NLA HA V.V.P. 11

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Nachlass Albert Neukirch

Laufzeit 

1900-1960

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Manuskripte, Typoskripte, Notizen, Exzerpte, Entwürfe, Vorträge und Publikationen, Korrespondenz, Zeitungsausschnitte, Drucksachen, Bildmaterial
Findmittel: EDV-Findbuch
Umfang: 2,4 lfdm

Bestandsgeschichte 

Albert Franz Ludwig Neukirch wurde am 7. Januar 1884
als Sohn des Gymnasialprofessors Dr. Franz Neukirch
und seiner Frau Dora, geb. Fricke, in Holzminden ge-
boren. Von 1893 bis 1903 besuchte er das Gymnasium
seiner Heimatstadt, studierte bis 1905 in Jena und
anschließend in Göttingen mittlere und neuere Ge-
schichte, Philosophie, Kunstgeschichte und Deutsch.
In Göttingen nahm er zwei Jahre lang an den kunstge-
schichtlichen Übungen von Prof. Vischer teil und war
für einige Zeit dessen Assistent an der Universitäts-
Gemälde- und Kupferstichsammlung. Im Juni 1908 promo-
vierte er magna cum laude mit einer Dissertation über
den "Niedersächsischen Kreis und die Kreisverfassung
von 1542". Die Fächer der mündlichen Prüfung waren
mittlere und neuere Geschichte, Philosophie und Kunst-
Kunstgeschichte. Im Dezember 1909 bestand er die Prü-
fung für das höhere Schulamt in Geschichte und Philo-
losophie für die Oberstufe und Deutsch für die Mittel-
stufe.
Im Sommer 1910 begann Albert Neukirch eine Ausbildung
im Museumsfach und wurde als Volontär im Kestnermu-
seum Hannover eingestellt. Zum 1. Februar 1912 wurde
er von Wilhelm Bomann als wissenschaftlicher Hilfsar-
beiter an das Vaterländische Museum in Celle berufen.
Neukirch nahm als Landwehr-Infanterist an den schweren
Kämpfen im Sommer 1916 in Rußland teil, kam 1917 als
Gefreiter an die Westfront und erhielt bei den Rück-
zugskämpfen 1918 in Lothringen das Eiserne Kreuz II.
Klasse. Im März 1919 wurde er als Direktorialassistent
am Vaterländischen Museum (Bomann-Museum) in Celle
fest angestellt. Durch einen Vertrag mit der Stadt
Celle und dem Museumsverein vom 14. Juli 1923 wurde
Albert Neukirch zum Direktor des Museums bestellt, das
er bis zum 31. März 1949 geleitet hat.
Albert Neukirch starb fast achtzigjährig am 10. Okto-
ber 1963 in Celle.
Das wissenschaftliche Gesamtwerk Neukirchs ist

nicht
breit und lagert sich fast ganz um die Kultur- und So-
zialgeschichte des 16. Jahrhunderts. In der nieder-
sächsischen Geschichtsschreibung war er einer der kun-
digsten Erforscher und Deuter der Renaissancezeit.
Ihr galt sein 1939 erschienenes Hauptwerk, die aus dem
Rahmen der "Renaissanceschlösser Niedersachsens" he-
rausgewachsene "Adelskultur der Renaissance", ein Mei-
sterwerk von großartiger Brillanz. Kleinere Arbeiten
befaßten sich mit der Geschichte des Weserberglandes
und der Heide sowie mit der Renaissance in Hameln.
Albert Neukirch war seit 1910 Mitglied des Histori-
schen Vereins für Niedersachsen und seit 1919 Mitglied
der Historischen Kommission.
Seine Witwe, Frau Käthe Neukirch, hat sich 1970 bereit
erklärt, den wissenschaftlichen Nachlaß ihres Mannes
dem Hauptstaatsarchiv Hannover geschenkweise und ohne
benutzungsbeschränkungen zu überlassen. Dabei handelt
es sich vor allem um Vorarbeiten für sämtliche Werke
und Aufsätze Neukirchs, Aktenauszüge, Quellenmaterial,
Kritiken, Manuskripte, Korrespondenzen sowie Abdrucke
von Veröffentlichungen.
Da das Material unübersichtlich in Mappen, Umschlägen,
Klarsichthüllen und Kartons aufbewahrt war, erklärte
sich Frau Neukirch von vornherein mit jeglicher Kassa-
tion einverstanden.
Im Sommer 1970 wurden von Frau Neukirch zehn Fach Ak-
ten, einige Bücher und zwei Kartons Ansichtspostkar-
ten, Zeitungsausschnitte u.a. übernommen und als Ak-
zession 41/70 in den Bestand VVP 11 eingeordnet.
Der Unterzeichnende hat im Frühjahr 1998 das gesamte
Material neu geordnet und verzeichnet.


Hannover, im April 1998

Johann-Nikolaus

Krizsanits

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet