NLA HA V.V.P. 10

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Handakten Dr. Konrad Müller

Laufzeit 

1830-1979

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Unterlagen zum Niedersachsenkonkordat, dienstliche und private Korrespondenz (auch Feldpost), Materialien zur Tätigkeit im Kultusministerium, Unterlagen zur Hochschulpolitik und zur Schulpolitik in den Ländern, wissenschaftliche Arbeiten, Vorträge, Materialien zum Loccumer Vertrag
Findmittel: EDV-Findbuch in Bearbeitung
Umfang: 18,6 lfdm

Bestandsgeschichte 

I. Bestandsinformation

Dr. Konrad Müller (1912-1979) wurde in Dambeck (Altmark) als Sohn des späteren evangelischen Bischofs von Magdeburg, Ludolf Müller geboren. 1932 bestand er sein Abitur am staatlich-katholischen Gymnasium in Heiligenstadt, studierte Jura in Marburg und Göttingen und entschied sich für den höheren Verwaltungsdienst des Landes Preußen. 1933 trat er in die NSDAP ein, ein Schritt, den er schnell bereute, da sein Vater als einer der Führer der "Bekennenden Kirche" massiven Verfolgungen ausgesetzt war.

Nach dem Zweiten Weltkrieg absolvierte er in Göttingen ein Ergänzungsstudium und promovierte 1948 zu einem kirchenrechtlichen Thema. 1948-1950 war er wissenschaftlicher Geschäftsführer des Kirchenrechtlichen Instituts in Göttingen, bevor er bis 1955 als Referent in der niedersächsischen Staatskanzlei und in der Landesvertretung in Bonn tätig war, wobei er an den Verhandlungen zum Loccumer Vertrag teilnahm. Er war Mitglied des Schiedsgerichtshofes der EKD, Stellvertreter im Kirchenrat der Hannoverschen Landeskirche und Mitglied des Programmbeirates des NDR. Nach dreijähriger Tätigkeit als Kurator der Universität Göttingen wurde er 1959 (parteiloser) Staatssekretär im niedersächsischen Kultusministerium und war insbesondere maßgebend am Zustandekommen des Niedersachsen-Konkordates beteiligt. 1966 schied er aus dem Landesdienst aus, wurde 1967 Honorarprofessor für Bildungspolitik an der TU Hannover und war bis zu seinem Lebensende Direktor der Werner-Reimers-Stiftung.


II. Literatur

Biographische Daten aus (teilweise): "Hannoversche Allgemeine Zeitung", 27./28. 6.1959; "Sonntagsblatt", 19.7.1959.


III. Bestandserschließung

Der Bestand umfaßt die mit Depositalvertrag vom 16.7.1968 und mit acc. 77/79 ins Hauptstaatsarchiv gelangten Teile des Nachlasses von Dr. Konrad Müller. Die nach dem Aktenplan Dr. Müllers vorläufig geordneten Akten

sind bis zum Jahre 2010 gesperrt. Ausnahmen, die die Familienmitglieder des Depositars betreffen, regelt der Depositalvertrag.
(Nach: Reimann; Hannover, im Juli 1981)

Der Bestand hat im April 2001 durch Abgaben des Bruders, Prof. Dr. Ludolf Müller in Tübingen, und aus dem Nachlass der inzwischen verstorbenen Ehefrau Elisabeth (Liesel) Müller in Soest eine bedeutende Erweiterung erfahren. Beide Ablieferungen betreffen das in der Übersicht unter VIII. genannte Familienarchiv bzw. unter I. die Akten zum persönlichen Werdegang bis 1946 sowie die unter VII genannte persönliche Registratur (siehe Anhang). Sie sind ebenfalls noch nicht zugänglich.

Hannover, im April 2001
gez. Dr. Thomas Bardelle


Hannover, im Februar

2007

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Niedersachsen

Zeit von 

1946

Zeit bis 

1993

Objekt_ID 

1

Ebenen_ID 

200