NLA HA V.V.P. 87

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler für Niedersachsen e.V.

Laufzeit

1945-2001

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Vorstandsunterlagen, Mitgliederverwaltung, kulturpolitische Unterlagen, Ausstellungen und künstlerische Projekte, Korrespondenz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Unterlagen des Bundesverbandes, Unterlagen der Bezirksgruppen, Rechtsstreitigkeiten, Publikationen
Findmittel: EDV-Findbuch
Umfang: 3,7 lfdm

Bestandsgeschichte

1. Bestandsinformation

Der Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler für Niedersachsen e. V. (BBK) wurde ursprünglich unter dem Namen "Bund bildender Künstler Nordwest-Deutschlands" am 16.11.1945 auf einer Versammlung von etwa 500 bildenden Künstlerinnen und Künstlern in der Stadthalle Hannover ins Leben gerufen. Personell und inhaltlich knüpfte er an den 1927 gegründeten und 1933 aufgelösten Reichsverband bildender Künstler Deutschlands - Gau Hannover an. Zunächst als Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet, besitzt der BBK Niedersachsen seit dem ersten Eintrag in das Vereinsregister des Amtsgerichts Hannover im Jahr 1947 den Status eines eingetragenen Vereins. Als überparteilicher, dezentral organisierter Berufsverband mit Sitz in Hannover vertritt der BBK Niedersachsen die kulturpolitischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Interessen bildender Künstlerinnen und Künstler in Niedersachsen. So engagiert er sich etwa für Verbesserungen in der Künstlersozialversicherung, für die europaweite Harmonisierung des Urheber- und Folgerechts oder für geregelte Ausstellungsvergütung. Darüber hinaus fördert er Künstlerinnen und Künstler durch von ihm organisierte Ausstellungen. Während in der Galerie im Tiedthof in Hannover vorwiegend Einzelausstellungen präsentiert werden, gibt der BBK in seinen seit 1968 stattfindenden, wechselnden Landesausstellungen alle zwei Jahre eine breitgefächerte Bestandsaufnahme des künstlerischen Schaffens in Niedersachsen.

Unter Führung eines ehrenamtlich tätigen Vorstands besitzt der BBK Niedersachsen heute ca. 600 Mitglieder, die in den 13 Bezirksgruppen Braunschweig, Celle, Göttingen, Hannover, Harz, Hildesheim, Lüneburg, Oldenburg, Ostfriesland, Osnabrück, Stade-Cuxhaven, Uelzen und Worpswede organisiert sind. Die von den Bezirksgruppen gebildeten Aufnahmekommissionen entscheiden jeweils aufgrund eingereichter Arbeiten über

Neuaufnahmen. Nachzuweisen sind professionelle künstlerische Tätigkeit und/ oder ein abgeschlossenes Kunsthochschulstudium.
Der BBK Niedersachsen ist als Landesverband korporatives Mitglied im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, der 1971 als Nachfolgeorganisation des 1949 durch Zusammenschluss der BBK-Landesverbände gegründeten Bundes deutscher Landesberufsverbände eingerichtet wurde und basisdemokratisch organisiert ist. Entscheidendes Verbandsorgan ist die Bundesdelegiertenversammlung, die aus den Delegierten der fünfzehn Landesverbände besteht und alle vier Jahre zusammentritt, um den Bundesvorstand zu wählen sowie das Arbeitsprogramm und den Haushalt zu beschließen. Zwischen den Bundesdelegiertenversammlungen tagt einmal jährlich der Bundesausschuss, der aus dem Bundesvorstand und je einem Delegierten pro Bundesland besteht und die Tätigkeit des Bundesvorstands mit der der Landesverbände koordiniert.

Der Bestand bildet die Arbeit des BBK-Landesverbandes Niedersachsen seit seiner Gründung ab. Er gibt v. a. wichtige Einblicke in die berufsständische Selbstorganisation und das Selbstverständnis bildender Künstlerinnen und Künstler sowie in die Kulturpolitik des Landes Niedersachsen von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Im Einzelnen sind v. a. die Aufnahme und Betreuung der Mitglieder, die politische Interessenvertretung des BBK sowie die aktive Förderung von Künstlerinnen und Künstlern durch Ausstellungen und Projekte dokumentiert. Des weiteren enthält der Bestand Unterlagen zur Tätigkeit des BBK Niedersachsen im Bundesverband des BBK sowie die Korrespondenzen mit den einzelnen Bezirksgruppen. Neben Publikationen, die über die Arbeit und die Geschichte des BBK Auskunft geben, sind hier schließlich noch die Kataloge der Landesausstellungen seit 1968 zu finden.


2. Erschließung

Der 3,7 lfd. Meter umfassende Bestand wurde dem NLA -

Hauptstaatsarchiv im September 2005 vom BBK Niedersachsen als Depositum übergeben. Er umfasst bislang die Acc. 2005/117 und wurde von der Praktikantin Anne-K. Kohlrausch geordnet und EDV-technisch erschlossen.

Weitere Akten, die über die staatliche Förderung des BBK Auskunft geben, sind im Hauptstaatsarchiv in dem Bestand Nds. 401 (Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Kultur) überliefert.


3. Literatur

KunstKonturen - KünstlerProfile. Geschichte und Gegenwart des BBK Niedersachsen, hrsg. vom Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler für Niedersachsen, Redaktion und Realisation Elizabeth Schwiontek, Hannover 1998.

www.bbk-niedersachsen.de

www.bbk-bundesverband.de


Hannover, im Oktober 2005
Dr. Claudia

Kauertz

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung

Niedersachsen

Zeit von

1993

Zeit bis

2000

Objekt_ID

5

Ebenen_ID

100

Georeferenzierung

Bezeichnung

Niedersachsen

Zeit von

1946

Zeit bis

1993

Objekt_ID

1

Ebenen_ID

200