NLA HA Hann. 182 Garlstorf

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Oberförsterei Garlstorf

Laufzeit

1784-1952

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners

Nach Einführung der preußischen Verwaltungsorganisation im Jahre 1867 und Zugrundelegung eines mit Kabinettsordre vom 31.10.1868 genehmigten Normalplans traten an die Stelle der bisherigen Forstinspektionen die aus den Forstrevieren gebildeten Oberförstereien (vgl. Hann. 122a Nr. 1559). Im Bereich der Forstinspektion Winsen (Luhe) wurde das Forstrevier Garlstorf auf diese Weise zur Oberförsterei Garlstorf ausgebaut, das Forstrevier Rehrhof zur Oberförsterei Rehrhof.
Die Oberförsterei Garlstorf bestand im Jahr 1874 zunächst aus den Schutzbezirken Sellhorn, Hanstedt, Lübberstedt, Heimbruch, Garlstorf und Toppenstedt, 1880 dann aus den Schutzbezirken Hanstedt, Lübberstedt, Garlstorf, Toppenstedt und Gelleren (vgl. Staatshandbuch für die Provinz Hannover, Jahrgänge 1867, 1870, 1874, 1880, 1881, 1883, 1900, 1914).
Die Oberförsterei Rehrhof umfasste 1874 die Schutzbezirke Munster, Neuerheidkrug, Wulfsode, Ehlbeck und Steinbeck (vgl. Handbuch f. d. Provinz Hannover, Jg. 1874). Ab 1883 ist der Name der Oberförsterei in Oberförsterei Munster geändert, die nun zunächst aus den Schutzbezirken Heidkrug, Rehrhof, Munster, Ehlbeck und Steinbeck besteht. In den folgenden Jahren verändern sich die Bezirke oder Reviere mehrmals: so umfasst die Oberförsterei im Jahr 1900 die 6 Schutzbezirke Heidkrug, Munster, Lopau, Rehrhof, Breloh und Steinbeck, 1914 nur noch die 5 Bezirke Munster, Lopau, Rehrhof, Breloh und Steinbeck (vgl. Staatshandbuch für die Provinz Hannover, Jahrgänge 1880, 1881, 1883, 1890, 1900, 1914) und 1930 schließlich die Forstreviere Lopesettel, Grevenhof (später Hützel), Rehrhof, Breloh und Munster (Hann. 182 Garlstorf Acc. 80/81 Nr. 106).

1934 sind die Oberförstereien in Forstämter umbenannt worden (vgl. Mbl. d. Preuß. Landwirtschaftsministeriums u. d. Landesforstverw.1934, Nr. 35 S. 617 ff.); somit wurde aus der Oberförsterei Garlstorf das Forstamt Garlstorf. Im gleichen Jahr wurde die Oberförsterei bzw. das Forstamt Munster aufgelöst und die Revierförsterei Hützel (vormals Grevenhof) dem Forstamt Garlstorf zugelegt (vgl. Amtsblatt d. Regierung Lüneburg, Jg. 1934 S. 207). Das Forstamt Garltorf bestand im Jahr 1937 aus den Revierförstereien Gellersen, Garlstorf, Hanstedt, Toppenstedt, Hützel und der Unterförsterei Lübberstedt (vgl. Deutsches Forsthandbuch 1937 S. 171).
Der übrige Teil des aufgehobenen Forstamtes Munster wurde dem Truppenübungsplatz Munster-Nord zugelegt und gehört heute zum Bundesforstamt Raubkammer (vgl. Nds. 71 Acc. 110/98 Nr. 559).

Bestandsgeschichte

Der vorliegenden Bestand wurde dem Hauptstaatsarchiv Hannover vom Forstamt Garlstorf nach dessen Auflösung zum 01.10.1980 (vgl. Nds. MBl Nr. 56/1980 S. 1363) übergeben und hier unter dem Zugang: Acc. 80/81 vereinnahmt.
Der Bestand umfasst sowohl die Forstakten der Oberförsterei Garlstorf als auch diejenigen der 1934 aufgelösten Oberförsterei Munster.

Forstakten des Forstamtes Garlstorf aus der Zeit nach 1945 finden sich im Bestand Nds. 660 Busschewald (nach Auflösung des Forstamtes Garlstorf sind die Forstamtsflächen dem Klosterforstamt Soltau und dem staatlichen Forstamt Busschewald zugelegt worden - vgl. Nds. 71 Acc. 110/98 Nr. 559).

Stand: Dezember 2012

Enthält

Allgemeine Verwaltung, Personalangelegenheiten, Forstamtschroniken, Forstwesen, Jagdsachen, Holzberechtigungen

Literatur

Heinrich Schulz: 120 Jahre Kampf um den Garlstorfer Wald : Ein Beitrag zur Heimatkunde d. Winsener Geest, Winsen/Luhe: Ravens, 1942;

Carsten Päper: Der Garlstorfer Wald. Vom Kampf der Waldinteressenten um ihre alten Berechtigungen im Amt Winsen an der Luhe, Seevetal, 1986;

Walter Kremser: Niedersächsische Forstgeschichte - eine integrierte Kulturgeschichte des nordwestdeutschen Forstwesens (Rotenburger Schriften Sonderband 32), Rotenburg (Wümme) 1990;

Georg Spindler: Ein Beitrag zur Geschichte des Bundesforstamtes Raubkammer, Lüneburger Heide. Diplomarbeit im Lehrgebiet Forstgeschichte der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen, Fachbereich Forstwirtschaft in Göttingen, 1996

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M.

6,9

Bearbeiter

Christiane Drewes

Benutzung

Hinweis: Die Akten sind teilweise durch Beschädigungen, Pilzbefall und Verunreinigungen geschädigt und können daher nur eingeschränkt zur Benutzung vorgelegt werden.