NLA HA Nds. 768 Celle

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Gerichtsgefängnis Celle nach 1945

Laufzeit 

1945-1967

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die bei den Amts- und Landgerichten bestehenden und für die jeweiligen Gerichtsbezirke zuständigen Gerichtsgefängnisse weitgehend beibehalten und 1972 in Justizvollzugsanstalten (JVA) umbenannt. Neben dem Gerichtsgefängnis zwischen Mühlenstraße und Schlossplatz existierte die zwischen 1710 und 1724 als "Werck-, Zucht- und Tollhaus" errichtete Straf- und Sicherungsanstalt Celle als eine selbständige Sicherungsanstalt in der Celler Weststadt (Trift). Nach 1972 wurden beide Einrichtungen zur JVA Celle zusammengelegt, während die ehemaligen Gebäude des Gerichtsgefängnisses zwischen Mühlenstraße und Schlossplatz in den 1980er Jahren abgerissen wurden.

Die JVA Celle ist heute die Justizvollzugsanstalt mit der höchsten Sicherheitsstufe in Niedersachsen und ein so genanntes Hochsicherheitsgefängnis. In der Einrichtung werden zentral für ganz Niedersachsen alle männlichen erwachsenen Gefangenen eingewiesen, die zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe oder zu einer zeitigen Freiheitsstrafe von mehr als 14 Jahren verurteilt wurden, oder gegen die eine Sicherungsverwahrung angeordnet wurde (bis 2013). Aufgrund eines Vollstreckungsabkommens mit dem Bundesland Bremen werden ebenso Bremer Gefangene mit einer lebenslangen Strafe oder Sicherungsverwahrung in der JVA Celle untergebracht. Nachdem auf dem Gelände der JVA Rosdorf ein Unterkunftshaus für Sicherheitsverwahrte neu errichtet wurde, ist die JVA Celle seit Anfang 2013 nicht mehr die zentral für die Sicherungsverwahrung in Niedersachsen zuständig.

Organisatorisch ist der JVA Celle die Justizvollzugsanstalt Salinenmoor (JVA Celle, Abt. Salinenmoor) angegliedert. Hier werden kürzere Freiheitsstrafen vollzogen und auch offener Vollzug praktiziert.

Stand: Dezember 2015

Weitere Informationen zur Geschichte der JVA Celle finden sich auch im Vorwort zum Bestand Rep. 86 Celle im NLA Stade.

Bestandsgeschichte 

Der Bestand Nds. 768 Celle besteht derzeit aus zwei Ablieferungen aus den Jahren 1997 und 2013. Übernommen wurden Gefangenenbücher und Gefangenenpersonalakten in Auswahl.

Da seit 1978 das NLA Stade für die JVA Celle zuständig ist, finden sich die seit diesem Zeitpunkt angelegten Akten dort.

Stand: Dezember 2015

Enthält 

Gefangenenbücher, Gefangenenpersonalakten

Literatur 

Schäfer-Richter, Uta, Hinter Schloss und Riegel. An der Wiege zur Freiheitsstrafe - Das „Zucht- und Tollhaus“ zu Celle in seinen Gründungsjahren (1706-1732), Göttingen 1918

Berger, Michael B., In einem Schloss hinter Gittern in: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 20.10.2018

Findmittel 

EDV-Findbuch 2015

Siehe

Korrespondierende Archivalien 

Hann. 86a Celle (Gerichtsgefängnis Celle vor 1945)

Nds. 761 Celle (Justizvollzugsanstalt Celle 1945-1978)

NLA ST, Rep. 86 Celle (Justizvollzugsanstalt Celle nach 1978)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M. 

3,3

Bearbeiter 

Dr. Christian Helbich (2015)

Benutzung 

Das Archivgut kann im Niedersächsischen Landes Hannover unter Berücksichtigung der Einhaltung von Schutz- und Sperrfristen nach §5 NArchG eingesehen werden.

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Celle, Stadt [Wohnplatz]

Zeit von 

1

Zeit bis 

1

Objekt_ID 

5698

Ebenen_ID 

1