Nds. 171 Hildesheim

Vollständige Signatur

NLA HA, Nds. 171 Hildesheim

Bestand


Identifikation (kurz)


Titel Titel
Entnazifizierungsbehörden im Regierungsbezirk Hildesheim
Laufzeit Laufzeit
1945 - 1952

Bestandsdaten


Geschichte des Bestandsbildners Geschichte des Bestandsbildners
Bis zum Jahre 1947 lag die Entnazifizierung in vollem Umfang in den Händen der britischen Militärregierung. Deutsche Ausschüsse und Unterausschüsse (Panels, Committees) wurden lediglich um ihre Meinung gefragt, die sie als Votum auf "opinion-sheets" zu Papier brachten. Ihm folgten die Briten nicht in jedem Fall. Erst 1947/1948 ging die Entnazifizierung einschließlich Akten in deutsche Hände über. Nach einem mehr als halbjährigen Schwebezustand wurde das neue Verfahren seit Mitte 1948 praktiziert (vgl. die Vorbemerkungen des Findbuchs zum Bestand Nds. 171 Hannover).

Im Regierungsbezirk Hildesheim bestanden folgende Hauptausschüsse mit je einem Öffentlichen Kläger:
1) Alfeld
2) Duderstadt
3) Einbeck
4) Göttingen/Land
5) Göttingen/Stadt
6) Hannoversch Münden
7) Hildesheim/Land
8) Hildesheim/Stadt
9) Holzminden
10) Northeim
11) Osterode
12) Peine
13) Zellerfeld.

Außerdem gab es Sonderausschüsse für die Polizei, die Juristen, für Mediziner, Hochschullehrer und den höheren Verwaltungsdienst. Unter dem Vorsitz des Generalvikars bestand ein "Sonderausschuß für den Klerus" der den britischen Stellen zugeordnet war und somit hier in den Unterlagen des Inspekteurs nur hin und wieder seinen Niederschlag findet. Die Zuständigkeit der Sonderausschüsse erstreckte sich auf alle Angehörigen der besonderen Berufsgruppen im Regierungsbezirk.

Durch Erlaß des Niedersächsischen Ministers für die Entnazifizierung vom 24. Dezember 1948/7. Februar 1949 wurden die Geschäftsstellen der Hauptausschüsse (samt Sonderausschüssen) im März/Juni 1949 aufgelöst; es blieb je ein Hauptausschuß erster Instanz für den Regierungsbezirk Hildesheim-Süd in der Stadt Göttingen (mit einem zweiten Spruchausschuß in Northeim) und für den Regierungsbezirk Hildesheim-Nord in Hildesheim (mit drei Spruchausschüssen) bestehen.

Der auf der Ebene des Regierungsbezirks in zweiter Instanz zuständige Berufungsausschuß mit dem Hauptkläger hatte mehrere Spruchausschüsse (Außenstellen) mit je einem Hilfskläger:
A 1 Hildesheim/Stadt
A 2 Hildesheim/Land und Peine
A 3 Alfeld
B 1 Einbeck und Holzminden
B 2 Northeim
C 1 Göttingen/Stadt und Land
C 2 Hannoversch Münden in Göttingen
C 3 Hannoversch Münden
D 1 Osterode und Zellerfeld
D 2 Duderstadt.

Mit Erlaß vom 26. November 1948 wurden die Arbeiten der "Spruchausschüsse des Berufungsausschusses" Ende 1948 auf den Spruchausschuß der Stadt Hildesheim konzentriert; für den südlichen Teil des Regierungsbezirks war eine Zeitlang noch der Spruchausschuß in Göttingen tätig.

Inspekteur für die Entnazifizierung (unter britischer Leitung) war der Oberregierungsrat (und erlernte Landwirt) Friedrich Wagner, seit Ende 1947 Dr. Erich Dietze, Hauptkläger (unter deutscher Leitung) 1948 Dr. Alexander Schneider-Kewenig, 1949 die Herren Schmidt und Dr. Voelsch. Die Bezeichnung "Hauptkläger" fiel (ebenso wie die Bezeichnung "Oberster Kläger") seit Dezember 1949 fort.

Stand: September 1992
Bestandsgeschichte Bestandsgeschichte
Nach Abschluß des Verfahrens waren die Akten beim "Archiv" des Hauptklägers abzugeben. Von dort gelangten sie nach Abschluß der Entnazifizierung vollständig an das Hauptstaatsarchiv, nachfolgend Niedersächsisches Landesarchiv, Abteilung Hannover. Kleinere Nachträge wurden in den darauf folgenden Jahren abgeliefert: Im März/April 1956 übergab der Regierungspräsident in Hildesheim die Akten der Polizeikreise Alfeld, Einbeck, Holzminden, Münden, Osterode, Peine und Zellerfeld, im September 1956 die Universität Göttingen Fragebogen der Studierenden, des Lehrkörpers und Hilfspersonals, im Oktober 1959 die Stadt Göttingen über das staatliche Archivlager ein Fach Entnazifizierungsentscheidungen, im Juni 1961 das Kreisarchiv Osterode ein Bündel "opinion-sheets", im März 1961 der Landkreis Osterode drei Ordner mit Entnazifizierungsakten, die beim Unterausschuß der Stadt Bad Sachsa entstanden waren (HStA Spez. E 1570); Akten der Kreiskommunalkasse über Nachweisungen der Besatzungskosten wurden dem Bestand Nds. 950 Osterode einverleibt.

Die Akten der Entnazifizierungsbehörden im Regierungsbezirk Hildesheim erhielten die Bestandsbezeichnung Nds. B 21 Hi, die später in die heute gültige Bestandsbezeichnung Nds. 171 Hildesheim umgeändert wurde.
Im Hauptstaatsarchiv, nachfolgend Niedersächsisches Landesarchiv, Abteilung Hannover wurden die Akten zunächst wie Zwischenarchivgut behandelt und blieben bis zur Novellierung des Gesetzes zum Abschluß der Entnazifizierung vom 22. Mai 1987 unbearbeitet liegen. Nach der dort verfügten Übernahme als Archivgut ins Hauptstaatsarchiv, nachfolgend Niedersächsisches Landesarchiv, Abteilung Hannover wurde im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme im Jahre 1988 mit der Erschließung der ca. 120.000 Verfahrensakten begonnen. Zunächst wurden die Akten der Hauptausschüsse Alfeld und Göttingen/ Stadt verzeichnet; es folgten später die Akten der Hauptausschüsse Duderstadt, Einbeck und Göttingen/Land sowie der Sonderausschüsse für die Juristen und die Polizei. Die Verfahrensakten wurden mit dem Informations- und Dokumentationssystem für Entnazifizierungsakten (IDEA) bearbeitet. Größere Teile, insbesondere die Register, Sammlungen von Durchschriften und Vorgänge über Gebühreneintreibung, wurden bei der Verzeichnung kassiert.

Bei den Verfahrensakten sind im vorliegenden Bestand zwei Serien zu unterscheiden, nach denen die Akten beim Regierungspräsidenten abgelegt wurden:
1) Die Akten mit dem Kürzel RH (Region Hanover), die von den Briten angelegt und abgeschlossen wurden. Dazu tritt ein weiteres Kürzel für den Regierungsbezirk Hildesheim (i.d.R.: HLDHM) und den Ausschuß (Panel) des Land-/Stadtkreises (Detachment; 117 L/R Det. = Regierungsbezirk Hildesheim):
ALFLD Alfeld (716 Det.)
DDRST Duderstadt (1003 Det.)
ENBK Einbeck (824 Det.)
GTGN Göttingen/Stadt bzw. Göttingen/Land (126/1002 Det.)
HLDHM Hildesheim/Stadt bzw. Hildesheim/Land (122/1004 Det.)
HLMDN Holzminden (202 Det.)
MDN Hannoversch Münden (324 Det.)
NHM Northeim (1001 Det.)
OST Osterode (608 Det.)
PNE Peine (904 Det.)
ZRFLD Zellerfeld (606 Det.)
Innerhalb der Kreise wurden die Akten nach folgenden Berufsgruppen abgelegt:
Ad Administration
C Commerce
Cy Clergy
Ed Education
F Finance
Fa Food and Agriculture
I Industry
IC Information Control
L Legal
LA Labour Control
M Medical
MFA Music, Film, Artists
Mn Mining
P Police
Ptt Post office and Telegraph
R Railway
T Civil Service Techniciants
Tn Transport.

2) Die deutschen Behörden haben in unerledigten Fällen die betreffenden Akten weitergeführt, anderenfalls neue Akten angelegt. Die Verfahrensakten der deutschen Behörden tragen als ersten Signaturbestandteil das Kürzel VE (für "Verfahren Entnazifizierung"). Dahinter folgt der Name des Entnazifizierungs-Hauptausschusses, eventuell ein Kürzel für den Sonderausschuß und schließlich die fortlaufende Nummer.

Stand: September 1992
Gebräuchliche Abkürzungen
A Ausschuß
AA Arbeitsamt oder Auswärtiges Amt
AEL Arbeitserziehungslager
AG Amtsgericht oder Arbeitsgemeinschaft
AHS Adolf-Hitler-Schule
ANRB Arbeitsgemeinschaft nat. Rb-Beamten
ANSt Arbeitsgemeinschaft nat. soz. Studenten
ASL Arbeitsgemeinschaft sozialdemokr. Lehrer
AO Auslandsorganisation der NSDAP
A-SS Allgemeine SS
ATLO AG Technik i.d. Landwirtschaft Ostpreußen
BAI Bund Angestellter Dt. Architekten u. Bauingenieure
b.B. (EHA für) besondere Berufe
BBG Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums
BDA Besoldungsdienstalter
BdFS Bund Dt. Frontsoldaten (Stahlhelm-Res.)
BDM Bund Deutscher Mädel
BDM-W BDM-Werk "Glaube und Schönheit"
BDO Bund Deutscher Osten
BdO Befehlshaber der Ordnungspolizei
Betr. Betroffene/Betroffener
BK Bekennende Kirche
BNSDJ Bund nat.-soz. dt. Juristen (1936 NSRB)
Butab Bund der techn. Angestellten u. Beamten
Chef AW Chef des SA-Ausbildungswesens (siehe SA-Chef AW)
C.I.C Civil Internment Camp (Interniertenlager)
1. C.I.C. Adelheide
2. C.I.C. Sandbostel
3. C.I.C. Fallingbostel
4. C.I.C. Recklinghausen
5. C.I.C. Paderborn
6. C.I.C. Neuengamme
7. C.I.C. Eselheide
DAG Dt. Aussiedlungsgesellschaft
DAF Dt. Arbeitsfront (gegründet am 10.5.1933)
DBB Dt. Beamtenbund (abgelöst durch RdDB)
DC Dt. Christenbewegung
DEBG Dt. Eisenbahnbetriebsgesellschaft
DEF Deutsch-Evangelischer Frauenbund
DFW Dt. Frauenwerk
DHV Dt.-nationaler Handlungsgehilfenverband
Dimitag (Presse-)Dienst mittlerer Tageszeitungen (gegr. 1938)
DJ Dt. Jungvolk
DLV Dt. Luftsportverband (abgelöst durch das NSFK)
DNB Dt. Nachrichtenbüro
DPB Dt. Pfadfinderbund
DUT Dt. Umsiedlungs-Treuhand-GmbH
E. Entnazifizierung
EA Entnazifizierungsausschuß
EHA Entnazifizierungshauptausschuß
EKD Europäischer Künstlerdienst
Elt. Elektrizität
EWW Eisenwerk Wülfel
EWZ Einwandererzentrale
FAD Freiwilliger Arbeitsdienst
fM förderndes Mitglied
GDA Gewerkschaftsbund der Angestellten
GFP Geheime Feldpolizei
GG Generalgouvernement
HAWA Hannoversche Waggonfabrik
HJ Hitlerjugend
HLd Hannover-Land
HSt Hannover-Stadt
HTO Haupttreuhandstelle Ost
HVA Hauptversorgungsamt
JM Jungmädelbund
Kat. Kategorie
KdF Kraft durch Freude (Organ der DAF)
KfDK Kampfbund für Deutsche Kultur
KLV Kinderlandverschickung
KPLSt Kriminalpolizeileitstelle
KWG Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft
KWI Kaiser-Wilhelm-Institut
KVK Kriegsverdienstkreuz
LAA Landesarbeitsamt
LAH Leibstandarte Adolf Hitler
LBA Lehrerfortbildungsanstalt
Ld (Hannover-)Land
LES Lindener Eisen- u. Stahlwerke, Hannover-Linden
LG Landgericht
LK Landkreis
LKPA Landeskriminalpolizeiamt
LSP Luftschutzpolizei
LVA Landesversicherungsanstalt
MFWV Milch-, Fett- u. Eierwirtschaftsverband
MG Military Government
Mil. Reg. Militärregierung
m.M. mit Maßnahmen (Sanktionen bei Kat. 4)
MNH Maschinenfabrik Niedersachsen Hannover
Napola Nationalpolitische Erziehungsanstalt
NBV Bevollmächtigter für den Nahverkehr
NPEA siehe Napola
NRKD Nationale Reichskirche Deutschlands
NSAK NS-Autobobil-Korps (seit 1931 NSKK)
NSBA NS-Beamtenarbeitsgemeinschaft
NSBdT NS-Bund deutsche Technik
NSBO NS-Betriebszellenorganisation
NSD/NSDo NS-Dozentenbund
NSDFB NS-Frontkämpferbund
NSF NS-Frauenschaft
NSFK NS-Fliegerkorps
NSFO NS-Führungsoffizier
NS-Hago NS-Handwerker-, Handels- u. Gewerbeorganisation
NSKK NS-Kraftfahrerkorps
NSKOV NS-Kriegsopferversorgung
NSLB NS-Lehrerbund
NSRB NS-Rechtswahrerbund
NSRDW NS-Reichsfachschaft Dt. Werbefachleute (Folgeorganisation d. Reklamefachverbandes)
NSRK NS-Reiterkorps
NSRKB NS-Reichskriegerbund
NSRL NS-Reichsbund für Leibesübungen
NSStB NS-Studentenbund
NSV NS-Volkswohlfahrt
NTZ Niedersächsische Tageszeitung (NS-Gauzeitung)
Öffl. Kl. Öffentlicher Kläger
OFP Oberfinanzpräsident/-präsidium
OG, OGL Ortsgruppe, Ortsgruppenleiter
OLG Oberlandesgericht
opW ohne passives Wahlrecht
OSAF Oberster SA-Führer
Orpo Ordnungspolizei
OT Organisation Todt
OVG Oberverwaltungsgericht
Pg/PG Parteigenosse
Pol. Polizei
PPK Parteiamtl. Prüfungskommission z. Schutz d. NS-Schrifttums
RAD Reichsarbeitsdienst
RAW Reichsbahnausbesserungswerk
RB Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold
Rb Reichsbahn
RBD Reichsbahndirektion
RBDF Reichsbund Deutsche Familie
RBG Reichsbetriebsgruppe
Rbk Reichsbank
RBWK Reichsberufswettkampf
RDB/RdDB Reichsbund der Dt. Beamten
RdbK Reichskammer der bildenden Künste
RdK Reichsbund der Kinderreichen
RDS Reichsverband Dt. Schriftsteller
REFEFA Reichsverband der medizinisch.-techn. Angestellten
RFM Reichsfinanzministerium
RFR Reichsforschungsrat
RFSS Reichsführer/-führung SS
RIM Reichsinnenministerium
RJF Reichsjugendführer/-führung
RKB Reichskolonialbund
RKF Reichskommissar für die Festigung des dt. Volkstums
RKK Reichskulturkammer
RLAD Reichs-Luftaufsichtsdienst
RLB Reichsluftschutzbund
RLM Reichsluftfahrtsministerium
RM Reichsminister/-ministerium
RMdI Reichsinnenministerium
RMEuL Reichsministerium f. Ernährung u. Landwirtschaft
RMK Reichsmusikkammer
RMO Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete
RMVP Reichsmin. f. Volksaufklärg. u.Propaganda
RPA Rassepolitisches Amt
RSHA Reichssicherheitshauptamt
RSK Reichsschrifttumskammer
RuSHA Rasse- u. Siedlungshauptamt
RVM Reichsverkehrsministerium
SA Sturmabteilung
SA-Chef AW SA-Chef des Ausbildungswesens (Sportschule)
SAJ Sozialistische Arbeiterjugend
SAM SA-Mann
SAR SA-Reserve
SD Sicherheitsdienst der SS
SdP Sudetendeutsche Partei
SDS Schutzverband Dt. Schriftsteller (s. RDS)
SHD Sicherheits- und Hilfsdienst (z.B. Feuerwehr)
Sipo Sicherheitspolizei
SS Sturmstaffel
SS-TV SS-Totenkopfverband
SS-VT SS-Verfügungstruppe
St. (Hannover-)Stadt
UA Unterausschuß
Uschla Untersuchungs- u. Schlichtungsausschuß der NSDAP
VB Völkischer Beobachter
VDA Volksbund für das Deutschtum im Ausland
VGH Volksgerichtshof
VKS Vereinigte Kaliwerke Salzdetfurth
VLM oder VLW Vereinigte Leichtmetallwerke
Vomi Volksdeutsche Mittelstelle
VrKD Verband reisender Kaufleute Deutschlands (bis 1933)
VSPB Verband Sächsischer Polizeibeamten
WHW Winterhilfswerk
W-SS Waffen-SS
WTB Wolffs Telegraphisches Büro
WVD Wehrmachtsverkehrsdirektion
WVHA Wirtschaftsverwaltungshautpamt der SS
WWK Wollwäscherei und Kämmerei Döhren
z.b.V. zur besonderen Verwendung
ZDA Zentralverband der Angestellten
Enthält Enthält
u.a. Akten der Haupt- und Sonderausschüsse, Schriftverkehr betr. einzelne Verfahren, statistische Arbeitsberichte, Fragebögen von Professoren und Hilfspersonal sowie Studierenden, Kenn- und Meldescheine für entlassene Internierte
Literatur Literatur
Stefan Brüdermann, Entnazifizierung, in: Kirsten Hoffmann / Bernhard Homa / Nicolas Rügge (Hgg.), Personenbezogene Unterlagen zur NS-Zeit und ihren Folgen im Niedersächsischen Landesarchiv. Quellengruppen und Nutzungsmöglichkeiten (Kleine Schriften des Niedersächsischen Landesarchivs 3), Hannover 2023, S. 64-71 (mit weiterer Literatur)
Dotterweich, Volker: Artikel "Entnazifizierung", in: Staatslexikon, hg. von der Görresgesellschaft, 7. Aufl., 1986, 2. Bd., Sp. 283-286.
Fürstenau, Justus: Entnazifizierung. Ein Kapitel deutscher Nachkriegspolitik, Neuwied 1969.
Hüper, Elke/Höing, Hubert: Zur Erschließung und Nutzung der Entnazifizierungsakten im Hauptstaatsarchiv Hannover, in: Archive in Niedersachsen 10/1992.
Jacobmeyer, Wolfgang: "handover to the Germans" 1947/48: Grundlagen für die zweite Entnazifizierung in Niedersachsen, in: Festschrift Karl E. Jeismann, 1990, S. 467-491.
Lange, Irmgard: Entnazifizierung in Nordrhein-Westfalen. Richtlinien, Anweisungen, Organisation (= Veröffentlichungen der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen C 2), Siegburg 1976.
Pakschies, Günter: Umerziehung in der Britischen Zone 1945-1949. Untersuchungen zur britischen Re-education-Politik, Weinheim/Basel 1979.
Schneider, Ullrich: Zur Entnazifizierung der Hochschullehrer in Niedersachsen 1945-1949, in: Nieders. Jahrbuch f. Landesgeschichte 61, 1989, S. 325-346.
Weise, Erich: Übernahme und Verwaltung der Entnazifizierungsakten im Lande Niedersachsen, in: Archivalische Zeitschrift 49, 1954, S. 151-162.
Findmittel Findmittel
EDV-Findbuch (2026)

Siehe


Korrespondierende Archivalien Korrespondierende Archivalien
Niedersächsisches Landesarchiv, Abteilung Hannover:
Hann. 310 I (NSDAP, Gaue Südhannover und Osthannover);
Nds. 170 (Nds. Ministerium für die Entnazifizierung);
Nds. 100 (Ministerium des Innern);
Nds. 171 Hannover (Akten der Entnazifizierungsbehörden im Regierungsbezirk Hannover)
Nds. 171 Lüneburg (Akten der Entnazifizierungsbehörden im Regierungsbezirk Lüneburg);
Nds. 210 (Landesamt für die Beaufsichtigung gesperrten Vermögens);
Nds. 211 Hannover (Bezirksamt für die Beaufsichtigung gesperrten Vermögens Hannover);
Nds. 1630 (Abwickler des Reichsnährstandes und seiner Zusammenschlüsse in den Ländern Niedersachsen und Bremen);
Nds. 110 W (Nds. Landesverwaltungsamt - Wiedergutmachung);
Nds. 710 (Oberlandesgericht Celle);
Nds. 711 (Staatsanwaltschaft beim Oberlandesgericht Celle);
Nds. 720 Göttingen bzw. Hildesheim (Landgericht Göttingen bzw. Hildesheim);
Nds. 721 Göttingen bzw. Hildesheim (Staatsanwaltschaft beim Landgericht Göttingen bzw. Hildesheim);
passim in vielen Beständen, Entnazifizierungsbescheide in Personalakten.
Weitere Archive außerhalb des Niedersächsischen Landesarchivs:
- Landeskirchliches Archiv der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover, Goethestraße 27, 30169 Hannover.
- Bistumsarchiv Hildesheim, Pfaffenstieg 2, 31134 Hildesheim.
- Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde (Berlin Document Center), Finckensteinallee 63, 12205 Berlin.
- Bundesarchiv Koblenz, Potsdamer Str. 1, 56075 Koblenz:
Bestand Z 21 (Zentraljustizamt für die Britische Zone);
Bestand Z 38 (Oberster Gerichtshof für die Britische Zone und Staatsanwaltschaft bei dem Obersten Gerichtshof);
Bestand Z 42 I (Der Generalinspekteur für die Spruchgerichte in der Britischen Zone), II - VII (Spruchgerichte).
- The National Archives (Public Record Office), Kew, Richmond, Surrey, TW9 4DU:
Bestand Foreign Office 1010 (Control Commission for Germany - British Element - Lower Saxony Region).

Weitere Angaben (Bestand)


Umfang in lfd. M. Umfang in lfd. M.
ca. 264
Bearbeiter Bearbeiter
Dr. Hubert Höing 1992
Benutzung Benutzung
Das Archivgut kann im Niedersächsischen Landesarchiv, Abteilung Hannover unter Berücksichtigung der Einhaltung von Schutz- und Sperrfristen nach §5 Niedersächsisches Archivgesetz (NArchG) eingesehen werden.

Georeferenzierung


Bezeichnung Bezeichnung
Regierungsbezirk Hildesheim
Zeit von Zeit von
1941
Zeit bis Zeit bis
1972
Objekt_ID Objekt_ID
4
Ebenen_ID Ebenen_ID
1310
Geo_ID Geo_ID
1310-4