NLA AU Dep. 14

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Stadt Esens

Laufzeit

1540-2006

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Unterlagen der Stadt Esens.

Bestandsgeschichte

Erstes Vorwort (Dr. Möhlmann)

In den Jahren 1909, 1911 und 1912 sind größere Mengen von Akten der Stadt Esens als Depositum an das Staatsarchiv abgegeben worden. 1912 wurden die ersten Ordnungsarbeiten in Angriff genommen und später fortgesetzt. Sie führten aber zu keinem Abschluß, sondern nur zu einem vorläufigen Ordnungsschema bzw. zu einer sehr provisorischen Vorordnung. So war das Depositum der Stadt Esens von einer endgültigen Ordnung und Benutzbarkeit noch ziemlich weit entfernt, als der Unterzeichnete 1948 die noch auf dem Boden des "Stadthauses" in Esens lagernde älteren Akten einer genauen Durchsicht unterzog und einen größeren Bestand zur Ablieferung an das Staatsarchiv bestimmte. Ein großer Teil der Akten war ohne besonderen Wert und konnte zur Kassation bestimmt werden.

In den Jahren 1949-1951 wurden der ältere und der neu ins Staatsarchiv gekommene Bestand zusammen geordnet. Die Arbeit war mit großen Schwierigkeiten verbunden, weil kein einheitliches Registraturschema vorlag und viele Akten überhaupt nicht signiert waren. Auf geordnete Aktenführung scheint man bei der Stadt Esens in älterer Zeit keinen Wert gelegt zu haben. Es lagen nur ein Aktenverzeichnis des Stadtwachtmeisters Andrée von 1792 und eine verbesserte Neufassung von 1821, die aber kaum noch einen praktischen Wert hatten, sowie das vorläufige Ordnungsschema von 1912 vor. In Anlehnung an dieses allerdings nur bedingt brauchbare Schema wurde eine neue Einteilung in 32 Sachgruppen geschaffen, die sich aus dem Bestand ergaben. Zahlreiche Akten des alten Bestandes konnten wegen Belanglosigkeit kassiert werden; viele einzelne Blätter und kleine Aktenstücke wurde, soweit sie inhaltlich zusammengehörten, zu Sammelakten vereinigt.

Das Stadtarchiv Esens umfaßt nunmehr in 62 Gefachen 1978 Aktentitel. Es handelt sich um Akten des 16. - 19.
Jahrhunderts. Das Hauptgewicht liegt auf dem 18. und

insbesondere dem 19. Jahrhundert. Nur wenige Aktenstücke
reichen ins 20. Jahrhundert hinein bzw. sind erst im 20. Jahrhundert entstanden. Die wertvollsten Stücke sind in
einer besonderen Übersicht zusammengestellt. Aus den Aktenstücken V 4 und V 29 geht hervor, daß der Gesamtbestand früher wesentlich reichhaltiger gewesen ist, insbesondere zahlreiche Urkunden vorhanden waren. Vieles ist verlorengegangen, ja ein Teil sogar am 19. Mai 1812 verkauft worden.

Trotz dieser Verluste enthält der Bestand reiches Quellenmaterial zur Geschichte der Hauptstadt des Harlingerlandes, und es mag zum Schluß die Hoffnung ausgesprochen werden, daß mit seiner Hilfe einmal eine gute Stadtgeschichte von Esens geschrieben werden wird.

Aurich, den 20. Dezember 1951

Dr. G. Möhlmann

Staatsarchivrat



Besonders wichtige Archivalien:

1. Älteste Urkunde: Privileg der Gräfin Agnes von Bentheim für die Krämer und Gewandschneider vom 20. Dezember 1567 (Nr. , früher XVIII, Nr. 202)

2. Bestätigung des Stadtprivilegs von Graf Enno III. durch die Grafen bzw. Fürsten Ulrich II. (1634), Georg Christian (1660) und Christian Eberhard (1690) (Nr. ; früher V, Nr. 1-3)

3. Die Einquartierung der Mansfelder, 1622 (Nr. ; früher XXIII, Nr. 1-2)

4. Kontraktenprotokolle der Stadt Esens, 4 Bände, 1630-1774 (Nr. ; früher XXVI, Nr. 2, Bd. 1-4

5. Amtsbücher von Handwerkerzünften: Krämer, 1642-1795; Tischler, Böttcher, Zimmerleute, Maler und Glaser, 1669-1740; Schmiede, 1760-1866 (Nr. ; früher XVIII, Nr. 117, 206, 544)

6. Bürgerbücher, 2 Bände, 1710-1928 (Nr. ; früher XV, Nr. 1)

7. Archiv und Registraturwesen, mit Verzeichnissen der 1710 und 1741 auf dem Stadthaus in Esens vorhanden gewesenen Urkunden (Nr. ; früher V, Nr. 4)

8. Nachrichten über die Stadt Esens (Beantwortung der von der Kriegs- und Domänenkammer am 27. Juli 1744 an den Magistrat über den Zustand der Stadt

gestellten Fragen), 1744 (Nr. 123)

9. Einwohner- und Volkszählungslisten von 1789 bis 1905 (Nr. ; früher XV, Nr. 5-7, 12-13, 20-22, 24 und 27)

10. Aktenverzeichnis von 1792 im Verzeichnis von 1821 (Nr. ; früher V, Nr. 11)

11. Jahrhundertfeier am 1. Januar 1801 mit Listen der Bürgermeister und Pastoren des 18. Jahrhunderts (Nr. ; früher V, Nr. 15)

12. Geschichte der Stadt Esens mit Anlagen von Stadtwachtmeister Andrée (Nr. ; früher V, Nr. 32)

Aufgestellt von Dr. Möhlmann, ca. 1951





Zweites Vorwort (Dr. Henninger)

Das von Dr. Möhlmann 1951 erstellte maschinenschriftliche Findbuch wurde in den Monaten April bis Juni 2005 unter meiner Aufsicht von unserem Mitarbeiter Freerk Steinbömer in das Verzeichungsprogramm izn-AIDA übertragen. Herr Steinbömer hat bei dieser Gelegenheit die Laufzeiten und die Aktentitel überprüft und letztere ggf. ergänzt. Darüber hinaus wurden die alten Signaturen, die bislang römische Zahlen für 23 Obergruppen sowie Bandzählungen enthielten, von ihm in neue Signaturen nach dem Numerus-currens-Prinzip (fortlaufende Nummern) umgewandelt, die für EDV-Findbücher und eine sinnvolle Magazinverwaltung unabdingbar sind. Herr Steinbömer hat auch alle Akten umsigniert.

Das Findbuch von 1951 bietet im wesentlichen nur eine Auflistung der originalen und heute oft genug kaum mehr verständlichen Aktentitel. Eine Neuverzeichnung, die in sich angebracht erscheint, war allerdings noch nicht möglich. Bei der Überprüfung des Findbuchs wurde jedoch eine größere Anzahl von Aktentitel von mir am Bildschirm überarbeitet, um sie für heutige Benutzer verständlich zu formulieren und vor allem die Recherchierbarkeit in izn-AIDA deutlich zu erhöhen. Hierzu zählte vor allem die Ergänzung zahlreicher Aktentitel durch den Bezug auf die Stadt Esens. Nur in Ausnahmefällen konnten Aktentitel direkt überprüft werden.

Von den Akten, die bei einer

großen Aussonderung auf dem Dachboden des Esenser Rathauses im Dezember 2004 von mir übernommen wurden (acc. 2003/43, 12 lfm.), wurden die jetzigen Nummern 2304-2827 im Frühjahr 2004 von mir mit vorläufigen Signaturen schnellverzeichnet. Herr Steinbömer hat auch diesen Teil des Neuzugangs unter meiner Aufsicht abschließend eingearbeitet und endgültige Signaturen vergeben. Nach Beendigung der Tätigkeit von Herrn Steinbömer wurden die Nummern 2828 bis 2917 von mir verzeichnet und schließlich der gesamte Neuzugang klassifiziert.

Juni bis August 2005

Dr. Wolfgang

Henninger


Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung

Esens [Wohnplatz]

Zeit von

1

Zeit bis

1

Objekt_ID

15685

Ebenen_ID

1

Georeferenzierung

Bezeichnung

Stadt Esens

Zeit von

1817

Zeit bis

1885

Objekt_ID

35

Ebenen_ID

6520