum, Langförden, Goldenstedt, Lohne und Steinfeld (beide seit 1870, vorher Amt Steinfeld), Lutten, Oythe sowie Vestrup und Visbek. 1817 hatte man das Kirchspiel Twistringen und die Bauerschaft Rüssen an Kurhannover abtreten müssen. Das Amt Vechta, das 1844 ca. 12218 Einwohner auf 429,79 qkm zählte, blieb unverändert bis 1879, als es in das Verwaltungsamt Vechta umgewandelt wurde, bestehen.

Inhalt:
Amtsbücher und Register 1813-1884 (48); Beurkundungsbücher 1814-1878 (59); Beamte und sonstiges Personal 1798-1882 (29); Amtsverwaltung 1804-1879 (48); Landeshoheit, Reichs- und Staatsverfassung 1694-1879 (36); Öffentliche Ordnung und Sicherheit,

Polizei, Gefängnisse, Zwangsarbeitsanstalt, Polizeiaufsicht, Wohlfahrtswesen, Bevölkerungs- und Fremdenpolizei 1767-1899 (129); Medizinal- und Veterinärwesen 1796-1879 (27); Handel und Gewerbe, Mühlen 1765-1889 (101); Post- und Telegraphenwesen 1790-1879 (9); Wegesachen der Gemeinden 1713-1879 (144); Eisenbahnsachen 1854-1878 (1); Ent- und Bewässerungssachen 1698-1879 (58); Kommunalsachen 1686-1879 (260); Hand- und Spanndienste, Fuhrsachen 1807-1808 (2); Landwirtschaftssachen 1698-1877 (20); Feuerpolizei und Feuerversicherung 1746-1907 (84); Statistik 1811-1879 (11); Einweisungen 1812-1866 (8); Moorsachen 1805-1881 (23); Gemeinheits-, Markenteilungs- und Verkoppelungssachen 1686-1900 (194); Jagdwesen, Waffensachen 1747-1882 (15); Hebungs- und Rechnungswesen 1712-1879 (80); Katasterwesen, Vermessungen, Umschreibungen 1725-1878 (31); Schatzungen, Abgaben, Steuern 1804-1879 (37); Klassen-, Einkommens- und Erbschaftssteuer 1813-1879 (63); Ablösungssachen, Adels- und Lehnssachen 1714-1878 (190); Hebung der Gefälle, Steuern, Sporteln, Brüchen 1784-1890 (107); Domänen 1805-1879 (39); Zinsfrüchte, Naturalien, Zehnte 1807-1854 (6); Erb- und Zeitpachten, Rekognitionen 1794-1879 (12); Forstsachen 1714-1879 (15); Zoll und Akzise 1751-1879 (28); Katholische Kirchenangelegenheiten 1713-1884 (169); Evangelische Kirchenangelegenheiten 1818-1865 (3); Schulsachen der katholischen und evangelischen Schulachten 1804-1910 (269); Gerichtswesen Allgemeines, Hypotheken, Konkurse, Familienrecht 1709-1933 (21); Anzeigen, Zivilklagen, Fahndungen 1795-1862 (38); Militärwesen, allgemein 1804-1825 (11); Musterungen und Aushebungen 1814-1844 (29).

Literatur:
Karl Georg Böse, Das Großherzogthum Oldenburg. Topographisch-statistische Beschreibung desselben, Oldenburg 1863, S. 591-614; Paul Kollmann, Statistische Beschreibung der Gemeinden des Herzogtums Oldenburg, Oldenburg 1897, S. 652-657;

Georg Sello, Die territoriale Entwicklung des Herzogtums Oldenburg, Oldenburg 1917, S. 61 ff.; Ludwig Kohli, Handbuch einer historisch-statistisch-geographischen Beschreibung des Herzogthums Oldenburg samt der Erbherrschaft Jever und der beiden Fürstenthümer Lübeck und Birkenfeld, 2 Teile, Bremen 1924, S. 279-288; Stefan Hartmann, Großherzogtum (Freistaat Oldenburg), in: Grundriß der deutschen Verwaltungsgeschichte 1815-1945, Bd. 17, Hansestädte und Oldenburg, hg. von Thomas Klein, Marburg 1978, S. 207-209; Wilhelm Hanisch/Franz Hellbernd/Joachim Kuropka, Beiträge zur Geschichte der Stadt Vechta, Bd. 1-4, Vechta 1981-1991; Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 2, Oldenburg 2011, S. 1023, 1026-1036 (Ortsartikel Amt und Stadt Vechta).

Verwandte Bestände:
Best. 70 (Regierung Oldenburg); Best. 71 (Kammer Oldenburg); Best. 76-25 (Amt Damme); Best. 110 (Behörden des Niederstifts Münster); Best. 111-1 (Münsterisches Amt Vechta); Best. 114 (Herrlichkeit Dinklage; Best. 136 (Oldenburgischer Innenministerium; Best. 137 (Oldenburgisches Finanzministerium); Best. 230-10 (Verwaltungsamt Vechta); Rep 950 VEC (Amtsgericht Vechta); Rep 723 (Gymnasium Antonianum Vechta); Dep 25 VEC (Stadt Vechta); Erw 25 (Kleine Kommunalarchive, Klassifikation 17: Gemeinde Visbek). Die kirchliche Überlieferung befindet sich im Offizialatsarchiv Vechta.

Das Findbuch wurde im Rahmen der Programme zur Förderung der wissenschaftlichen Literaturversorgungs- und Informationssysteme der Deutschen Forschungsgemeinschaft (www.dfl.de/lis)

digitalisiert.

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung

Amt Vechta

Zeit von

1814

Zeit bis

1870

Objekt_ID

4

Ebenen_ID

3420

Georeferenzierung

Bezeichnung

Amt Vechta

Zeit von

1870

Zeit bis

1879

Objekt_ID

2

Ebenen_ID

3920