NLA HA V.V.P. 81

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Nachlass Manfred Hamann

Laufzeit

1951-1991

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Korrespondenz, Manuskripte, Notizen und Exzerpte, Vorträge, Vorlesungsunterlagen, Veröffentlichungen
Findmittel: EDV-Findbuch
Umfang: 1,6 lfdm

Bestandsgeschichte

Manfred Hamann wurde am 10. Februar 1926 in Niederschlesien
geboren, wo er seine Schulzeit 1944 mit dem Abitur beendete.
Anschließend wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Während
seiner kurzen Kriegsteilnahme wurde Hamann verwundet und
geriet in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung blieb
er in Mecklenburg, wo er von 1946 bis 1951 in Rostock
Geschichte und Anglistik studierte und mit dem Staatsexamen
abschloss. Danach war er als wissenschaftlicher Assistent am
Stadtarchiv Rostock tätig. Im Jahr 1953 wurde er an der
Berliner Humboldt-Universität mit einer ungedruckt
gebliebenen Dissertation über die wendischen Hansestädte
promoviert.

Anschließend absolvierte Hamann die Ausbildung für den
höheren Archivdienst am Institut für Archivwissenschaften in
Potsdam. Nach ihrer Beendigung wurde er 1955 dem
Landeshauptarchiv Schwerin zugewiesen, wo er bis zu seiner
Flucht in den Westen im Juli 1958 arbeitete. Hier war er
zunächst am Landeshauptarchiv Koblenz tätig, bevor er im Mai
1959 in den niedersächsischen Archivdienst überwechselte und
im niedersächsischen Hauptstaatsarchiv Hannover eingestellt
wurde. Im Jahr 1979 wurde Hamann zum Leiter des
Hauptstaatsarchivs ernannt, eine Position, die er bis zu
seiner Pensionierung 1989 innehatte.

Als Historiker trat Hamann mit zahlreichen
Veröffentlichungen zur mecklenburgischen und
niedersächsischen Landesgeschichte hervor und war in
verschiedenen Gremien und Vereinen tätig. Seit 1965 war er
Vorsitzender des Historischen Vereins, seit 1962 Mitglied
der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, in
der er von 1970 bis 1986 das Amt des stellvertretenden
Vorsitzenden bekleidete. Seit 1978 war er zudem im Vorstand
der Gesellschaft für niedersächsische Kirchengeschichte.
Hamann starb am 15. Dezember 1991.

Ein Teil seines Nachlasses, der 2 lfdm umfasst und lediglich
Hamanns Tätigkeit als

Archivar und Landeshistoriker
dokumentiert, gelangte im Januar 2000 in das
Hauptstaatsarchiv und wurde im Juli 2002 von der
Archivangestellten Frau Ubrig EDV-technisch verzeichnet.


Literatur:
Brosius, Dieter, Nachruf Manfred Hamann, in:
Niedersächsisches Jahrbuch 64 (1992), S. 605-607

Krumwiede, Hans-Walter, In memoriam Manfred Hamann, in:
Jahrbuch der Gesellschaft für Niedersächsische
Kirchengeschichte 90 (1992), S. 313-314

Hannover, im Juli 2002
gez. Dr. Claudia

Kauertz

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung

Niedersachsen

Zeit von

1946

Zeit bis

1993

Objekt_ID

1

Ebenen_ID

200