NLA HA V.V.P. 25

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Nachlass Dr. Carl Haase

Laufzeit

1804-1980

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Private und dienstliche Korrespondenz und Feldpostbriefe, Notizen und Skizzen, Referate, Exzerpte und Aufzeichnungen zu Forschungsvorhaben, Autobiografie u.a.
Findmittel: EDV-Findbuch in Bearbeitung
Umfang: 8,4 lfdm

Bestandsgeschichte

I. Biografie

Dr. Carl Haase, geb. 26. Januar 1920 in Hamburg, verst. 07.01.1990 in Hannover


II. Bestandsgeschichte

Diese meine Papiere wurden von mir, Carl Haase, dem Hauptstaatsarchiv in Hannover im Jahre 1979, nach meiner aus Gesundheitsgründen erfolgten vorzeitigen zur Ruhesetzung zum 31. Dezember 1978, mit einem von mir selbst verfertigten Findbuch als Depositum übergeben. Die Papiere bilden also im strengen Sinne (noch) keinen Nachlass.

Das Interesse der historischen Forschung an diesen Papieren könnte ein mehrfaches sein:

1. Sie geben, vor allem in Nrn. 1-39 und dann wieder in Nr. 231, Einblick in das geistige Werden und die mancherlei Umwege eines Historikers und Archivars des infolge der Ereignisse des Zweiten Weltkrieges ziemlich ausgestorbenen Jahrgangs 1920, nämlich einerseits aus den Originalbriefen, Zeichnungen usw. bis 1945, zum anderen aufgrund des drei bis vier Jahrzehnte später geschriebenen autobiographischen Versuchs.

2. Sie geben, vor allem in den Nrn. 41-47, in den Grundzügen vielleicht auch in Nr. 232 ff. Hinweise auf das Denken und Handeln eines jungen Mannes im ersten Nachkriegsjahrzehnt. Es erfolgt wohl bereits jetzt ein allmähliches Fortschreiten vom jugendlichen Subjektivismus zu einer gewissen, immer angestrebten, nie ganz erreichten Objektivität.

3. In Nr. 51-66 wird bereits Dienstliches des Archivars behandelt, von Nr. 67 bis 99 dann Wissenschaftliches mit dienstlichen Einsprengseln. "Archivar" und "Historiker", beide fortwährend ineinandergreifend, werden zugleich Beruf und Lebensinhalt.

4. Nr. 101-166 umfasst bündelweise meine Korrespondenzen, vor allem aber nicht nur die wissenschaftlichen, geführt und geordnet nach dem Korrespondenzpartneralphabet. Dass, ganz abgesehen von den wenigen ausschließlich privaten Korrespondenzen, auch in die wissenschaftlichen sich immer wieder private Bezüge einmischen, liegt in

der Natur der Sache. Rein Privates wurde, ebenso wie wissenschaftlich Belangloses, bereits 1978 von mir weitgehend kassiert.

5. Vom Inhalt der könnten Teile der von mir deponierten Papiere für die Forschung insofern von Interesse sein, als sich darin spiegelt
a) die äußere und innere Geschichte des noch für ein Vierteljahrhundert gesamtdeutschen Hansischen Geschichtsvereins bis etwas 1970,
b) als ein Teilaspekt davon das Verhältnis der Bundesrepublik zur DDR, ebenfalls bis ca. 1970,
c) die Revolutionierung der Geschichtswissenschaft und damit auch des Archivwesens seit dem Zweiten Weltkrieg, besonders seit etwa 1965,
d) die von mir angeregte Gründung eines Deutschen Historischen Instituts in London mit Hilfe der Stiftung Volkswagenwerk,
e) die ebenfalls von mir angestrebte Abgabe des Bildarchivs Handke in Bad Berneck an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Die Masse der Akten über das Deutsche Historische Institut in London befindet sich zur Zeit noch in der Niedersächsischen Staatskanzlei, da ich die darüber geführte Korrespondenz mit Zustimmung von Staatssekretär Groß bis ca. 1972 unter Staatskanzlei-Briefkopf führte.

Ein kleiner Teil der hier verzeichneten Papiere befinden sich noch in meinem häuslichen Besitz. Es sind dies vor allem die Nrn. 12-19, 27, 33, 35, 43, 46, 47, 48, 49, 50, 52, 54-56, 92, ferner von den Nrn. 101-166 diejenigen Akten - oder Teile davon -, bei denen eine Weiterführung bis zu meinem Tode oder meiner völligen Arbeitsunfähigkeit aus technisch-organisatorischen Gründen noch nötig ist, ferner die Abteilungen M (Tagebücher) und N (Autobiographisches). Sie alle (außer Nr. 92) befinden sich, meist schon gebündelt oder wenigstens signiert, z. Zt. in meinem kleinen häuslichen Arbeitszimmer.

Für die Benutzung der bereits an das Hauptstaatsarchiv Hannover abgegebenen Papiere sind die Bestimmungen des 1979 zwischen Leitendem

Archivdirektor Dr. Manfred Hamann und mir geschlossenen Depositalvertrages zugrunde zu legen.

Hannover, 1979
gez. Dr. Carl Haase

Hinweise: Die Nr. 1 bis 11, 36, 38 und 39 sind wegen ihres rein persönlichen Charakters von Frau Haase vorerst zurückgenommen worden. Sie und ihre Kinder wollen das Material genauer sichten. Frau Haase hat aber eine spätere Rückgabe in Aussicht gestellt.

Hannover, 11. Juli 1990
gez. Dr. Dieter

Brosius

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet