NLA AU Rep. 148

  • Zugeordnete Objekte zeigen
  • Drucken
  • Mit Strg+C oder Rechtsklick kopieren.
    Verlinken
  • Versenden
  • Verbessern

Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

NLWKN (ehemals: StAWA bzw. Wasserwirtschaftsamt Aurich)

Laufzeit 

1913-1967

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Die eher beratende Tätigkeit der Behörde gegenüber der Wasserwirtschaft wurde 1977 auf den Umweltschutz erweitert. Die Zunahme der Aufgaben in diesem Bereich führte 1990 zu der Umbenennung des Amtes. 1998 wurde die Behörde mit dem Staatlichen Amt für Insel- und Küstenschutz in Norden (Rep. 154) vereinigt. Seit 2005 gehört auch die Forschungsstelle Küste auf Norderney (Rep. 149) dazu.

Bestandsgeschichte 

Der jetzige Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit Sitz in Norden hatte in der Vergangenheit verschiedene Bezeichnungen und Zuständigkeiten erfahren. Es firmierte u.a. als Staatliches Amt für Wasser und Abfall und davor als Wasserwirtschaftsamt Aurich.
Nachdem in der Provinz Hannover 1871 die IX. Meliorationsinspektion des Königreichs Preußen eingerichtet wurde, wurden in der Provinz nach und nach einzelne Meliorationsbauämter gegründet. Ihre Aufgaben waren die Koordinierung der Landerschließung, seine Bewirtschaftung und die Bodenverbesserung.

In der Zeit bis 1901 wurde der Regierungsbezirk Aurich noch von Osnabrück, von 1901-1906 von Stade aus mit verwaltet. 1906 kam es dann zur Gründung eines eigenen Meliorationsbauamtes für den Regierungsbezirk Aurich.
1929-1939 wurde die Behörde Kultur-Bauamt genannt, seit 1939 aber Wasserwirtschaftsamt. Es übernahm bei der Kultivierung, im Gegensatz zum Kulturamt, dessen bauliche Umsetzung. Das Wasserwirtschaftsamt Aurich besaß lange Jahre eine eigene Aussenstelle Leer für das Projekt der Melioration des Leda-Jümme-Gebietes.

Den Namen Wasserwirtschaftsamt behielt die Behörde bis 1989. Seine Aufgaben erweiterten sich um die Abwasserentsorgung und die Abfallwirtschaft.
Die Zunahme der Aufgaben, insbesondere um den Umweltschutz, führte 1990 zu der Umbenennung des Amtes in das Staatliche Amt für Wasser und Abfall (StaWA), dessen Auflösung 1997 beschlossen wurde. 1998 wurde der Umweltschutz dem Gewerbeaufsichtsamt Emden zugewiesen und die Behörde wurde mit dem Staatlichen Amt für Insel- und Küstenschutz in Norden (Rep. 154) vereinigt und erhielt nun den jetzigen Namen NLWKN.

Die enge Verzahnung der Aufgaben der unterschiedlichen wasserbaulichen Instanzen (Regierung, Abt. Domänenverwaltung, Wasserbauinspektionen usw., auch Kulturamt) im 19. und 20. Jahrhundert brachten

wohl auch einen regen Aktenaustausch innerhalb dieser Behörden mit sich, was in der Vergangenheit eine provenienzgerechte Verzeichnung erschwerte. So wurde häufig einerseite auf eine zeitraubende Klärung verzichtet, dann aber auch Akten manchmal im Bemühen um Klärung von einem Bestand in den anderen verbracht. Dadurch kam es zu häufigen, teilweise unglücklichen Umsignierungen.
In den Zeiten der durch die EDV-Verzeichnung bestandsübergreifenden Suche fällt dies nicht mehr so stark ins Gewicht, weshalb aktuell auf eine intensive Provenienz-Trennung verzichtet wird.

Es ist also immer ratsam, die Bestände aller wasserbaulichen Behörden für seine Fragestellungen zu nutzen.

Im Rahmen eines Werkvertrags verzeichnete Dr. Tautz, Oldenburg,


Literatur:
Fünfundsiebzig Jahre Wasserwirtschaftsamt Aurich 1906-1981. Festschrift, Aurich 1981
Staatshandbücher für Niedersachsen



Aurich, Februar 2013

Hennings

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

teilweise verzeichnet

Abgeschlossen: Nein